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Finnland: Branchenprofil Bau und Infrastruktur – Schwerpunkt Holzbau

Exportwissen, Marktchancen und Trends 

Branche und Marktsituation 

Laut dem letzten Konjunkturbarometer des Bausektors in Finnland vom März 2017 ist die gesamte Bautätigkeit im Jahr 2016 um 7% gestiegen. Für das Jahr 2017 wird weiteres Wachstum um ca. 2-3% prognostiziert. Im Jahr 2016 betrug der gesamte Output des Bausektors 31,8 Mrd. EUR. Innerhalb des Bausektors wird das Bauvolumen auf den Grund- und Wasserbau im Wert von 6,5 Mrd. EUR und auf den Bereich des Hausbaus im Wert von 25,3 Mrd. EUR aufgeteilt.

Konkurrenzsituation

In Finnland wird momentan an vielen Projekten im Bereich Hochbauten entweder geplant oder gebaut. Dazu gehören Wohnhäuser ebenso wie Industrie- und Geschäftsgebäude, Schulen, Einkaufszentren, Hotels sowie Krankenhäuser. Verschiedenste Projekte der Baubranche werden insbesondere im Infrastrukturbereich überwiegend durch „Allianzen“, vergleichbar mit den österreichischen Arbeitsgemeinschaften, durchgeführt.

Der Markt wird von wenigen großen Baufirmen dominiert, als Subunternehmen für Spezialaufgaben wurden neben finnischen Unternehmen vor allem solche aus dem Baltikum herangezogen (allen voran Estland), seit einigen Jhren muss dafür auf weiter entfernte Anbieter, darunter auch solche aus Österreich, zurückgegriffen werden. 

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen 

Die Baubranche ist in Finnland stark reguliert. Daher plant die Regierung, die Branche durch Gesetzesnovellen zu unterstützen, um teils veraltete und zeitraubende Regeln zu ändern und zu reduzieren. So soll die Realisierung notwendiger Bauprojekte gefördert werden. Die Option der EU- Richtlinie über die öffentliche Auftragsvergabe 2014/24/EU (33), BIM (=Building Information Modeling) im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe für Werkverträge sowie Designwettbewerbe gesetzlich vorzuschreiben, ist in Finnland bereits umgesetzt.  

Dadurch, dass die Baukosten in den letzten Jahren gestiegen sind, suchen einige Bauunternehmen neue Lösungen wie z.B. Modul- und Smart-Häuser oder Gruppenbauten. Die Nachfrage nach einer gemäßigten Preisfestsetzung und nach in der Stadt liegenden Kleinhäusern wächst ständig. Die Antwort der Fertighausbauer darauf sind Modulbauten, die je nach Bedarf größer gebaut werden können. Für österreichische Anbeiter von Modullösungen bestehen daher Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit finnischen Firmen.

Das größte Wachstumspotenzial im Bereich Holzbau in Finnland besteht beim Hochhausbau, beim Bau öffentlicher Gebäude, hallenähnlicher Gebäude, Brücken, Garten- und Umweltbauten sowie bei der Sanierung von Gebäudefassaden, sodass die Gebäude energieeffizient sind. Zusätzlich eignet sich das Holzmaterial für das Bauen von Zusatzstockwerken und Ergänzungsbauten.

Chancen für österreichische Unternehmen

Die Österreicher könnten das eigene ausgezeichnete Schulungssystem des Holzbereichs hier in Finnland präsentieren und als Vorbild agieren. Erste Diskussionen zwischen Institutionen und Persönlichkeiten beider Länder sind in die Wege geleitet worden.  

Sie suchen ausführlichere Informationen zu den Branchen Bau und Infrastruktur sowie Holz und Papier?

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Stockholm