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Ein Unternehmen in Norwegen gründen

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Norwegen

Für die Unternehmensgründung ist die Anmeldung bei der norwegischen Registerbehörde Brønnøysundregistrene Voraussetzung. Die Behörde führt zwei Unternehmensregister: Das Einheitsregister (enhetsregisteret), in dem alle wirtschaftlich Tätigen registriert sein müssen, und das Unternehmensregister (foretaksregistert), wobei einige Unternehmen von der Registrierungspflicht im foretaksregisteret ausgenommen sind.  

Das ausgefüllte Formular (samordnet registermelding) für die Registrierung bei beiden Stellen, wird nach Bearbeitung von der Registerbehörde an das zuständige Finanzamt sowie die Sozialbehörde (NAV) weitergeleitet.  

Ausländische Staatsangehörige müssen zusätzlich bei Brønnøysundregistrene um eine D-Nummer (Personennummer für ausländische Staatsangehörige) ansuchen, wenn sie eine Funktion in einem norwegischen Unternehemen übernehmen sollen. 

Alle in Norwegen tätigen Unternehmen müssen eine Organisationsnummer haben (dient der Identifizierung natürlicher und juristischer Personen). Das gilt auch für Unternehmen, die nur Angestellte in Norwegen beschäftigen. 

Norwegische Unternehmen - auch Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen - wer-den in der Höhe von 25 Prozent auf ihr Einkommen besteuert, wobei Einkommen im Ausland ebenfalls steuerpflichtig sind. Im Ausland bezahlte Steuern können aber in Abzug gebracht werden, sofern keine gesonderte Regelung durch ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Zwischen Norwegen und Österreich besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen.  

Erzielt ein ausländisches Unternehmen in Norwegen Umsätze von mehr als 50.000 Kronen (rund 5.500 Euro) im Lauf von 12 Monaten ist es verpflichtet, sich bei der zuständigen Steuerbehörde (Mehrwertsteuerregister) zu registrieren und wird damit mehrwertsteuerpflichtig. Eine Registrierung bei der Steuerbehörde ist auch bei geringeren Umsätzen sowie bei mehrwertsteuerfreien Waren und Dienstleistungen notwendig, wenn man einen Vorsteuerabzug geltend machen will. 

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Fachreport Norwegen: Firmengründung und Steuern, den Sie beim AußenwirtschaftsCenter Stockholm anfordern können. 

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Stockholm für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Stockholm.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine 

Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.