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EU-Recovery in Estland

So profitieren Sie von den Aufbau- und Resilienzplänen

RRF-Investitionen für Estland 

Am 28.10. hat der Rat der Europäischen Union Estlands Plan zur Nutzung der Europäischen Wiederaufbau- und Resilienzfazilität (RRF) zugestimmt und am 17.12. hat Estland die erste 13% Anzahlung der RRF in Höhe von EUR 126 Mio. erhalten.

Bereits Ende 2021 hat man mit der Vergabe von Zuschüssen für Projekte der Wohnungsgenossenschaften begonnen, die mehr als 2.600 Wohnungen energieeffizienter machen. Im Frühjahr werden eine Reihe weiterer Maßnahmen des Sanierungsplans eingeleitet, darunter die Unterstützung der Digitalisierung und Automatisierung von Unternehmen, die Einführung eines Netzverstärkungsprogramms zur Erhöhung der Produktionskapazitäten aus erneuerbaren Energien und Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen zur Unterstützung der Aufwertung von grünen Technologien und Bioressourcen. Außerdem wird mit der Planung der kommunalen Rad- und Fußwege begonnen, es wird die Entwurfslösung für die Straßenbahnlinie Old Harbour fertiggestellt und mit den Vorbereitungen zum Bau des Rail Baltica Terminals angefangen.

Nachfolgende Auszahlungen erfolgen ein- bis zweimal jährlich gemäß der mit der Europäischen Kommission zu schließenden Vereinbarung und der Erfüllung der im Plan festgelegten Ziele. 

Estlands Sanierungsplan wurde mit 982,5 Millionen Euro erstellt, der genaue Betrag wird jedoch im Juni nächsten Jahres bekannt gegeben. Derzeit hat Estland Sicherheiten in Höhe von 759,7 Millionen Euro. 

Der estnische Plan basiert auf sechs Säulen: digitale Transformation von Unternehmen, Beschleunigung der grünen Transformation, digitaler Staat, Energie und Energieeffizienz, nachhaltiger Verkehr sowie Gesundheits- und Sozialschutz. Die im Plan vorgeschlagenen Projekte umfassen den Zeitraum bis zum Ende des RRF, also bis 2026, und sechs der sieben Bereiche der European Flagship Initiative sind im Plan vertreten. 

Ein Drittel der Finanzierung wird als Maßnahmen für das Unternehmertum bestimmt. Der Plan sieht in sechs Jahren insgesamt rund 265 Millionen zusätzliche private Investitionen vor, das sind durchschnittlich rund 44 Millionen pro Jahr. 

Die positiven kumulativen Auswirkungen des Programmes auf die estnische Wirtschaft werden über zehn Jahre auf 6,2 Prozent des BIP geschätzt. Etwa 72 Prozent der Gesamtwirkung sind auf das Wachstum des Inlandsverbrauchs und der Investitionen zurückzuführen, und 28 Prozent kommen durch den Export hinzu. Ohne Exporte beträgt der positive Effekt 4,44 Prozent über zehn Jahre. 

Die wichtigsten Investitionen des estnischen Konjunkturprogramms beziehen sich auf die grüne und digitale Revolution, für die mehr als 600 Millionen Euro vorgesehen sind. 

Einer der größten Projekte wird der Bau der neuen Krankenhauses in Tallinn sein. Es geht um bis jetzt das größte Gesundheitszentrum in Estland. Die Gesamtkosten werden bei 520 Mio. Euro liegen.

Zugänglichkeit für österreichische Firmen

Die Marktchancen österreichischer Unternehmen im Rahmen des RRF in Estland sehen wir vor allem in den Bereichen Digitalisierung, grüne Transformation, Energie, nachhaltige Transport und Gesundheitsbereich. In der Digitalisierungsbranche sind Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen vorgesehen, womit man die Arbeitsprozesse digitalisieren und automatisieren will. Estland ist stark im E-Government, aber die Digitalisierung im Privatsektor ist noch nicht so weit. Hier können Technologie und Know-How aus Österreich gut zum Einsatz kommen. 

Mit der grünen Transformation will man die Unternehmen unterstützen, neue umweltfreundliche und grüne Technologien zu verwenden. Auch im Energiebereich liegt die Priorität in der Verwendung von erneuerbarer Energie, wo Österreich sehr stark ist. Im Transportbereich wird eine neue Straßenbahnlinie gebaut, sowie das neue Ülemiste Depot, das die internationale Bahnlinie Rail Baltica mit der vorhandenen Bahninfrastruktur sowie Straßenbahn, Busverkehr und Flughafen verbinden wird. Im Gesundheitssektor ist der Bau des neuen Tallinner Krankenhauses geplant. Hier sehen wir Möglichkeiten im Baubereich sowie Lieferung von Medizintechnik und -Geräten. 

Die Teilnahmebedingungen für im Rahmen der RRF ausgeschriebenen Projekte sind noch nicht bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dabei die nationalen Rechtsbestimmungen über die öffentliche Vergabe gelten werden.

Mit den ersten Investitionen wurde schon Ende 2021 begonnen, die meisten Projekte werden in der ersten Hälfte 2022 starten.

Interessante Projekte, die schon konkret sind, sind das Tallinner Krankenhaus (die ersten Ausschreibungen im Designbereich wurden bereits durchgeführt) und die neue Straßenbahnlinie nach Old Harbour (Tallinn), sowie das Ülemiste Depot.

Unterstützungsaktivitäten des AußenwirtschaftsCenters

Das AußenwirtschaftsCenter Riga hält Sie mit aktuellen Veranstaltungen und Informationen über die einzelnen Maßnahmen auf dem Laufenden.

Neben individuellen Informations- und Beratungsleistungen setzen wir wieder verstärkt auf Präsenzveranstaltungen. Mit Blick auf die aktuellen nationalen Recovery-Schwerpunkte stehen bei unseren Events Themen wie Industrieautomatisierung & Smart Factory, Gesundheitswesen & Life Sciences sowie Verkehrsinfrastrukturausbau im Vordergrund.

Sie wollen wissen, wie Ihr Unternehmen von diesen Chancen profitiert? Dann kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga. Wir freuen uns auf Sie!

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