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Ein Unternehmen in Vietnam gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Vietnam

Vietnam ist schon seit geraumer Zeit eine der dynamischsten Volkswirtschaften Südostasiens mit permanenten Wirtschaftswachstumsraten um die 6 bis 7 %. Mit einem Wachstum von 7,0 % im Jahr 2019 liegt Vietnam weiter im Spitzenfeld Südostasiens. Für 2020 wird für Vietnam wegen der Coronavirus-Pandemie zwar mit einer reduzierten Wachstumsrate zwischen „nur“ 2,5 % bis 5 % gerechnet; grundsätzlich ändert dies aber nichts daran, dass Vietnam mittel- und langfristig auf Wachstumskurs bleibt. Hauptverantwortlich für das über Jahre konstant hohe Wachstum sind viele Faktoren. Dazu zählen u.a. hohe Einnahmen der Exportwirtschaft, aber auch eine steigende Inlandsnachfrage (Lohnzuwächse, Schaffung von Arbeitsplätzen in der produzierenden Industrie und im Tourismus) und robuste Investitionen der öffentlichen Hand.

Vietnam hat sich seit Beitritt zur Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) im Jahre 2007 zu einem attraktiven Investitionsziel entwickelt und nimmt in einigen Branchen eine fixe Position in der Lieferkette multinationaler Unternehmen ein. Gründe dafür sind neben den niedrigen Lohnkosten auch die günstige geographische Lage (Nähe zu China), eine junge und arbeitswillige Bevölkerung, stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie finanzielle Anreize für Investoren. Der wirtschaftspolitische Fokus der vietnamesischen Regierung liegt auf wirtschaftlicher Liberalisierung und einer offenen, omnidirektionalen Handelspolitik. Wichtige Ziele sind zudem die Unterstützung der Exportwirtschaft und Förderung des Aufbaus lokaler Industrie und Wertschöpfung.

Das Land profitiert seit einiger Zeit verstärkt von der Verlagerung von Produktionsstätten aus China und anderen Ländern nach Vietnam, wo allgemein geringere Kosten und Betriebsrisiken für ausländische Betriebe erwartet werden. Insoweit hat die Corona-Pandemie den Trend zu Diversifizierung beschleunigt und wird Vietnams Attraktivität als Investitionsstandort mittelfristig weiter befördern.

Die Einbindung Vietnams in ein Netz regionaler (ASEAN) und darüber hinaus gehender bi- oder multilateraler Freihandelsabkommen (mit China, Hongkong, Korea, Japan, Australien, Neuseeland, Chile und der Eurasischen Wirtschaftsunion) macht das Land für multinationale Investoren besonders attraktiv und hilft ihm, die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit seiner angestammten Industrien (z.B. Schuhproduktion) zu bremsen und weiterhin kräftiges Exportwachstum sicherzustellen.

Für europäische Investoren besonders relevant ist in diesem Zusammenhang das neue EU-Vietnam Handelsabkommen (EVFTA) bzw. Investitionsschutzabkommen (EVIPA). Nach Ratifizierung durch die vietnamesische Nationalversammlung wird das EVFTA voraussichtlich im Sommer 2020 in Kraft treten. Das Investitionsschutzabkommen (EVIPA) bedarf der Ratifizierung durch die EU-Mitgliedsstaaten und wird zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten.

Bisher haben in Vietnam mehr als 40 österreichische Unternehmen rund 50 Standorte gegründet, sowohl in Form von Vertriebsgesellschaften und Repräsentanzbüros als auch Produktionsstätten (meist für den Export). Die österreichischen Niederlassungen beschäftigen in Summe rund 3.700 Mitarbeiter in Vietnam. Ihre gesamte Investitionssumme lässt sich schwer schätzen. Der von vietnamesischer Seite erhobene Wert von 170 Mio. EUR berücksichtigt jedenfalls nur einen Teil, da viele Investitionen formal über Singapur oder andere Drittländer getätigt werden.

In der Vergangenheit beschränkten sich Investitionen nur auf wenige Regionen des Landes, was jedoch zu einer Unterentwicklung weiter Landesteile führte. Neben den Regionen um Ho-Chi-Minh-Stadt bzw. Hanoi gelten mittlerweile aber auch andere Provinzen, etwa in Nordostvietnam, in Zentralvietnam und vor allem im Süden des Landes, als zunehmend attraktiv. Landesweit wurden hunderte Industrie- und Wirtschaftszonen eingerichtet, deren Vorteile in ihrer meist guten Infrastruktur, der Rechtssicherheit von Landtiteln sowie der Zuverlässigkeit von Steuervergünstigungen bestehen.

Die Bedingungen für Unternehmensgründung und Investitionen in Vietnam werden vom Unternehmensgesetz (LOE) und vom Investitionsgesetz (LOI) geregelt. Während das Unternehmensgesetz generell die Tätigkeit von Unternehmen in Vietnam regelt, definiert das Investitionsgesetz die allgemeinen Rahmenbedingungen für ausländische Investitionsvorhaben in Vietnam. Ausländischen Investoren sind sämtliche Geschäftsaktivitäten in Vietnam erlaubt, die nicht ausdrücklich gesetzlich verboten oder beschränkt / bedingt sind. Der Markteintritt ausländischer Unternehmer und Investoren erfolgt in der Praxis in den meisten Fällen durch Gründung (oder Anteilserwerb an) einer “Limited Liability Company“ oder “Shareholding Company“. Ausländische Investoren streben in aller Regel, soweit rechtlich und tatsächlich möglich, die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft an. Repräsentanzbüros ausländischer Investoren haben in den letzten Jahren dagegen deutlich an praktischer Bedeutung verloren.

Ausführliche Informationen und Beratungsleistungen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an. Gerne senden wir Ihnen auf Wunsch auch unseren Fachreport zu Firmengründung und Steuern zu (2. Auflage, Mai 2020).

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Vietnam gilt als Liebling europäischer Investoren, und tatsächlich gibt es viele Gründe für einen Unternehmensstandort in Vietnam: die günstigen Produktionsbedingungen, Diversifizierung in Asien, die Kostensituation, vorhandene Rohstoffe, Arbeitskräfte und eine digitale Community vor Ort, die Bearbeitung des lokalen Marktes, Sourcingaktivitäten, und so fort. Doch wo genau den neuen Standort errichten? Nicht nur unterscheiden sich Nord-, Süd- und Zentralvietnam gravierend und bieten jeweils unterschiedliche Vorteile, sondern die vielen Industriezonen und Business Parks haben verschiedene Anreizsysteme. Aus Österreich ist es schwierig bis unmöglich, einen Überblick über die Standortmöglichkeiten zu gewinnen und Investitions- oder Betriebskosten sowie die Logistiksituation abzuschätzen. Auch die richtige Investitionsform, rechtlichen Rahmenbedingungen und Marktgegebenheiten gilt es vorab zu wissen. Überall da setzen wir an.

Um die Hintergründe für Ihre Investitionsentscheidung zu kennen, klären wir vorab mit Ihnen, welche Ziele und Rahmenbedingungen Sie sich von Ihrer Investition versprechen, und empfehlen die geeignete Investitionsform vor Ort. Auf Basis eines Fragenkatalogs, den Sie definieren, erheben wir für Sie Marktdaten und geben einen Einblick in die Vorteile unterschiedlicher Investitionsstandorte in Vietnam. Wir analysieren für Sie Kostenstrukturen und Anreizsysteme je nach Industriezone oder Business Park und informieren Sie über Fachkräfteverfügbarkeit, Zuliefer- und Kundenlandschaft oder Exportbedingungen – je nachdem, worum es geht.

Auch in der konkreten Standortsuche greifen wir Ihnen unter die Arme und identifizieren potentielle Standorte, Büroflächen oder Fabrikshallen auf Basis von Lage, Ausstattungskriterien und Betriebskosten. Diese evaluieren und vergleichen wir für Sie, um Ihnen die Entscheidung für ein konkretes Objekt, Grundstück oder Akquisitionsziel zu erleichtern.

Spätestens dann ist es an der Zeit, selbst den Schritt nach Vietnam zu wagen. Wir begleiten sie zu den Site visits, arrangieren Grundstücksbesichtigungen und Termine mit den zuständigen Behörden oder Industrieparkbetreibern und lassen Sie an den Erfahrungen bereits investierter österreichischer oder ausländischer Betriebe teilhaben.

Damit auch in der rechtlichen Ausgestaltung Ihres Investitionsvorhabens nichts schief läuft und die Gründungsschritte reibungslos ablaufen, vermitteln wir Sie auf Wunsch an professionelle Rechtsanwälte, die auf Firmengründungen spezialisiert sind und die Bedürfnisse österreichischer Unternehmen in Vietnam kennen.

Sind Sie bereit? Zur Ausformulierung eines maßgeschneidertes Leistungspakets zur Investitionsberatung und Standortanalyse kontakieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Im vietnamesischen Investitionsgesetz finden sich auch Regelungen zum Bestandschutz ausländischer Investitionen. Diese beinhalten unter anderem, dass rechtmäßig erworbene Vermögenswerte sowie investiertes Kapital nicht grundlos verstaatlicht oder konfisziert werden dürfen. Ein schwerwiegender Grund, welcher ein solches Vorgehen rechtfertigen würde, wäre beispielsweise die Gefährdung der nationalen Sicherheit. In einer solchen Situation muss der Investor aber entsprechend dem herrschenden Marktpreis entschädigt werden. Weiters sind Regelungen zum Schutz des geistigen Eigentums, des Marktzutritts und der Überführung von Gewinnen aus Direktinvestitionen vorhanden.

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen. Zwischen Vietnam und Österreich besteht ein bilateraler Investitionsförderungs- und -schutzvertrag, der am 27.3.1995 unterzeichnet wurde.

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Hier finden Sie einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Teil des EU-Vietnam Handelsabkommens, das am 30. Juni 2019 unterzeichnet wurde, ist auch ein Investitionsschutzabkommen der EU und Vietnam (EVIPA), dessen Ratifizierung noch aussteht. Das Investitionsschutzabkommen wird für ein hohes Maß an Investitionsschutz sorgen, wobei das Recht der EU und Vietnams gewahrt wird, regulierend tätig zu werden und Gemeinwohlziele, wie den Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit sowie der Umwelt, zu verfolgen.

Es enthält alle Aspekte des neuen Ansatzes der EU zum Investitionsschutz samt den zugehörigen Durchsetzungsmechanismen, die in den bestehenden bilateralen Investitionsabkommen zwischen Vietnam und den EU-Mitgliedstaaten nicht vorgesehen sind. Es ersetzt die 21 bestehenden bilateralen Investitionsabkommen und schafft einen modernen gemeinsamen Rahmen für den Investitionsschutz für alle Investoren aus der EU in Vietnam.

Mit dem Investitionsabkommen mit Vietnam stellt die EU sicher, dass ihre Investoren und deren Investitionen in Vietnam fair und gerecht behandelt und gegenüber Investitionen aus Vietnam unter vergleichbaren Umständen nicht diskriminiert werden.

Zugleich schützt das Investitionsabkommen Investoren aus der EU und ihre Investitionen in Vietnam vor Enteignung, es sei denn, diese geschieht im

  • öffentlichen Interesse,
  • nach einem rechtsstaatlichen Verfahren,
  • diskriminierungsfrei und
  • gegen Zahlung einer umgehenden, angemessenen und effektiven Entschädigung, die dem realen Marktwert der enteigneten Investition entspricht.

Vertretungsvergabe

Die Wahrscheinlichkeit, in Vietnam auf unseriöse oder unprofessionelle Vertragspartner zu stoßen, ist größer als in Österreich. Entscheidender Erfolgsfaktor für den Geschäftserfolg in Vietnam ist daher die Auswahl eines verlässlichen, lokalen Partners, der vor Ort die Akquise durchführt und die Kunden- und Behördenkontakte pflegt.

Die Wahl des richtigen Vertriebskanals hängt wiederum von der Branche, der Art des Produktes sowie der Zielgruppe ab. Während industrielle Güter teilweise direkt oder über einen regionalen Distributor/Agenten vertrieben werden, ist für Konsumgüter ein lokaler Partner (Generalimporteur, Großhändler, Einzelverkäufer) für den Import unumgänglich. Zu prüfen ist gegebenenfalls auch die Eignung des lokalen Partners hinsichtlich Online-Vertriebskanälen.

Mit einer Länge von 1.650 Kilometern ist Vietnam ein lang gestrecktes Land. Während Nordvietnam durch die Hauptstadt Hanoi geprägt ist, hat sich Ho Chi Minh City ganz im Süden zum Wirtschaftszentrum des Landes entwickelt. In den letzten Jahren gab es aber auch in Zentralvietnam um Danang einen beachtlichen Technologie- und Start-up-Boom. Die drei Landesteile unterscheiden sich aber nicht nur geographisch und klimatisch stark voneinander, es gibt große Unterschiede in der wirtschaftlichen Schwerpunktsetzung und auch in der Mentalität der Bevölkerung. Damit ist bspw. ein Vertreter aus dem Norden Vietnams nicht unbedingt der geeignetste Partner für die Bearbeitung des Südens. Abhängig auch von der jeweiligen Branche wird es häufig Sinn machen, mehrere für unterschiedliche Regionen zuständige Agenten zu suchen.

Insbesondere im Hinblick auf Joint-Venture-Partner gilt, dass verlässliche und professionelle vietnamesische Partner aktiv gesucht werden müssen, da viele ihre ausländischen Geschäftspartner bereits gefunden haben und insoweit gar nicht aktiv auf der Suche sind. Zudem ist in manchen Fällen bereits die Anzahl geeigneter Kandidaten von vornherein begrenzt, da nur wenige potenzielle Joint-Venture-Partner über bestimmte, zwingend erforderliche Qualifikationen verfügen (z.B. in Bezug auf Kapital, Know-how oder Lizenzen).

Bitte beachten Sie, dass es in Vietnam noch keine geeigneten, öffentlich zugänglichen Firmenverzeichnisse gibt, was gerade den Ersteinstieg in den Markt schwierig und zeitaufwendig gestaltet. Im Internet verfügbare Informationen geben meist nur rudimentär Aufschluss über potentielle Geschäftspartner, Grund dafür sind die geringe Datenqualität sowie unvollständige und häufig veraltete Informationen.

Normalerweise dauert es in Vietnam relativ lange, bis das Vertrauen zu einem neuen Geschäftspartner hergestellt ist. Verhandlungen sollten immer nur zwischen den selben Personen geführt werden; ansonsten besteht die Gefahr, umsonst viel Zeit und Energie in sich wiederholende Gespräche zu investieren. Mit der Auswahl eines Vertreters ist der langfristige Erfolg aber noch nicht sichergestellt. Es ist von entscheidender Bedeutung, laufenden persönlichen Kontakt zu halten und mindestens ein bis zweimal pro Jahr auch persönlich nach Vietnam zu kommen, um eine gute Geschäftsbeziehung zu pflegen und aufrecht zu erhalten.

Grundsätzliche Regelungen zum Vertriebs-, Handelsvertreter- und Eigenhändlerrecht finden sich insbesondere im “Commercial Law“ (Art. 16 ff., 141 ff.) und im Civil Code (Art. 84 ff., 139 ff.). Das Commercial Law regelt ausdrücklich die Geschäftsvertretung (Representation of Business Entities), den Handelsmakler (Commercial Brokerage), den Handelsvertreter (Sale and Purchase of Goods by Authorized Dealers) und die Handelsagentur (Commercial Agency).

Ausländische Unternehmen können seit dem WTO Beitritt (2007) in Vietnam auch unmittelbar Handel betreiben, d.h. durch eigene lokale Tochtergesellschaften tätig werden. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Info-Seite.

Zur detaillierten und verlässlichen Prüfung potenzieller Geschäftspartner wird österreichischen Unternehmen die Kontaktaufnahme mit dem AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City empfohlen. Damit Sie keine Irrwege bei der Geschäftspartnersuche beschreiten und so Zeit und Geld verlieren, bieten wir Ihnen als Kammermitglied eine gründliche Zielgruppenanalyse und professionelle Selektion und Prüfung von Geschäftspartnern und Kunden durch unsere vietnamesischen Marktexperten vor Ort. Für die Identifikation geeigneter Partner nehmen wir uns Zeit, um Aktivität, Hintergründe und Marktpositionen abzuklopfen und die richtigen Ansprechpersonen für Ihr Anliegen zu finden.