th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Ein Unternehmen in Vietnam gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Vietnam

Vietnam ist schon seit geraumer Zeit eine der dynamischsten Volkswirtschaften Südostasiens mit permanenten Wirtschaftswachstumsraten um die 6%. Auch die Prognosen für die kommenden Jahre sind ähnlich positiv und die vietnamesische Regierung unterstützt diesen Wachstumskurs aktiv mit einer Reihe von wirtschaftsfördernden Maßnahmen. Anmerken muss man allerdings, dass sich die Wirtschaftskraft sehr stark auf die Metropolregionen Hanoi im Norden und Ho Chi Minh City im Süden konzentriert und es nach wie vor große Disparitäten zu ländlichen Gebieten gibt. Mit seiner stetig wachsenden konsumfreudigen Mittelschicht gehört Vietnam mittlerweile jedenfalls zu den „Middle Income“-Ländern und nähert sich mit immer größeren Schritten den Industriestaaten an. Die ca. 95 Millionen Einwohner stellen sowohl einen großen Absatzmarkt als auch ein großes Arbeitskräftepotenzial dar.

Vietnam ist generell als investitionsfreundliches Land zu bewerten, das nach wie vor eine Wachstumspolitik durch Zufluss von ausländischem Kapital verfolgt. Anreizfaktoren für den Standort Vietnam sind v.a. die günstigen Lohnkosten, gut ausgebildete Arbeitskräfte sowie stabile politische Rahmenbedingungen.

Vietnam hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von bi- und multilateralen Freihandelsabkommen unterzeichnet. Seit 1995 ist Vietnam Mitglied von ASEAN, die Regelungen der ASEAN-Freihandelszone (AFTA) traten im Jahr 2012 in Kraft.

Im Dezember 2015 wurden die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen Vietnam und der EU formal abgeschlossen (EVFTA). Mithilfe des Abkommens, welches Anfang 2019 in Kraft treten sollte, werden zunächst 65% der Einfuhrzölle auf Exporte aus der EU liberalisiert und innerhalb von 10 Jahren die tarifären und nichttarifären Handelshemmnisse für europäische Unternehmen – bis auf wenige Ausnahmen - komplett abgeschafft. Die Zölle seitens der EU für vietnamesische Warenlieferungen werden innerhalb von sieben Jahren nach dem EVFTA-Inkrafttreten wegfallen.

Vietnam ist auch an dem transpazifischen CPTPP Abkommen sowie am RCEP Handels- und Investitionsabkommen der 10 ASEAN-Länder mit China, Japan, Südkorea, Indien, Australien und Neuseeland beteiligt, welche demnächst in Kraft treten werden. In jüngster Vergangenheit hat Vietnam zusätzlich auch Freihandelsverträge mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (inkl. Russland und Kasachstan) und Südkorea abgeschlossen.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Unternehmensgesetzes (LOE) bzw. Investitionsgesetzes (LOI) 2015 haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren verbessert und es wurden dadurch einige bis dahin bestehende Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Das Verfahren zur Unternehmensgründung wurde jedenfalls wesentlich vereinfacht und die Frist zur Genehmigungserteilung verkürzt.

Für mehrheitlich ausländische Investoren besteht allerdings noch immer eine Lizenzpflicht. Mit Ausnahme einiger weniger Industriesektoren (Energie, Bergbau, Verteidigung und Medien) kann jetzt aber in allen Wirtschaftsbereichen investiert werden.

Trotz des verbesserten rechtlichen Regelungsrahmens haben Investoren und Unternehmer in der Praxis jedoch nach wie vor mir bürokratischen Genehmigungsverfahren, wenig vorhersehbaren Interpretationen der anzuwendenden Gesetze sowie Korruption zu kämpfen.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Entscheidender Erfolgsfaktor für den Geschäftserfolg in Vietnam ist die Auswahl eines verlässlichen, lokalen Partners, der vor Ort die Akquise durchführt und die Kunden- und Behördenkontakte pflegt.

Die Wahl des richtigen Vertriebskanals hängt wiederum von der Branche, der Art des Produktes sowie der Zielgruppe ab. Während industrielle Güter teilweise direkt oder über einen regionalen Distributor/Agenten vertrieben werden, ist für Konsumgüter ein lokaler Partner (Generalimporteur, Großhändler, Einzelverkäufer) für den Import unumgänglich. 

Bitte beachten Sie, dass es in Vietnam noch keine geeigneten, öffentlich zugänglichen  Firmenverzeichnisse gibt, was gerade den Ersteinstieg in den Markt schwierig und zeitaufwendig gestaltet.  

Mit einer Länge von 1.650 Kilometern ist Vietnam ein lang gestrecktes Land. Während Nordvietnam durch die Hauptstadt Hanoi geprägt ist, hat sich Ho Chi Minh City ganz im Süden zum Wirtschaftszentrum des Landes entwickelt. In den letzten Jahren gab es aber auch in der Mitte Vietnams um Da Nang einen beachtlichen Technologie- und Startup Boom. Die drei Landesteile unterscheiden sich aber nicht nur geographisch und klimatisch stark voneinander, es gibt große Unterschiede in der wirtschaftlichen Schwerpunktsetzung und auch in der Mentalität der Bevölkerung. Damit ist ein Vertreter aus dem Norden Vietnams nicht unbedingt der geeignetste Partner für die Bearbeitung des Südens. Abhängig auch von der jeweiligen Branche wird es häufig Sinn machen, mehrere für unterschiedliche Regionen zuständige Agenten zu suchen.  

Normalerweise dauert es in Vietnam relativ lange, bis das Vertrauen zu einem neuen Geschäftspartner hergestellt ist. Verhandlungen sollten immer nur zwischen den gleichen Personen geführt werden, ansonsten besteht die Gefahr, umsonst viel Zeit und Energie in sich wiederholende Gespräche zu investieren. Mit der Auswahl eines Vertreters ist der langfristige Erfolg aber noch nicht sichergestellt. Es ist von entscheidender Bedeutung, laufenden persönlichen Kontakt zu halten und mindestens ein bis zweimal pro Jahr auch persönlich nach Vietnam zu kommen, um eine gute Geschäftsbeziehung zu pflegen und aufrecht zu erhalten.  

Grundsätzliche Regelungen zum Vertriebs-, Handelsvertreter- und Eigenhändlerrecht finden sich insbesondere im “Commercial Law“ und im “Civil Code“. Das Commercial Law regelt ausdrücklich die Geschäftsvertretung (“Representation of Business Entities“), den Handelsmakler (“Commercial Brokerage“), den Handelsvertreter (“Sale and Purchase of Goods by Authorized Dealers“) und die Handelsagentur (“Commercial Agency“).  

Ausländische Unternehmen können seit dem WTO Beitritt (2007) in Vietnam aber auch unmittelbar Handel betreiben, d. h. durch eigene lokale Tochtergesellschaften tätig werden. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass die Zulassung ausländischer Investoren im Bereich Import und Vertrieb trotz der weitgehenden, formalrechtlichen Öffnung nach wie vor sehr restriktiv gehandhabt wird, und entsprechende Gründungsverfahren bürokratisch und zeitaufwendig sind.

Das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an