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Frankreich: Projekte und Ausschreibungen

Informationen zu aktuellen Projekten

Interessierte österreichische Firmen können weitere Infos und Details zu den Meldungen beim AußenwirtschaftsCenter Paris von Frau Amélie Schäfer, Key Account Managerin Bau und Infrastruktur, T +33 1 53 23 05 11, E paris@wko.at, erhalten.


Investitionswelle rollt auf Département Seine-Saint-Denis zu

Am 7. April wurden rund 30 Projekte der Zukunft vom Departement Seine-Saint-Denis, das im Nordosten des Großraums Paris liegt, vorgestellt. Geladen waren über 200 Bauunternehmen, technische Teams sowie die Kammern.

Diese Vorgehensweise ist bereits bekannt: der öffentliche Auftraggeber stellt den Unternehmen die zukünftigen Beschaffungsprojekte vor, um so die Planung für die Unternehmen zu vereinfachen sowie den Wettbewerb anzukurbeln, indem eine größere Sichtbarkeit der Projekte hergestellt wird.

Das Departement präsentierte ein Gesamtbudget von EUR 408 Mio., das für Investitionen im Jahr 2022 vorgesehen ist. Damit belegt das Departement den frankreichweit sechsten Platz, wenn es um die Höhe der Investitionen geht.

Vor allem die beiden französischen Großprojekte Grand Paris Express und die Olympischen Spiele, die 2024 in Paris stattfinden werden, wurden dabei ins Auge gefasst. Daneben geht es um Projekte, wie die Sanierung und den (Um-)Bau von Schulen, den Bau von Freizeiteinrichtungen sowie den Ausbau von Straßenbahnlinien.

Ausschreibungsdatenbank des Departements.

Interesse geweckt?

Dann erfahren Sie mehr über Bauen in Frankreich, die aktuellen Zahlen und Trends und die gesetzlichen und sonstigen Rahmenbedingungen bei einer Tätigkeit auf dem französischen Markt.

Das AußenwirtschaftsCenter schickt Ihnen zur Hintergrundinformation gerne den aktuellen Branchenreport zu. Bei Interesse senden Sie einfach ein E-Mail an paris@wko.at. Dieser Branchenreport wurde im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich, erstellt.

Wir unterstützen Sie darüber hinaus bei Ihrem Markteinstieg und Ihrer Tätigkeit vor Ort. Nutzen Sie auch unser Veranstaltungsangebot. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Veranstaltungswebsite oder direkt per E-Mail an paris@wko.at

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Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Amélie Schäfer, Key Account Managerin, T +33 1 53 23 05 15, E paris@wko.at ist gerne für Sie da.


OECD ermöglicht eine Mitarbeit im Energiesektor

Im Namen der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlichte die OECD erneut eine Ausschreibung. Ziel der Aktion sei es einen oder mehrere Anbieterinnen und Anbieter damit zu beauftragen die Abteilungen „Energy Modelling Office“ (EMO) und „Energy Demand Outlook“ (EDO) bei der Durchführung von Energieanalysen, der Verbesserung bestehender Energiemodellierungsinstrumente und der Entwicklung neuer analytischer Fähigkeiten zu unterstützen.

Die Ausschreibung ist in 2 Teile unterteilt:

  1. Verbesserung bestehender Energiemodellstrukturen und Datenprozesse sowie entsprechende Schulungen für IEA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist es die Effizienz und Robustheit der Energiemodellierung und -analyse der IEA zu verbessern.
  2. Verbesserung der Fähigkeiten zur Energiemodellierung und -analyse, die in die EDO-Produkte integriert werden sollen. Außerdem sollen Überlegungen zur Energiebeschäftigung und zum Georaum, zum Markt und zu nicht-wirtschaftlichen Hemmnissen angestellt und entsprechende Schulungen für IEA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt werden.

Die Frist für die Ausschreibung läuft bis Mittwoch, den 27. April 2022, 18:00 Uhr (Pariser Zeit). Interessierte Bewerberinnen und Bewerber müssen sich auf dem e-Sourcing-Portal der OECD Bravo Solution registrieren, um in weiterer Folge Zugang zu entsprechenden Dokumenten und weiteren Informationen zu erhalten.

Eine Zusammenfassung der Ausschreibung gibt es auch zum Downloaden

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„Der Weg“ in die Zukunft – Energiegewinnung wie auf der Sonne

ITER ist in der Welt des Energiesektors in aller Munde und es gibt laufend Möglichkeiten, sich als österreichisches Unternehmen einzubringen.

ITER, Latein für „der Weg“, ist das weltgrößte wissenschaftliche Netzwerk, das daran arbeitet, Fusion als realistische und nachhaltige Energiequelle zu nutzen. Die Idee Fusionsenergie zur CO2-armen Energiegewinnung zu verwenden, stammt aus dem Weltall – es ist die Energie, die die Sonne und die Sterne antreibt. Es ist die Energie, die alles Leben auf der Erde möglich macht.

Sechs Länder und die EU, die insgesamt 50% der Weltbevölkerung ausmachen, nehmen am Projekt „ITER“ teil – China, Indien, Japan, Russland, Südkorea und die USA. Die Europäische Union ist mit knapp 50% Hauptakteur des Projekts. Fusion for Energy (F4E) ist die Organisation der EU, die für den europäischen Beitrag zu ITER zuständig ist. F4E wurde 2007 für einen Zeitraum von 35 Jahren gegründet. Der Hauptsitz ist in Barcelona und es gibt Büros in Cadarache (Frankreich) und Garching (Deutschland).

Klingt spannend? – Ist es auch! ITER und F4E veröffentlichen regelmäßig Ausschreibungen. Innovative, österreichische Unternehmen haben also die Chance Teil der Zukunft zu werden. Mit dem Partnership Tool lassen sich auch andere interessierte Unternehmen finden, mit denen Sie gemeinsam Angebote einbringen können. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Ausschreibungen unterschiedlicher Natur sind.

  • Call for Expertise: Call for Expertise ist ein offenes Ausschreibungsverfahren, bei dem Experten für Projekte gesucht werden. Die Bewerberinnen und Bewerber werden aufgefordert, ihr Angebot direkt bei der ITER-Organisation einzureichen.
    » Call for Expertise Ausschreibungen

  • Call for Tender: Es handelt sich um ein dreistufiges Auswahlverfahren.
    • Stufe 1: Inländische Agenturen werden dazu aufgefordert Vorschläge potenzieller Bewerberinnen und Bewerber abzugeben und diese zu nominieren. Die Unternehmen setzen sich mit den zuständigen inländischen Agenturen in Verbindung, um ihr Interesse an den gewünschten Lieferungen, Dienstleistungen oder Arbeiten zu bekunden.
    • Stufe 2: Die Vermittlungsstelle erstellt, auf der Grundlage spezifischer Auswahlkriterien, eine Liste qualifizierter Unternehmen, die im Vorhinein nominiert wurden. 
    • Stufe 3: Die Bieterinnen und Bieter reichen Angebote für das Ausschreibungspaket ein. Die Bewertung der eingereichten Angebote erfolgt in zwei Schritten: Zunächst werden die technischen Angebote anhand der angegebenen Zuschlagskriterien bewertet. Nur Angebote mit einer Punkteanzahl über dem angegebenen technischen Schwellenwert werden für die finanzielle Bewertung berücksichtigt. Die finanzielle Bewertung erfolgt entweder auf der Grundlage von Preis-Leistungs-Verhältnis oder auf der Grundlage des günstigsten technischen Angebots.
      » Call for Tender Ausschreibungen

  • Open Tenders: Open Tender ist ein wettbewerbsorientierter Auswahlprozess. Alle Unternehmen werden aufgefordert, sich direkt zu bewerben. Ein Open Tender folgt demselben Bewertungsverfahren wie jenem bei Call for Tenders.
    » Open Tender Ausschreibungen 

Zurzeit gibt es wieder eine Reihe an aktuellen Ausschreibungen.
» Detaillierte Anleitung, wie die Bewerbung abläuft.
Und wer weiß – vielleicht findet sich ja bald Ihr Unternehmen im weltgrößten Fusionsprojekt wieder! 

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Projektaufruf: Neugestaltung des Business Viertels Paris La Défense

Das Businessviertel La Défense bei Paris will sich neu erfinden. Dies wurde auf der Messe Mipim am 16. März in Cannes verkündet zusammen mit einem Projektaufruf zur Neugestaltung und Wiederbelebung des Viertels durch Lösungen zur Verbesserung der Umweltqualität und der Integration zwischen dem Geschäftsviertel La Défense und den direkt angrenzenden Kommunen. Das Businessviertel La Défense ist mittlerweile von einer historischen Leerstandsquote von 13,6% geprägt, die doppelt so hoch ist wie der Durchschnitt in der Region Paris.

Der sogenannte Projektaufruf „Empreintes“ (übersetzt: (Fuß-)Abdruck) zielt darauf ab, fünf künstlich genutzte Grundstücke im Businessviertel La Défense neu zu überdenken. Abbildung der betroffenen Grundstücke (in englischer Sprache).

Ziele des Projektaufrufs

Im gesamten Businessviertel La Défense ist der Bau und Betrieb von Wohn- und Bürogebäuden nach dem Verkehrsaufkommen die zweitgrößte kohlenstoffintensive Aktivität. Empreintes möchte Immobilienbetreiber dazu ermutigen, sich für eine Verringerung der Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden einzusetzen. Dies umfasst:

  • Die Bauphase (Verwendung von Biomaterialien, Recycling usw.) und die Funktionsphasen (Isolierung, Wärmenetze, Zugänglichkeit, lokale Dienstleistungen usw.). Der Bau sollte entwicklungsfähig und umkehrbar sein;
  • Berücksichtigung eines möglichen Abrisses (Wiederverwendung oder Einführung von Materialien in die Recyclingkette...);
  • Systematische Untersuchung der möglichen Wiederverwendung bestehender Infrastruktur und/oder der gemeinsamen Nutzung von Einrichtungen mit benachbarten Gebäuden.

Ein weiteres Ziel ist die Verknüpfung des Geschäftsviertels mit den umliegenden Kommunen. Empreintes soll die Wiederbelebung von Standorten an der Schnittstelle zwischen dem Geschäftsviertel La Défense und den Wohngebieten beschleunigen. Diese Flächen müssen neu genutzt und in vollwertige Stadtviertel umgewandelt werden, die eine engere Verbindung zwischen La Défense und den umliegenden Städten ermöglichen.

Ablauf des Projektaufrufs

Der Projektaufruf wird in mehreren Phasen ablaufen. Bis zum 30. Mai 2022 können sich die Firmenkonsortien auf der von Paris La Défense gewidmeten Plattform bilden und anmelden. Im September wird eine Jury, die sich aus Mitgliedern von Paris La Défense, der Stadtverwaltungen von Puteaux und Courbevoie, des Departements Hauts-de-Seine, Experten, und Vertretern des Staates zusammensetzt, die Kandidaten bekannt geben, die in die engere Auswahl für die Ausschreibung gekommen sind. Die Ausschreibung wird in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil für die Standorte Jean-Moulin und Ségoffin bestimmt ist. Die erfolgreichen Firmenkonsortien werden im Sommer 2023 bekannt gegeben. Anfang 2024 werden die Firmenkonsortien für die drei anderen Grundstücke bekannt gegeben. Die ersten Projekte sollten bis 2030 fertiggestellt werden.

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Förderung der Nutzung von Fusionstechnologien und Know-how 

Im Rahmen der Bemühungen um die Förderung der Nutzung von Fusionstechnologien und Know-how haben Fusion For Energy und In Extenso Innovation Croissance einen Contest ins Leben gerufen, um bereits realisierte oder laufende Projekte, die Fusionslösungen in andere Anwendungen integrieren, hervorzuheben und auszuzeichnen.

Mit diesem neuen Preis, der europäischen Unternehmen und Organisationen offensteht, sollen Projekte gefördert werden, bei denen Fusionstechnologien oder damit verbundenes Know-how eingesetzt wird oder eingesetzt werden soll (außerhalb von Fusions-Märkten).

Das ausgewählte Projekt erhält ein Preisgeld in Höhe von EUR 10.000.

Neben dem Preis profitieren die Kandidaten auch von einer größeren Sichtbarkeit innerhalb eines europäischen Netzwerkes bestehend aus Industriepartnern. 

Wer kann sich bewerben?

Jedes europäische Unternehmen und jede europäische Organisation, die ein Projekt vorstellt, bei dem Fusionstechnologie oder -Know-how außerhalb von bestehenden Fusions-Märkten eingesetzt wird oder eingesetzt werden soll.

Weitere Informationen finden Sie unter Technology Transfer Award 2022ier und auf der Webseite der Organisation Fusion For Energy.

Bewerbungsablauf

Die Bewerbungsfrist läuft vom 2. Februar 2022 bis zum 2. April 2022.

Der Vorschlag ist in englischer Sprache einzureichen. Das Antragsformular muss auf dem Dokument "Proposal Template" basieren (siehe Downloads) und darf nicht länger als drei Seiten sein. Anhänge, die die im Antragsformular angegebenen Informationen belegen, sind zulässig.

Die Antragsteller werden gebeten, ihre Vorschläge in englischer Sprache per E-Mail (Nicolas.louee@inextenso-innovation.fr) einzureichen.

Downloads

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Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Amélie Schäfer, Key Account Managerin, T +33 1 53 23 05 15, E paris@wko.at ist gerne für Sie da.


Die französische Regierung plant schwimmende Offshore-Windkraftanlagen im Mittelmeer 

In seiner Strategie, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern, plant der französische Staat den Bau von zwei schwimmenden Windparks in Südfrankreich. Frankreich erhofft sich dabei, in einigen Jahren zum Champion dieser Technologie zu werden. 

"Die größte Herausforderung für unsere Generation besteht darin, den ökologischen Übergang und das Wirtschaftswachstum miteinander in Einklang zu bringen." Mit diesen Worten begann Premierminister Jean Castex seine Rede und kündigte am 14. März 2022 in Port-la-Nouvelle an, dass die Ausschreibungen für den Bau von zwei schwimmenden Windparks im Mittelmeer bis 2030 beginnen werden. Die Windparks sollen eine Million Menschen mit Strom versorgen können. Ein erster Standort soll mehr als 22 Kilometer vor der Küste von Port-la-Nouvelle errichtet werden. Ein zweiter soll ebenfalls mehr als 22 Kilometer vor Fos-sur-Mer im Departement Bouches-du-Rhône angesiedelt werden, unter Vorbehalt der Ergebnisse der letzten Umweltstudien. Sollten die Ergebnisse der Studien diesen Standort nicht zulassen, würde der zweite Park in einem anderen Gebiet bei Roussillon angesiedelt werden. 

An den beiden Standorten sollen jeweils rund 20 Windkraftanlagen mit einer Produktionskapazität von 250 Megawatt (MW) errichtet werden. Jeder Park soll in einer zweiten Phase auf 750 MW erweitert werden und somit 10% des Verbrauchs der Regionen Okzitanien und Provence-Alpes-Côte d'Azur decken. Die Unternehmen, die als Gewinner des Ausschreibungsverfahrens diese Standorte bauen und betreiben werden, sollen 2023 bekannt gegeben werden.  

Diese Technologie birgt einige Vorteile: Sie wird nicht mit einem in den Meeresboden gerammten Mast aufgestellt, sondern auf Schwebekörpern installiert, die mit Ankern befestigt sind. Schwimmende Windkraftanlagen können weiter entfernt als herkömmliche Offshore-Windkraftanlagen in Gebieten mit stärkeren und stabileren Winden aufgestellt werden. 

Frankreich, das im Bereich der Offshore-Windenergie im Vergleich zu seinen Nachbarn einen deutlichen Rückstand aufweist, will schneller vorangehen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 50 Offshore-Windparks zu bauen, was einer Gesamtkapazität von 40 Gigawatt (GW) entspricht, was 20% des Stromverbrauchs in Frankreich ausmachen soll. 

Um dieses Ziel einzuhalten, kündigte die Regierung außerdem an, ab 2024 jedes Jahr 2 GW an Projekten zu vergeben. Damit würde die Offshore-Windenergie zur zweitwichtigsten Stromquelle in Frankreich nach der Kernenergie. 

Die noch unreife schwimmende Windkraftanlagentechnologie wurde bisher noch nie für einen kommerziellen Windpark in Frankreich genutzt. Eine erste Ausschreibung für einen Park in der Bretagne im Jahr 2021 wurde jedoch bereits veröffentlicht. 

Der Premierminister Castex äußerte den Wunsch, dass Frankreich "eine Schlüsselnation" für diese Technik werde, indem es eine ganze Branche strukturiere. Zwei Aufrufe zur Interessenbekundung, die mit insgesamt EUR 300 Millionen ausgestattet sind, werden im März 2022 an Häfen und Industriebetriebe gerichtet. 

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Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Amélie Schäfer, Key Account Managerin, T +33 1 53 23 05 15, E paris@wko.at ist gerne für Sie da. 


Marktchancen: Laufende Ausschreibungen zu den Alpinen Skiweltmeisterschaften im Februar 2023 in Courchevel/Méribel

Ausschreibungen zu den Alpinen Skiweltmeisterschaften im Februar 2023 in Courchevel/Méribel sind auf der offiziellen Seite der Organisatoren laufend online.

Die 47. Alpine Skiweltmeisterschaften finden im Februar 2023 in Courchevel und Méribel statt.

Nach den Olympischen Spielen sind sie das größte Ereignis in der Welt des Skisports. Sie finden alle zwei Jahre statt und wurden bisher nur dreimal in Frankreich ausgetragen: zweimal in Chamonix und einmal in Val d'Isère im Jahr 2009. Alle Wettkämpfe finden innerhalb von 15 Tagen im Februar statt.

Es ist das erste Mal, dass sich zwei Skiorte zusammenschließen, um eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu organisieren.

Es werden

  • 600 Athleten aus 75 Nationen
  • mehr als 600 Millionen Fernsehzuschauer
  • 1000 Stunden Fernsehübertragung
  • über 200.000 erwartete Zuschauer an den Wettkampfstätten
  • 1800 akkreditierte Medien (1100 TV und 700 Zeitungen)

erwartet.

Bevor die Weltmeisterschaften im Februar 2023 stattfinden, werden Courchevel und Méribel die Finalrennen des Skiweltcups 2022 ausrichten. Die Geschwindigkeitswettbewerbe finden in Courchevel statt, während die technischen Wettbewerbe in Méribel ausgetragen werden. Diese Wettkämpfe werden von Montag, dem 14. März, bis Sonntag, dem 20. März 2022, stattfinden.

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Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Angelika Berrod-Holzner, Key Account Managerin Tourismus und Infrastruktur, T +33 1 53 23 05 12, E paris@wko.at ist gerne für Sie da.


Neue Projektausschreibung: Smart Citizen

Auftraggeber Solidéo der Olympischen Spiele Paris 2024 ist auf der Suche nach innovativen Smart-City Konzepten

Im Rahmen der im Jahr 2024 stattfindenden Olympischen Spiele in Frankreich sind Bauarbeiten in einem Umfang von EUR 3,9 Mrd. im Gange. Die Auftragsvergabe erfolgt über das Ende 2017 gegründete Unternehmen Solidéo (Société de Livraison des Ouvrages Olympiques).  

Kontext

Die im Rahmen der Olympischen Spiele errichteten Baueinheiten sollen zum Teil den Anforderungen des nachhaltigen Bauens gerecht werden. Das olympische und paraolympische Athletendorf, das bis 2024 auf einer Fläche von ca. 300.000 m2 errichtet werden soll, wird zu 50% aus Holz und zu 30% aus Holz- oder Mischbauweise bestehen. Um die Umweltbelastung des Projekts möglichst gering zu halten, sollen das olympische Dorf und die dazugehörigen temporären Ausrüstungen entweder recycelt und wiederverwertet werden oder zu einem anderen Zweck umgebaut werden können. 

Auftraggeber SOLIDEO hat sich somit zum Ziel gesetzt, Antworten auf mehrere große Herausforderungen zu finden, denen sich die Städte bis zum Jahr 2050 stellen müssen, darunter die Wiederverwendung neu entstehender Infrastrukturen. Das gebaute Athletendorf soll demnach zum Pilotprojekt für einen Smart Citizen-Ansatz werden.  

Projektausschreibung

Mit einer Projektausschreibung und in Zusammenarbeit mit den kommunalen Stakeholdern (Plaine-Commune, Saint-Ouen, Saint-Denis und L'Ile-Saint-Denis) möchte die Solidéo zu innovative Initiativen anregen, die in der Lage sind, auf die Problematik der Stadt von morgen zu reagieren. Betreiber werden dazu aufgerufen, einzigartige, globale und integrative Lösung und Dienstleistungen zu konzipieren.  

Die Hauptachsen des gesuchten Konzepts müssen auf nachstehende Herausforderungen eingehen:

  1. Sich fortbewegen und dabei seinen CO2-Fußabdruck reduzieren
  2. Wohnen und dabei Komfort und Umweltanforderungen in Einklang bringen
  3. Ökosysteme schützen
  4. Sich lokal ernähren und zur Biodiversität einer Stadt beitragen
  5. Nachhaltig konsumieren 

Die angestrebte Lösung soll es den Bewohnern ermöglichen, durch ihre Nutzung und ihr Verhalten zum ökologischen Wandel und zum Ziel der CO2-Neutralität beizutragen, und zwar auf der Ebene des Wohnraums, des Viertels oder der Stadt. Die angestrebte Lösung soll sich auch in die olympischen Bauwerke und ihre Hinterlassenschaften integrieren lassen und replizierbar sein. 

Einreichfrist erster Projektansätze ist der 15. Dezember 2021 um 12h Mittag (CET)! 

Zeitplan

  • Frist für die Einreichung der vorläufigen Bewerbungen: 15. Dezember 2021 um 12.00 Uhr.
  • Frist für die Einreichung der endgültigen Bewerbungen: 26. Januar 2022 um 12.00 Uhr.
  • Frist für die Einreichung von fertigen Projekten: 18. März 2022 um 12.00 Uhr. 

Wie bewerbe ich mich?

  1. Registrieren Sie sich auf der Plattform (mit E-Mail und Passwort) oder melden Sie sich an, wenn Sie bereits registriert sind.
  2. Laden Sie die Ausschreibungsunterlagen herunter.
  3. Klicken Sie auf "Ihre Bewerbung einreichen".

⚠ WICHTIG: Sie müssen unbedingt auf "Ihre Bewerbung einreichen" klicken, um den Upload-Vorgang abzuschließen und Ihr persönliches Konto zu erstellen.

Sobald Ihr Konto eingerichtet ist, können Sie:

  • Fragen an den Auftraggeber Solidéo stellen.
  • Während des gesamten Verfahrens alle nützlichen Informationen über die Ausschreibung von der Solidéo erhalten.
  • Die Bewerbungsunterlagen einreichen. 

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Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Amélie Schäfer, Key Account Managerin, T +33 1 53 23 05 11, E paris@wko.at ist gerne für Sie da.

Stand: 17.11.2021


Marktchancen: Wiederaufbauarbeiten der Kathedrale Notre Dame de Paris

Wie geht es weiter nach dem Brand vom 15. April 2019?

Am 18. September 2021 kündigte die öffentliche Einrichtung, die für die Konservierung und Restaurierung der Kathedrale Notre-Dame de Paris zuständig ist (l’établissement public chargé de la conservation et de la restauration de la cathédrale Notre-Dame de Paris), das Ende der Sicherheits- und Konsolidierungsarbeiten an der Kathedrale an, die im April 2019 begonnen hatten. Heute werden nun die Ausschreibungen für die Restaurierung der Kathedrale in Angiff genommen. Die französische Regierung hat sich dabei zum Ziel gesetzt, die Kathedrale Notre-Dame de Paris bis April 2024 für Gottesdienste und Besuche wiederzueröffnen.  

Zielgruppe für die Restaurierungsarbeiten sind:

Zimmerleute, Dachdecker, Gerüstbauer, Steinmetze, Bildhauer, Schreiner, Wand- und Skulpturenrestauratoren, Glasmaler, Glasermeister, Eisenflechter… 

Ablauf kommender Ausschreibungen am Beispiel: Ausschreibung DCE 3: Wiederaufbau des Turmes der Kathedrale und des Querschiffes

Die Bauarbeiten der Ausschreibung DC3 Wiederaufbau des Turmes der Kathedrale und des Querschiffes sind in 8 separate Lose aufgeteilt:

  • Los Nr. 3: Gerüste und Lifte
  • Los Nr. 4: Mauerwerk/Quaderstein (Hohe Gewölbe und Mauerwerk)
  • Los Nr. 5: Neue Skulpturen
  • Los Nr. 6: Restaurierung von Skulpturen
  • Los Nr. 7: Holzrahmenbau
  • Los Nr. 9: Bleiabdeckungen
  • Los Nr. 11: Glasmalerei / Schlosserei
  • Los Nr. 16: Wandmalereien - Vergoldungen

1) Bewerbungsphase 

  • Herunterladen des Antragsdossiers von der staatlichen Beschaffungsplattform (PLACE);
  • Einreichung der Antragsunterlagen gemäß Artikel 7.1 der vorliegenden Konsultationsregeln;
  • Auswahl der zur Angebotsabgabe zugelassenen Bewerber;
  • Versendung eines Aufforderungsschreibens zur Abgabe eines Angebots an die ausgewählten Bewerber.  

Die zur Abgabe eines Angebots zugelassenen Bewerber werden über das Portal (PLACE) informiert.

Einreichfrist für die oben genannten Bau- und Restaurierungsarbeiten ist Freitag, der 14. Januar 2022 um 12h Mittag (Pariser Zeit). 

2) Ausschreibungsphase

  • Einreichung der Angebote: Die Frist wird in den Ausschreibungsunterlagen für die jeweilige Ausschreibungsphase angegeben;
  • Auswahl des Auftragnehmers, Information der abgelehnten Bieter und Bekanntgabe des Vertrags. 

Bis zum 6.Januar 2021 werden weitere Besuche der Kathedrale organisiert. Die Teilnahme an diesen Baustellen-Besuchen ist Voraussetzung um an den Ausschreibungen teilzunehmen. 

Alle relevanten Informationen finden Sie auch im Downloadbereich der Beschaffungsplattform PLACE.

Sämtliche Korrespondenz im Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen muss in französischer Sprache erfolgen.  

Weitere Fragen?

Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Amélie Schäfer, Key Account Managerin Bau und Infrastruktur, T +33 1 53 23 05 11, E paris@wko.at ist gerne für Sie da.

Stand: 1.12.2021


„Grand Paris Express“ - Europas größtes Infrastrukturprojekt

Noch offene Ausschreibungen für Ausbau- und Herrichtungsarbeiten 

Links zur Datenausschreibungsdatenbanken sowie zu geplanten Projektvorstellungen werden auch in detaillierter Form am Ende des Artikels angeführt.

Das Projekt „Grand Paris Express“ im Großraum Paris gilt als das größtes städtisches Entwicklungsprojekt Europas. Der „Grand Paris Express“ will im Großraum Paris die Nutzung des Autos zugunsten des öffentlichen Verkehrs einschränken, die wirtschaftliche Entwicklung fördern, sowie bessere Verbindungen zwischen Arbeits- und Wohngebieten ermöglichen. Das Projekt soll sozialschwache Kommunen durch ein leistungsfähiges öffentliches Verkehrsnetz erschließen und somit zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.  

Das Projekt beinhaltet die Verlängerung der existierenden Metrolinien 11 und 14 und den Bau von vier neuen Linien (15, 16, 17 und 18). Insgesamt entstehen 200 km automatisierte U-Bahnstrecke und 68 neue Bahnhöfe. 

Für den Bau des „Grand Paris Express“ sind insgesamt EUR 35,6 Mrd. geplant (zu den in 2012 geltenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen). Darüber hinaus sin d EUR 3,5 Mrd. für die Modernisierung und Anpassung des bestehenden Verkehrsnetzes vorgesehen sowie der Bau von 1,2 Mio. neuen Wohnungseinheiten (70.000 neue Wohnungen pro Jahr im Zeitraum 2010-2035) um die neuen Bahnhofsbereiche.  

Ein Teil der U-Bahnstrecke des „Grand Paris Express“ soll bereits zu den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2024 zur Verfügung stehen. Bedingt durch die Covid-19 Pandemie und einem zweimonatigen Stillstand der Arbeiten im Frühjahr d.J. wird es jedoch zu Verzögerungen kommen.

Derzeit arbeiten ca. 7.000 Personen im Großraum Paris an diesem Mega-Projekt. Für das Jahr 2021 sind Aufträge in Höhe von 4,2 Mrd. in Planung. 

Chancen für österreichische Exporteure

Das AussenwirtschaftsCenter Paris ist mit dem Auftraggeber „Société du Grand Paris“ (SGP) regelmäßig in Kontakt und verfügt über Informationen zu Produkten und Dienstleistungen, die derzeit gefragt sind.  

Im Rahmen des „Grand Paris Express“ wurden die Großausschreibungen zwar schon vergeben, aber es bestehen dennoch Geschäftschancen für Zuliefererbetriebe. Für das Projekt „Grand Paris Express“ bestehen laut dem Auftraggeber „Société du Grand Paris“ Geschäftsmöglichkeiten für: 

  • Herrichtungsarbeiten und Ausbauarbeiten der neuentstehenden 68 Bahnhofsstationen (ca. 20 Mio. m2 Bebauungspotential um die neuen Bahnhofsbereiche) 
  • Bauarbeiten im Bereich High Voltage - Low Voltage: Stark- und Niedrigstrom und Inline-Verkabelung  
  • Gleis- und Fahrleitungsausrüstungen und –arbeiten: Eisenbahnschienen, Oberleitungs- und Linearanlagen  
  • Technische und elektrische Arbeiten: Installateure von Heizung, Lüftung und Klimaanlagen, Brandschutzarbeiten, Arbeiten für die Rauchbeseitigung innerhalb der Tunnel. 

Eine detailliertere Beschreibung der noch ausstehenden Projekte ist direkt am WKÖ-AußenwirtschaftsCenter Paris unter paris@wko.at erhältlich. 

Anmerkung: Alle Ausschreibungen sind in französischer Sprache und auch der Schriftverkehr mit der SGP muss in französischer Sprache erfolgen. 

Die Ausschreibungen werden u.a. auf der EU Plattform TED veröffentlicht.

Sie sind an den Ausschreibungen der SGP interessiert?

In Zusammenarbeit mit der Betriebsansiedlungsgesellschaft Choose Paris Region präsentiert die SGP am 28. September um 15h00 in englischer Sprache in einer kostenfreien Video-Konferenz Projekte im Bereich der Eisenbahnsysteme (Railway Systems). Auf dem Programm stehen:

Technische Anforderungen

  • Stark- und Niedrigstrom und Inline-Verkabelung
  • Tunnelbelüftung und Rauchabzug
  • Eisenbahnschienen und Linearanlagen

Erfahrungsberichte (Testimonials) von EGIS und SYSTRA

  • Erfahrungen mit RAIL SYSTEMS in Frankreich
  • Arbeiten im Rahmen des Projekts Grand Paris Express
  • Empfehlungen für internationale Unternehmen

Hier geht es zum Anmeldeformular.

Stand: 16.9.2021


Geplante Hochschule für Holzbau, Forstwirtschaft und Gebirgsarchitektur in Frankreich mit starker europäischer Ausrichtung 

Österreichisches Know-How ist gefragt!

Ziel des geplanten Hochschulprojekts ist es im Norden des Departements Hautes-Alpes, Hochschulstudiengänge mit angewandter Ingenieursausbildung im Bereich Holzbau und Forstwirtschaft zu entwickeln. Dieses angewandte Hochschulprojekt wäre für Frankreich somit der erste und einzigartige Forst-Holz-Campus, der alle bestehenden Kurse in diesem Bereich an einem Ort anbietet. In Frankreich gibt es derzeit nur 2 Fachhochschulen, welche jeweils nur auf einen Fachbereich spezialisiert sind. Es sind dies die Schulen in Nantes und Epinal auf Holz. Die kleineren lokalen Schulen in Bordeaux und Nancy haben einen Schwerpunkt auf Forstwirtschaft.   

Das Projekt in a nutshell

  • Das geplante Hochschulprojekt in den Bereichen Holzbau, Forstwirtschaft und Gebirgsarchitektur geht auf einen Zusammenschluss dreier Kommunen in Frankreich zurück (Pays des Écrins, Serre-Ponçon und Briançonnais). Ziel des Projekts ist es im Norden des Departements Hautes-Alpes, Hochschulstudiengänge mit angewandter Ingenieursausbildung im Bereich Holzbau und Forstwirtschaft zu entwickeln.  
  • Das vorliegende Hochschulprojekt ist stark europäisch ausgerichtet. Angesichts der geografischen Lage der Hautes-Alpes wünscht man sich einen starken universitären und berufsbegleitenden Austausch mit den Akteuren der Holzbranche vor allem in Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz. 
  • Das Projekt wird politisch vom französischen Senat und dem französischen Staatssekretariat für wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raumes unterstützt.  

Chancen für österreichische Stakeholder

  • Das Hochschulprojekt bietet für Österreich in einer sehr frühen Phase eine einmalige Chance zur Stärkung der mikro- als auch makroökonomischen Wirtschaftsverflechtung, als auch die Möglichkeit der Positionierung von Know-how, österreichischen Produzenten von Werkstoffen, Werkzeugen aber auch Holzbau in allen Variationen. 
  • Das sehr aktive Projektteam der geplanten Hochschule, bietet schon jetzt interessierten Akteuren aus der österreichischen Holz-/Forstbranche an, sich bei der Projektführung in verschiedenen Stufen und in verschiedenen Intensitäten zu beteiligen aber auch die künftige Hochschulinfrastruktur in Anspruch zu nehmen. 

Der Projekthorizont für dieses angewandte Hochschulprojekt erstreckt sich von 2021 bis 2026 und sieht folgende vier Phasen vor:

  • Phase I: Planungsstudie (2021-2022, derzeit im Laufen)
  • Phase II: Beantragung der Baugenehmigung (2023-2024)
  • Phase III: Bauausführung (2024-2026), September 2026: Eröffnung der Hochschule  

Eine detailliertere Phasenbeschreibung ist direkt am WKÖ-AußenwirtschaftsCenter Paris unter paris@wko.at erhältlich. 

Zusammenfassung des Projekts 

Stand: 8.9.2021


U-Bahn-Bau Toulouse: 5.7.2021 Projekt-Vorstellung für Tiefbauunternehmen

Auftraggeber Tisséo setzt auf Ihr Know-how für den Bau der 3. U-Bahn Linie

Der Ballungsraum Toulouse erlebt ein starkes demografisches, wirtschaftliches und urbanes Wachstum. 

Angesichts einer solchen Entwicklung bereitet die Metropole Toulouse ihre Mobilitätsstrategie von Morgen vor. Dazu gehört u.a. die Inbetriebnahme einer 3. U-Bahn-Linie. Ausschreibungen dazu sollen Ende des Jahres veröffentlicht werden. 

Projektleiter und stellvertretender Auftraggeber Tisséo Ingénierie möchte mit der Inbetriebnahme einer 3. U-Bahn-Linie im Ballungszentrum Toulouse die folgenden drei grundlegenden Ziele erreichen:

  • Die wichtigsten Einrichtungen und Wirtschaftszentren des Ballungsraums Toulouse bedienen und verbinden;
  • Die neuen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung effizient umsetzen;
  • Die Verknüpfung des öffentlichen Verkehrsnetzes erreichen.

Nachdem das Vorprojekt genehmigt wurde, wird Tisséo interessierten Unternehmen die Tiefbauphasen des Projekts nun am 5. Juli 2021 via Teams und vor Ort in Toulouse vorstellen (zur Anmeldung, siehe unten).

Investitionsumfang des Projekts

Die Ausgaben für die Bauarbeiten im Zusammenhang mit der 3. U-Bahn-Linie belaufen sich auf etwas mehr als 2 Mrd. Euro, davon ca. 1 Mrd. Euro für Tiefbauarbeiten (Bau des Tunnels, des Viadukts, der unter- und oberirdischen Metrostationen und der Lüftungsschächte).

Die Firma Alstom hat den Auftrag für das Transport- und Mobilitätssystem (u.a. Automatisierungs- und Gleisausrüstung, Stromversorgung und Wartung) für einen Gesamtbetrag von 713 Mio. Euro (ohne MwSt.) im Dezember 2020 erhalten. Nach Hochrechnungen von Tisséo werden bis 2030 ca. 200.000 Fahrgäste die zukünftige U-Bahn-Linie nutzen.

Beschreibung des Projekts

  • Der unterirdische Abschnitt umfasst den Bau von Tunneln, unterirdischen U-Bahnstationen und Lüftungsschächten sowie Notausgängen;
  • Der oberirdische Abschnitt umfasst den Bau des Viadukts sowie den Bau weiterer Metrostationen.

Für die am Ende der Ausschreibungen ausgewählten Unternehmen bestehen konkret folgende Aufgaben:

  • Bau von 17 unterirdischen U-Bahnstationen (deren Tiefe zwischen 20 und 35 m liegt);
  • Installation von Schächten, die den Zugang für Rettungsdienste und die Belüftung des Tunnels ermöglichen sollen;
  • Die Stadtviertel, die um die neuen Bahnhöfe entstehen sollen, werden von den Auftraggebern Toulouse Métropole und SICOVAL verwaltet.

Ausschreibung: Chancen für österreichische Exporteure

Der Auftraggeber Tisséo lädt zur Vorstellung des Projekts am 5. Juli 2021 zu einem hybriden Meeting vor Ort in Toulouse und via Teams ein. Die Veranstaltung ist kostenlos. 

  • Adresse in Toulouse (max. 2 Firmenvertreter, Empfang am 05. Juli 2021 ab 10 Uhr morgens) Hôtel Mercure
    Boulevard Lascrosse, 8 Esplanade Compans Caffarelli
    31000 Toulouse

Stand: 25.6.2021


Zusatzinformation zum geplanten U-Bahn-Bau in Toulouse

Im Rahmen des Baus einer 3. U-Bahn Linie in Toulouse setzt Auftraggeber auf Ihr Know-how im Bereich Bauschuttaufbearbeitung

Im Rahmen der Bauarbeiten zur Inbetriebnahme einer 3. U-Bahn Linie in Toulouse ist die Entsorgung von Abfällen und somit von Aushubmaterial Teil der Bauaufträge, für die im Herbst 2021 die ersten Ausschreibungen stattfinden werden.

Im Rahmen eines sogenannten kollaborativen Prozesses veröffentlicht der Projektleiter Tisséo Ingénierie einen Aufruf zur Interessenbekundung zur gezielteren Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen. Der Aufruf zur Interessenbekundung ermöglicht es dem Projektleiter Tisséo somit:

  • Bedürfnisse für die Auftragslose zur Verwertung des Bauschutts und des Aushubmaterial genauer zu ermitteln
  • Nötige Kapazitäten für das Recycling von Erdaushub aus unterirdischen Bauwerken unter Einhaltung der geltenden Vorschriften und unter den aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht zufriedenstellendsten Bedingungen festzustellen.

Der Aufruf zur Interessenbekundung richtet sich an alle Unternehmen, die in der Lage sind, eine Mindestmenge von 250.000 m3 Aushubmaterial zu verwerten.

Insgesamt werden im Rahmen der unterirdischen Arbeiten der 3. U-Bahn Linie in Toulouse ca. 2,8 Mio. m3 Aushubmaterial geborgen, die insbesondere durch die geplanten 22 km langen Tunnelvortriebe entstehen werden.

Neben der endgültigen Verwertung des Bauschutts und des Aushubmaterial fallen ebenfalls weitere Geschäftschancen an für die Bereiche:

  • Transport des Bauschuttes und Aushubmaterials
  • Lagerung des Bauschuttes und Aushubmaterials
  • Aufbereitung, Behandlung und Verarbeitung des Bauschuttes und Aushubmaterials für die industrielle Produktion oder die Wiederverwendung in einem anderen Infrastrukturprojekt.

Interesse?

Unternehmen, die die Unterlagen des Aufrufs zur Interessenbekundung für die Bauschuttaufbearbeitung erhalten möchten, können das nachstehende Formular ausfüllen.

Anmeldeformular in französischer Sprache
Projektbeschreibung des U-Bahn-Baus in Toulouse 

Stand: 10.9.2021


Aufträge im Wert von drei Milliarden Euro für die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Turin nach Lyon vergeben

Die französischen Aufträge für den Bau des grenzüberschreitenden Tunnels, des wichtigsten Bauwerks der Eisenbahnverbindung Lyon-Turin, wurden am Mittwoch, den 7. Juli 2021, vergeben

Die Verbindung Lyon-Turin ist eine neue Eisenbahnlinie für den Güter- und Personenverkehr, die sich über 270 km erstreckt, davon 70 % in Frankreich und 30 % in Italien.

Diese Eisenbahnlinie ist zentrales Bindeglied des Mittelmeerkorridors, einer der 9 Achsen des 3.000 km langen transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN-V. Der grenzüberschreitende Abschnitt der neuen Verbindung Lyon-Turin ist etwa 65 Kilometer lang und verläuft zwischen den Bahnhöfen Saint-Jean-de-Maurienne in Savoyen und Susa / Bussoleno im Piemont. Kernstück des Projektes ist der neue 57,5 km lange Basistunnel mit zwei eingleisigen Röhren.

Im Rahmen dieses Projekts haben Eiffage Génie civil, Vinci Grands Projets und Implenia France Aufträge im Wert von 3 Milliarden Euro erhalten. Dieser Betrag bezieht sich auf drei Lose für den Bau des grenzüberschreitenden Tunnels auf französischer Seite. Dies ist das bisher größte Auftragsbudget im Rahmen des Projekts, für das die Tiefbauarbeiten im Juli 2015 begonnen haben.

Erstes Auftragslos

Das erste Los im Wert von 1,47 Mrd. Euro betrifft die 21,9 km lange Verbindung zwischen Villarodin-Bourget / Modane und Susa, für die 72 Monate Bauzeit vorgesehen sind. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium bestehend aus Eiffage Génie civil (Federführung), Spie batignolles, Ghella und Cogeis.

Zweites Auftragslos

Das zweite Los im Wert von 1,43 Milliarden Euro liegt zwischen Modane und Saint-Martin-de-la-Porte und umfasst 23,1 km. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium bestehend aus Vinci Construction Grands Projets (Federführung), Dodin Campenon Bernard, Vinci Construction France TP Lyon und We Build.

Drittes Auftragslos

Das letzte Los im Wert von 228 Millionen Euro wurde an das Konsortium Implenia France (federführend), NGE, Itinera und Rizzani de Eccher vergeben. Die Strecke umfasst lediglich drei Kilometer, die über einen Zeitraum von 70 Monaten ausgehoben werden sollen. Die Strecke liegt in einer komplexen geologischen Zonen, die den Einsatz von Tunnelbohrmaschinen für den Aushub nicht zulässt.

Die oben genannten Tiefbauarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2021 beginnen und werden voraussichtlich etwa sechs Jahre dauern, von 2021 bis 2028.

Insgesamt werden acht Tunnelbohrmaschinen gleichzeitig auf der Baustelle im Einsatz sein. Danach folgt die Installation der Eisenbahnausrüstung und der Signalanlagen. Für letzere Phase, die zwei Jahre dauern soll, ist ein separates Paket im Wert von 2 Milliarden Euro vorgesehen.

Die Kosten für die Fertigstellung des grenzüberschreitenden Tunnels werden derzeit auf 8,6 Milliarden Euro (Wert 2012) geschätzt. Dieser Betrag wird zu 40 % von der europäischen Union, zu 35 % von Italien und zu 25 % von Frankreich getragen. Der Tunnel soll bis 2030 in Betrieb genommen werden.

Chancen für österreichische Exporteure

Ein viertes Los auf italienischer Seite im Wert von 1 Mrd. Euro und mit einer Länge von 12,5 km soll Anfang 2022 vergeben werden.

Neben diesen Großaufträgen sind laut dem Auftraggeber Telt auch zahlreiche Aufträge unter 50 Millionen Euro geplant, um die direkte Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen an den Arbeiten zu erleichtern.

Ausschreibungsdatenbank von Telt

Stand: 10.9.2021


„Marseille in groß“: Investitionsplan für Frankreichs zweitgrößte Stadt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt ehrgeizigen Investitionsplan an

Emmanuel Macron traf am 1. September in Marseille ein, um acht Monate vor den Präsidentschaftswahlen einen ehrgeizigen Investitionsplan vorzustellen, der auf die sozialen, bildungspolitischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen "Notlagen" der zweitgrößten Stadt Frankreichs reagieren soll. Diese zweieinhalbtägige Reise ist die längste, die der Staatschef seit Beginn seiner fünfjährigen Amtszeit einer einzigen Stadt gewidmet hat - ein Zeichen für die Bedeutung, die er diesem Investitionsplan für Marseille beimessen will.

Die Stadtverwaltung hatte schon angesichts des katastrophalen Zustands vieler Schulen einen 1,2-Milliarden-Euro-Plan für die Renovierung, Modernisierung oder den Neubau von mehr als 200 der 472 Schulen der Stadt in Angriff genommen.

Am 2. September hat Emmanuel Macron im Rahmen des Plans "Marseille en grand" (Marseille in Groß) die Freigabe umfangreicher Finanzmittel für Schulen, Verkehr und Stadterneuerung angekündigt. Fast drei Jahre nach dem Einsturz eines Gebäudes in der Rue d'Aubagne, bei dem acht Menschen ums Leben kamen, sollen auch Investitionen zur Sanierung von Wohngebäuden getätigt werden. Nach Angaben der Stiftung Abbé Pierre gibt es in Marseille ca. 40.000 Slums.

2012 hatte Premierminister Jean-Marc Ayrault bereits einen globalen Aktionsplan vorgelegt, um die städtebaulichen Herausforderungen der Stadt Marseille anzugehen, ohne messbaren Erfolg. 

Schwerpunktsetzung des Plans „Marseille en grand“

Diesmal möchte Emmanuel Macron aber keine konkreten finanziellen Maßnahmen versprechen, da diese, laut dem Präsidenten, in lokalen Streitigkeiten zu versickern drohen. Vielmehr möchte er einen Aktionsplan aufstellen und die verschiedenen Akteure der Stadt Marseille mobilisieren, so wie zum Beispiel den Bausektor, der vor allem im Bereich der Ausbildung von Fachkräften in Marseilles Stadtvierteln gefragt ist. Zu den Schwerpunktsetzungen des Plans zählen:

Sanierung der Schulen und Wohngebäude

In Marseille gibt es ca. 174 Schulen, die stark baufällig sind. Allerdings sollte mit der staatlich vorangetriebenen Sanierung von Schulen kein Präzedenzfall geschaffen werden, da es sich um eine kommunale Zuständigkeit handelt. Die Sanierung von etwa 15 Schulen ist bereits im Gange, und zwar mit Mitteln aus dem Wiederaufbauplan „France Relance“. Um die Stadt bei der Renovierung zu unterstützen, soll bis Ende des Jahres ein staatliches Unternehmen unter dem Vorsitz des Bürgermeisters gegründet werden, das mit beträchtlichen Mitteln die baufälligsten Schulen renovieren soll, vor allem durch Nutzungmodularen Gebäuden.

Im Rahmen des Plans „Marseille en grand“ sollen innerhalb von 15 Jahren zudem 10.000 Wohnungen saniert werden.

Infrastruktur

In Bezug auf das Verkehrswesen bedauerte Emmanuel Macron, dass Verkehrsinfrastrukturprojekte zwar auf dem Tisch liegen, aber nicht vorankommen. Die nun geplante staatlich finanzielle Unterstützung für den Ausbau des Verkehrsnetzes ist allerdings an die Entwicklung der Verwaltung der Metropole und ihres institutionellen Rahmens geknüpft.

So wird der Staat bis zu EUR 250 Millionen (von Projektkosten i.H.v. EUR 1 Milliarde) für Projekte zur Verbesserung der Zugänglichkeit, die Automatisierung der U-Bahn, die Einrichtung von 4 Straßenbahnlinien und 5 Bussen mit hohem Serviceniveau bezuschussen.

Die staatliche Finanzierung von EUR 115 Millionen (von insgesamt EUR 300 Millionen) für die Verbesserung der Signalanlagen auf der Bahnstrecke zwischen Marseille und Ventimiglia wurde ebenfalls bestätigt. Die neue Strecke Provence-Côte d'Azur, an der sich der Staat mit EUR 1,4 Milliarden beteiligt, dürfte bald in eine neue Phase eintreten, da die Verordnung zur Gründung der Projektgesellschaft im nächsten Monat in Kraft treten wird. Der für die Olympischen Spiele geplante Ausbau des Flughafens, die Sanierung des Bahnhofes Saint-Charles und die Modernisierung des Hafens werden ebenfalls vom Staat finanziell unterstützt.

Stand: 3.9.2021


Frankreichs nationaler Plan zur Wiederbelebung der Stadtzentren wird weitergeführt

Auf der von Präsident Emmanuel Macron frisch eingeführten „Nationalen Territorialkonferenz“ im Juli 2017 wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein groß angelegtes Programm für die Entwicklung mittelgroßer Städte in Frankreich aufzulegen. Das Programm "Action Cœur de Ville" (Aktion Herzzentrum der Städte) wurde anschließend vom Premierminister im Dezember 2017 angekündigt. Unter der Leitung des Ministeriums für territorialen Zusammenhalt wurde die Initiative im April 2018 nach Auswahl der zu fördernden Städte gestartet. 

Durch die Covid-19 Pandemie gewann Initiative zur Wiederbelebung der Stadtzentren noch stärker an Relevanz. Mittelgroße Städte wurden u.a. im Rahmen der wiederholten Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen für Einwohner wieder attraktiver.

Für die Initiative zur Wiederbelebung der Stadtzentren werden EUR 5 Mrd. bereitgestellt. EUR 3 Mrd. wurden bereits an konkrete Projekte geknüpft. Insgesamt kommen die geplanten Investitionen bisher 222 Städten in Frankreich und den französischen Überseegebieten zugute. Knapp ein Viertel der Franzosen leben in einer mittelgroßen Stadt (20.000 bis 100.000 Einwohner). Nach Angaben der Regierung wurden bisher rund 6.000 Maßnahmen zur Wiederbelebung öffentlicher Plätze, lokaler Geschäfte und kultureller Einrichtungen durchgeführt.

Neben der Renovierung von Wohnungen, der Förderung der Wiederansiedlung von Geschäften und Dienstleistungen, der Verbesserung der Mobilität sowie der Aufwertung städtischer Räume, zielt das Programm auch auf die Förderung von Innovation und intelligenten Stadtkonzepten ab (Smart City). Ziel ist es, dass die Städte geeignete und zukunftsträchtige Lösungen zu Themen der Mobilität, städtischen Logistik, des Energieverbrauchs, der Abfallwirtschaft und biologischen Vielfalt erarbeiten.

Emmanuel Macron bestätigte nun, dass der Investitionsplan bis 2026 verlängert wird und kündigte an, dass zusätzliche EUR 350 Mio. aus europäischen Mitteln für Projekte zur Wiederbelebung der Stadtzentren bereitgestellt werden sollen. Ursprünglich sollte der Investitionsplan im Jahr 2022 auslaufen. Außerdem wurden Finanzhilfen für die Sanierung von Brachflächen sowie das Steuerbefreiungsprogramm "Denormandie" über das Jahr 2022 hinaus für die Sanierung von Wohnungen verlängert.

Ausschreibungen 

Ausschreibungen zu den im Rahmen des Plans zur Wiederbelebung der Stadtzentren durchgeführten Projekte werden u.a. auf der Ausschreibungsplattform Francemarchés.com auf französischer Sprache veröffentlicht.

Stand: 24.9.2021

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