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Ein Unternehmen in Taiwan gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Taiwan

Taiwan macht es ausländischen Firmen leicht, ihre Unternehmungen auf die High-Tech-Insel zu bringen. Prinzipiell gibt es drei Rechtsformen, die den Großteil aller Geschäftsaktivitäten abdecken: Die Subsidiary, das Branch Office und das im Handlungsumfang stark eingeschränkte Representative Office. Manche Tätigkeiten sind stärker reglementiert und erfordern, ähnlich wie in Österreich, einer ganz bestimmten Rechtsform (beispielsweise der Finanzsektor).

Die Entscheidung, welches Konstrukt gewählt werden soll, hängt natürlich stark von Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer Marketing-Strategie ab. Ausländische Unternehmen wählen in der Praxis überwiegend die Subsidiary in Form einer Limited Liability Company. Des Weiteren kann die sehr einfache und schnelle Gründung eines Representative Offices durchaus attraktiv sein.

Für einen bestimmten Teil ausländischer Investitionen gibt es auch attraktive Förderungen und Steuererleichterungen, Niedrigzinskredite sowie eine Reihe von Vorteilen, die nur an besonderen Standorten zugänglich sind (Wirtschaftsparks, Sonderwirtschaftszonen, Exportzonen).

Aufenthaltsgenehmigungen (Resident Visa) für Investorinnen und Investoren sowie leitendes Personal und deren Familienangehörigen werden problemlos erteilt. Für weitere ausländische Arbeitskräfte können Arbeitsgenehmigungen ausgestellt werden. Je nach Dauer des Aufenthaltes gibt es dabei unterschiedliche Regelungen zu beachten. Das AußenwirtschaftsCenter Taipei hilft Ihnen gerne dabei, die passenden Einreise- und Visabestimmungen anzuwenden.

Ein wichtiger Aspekt für eine Investition im Ausland ist auch die lokale 'Workforce':  Taiwanesische Arbeitskräfte sind in der Regel gut ausgebildet und fleißig. Gemessen an der Arbeitsproduktivität und am relativ hohen Ausbildungsniveau ist die Gehaltssituation bei Büroangestellten im internationalen Vergleich sehr preiskompetitiv.

In Taiwan ist es gängige Praxis, die Grundgehälter relativ niedrig anzusetzen. Ein 13. und 14. Gehalt (wie im österreichischen Arbeitsrecht) gibt es hierzulande nicht. Ein Großteil der taiwanesischen Unternehmen zieht es vor, die niedrigen Löhne durch großzügige Bonuszahlungen, welche üblicherweise zum Chinesischen Neujahr ausbezahlt werden, auszugleichen und sich damit ein gewisses Maß an Flexibilität bei den Gehaltskostenstrukturen zu bewahren. Die Festlegung der Höhe der jährlichen Bonuszahlungen orientiert sich - in dieser Reihenfolge - nach individueller Leistung, Umsatz des Unternehmens und wirtschaftlicher Lage.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Taipei: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen.

Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Taipei.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Analog zu den österreichischen Gesetzen stehen auch in Taiwan grundsätzlich drei Möglichkeiten der Vertretungsvergabe zur Verfügung. Die Regelungen für deren Rechte und Pflichten weichen vom österreichischen Gesetz nur geringfügig ab. Trotzdem ist die Heranziehung eines taiwanesischen Anwalts ratsam. Da das Geschäftsleben in Taiwan stark von persönlichen Beziehungen geprägt ist, empfiehlt es sich aufgrund der Mentalitäts- sowie Sprachunterschiede, einen mit den Sitten und Gebräuchen des Landes vertrauten ortsansässigen Unternehmer mit der Vertretung zu betrauen.

Handelsreisende haben in der Regel nur die Position eines Vermittlers, d.h., sie können keine Geschäfte inhaltlich ausgestalten oder Zahlungen annehmen.

Handelsmakler wiederum bahnen den Verkauf von Waren an und weisen Abschlussmöglichkeiten nach. Der Handelsmakler ist nicht zum Tätigwerden verpflichtet. Er bleibt gegenüber dem Prinzipal völlig selbständig.

Der Handelsvertreter ist im Unterschied zum Handelsmakler aber zum Tätigwerden im Namen des Geschäftsherren verpflichtet. Auch ist er fix in den Vertriebsweg eingeplant.

In der Regel werden Handelsvertreter „flächendeckend“ eingesetzt, um eine Vielzahl regionaler Märkte zu betreuen („Vertriebsnetz“!). Jedem Handelsvertreter wird dabei ein Gebiet zugewiesen, das von ihm alleine und exklusiv zu betreuen ist. Die Verträge verbieten daher in der Regel Handelsvertretern, in anderen Gebieten tätig zu werden („Gebietsschutz“). Weiters verpflichtet der typische Handelsvertretervertrag die einzelnen Handelsvertreter, ihre Ware lediglich vom Prinzipalunternehmen zu beziehen. Der Bezug von Ware durch Vertreter anderer Gebiete wird regelmäßig vertraglich ausgeschlossen („Verbot von Parallelimporten“).

Ein spezielles Handelsvertreterrecht existiert in Taiwan bislang nicht. Im Rahmen der Vertretungsvergabe herrscht Vertragsfreiheit. Der Vertragsabschluss unterliegt keinen Formerfordernissen, ebenso ist keine behördliche Registrierung des Vertretungsverhältnisses erforderlich. Aus Beweisgründen sollte jedoch die Schriftform eingehalten werden. Vertretungsverträge sollten so klar und einfach wie möglich formuliert werden und insbesondere das anwendbare materielle und formelle Recht festlegen, wobei gerade das taiwanische materielle Recht für den Prinzipal sehr entgegenkommend ist.

Die Überprüfung der Durchsetzbarkeit eines Vertretungsvertrages durch eine lokale Anwaltskanzlei ist zu empfehlen. Neben lokalen Firmen können auch Niederlassungen ausländischer Firmen und Einzelpersonen als Vertreter tätig sein, auf die Auswahl der Person des Vertreters ist jedoch größte Sorgfalt zu verwenden, zumal sich in Taiwan gegründete Unternehmen leicht auflösen und Forderungseintreibungen sich oft langwierig und kostspielig gestalten können. Es empfiehlt sich also bei der Auswahl des lokalen Partners sowohl hinsichtlich dessen Bonität als auch der Frage der Dauer des Vertretungsverhältnisses und der Vergabe von Exklusivität strenge Maßstäbe anzulegen.

Das AußenwirtschaftsCenter Taipei unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie uns ein E-Mail oder rufen Sie uns an.