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Coronavirus: Situation in Schweden

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Wirtschaft und Geschäftstätigkeit in Schweden.

Stand: 17.6.2021


Aktuell & Wichtig

  • Für entsandte Mitarbeiter beachten Sie bitte, dass Sie im Falle eines verlängerten Aufenthaltes das A1-Zertifikat als Nachweis einer gültigen Sozialversicherung anpassen lassen.
  • Personen mit Krankheitssymptomen sind nach wie vor dazu aufgefordert zuhause zu bleiben.
  • Die schwedischen Behörden hatten sich im Vergleich zu jenen anderer Länder seit Beginn der Pandemie von einer Politik der Appelle und Empfehlungen leiten lassen. Eigenverantwortung wurde dabei stets betont, auf Verbote zunächst weitestgehend verzichtet.
  • Gegenüber der Wirtschaft wurde dieses Vorgehen damit begründet, dass es sich lange durchhalten ließe, weshalb auch die negativen Effekte geringer ausfallen sollten.
  • Leider hat sich das nur bedingt bewahrheitet und es folgten ein drastischer Konjunktureinbruch sowie ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit, offenbar bedingt durch Schwedens Abhängigkeit vom Export.
  • Im 2. Quartal des Jahres 2020 war der größte BIP-Rückgang (-8,3 %) seit 1980 zu verzeichnen und im 3. und 4. Quartal 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit beim vorläufigen Höchststand von rund 9 % eingependelt.
  • Die Arbeitslosenquote lag im März 2021 bei 10 %, laut schwedischem Finanzministerium hat sich die Wirtschaft jedoch besser erholt als zunächst erwartet und für 2021 wird ein Zuwachs von rund 3 % prognostiziert. Auch die Arbeitslosigkeit ist zuletzt zurückgegangen und liegt aktuell bei 9 Prozent.
  • Die Regierung sieht bei weiterhin rückgängigen Infektionszahlen eine Öffnung in 5 Schritten vor:
    1. 1. Juni: Ausweitung der Öffnungszeiten für die Gastronomie bis 22:30 (Alkoholausschank bis 22.00); Gruppengröße von 4 Personen darf in Restaurants weiterhin nicht überschritten werden, Abstand ist zu halten. Gastronomiebetriebe ohne eigenen Eingang in Malls und Einkaufszentren dürfen wieder mehr als nur eine Person pro Tisch bedienen; weiterhin bestehen nur begrenzte Möglichkeiten zur Vermietung von Lokalen für private Events;
    2. 1. Juli: Grenze für allg. Zusammenkünfte drinnen wird auf 50 (300 mit Sitzplätzen) angehoben, für Freiluftevents gilt die Grenze 600 (3.000 mit Sitzplätzen); Personenbegrenzung für Ladenlokale wird sukzessive reduziert, Öffnungszeiten für Gastronomie werden ausgeweitet; Empfehlung, Kontakte zu begrenzen entfällt.
      Bis 1. Juli müssen Einkaufszentren, Geschäfte und Fitnessstudios die Besucherzahl in ihren Räumlichkeiten allerdings weiterhin auf 10m² pro Person begrenzen. Eine Begrenzung der erlaubten Besucherzahl sieht aktuell maximal 500 Personen/Gebäude in großen Einkaufszentren, Shoppingmalls und Fitnessstudios vor. Für Museen und Kunsthallen gelten die gleichen Regeln, d.h. auch hier müssen pro Person 10m² zur Verfügung stehen und es sind maximal 500 Besucher gestattet; in Vergnügungs- und Tierparks ist mit 20m²/Person zu kalkulieren. 
    3. 15. Juli: Busse und Züge können wieder voll besetzt werden, MNS-Empfehlung im ÖPNV entfällt, Personenbegrenzung für Ladenlokale entfällt. Aktuell gilt aber weiterhin: Für Reisen im Land wird das Auto als Transportmittel empfohlen, bei Fahrten mit Bus und Bahn sind Platzreservierungen vorzunehmen und es ist Abstand zu halten.
    4. 1. September: Begrenzungen für allgemeine Zusammenkünfte werden komplett zurückgenommen und Konzerte auch in Gastronomiebetrieben wieder erlaubt.
    5. Datum offen: alle übrigen Restriktionen sollen zurückgenommen werden.

Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
NeinNeinJa

Partielle Erleichterungen wenn nach 1. Impfung mindestens 3 Wochen vergangen sind. Diese betreffen aber nicht Reisen sondern die Möglichkeit, sich mit mehreren Personen von außerhalb des eigenen Haushalts drinnen und draußen zu treffen. Über digitalen Briefkasten KIVRA soll ab 1. Juni ein „grüner Beweis“ als QR-Code abrufbar sein, der zunächst Information über durchlaufene Impfung, mittelfristig  auch negative Testergebnisse oder durchlaufene Infektionen sammeln soll.negativer PCR-COVID-19-Test, nicht älter als 48 Stunden

Schweden

  • Aufgrund verschiedener Virusmutationen müssen alle Personen ab 18 Jahren, die nicht schwedische Staatsbürger oder in Schweden gemeldet sind, bei der Einreise nach Schweden einen negativen Covid-Test (PCR, Antigen, LAMP) vorlegen. Bei der Einhaltung der Regelungen wird eine Null-Toleranz-Politik verfolgt, andernfalls wird die Einreise verweigert. Diese Regelung hat Gültigkeit bis 30. Juni 2021.
  • Von der Testpflicht ausgenommen sind schwedische Staatsangehörige und Personen aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Island, sowie Personen mit Wohnsitz in Schweden, Beschäftigte im Güterverkehr und Personen unter 18 Jahren.  
  • Für schwedische Staatsbürger sowie Einreisende aus EU/EES/Schengen sowie Großbritannien, Australien, Neuseeland, Israel, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand entfällt bei Symptomfreiheit seit 1. Juni die Empfehlung zur Selbstquarantäne bzw. zwei Covid-19-Tests.
  • Für Personen mit Krankheitssymptomen empfiehlt die Volksgesundheitsbehörde nach der Einreise, sich für mindestens 7 Tage in Selbstquarantäne zu begeben und den Kontakt zu anderen zu meiden.  Außerdem wird unmittelbar nach der Einreise ein COVID-19 Test nahegelegt, sowie ein weiterer Test 5 Tage nach der Einreise.
  • Für alle Länder außerhalb von EU/EES/Schengen wird die Einreiserestriktion bis 31.8. verlängert. Es gilt auch ein Einreiseverbot für britische Staatsbürger, außer bei vorliegender Aufenthaltsgenehmigung und nachgewiesenem, negativem Testresultat.
  • Die Probenabnahme darf bei der Einreise nicht mehr als 48 Stunden zurück liegen. Der Nachweis muss in Schwedisch, Dänisch, Norwegisch oder Englisch ausgestellt sein und folgende Angaben enthalten:
    • Name der getesteten Person
    • Zeitpunkt der Probenentnahme
    • Art des Tests (PCR-, Antigen- oder LAMP-Test)
    • Testergebnis
    • ausführendes Institut
  • Die vollständige Liste der Ausnahmen vom Einreiseverbot ist auf der Webseite der schwedischen Regierung einsehbar.
  • Schweden arbeitet an der Bereitstellung der digitalen Infrastruktur für einen Impfpass und dessen internationaler Verifizierbarkeit in Abstimmung mit der EU und der WHO. Ab 1. Juli 2021 wird ein digitaler Impfpass verfügbar sein.
  • Von nicht notwendigen Reisen in alle Länder außerhalb der EU/des EWR und außerhalb des Schengenraums wird abgeraten. Diese Reisewarnung gilt bis einschließlich 1. Juli 2021. Die Reisewarnung gilt nicht für das Vereinigte Königreich und wird mit 1. Juni aufgehoben für Australien, Neuseeland, Israel, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand.
  • Für Reisende finden sich gesammelte Informationen.  

Österreich 

  • Seit 10. Juni 2021 ist für die Einreise nach Österreich aus Schweden (und allen Ländern der Anlage A der Einreise-VO) keine Pre-Travel-Clearance erforderlich. Eine Vorab-Registrierung wird lediglich bei der Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten benötigt.
  • Seit 1. Juni 2021 ist die Einreise nach Österreich ohne Quarantänepflicht möglich:

    1. für Geimpfte, wenn

    • die Impfung(en) mit einem Impfstoff durchgeführt wurde(n), der von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassen wurde.
    • das Impfzertifikat oder das Gesundheitszeugnis (siehe Abschnitt Formulare) in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist
    • die 1. Teilimpfung (mit einem Impfstoff, der zwei Teilimpfungen erfordert) mindestens 22 Tage und maximal 3 Monate zurückliegt ODER
    • die 2. Teilimpfung (mit einem Impfstoff, der zwei Teilimpfungen erfordert) durchgeführt wurde und die 1. Teilimpfung maximal 9 Monate zurückliegt ODER
    • die Impfung mit einem Einfach-Impfstoff mindestens 22 Tage und maximal 9 Monate zurückliegt.

    2. für Genesene, wenn sie

    • eine ärztliche oder behördliche Bestätigung (siehe Abschnitt Formulare) vorlegen können, die eine überstandene COVID-19-Infektion innerhalb der letzten 6 Monate vor der Einreise bescheinigt und in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist ODER
    • einen ärztlichen Testnachweis (siehe Abschnitt Formulare) über ausreichende Antikörper gegen COVID-19 vorlegen können, der nicht älter als 3 Monate ist und in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt wurde.

    3. für Getestete, wenn sie  

    • den Nachweis eines negativen PCR-Tests vorzeigen können, dessen Probenentnahme zum Zeitpunkt der Einreisekontrolle nicht mehr als 72 Stunden zurückliegt und der in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist ODER
    • den Nachweis eines negativen Antigen-Tests vorzeigen können, dessen Probenentnahme zum Zeitpunkt der Einreisekontrolle nicht mehr als 48 Stunden zurückliegt und der in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist.

  • Bei der Durchreise durch Österreich mit Auto, Bus und Bahn ohne Zwischenstopp gibt es keine Beschränkungen sofern bei der Einreise die Ausreise sichergestellt ist. Gleiches gilt für den Transit im Flugverkehr. In diesen Fällen wird keine Pre-Travel-Clearance, kein PCR- oder Antigen-Test, kein Gesundheitszeugnis und keine Selbstquarantäne erforderlich.
  • In Stockholm, Göteborg und Malmö gibt es zahlreiche Labore, die gegen Kostenersatz auch Tests zu Reisezwecken anbieten.
  • Weitere Informationen zur Einreise nach Österreich finden Sie auf der Seite des Gesundheitsministeriums und auf der Seite der österreichischen Botschaft in Stockholm

Regelungen für den Güterverkehr

Der freie Güterverkehr innerhalb der EU ist in der Verordnung des Europaparlaments und Rates (EG) Nr. 561/2006 betreffend Fahr- und Ruhezeiten geregelt.

Fahrzeit

Die tägliche Fahrzeit darf maximal 9 Stunden betragen und höchstens zweimal pro Kalenderwoche auf 10 Stunden verlängert werden. Die Wochenfahrzeit darf maximal 56 Stunden und in zwei aufeinander folgenden Wochen höchstens 90 Stunden betragen. Nach einer Fahrzeit von 4 ½ Stunden ist entweder eine 45-minütige oder aufgeteilt je eine 15-minütige und eine 30-minütige Rast einzulegen.

Tagesruhezeit

Während einer 24-Stunden-Zeitspanne soll die Tagesruhezeit aus mindestens 11 zusammenhängenden Stunden oder bei einer zweigeteilten Tagesruhezeit aus insgesamt 12 Stunden bestehen, wobei die erste Ruhezeit mindestens 3 Stunden lang sein muss. Die Tagesruhezeit kann höchstens drei Mal pro Woche auf 9 Stunden reduziert werden. 

Wochenruhezeit

Eine normale Wochenruhezeit besteht aus mindestens einer zusammenhängenden Ruhepause von 45 Stunden, eine verkürzte Wochenruhezeit dagegen darf 24 zusammenhängende Stunden nicht unterschreiten. Innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Wochen sind entweder zwei normale oder eine normale und eine verkürzte Wochenruhezeit zu nehmen. Letztere ist dann mit einer 9-stündigen Ruhepause durchzuführen.

Abweichungen

Ausnahmen von den vorgeschriebenen Zeiten sind möglich bei Eintreffen eines größeren Verkehrsunglücks, bei extremen Wetterverhältnissen sowie bei Unterbrechungen durch Transport mit Zug oder Fähre.

Flugverkehr

  • Der gesamte nationale und internationale Flugverkehr ist noch immer reduziert.
  • Auf Flughäfen und in Flugzeugen gilt eine allgemeine Mundschutzpflicht.

Diese Fähren sind in Betrieb

  • Travemünde-Trelleborg (TT-Line)
  • Rostock-Trelleborg (TT-Line/Stena Line)
  • Świnoujście-Trelleborg (TT-Line)
  • Turku-Stockholm (Viking Line)
  • Kiel–Göteborg (Stena Line)
  • Sassnitz-Ystad (FRS Königslinjen)
  • Helsinki-Stockholm (Viking Line)

Detail-Infos: 

Bahn

Die schwedischen Bahnen haben den Fern- und Nahverkehr seit Beginn der Pandemie stark reduziert. Derzeit ist in den Bahnen keine volle Auslastung zugelassen. Seit dem 14.2. gilt eine Begrenzung der Passagieranzahl in Bussen und Bahnen bei Fernreisen von mehr als 150km und es darf maximal die Hälfte der Sitzplätze besetzt werden.

Öffentlicher Verkehr in der Hauptstadt Stockholm

Der öffentliche Personennahverkehr in Stockholm wurde in der Pandemie angepasst.

  • Busse sind zur Minimierung des Ansteckungsrisikos nur über die vorderen Türen zugänglich.
  • Es gilt die dringende Empfehlung, auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten, vor allem zu den üblichen Hauptverkehrszeiten.
  • Das Verwenden von Mund-Nasen-Schutzmasken im ÖPNV während der Stoßzeiten wird bis auf Weiteres empfohlen.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Allgemeine öffentliche Zusammenkünfte mit mehr als 8 Personen wurden bereits per Verordnung seit dem 24. November 2020 untersagt - dies gilt für Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Demonstrationen. Allgemeine Veranstaltungen und öffentliche Versammlungen im gesamten Sport- und Kulturbereich müssen sich am Richtwert von 10m² pro Person orientieren.
  • Die schwedische Regierung hat ein anlassbezogenes Pandemiegesetz ausgearbeitet, das seit 10. Januar 2021 zahlreiche der bisherigen Empfehlungen in Auflagen umwandelt und die Möglichkeit zu Sanktionen bzw. Schließungen im Bereich von Freizeit, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel gibt. Das Gesetz hat Gültigkeit bis Ende September und soll bis Ende Januar 2022 verlängert werden.
  • Alle Unternehmen und Einrichtungen sind aufgefordert, ihr Personal nach Möglichkeit bis einschließlich 30. September 2021 möglichst von zuhause arbeiten zu lassen. Arbeitgeber haben dafür Sorge zu tragen, stets geeignete Mittel zur Handdesinfektion bereit zu stellen und ausreichend Abstand zwischen Mitarbeitern und Kunden zu gewährleisten. 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Sie haben ein Tochterunternehmen in Schweden? Hier die wichtigsten Maßnahmen zur Unterstützung schwedischer Betriebe. 

Das Haushaltsbudget für 2021 sieht Investitionen über mehr als 10 Milliarden Euro vor. Investitionen in den Bereichen Pflege, Bildung, Klimaschutz sowie Steuererleichterungen sollen zu einer langfristigen Erholung der Wirtschaft beitragen. Auch das Frühjahrsbudget der Regierung ist von Maßnahmenpaketen im Lichte der Pandemie geprägt – insgesamt sollen rund 4,5 Mrd. Euro für Kurzzeitarbeit, Impfungen, Gesundheitswesen investiert werden.

Die Regierung beschließt einen Erholungsbonus für Pflegepersonal in Höhe von rund 30 Mio. Euro, der an Gemeinden und Regionen ausbezahlt wird.

Die schwedische Regierung hat rund 1 Mrd. Euro zusätzliche Unterstützung zur Deckung erhöhter Kosten im Pflegesektor angekündigt, die Gelder sollen im Rahmen eines Änderungsbudgets fließen und den Kommunen und Regionen zugute kommen; zudem beteiligt sich Schweden mit weiteren 300 Mio. Euro an den gemeinsamen Anstrengungen auf EU-Ebene zur Erforschung eines Impfstoffs. Weitere 700 Mio. Euro zur Bekämpfung der Pandemie und für die Impfkampagne wurden im April 2021 in Aussicht gestellt.

Fixkostenzuschuss für schwedische Unternehmen in Höhe von 3,75 Mrd. Euro (30.4.2020)

  • Die Maßnahme wurde mittlerweile bis Ende April 2021 verlängert.
  • Voraussetzung: Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von mind. 23.000 Euro erreicht und ein Umsatzverlust von mindestens 30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist eingetreten.
  • Unterstützung kann nach Angaben der Regierung mindestens 22,5 % und maximal 75 % der Fixkosten des Unternehmens abdecken.
  • Außerdem soll ein Fixkostenzuschuss für Einzelunternehmer eingeführt werden und zunächst für den Zeitraum März – Juli gelten, mit der Option der Verlängerung auf die Monate August – Oktober. 

Unterstützungspaket vom 25.3.2020 mit Fokus auf KMU:

  • Unternehmenssteuerstundung für KMU
  • vorübergehende Senkung der Arbeitgeberabgaben für KMU (April-Juni)
  • vorübergehende Mietunterstützung z.B. für Hotels & Restaurants soll bis Juni 2021 verlängert werden
  • Bereitstellung staatl. Kreditgarantie für KMU zur Risikobegrenzung für Banken

Schwedens Nationalbank stellt im Wege von Geschäftsbanken rund 45 Mrd. Euro zur Kreditfinanzierung schwedischer Unternehmen zur Verfügung.

Unterstützungspaket vom 20.3.2020: Schwedens Regierung hält ein Unterstützungspaket von rund 27 Mrd. Euro für betroffene Unternehmen bereit. Zu den konkreten Maßnahmen gehören:

  • Krankheitsfall: Der übliche Lohnabzug für den ersten Krankheitstag (Karenztag) entfällt weiterhin. Der Erstattungsbetrag wurde ab 1. Juni von SEK 700 auf SEK 804 erhöht. Zur Entlastung der Arbeitgeber übernimmt die öffentliche Hand die Krankenstandskosten für die Tage 2-14. Zudem erhalten Unternehmen Entschädigungen für erhöhte Krankenstandskosten im Zusammenhang mit der Coronakrise. Krankmeldungen sind erst ab dem 15. Krankheitstag erforderlich. Die Maßnahme wurde mittlerweile bis einschließlich 30. Juni 2021 verlängert. Zudem wurde der Erstattungsbetrag auf SEK 810 angepasst, diesen erhalten auch Selbständige für die ersten 14 Krankheitstage. Schwangere, die nicht von zuhause aus arbeiten können bzw. am Arbeitsplatz einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, können künftig SEK 700/Tag beanspruchen.
  • Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Anträge können rückwirkend ab 1. Januar 2020 für maximal 12 Monate gestellt werden. Ab 2. April kann die Rückzahlung von bereits geleisteten Steuerzahlungen beantragt werden. Der Zeitraum für Steuerstundungen kann mittlerweile um maximal 1 weiteres Jahr ausgedehnt werden.
  • Kurzarbeitsregelungen und Zuschüsse für Beschäftigte in Teilzeitmodellen; auch ausländische Unternehmen sind anspruchsberechtigt, wenn Unternehmen und Arbeitnehmer bei der schwedischen Steuerbehörde registriert sind; Kurzarbeitergeld kann seit 7.4.2020 beantragt werden und hatte zunächst Gültigkeit bis Ende 2020. Das Kurzarbeitsprogramm wird um 6 Monate bis Ende Juni 2021 verlängert. Im Januar hat die Regierung eine abermalige Ausdehnung des Kurzarbeitsmodells mit der Möglichkeit zur Reduzierung des Beschäftigungsumfangs um maximal 80 % bei 88-prozentiger Lohnfortzahlung bekannt gegeben.
  • Ausweitung des Kurzarbeitsmodells: Arbeitsumfang von Arbeitnehmern konnte von Mai bis Juli auf 20 % der Normalarbeitszeit reduziert werden, bei Bezügen bis zu 90 %. Kurzarbeit mit einer Reduzierung der Arbeitszeit um 20 %, 40 % oder 60 % ist bis Ende September 2021 möglich.
  • Darlehen & Darlehensgarantien für KMU

Zusätzlich wurden rund 90 Mio. Euro zur Unterstützung des Kultur- und Sportsektors bereitgestellt. Die Maßnahmen werden fortlaufend justiert. Einen Überblick – auch in englischer Sprache – bietet die Schwedische Agentur für Wirtschafts- und Regionalentwicklung.


Weitere Informationen und Notfallnummern 

  • Kontaktstelle im Fall von Krankheitssymptomen (COVID-19): T 1177
  • Informationen auf Englisch: Behörde für Volksgesundheit sowie Infostelle Corona T 113 13
  • Allgemeiner Notruf (Rettung, Polizei Feuerwehr) T 112

Weitere Hinweise für Reisende gibt es auf der Webseite der Österreichischen Botschaft Stockholm. Im Hinblick auf das Wirtschaftsumfeld stellen wir auf wko.at zusätzliche Informationen zur Lage in Schweden bereit.

Informationen zur Situation in den nordischen Nachbarländern: