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Ein Unternehmen in Thailand gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Thailand

Thailand ist grundsätzlich ein investitionsfreundliches Land, auch wenn die aktuelle Rechtslage die Wirtschaft vor zu starkem ausländischem Einfluss schützt. Es ist allerdings eine langsame, sukzessive Lockerung spürbar.

Die Geschäftstätigkeit von ausländischen Personen wird durch den Foreign Business Act 1999 (FBA) geregelt. Thailand hat zwar die internationalen Abkommen wie das General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) und das General Agreement on Trade in Service (GATS) ratifiziert, jedoch dürfen bestimmte Tätigkeiten von ausländischen Staatsangehörigen entweder überhaupt nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgeübt werden. Eine Novelle, die restriktivere Regelungen hinsichtlich der Kontrollrechte an Unternehmen für ausländische Investoren vorgesehen hätte, seit 2007 diskutiert, aber bis heute nicht weiterverfolgt.

Eine mehrheitliche Beteiligung einer ausländischen Person an einer Gesellschaft unterliegt ebenfalls der Genehmigungspflicht, wenn die geschäftliche Betätigung unter eines der gelisteten Tätigkeitsfelder fällt. Es muss dann eine sogenannte Foreign Business License beantragt werden. Falls die Unternehmung als förderungswürdig eingestuft wird, kann eine Förderung vom Board of Investment (BOI) erlangt werden.

Durch besondere Investitionsanreize sollen im Rahmen der 2017 ins Leben gerufenen „Thailand 4.0“ Entwicklungsstrategie Investitionen in elf Clusterbereichen an die Küste südöstlich Bangkoks angesiedelt werden. Die als „Eastern Economic Corridor“ bekannte Region soll in den nächsten 5 Jahren mit Infrastrukturinvestitionen von über EUR 55 Mrd. zur führenden Hochtechnologie-Region im ASEAN-Raum ausgebaut werden. 

Weitere Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Fachreport Thailand: Firmengründung und Steuern, den Sie beim AußenwirtschaftsCenter Bangkok anfordern können.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bangkok für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Bangkok.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Wenn man im Land über keine eigene Tochterfirma verfügt, empfiehlt sich eine Zusammenarbeit mit etablierten und erfahrenen Importfirmen bzw. im Land ansässigen Firmen, die komplementäre Produkte vertreiben.  

Die Wahl des richtigen Vertriebskanals hängt dabei von der Branche, der Art des Produktes sowie der Zielgruppe ab. Während industrielle Güter teilweise direkt oder über einen Distributor vertrieben werden können, ist für Konsumgüter ein lokaler Partner (Generalimporteur, Großhändler, Einzelverkäufer) für den Import unumgänglich.  

Die oberflächlichste Art der Marktbearbeitung ist über eine nationale oder regionale Industrievertretung. Die Industrievertretung importiert und vertreibt selbstständig und hat zumeist ein etabliertes Kundennetz. Alternativ agiert der lokale Partner lediglich als Vermittler auf Kommissionsbasis, wobei der Kaufvertrag zwischen dem österreichischen Unternehmen dem Kunden geschlossen wird. In jedem Fall hat das Produkt bzw. die Marke am Markt einen Vertrauensvorschuss. Nachteilig ist jedoch, dass eine erfolgreiche Vertretung entsprechend viele Unternehmen vertritt und die Intensität des Vertriebs nicht konstant ist.

Grundsätzlich könnte das österreichische Unternehmen einen Distributions- oder Handelsvertretervertrag auch mit einer natürlichen unabhängigen und lokalen Person abschließen. Diese Person könnte dann das Geschäft vor Ort und in der Region übernehmen. Der lokale Agent würde im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig. Sie würden den Agenten als Dienstleister beschäftigen und nicht selbst in Thailand geschäftlich tätig werden. Das Vertragswerk müsste entsprechend sicherstellen, dass kein Arbeitsverhältnis entsteht. Auch müsste darauf geachtet werden, dass durch den Agenten keine Betriebstätte in Thailand entsteht.

Diese Modelle werden immer noch relativ häufig praktiziert, wenn das österreichische Unternehmen den Markt nicht selbst bearbeiten möchte.

Wenn das österreichische Unternehmen mittelfristig einen eigenständigen Markteintritt plant, könnte zusätzlich ein Representative Office eröffnet werden. In diesem Fall könnte das Rep. Office die Koordination vor Ort zwischen den Distributoren und dem österreichischen Mutterunternehmen übernehmen. Ein Rep. Office kann selbst kein Geschäft vermitteln. Seit einer Gesetzesänderung ist es einfach und auch kostengünstig, ein solches Rep-Office zu registrieren. Ein österreichischer Staatsbürger könnte als Manager eingesetzt werden. Diese Position ist seit kurzem vom Erfordernis der Arbeitserlaubnis ausgenommen.

Handelsvertreterrecht - Im thailändischen Recht sind die Rechte und Pflichten des Handelsvertreters in den Abschnitten 797 ff. des “Thai Civil and Commercial Code“ (TCCC) festgelegt. Eine genaue Definition des Handelsvertreters existiert im thailändischen Recht nicht. Es wird lediglich die allgemeine Einrichtung eines Vertreters geregelt.  

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok ist Ihnen dabei gerne behilflich und benötigt dafür folgende Informationen:

  • Anforderungsprofil des gesuchten Vertreters mit Nennung möglicher Komplementär-produkte (idealerweise auch mit Markennennung), sowie mit Nennung der Konkurrenz-/Komplementärprodukte, die vermieden werden sollen.
  • Vorteile des eigenen Produktes gegenüber der Konkurrenz.  

Bitte beachten Sie, dass es empfehlenswert ist, für die Bearbeitung des Marktes innerhalb Ihrer Firma eine Person auszusuchen, die diesen dann über mehrere Jahre hinweg betreuen wird. Erfahrungsgemäß dauert es im gesamten Betreuungsgebiet des AußenwirtschaftsCenters Bangkok eine längere Zeit bist das Vertrauen zu einem Geschäftspartner hergestellt ist. Dieses Vertrauen ist dann zumeist nur auf den Ansprechpartner und nicht die gesamte Firma bezogen. Es ist auch wichtig, den persönlichen Kontakt mithilfe von 1-2 Firmenbesuchen pro Jahr aufrecht zu halten.

Es bestehen keine gesetzlichen Abfindungsansprüche im Rahmen einer Kündigung.

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.