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Ein Unternehmen in Norwegen gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Norwegen

Das norwegische Gesellschaftsrecht ist dem österreichischen weitgehend ähnlich und berücksichtigt relevante EU Richtlinien. Auch in Norwegen wird zwischen Personen und Kapitalgesellschaften unterschieden. Als einzige Besonderheit fallen bei letzteren zwei Typen von Aktiengesellschaften auf, nämlich die „Aksjeselskap, AS“, die mit der GmbH vergleichbar und die mit Abstand populärste Gesellschaftsform ist. Die „Allmennaksjeselskap, ASA“ entspricht einer AG nach österreichischem Verständnis.  

Grundsätzlich herrscht in Norwegen Gewerbefreiheit. Für einige Tätigkeiten ist jedoch eine formelle Zulassung von Nöten. Die Befähigungsprüfungen und Zugangsbedingungen werden von den jeweils zu-ständigen unabhängigen Berufsvertretungsorganisationen abgenommen bzw. festgelegt. 

Für die Unternehmensgründung ist die Anmeldung bei der norwegischen Registerbehörde Brønnøysundregistrene Voraussetzung. Die Behörde führt zwei Unternehmensregister: Das Einheitsregister (enhetsregisteret), in dem alle wirtschaftlich Tätigen registriert sein müssen, und das Unternehmensregister (foretaksregisteret), wobei einige Unternehmen von der Registrierungspflicht im foretaksregisteret ausgenommen sind.   

Ausländische Staatsangehörige müssen zusätzlich bei Brønnøysundregistrene um eine D-Nummer (Personennummer für ausländische Staatsangehörige) ansuchen, wenn sie eine Funktion in einem norwegischen Unternehmen übernehmen sollen.  

Norwegische Unternehmen - auch Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen - werden in der Höhe von 23 Prozent auf ihr Einkommen besteuert, wobei Einkommen im Ausland ebenfalls steuerpflichtig sind. Im Ausland bezahlte Steuern können aber in Abzug gebracht werden, sofern keine gesonderte Regelung durch ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Zwischen Norwegen und Österreich besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen.   

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Stockholm für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Stockholm.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine 

Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Norwegen gilt als typischer Vertretermarkt, zumal auch Großabnehmer selten direkt von ausländischen Lieferanten kaufen, sondern meist über deren Vertreter in Norwegen. Es ist auch empfehlenswert, die Bearbeitung des norwegischen Marktes einem lokalen und nicht einem Vertreter aus einem der skandinavischen Nachbarländer zu übertragen. Im Hinblick auf den nicht allzu großen und damit höchst übersichtlichen Markt erwartet sich der norwegische Vertreter in der Regel Exklusivität. Es ist nicht üblich bzw. erforderlich eine Probezeit zu vereinbaren, da die gesetzliche Kündigungsfrist im ersten Vertragsjahr nur ein Monat beträgt; die unmittelbare Kündigung kann außerdem jederzeit bei wesentlicher Vertragsverletzung ausgesprochen werden.

Die Entscheidung welche Form der Vertretung - Handelsvertreter oder Vertragshändler - man letztlich wählt, wird von mehreren Aspekten abhängen: Größe des Marktes, angestrebtes Verkaufsvolumen, Komplexität des Produktes, Kenntnisse und Erfahrungen des Vertreters, Höhe der Vergütung etc. Lokale Partner werden in der Regel wegen ihrer Marktkenntnis und sprachlichen Fähigkeiten einen besseren Kundenzugang haben, als dies bei direkter Vermarktung der Fall wäre.

Die meisten in Norwegen tätigen Handelsvertreter arbeiten landesweit. Hierbei sind die Weitläufigkeit des Landes, dessen geringe Bevölkerungsdichte sowie die damit verbundenen logistischen Herausforderungen zu beachten. Vor allem die Bearbeitung der nördlichen, dünn besiedelten Landesteile ist wegen der großen Distanzen mit hohem Aufwand verbunden.

Eine Alternative kann der Einsatz von Vertragshändlern sein, die sich auch um Import und Lagerhaltung kümmern.  

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.