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Ein Unternehmen in Schweden gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Schweden

Möchte ein österreichisches Unternehmen in Schweden tätig werden, erlaubt das liberale und relativ unbürokratische Land ein weitgehend unkompliziertes Vorgehen. Will man keine vor Ort ansässige Gesellschaft gründen, kann man mit einer unselbständigen Zweigstelle das Auslangen finden. Zu beachten ist nur, dass manche wirtschaftliche Tätigkeiten, verbunden mit dem Vorliegen einer steuerrechtlichen festen Betriebsstätte, zur Etablierung einer Zweigstelle mit erweiterten steuerlichen und buchhalterischen Auflagen verpflichten können. Bei der Beurteilung, ob eine feste Betriebsstätte vorliegt, ist unter anderem zu berücksichtigen, für welche Dauer der Betrieb angelegt ist. So begründet eine länger als 12 Monate dauernde Montagetätigkeit in Schweden eine Betriebsstätte. Die Kriterien definiert das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Schweden sowie das schwedische Einkommenssteuergesetz.  

Die einfachsten Formen einer unselbständigen Präsenz sind das Informations- oder Verkaufsbüro und die gesellschaftsrechtliche Zweigstelle. Je nach Art und Umfang der Tätigkeit bestimmt das „Gesetz über ausländische Zweigstellen“ deren optionale oder bindende Errichtung.  

Erbringt beispielsweise das Unternehmen Dienstleistungen, ist eine Zweigstelle anzumelden, sobald es kontinuierlich und permanent in Schweden tätig ist. Eine solche ist Bestandteil des ausländischen Stammhauses, unterliegt aber den gleichen Bedingungen wie schwedische Unternehmen. Die Zweigstelle hat kein eigenes Stammkapital, muss aber eigene vom ausländischen Unternehmen getrennte Bücher führen. Außerdem muss die Zweigstelle grundsätzlich einen Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin mit Wohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum haben.  

Mit geringen Abweichungen zu Österreich, gibt es in Schweden mehrere Formen von Kapital- und Personengesellschaften für die Entfaltung wirtschaftlicher Tätigkeiten. Die private Aktiengesellschaft (AB) ist am weitesten verbreitet und der österreichischen GmbH ähnlich. Die öffentliche, das heißt an der Börse notierte, Aktiengesellschaft (AB publ.) ist mit der AG zu vergleichen. In der Praxis bietet die AB oft den besten Kompromiss bzgl. Kapitalerfordernis und Risikominimierung.   

Eine AB beziehungsweise AB (publ.) kann von zumindest einer natürlichen oder juristischen Person errichtet werden. Die Gründer verfassen die Gründungsurkunde, die auch einen Vorschlag zur Satzung beinhaltet. Die Mitwirkung eines Notars ist nicht erforderlich. Eine juristische Person entsteht erst durch die Eintragung bei Bolagsverket (vergleichbar mit dem österreichischen Firmenbuch). Die Einzahlung des Aktienkapitals ist Voraussetzung für die Entstehung der Gesellschaft. Eine schwedische AB/AB (publ.) kann von allen natürlichen oder juristischen Personen aus dem EWR problemlos gegründet werden. 

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Stockholm für Auskünfte und eine persönliche Beratung gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Stockholm.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Für die Bearbeitung des schwedischen Marktes kann ein Handelsvertreter eine gute Alternative zur Errichtung einer eigenen Vertriebsorganisation sein. Leider gibt es in Schweden keine ausgeprägten Strukturen, die eine rasche und effektive Suche nach geeigneten Partnern erleichtern würden. Oft sind es größere Unternehmen, die als Vertreter für eine Reihe von ausländischen Unternehmen tätig werden. Der klassische „Handelsreisende“ ist eher selten anzutreffen. In vielen Fällen wird eine geeignete Person eine Anstellung als Mitarbeiter des vertretenen Unternehmens bevorzugen.  

Die Entscheidung, welche Form der Vertretung man letztlich wählt, wird von mehreren Aspekten abhängen: Größe des Marktes, angestrebtes Verkaufsvolumen, Komplexität des Produktes, Kenntnisse und Erfahrungen des Vertreters, Höhe der Vergütung etc. Beide werden in der Regel wegen ihrer Marktkenntnis und sprachlichen Fähigkeiten einen besseren Kundenzugang haben, als dies bei direkter Vermarktung der Fall wäre.

Die meisten in Schweden tätigen Handelsvertreter arbeiten landesweit. Viele decken auch einen oder mehrere der anderen skandinavischen Märkte ab. Hierbei sind die Weitläufigkeit der Länder, deren geringe Bevölkerungsdichte sowie die damit verbundenen logistischen Herausforderungen zu beachten.  

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an