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Coronavirus: Situation in Schweden

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Wirtschaft und Geschäftstätigkeit in Schweden.

Stand: 24.2.2021


Aktuell & Wichtig

  • Die Corona-Lage in Schweden hat sich in den vergangenen Monaten verschärft und vor allem in den Ballungsräumen gibt es seit Herbst 2020 wieder eine deutliche Zunahme an Neuinfektionen.
  • In Ballungsraum Stockholm ist seit 23.02. das Tragen eines Mundschutzes im ÖPNV jederzeit und bis auf Weiteres vorgeschrieben.
  • Aufgrund der aktuell ernsten Infektionslage hat die schwedische Regierung gemeinsam mit der obersten Gesundheitsbehörde weitere Verschärfungen der Regelungen und Empfehlungen erlassen. So darf in Restaurants die Gruppengröße von 4 Personen nicht überschritten werden und Alkoholausschank ist bis 28. Februar nur noch bis 20.00 Uhr gestattet.
  • Ab dem 01. März werden die Öffnungszeiten sämtlicher Gastronomiebetriebe begrenzt, auch Cafés ohne Alkoholausschank müssen bis auf Weiteres bereits um 20.30 Uhr schließen.
  • Einkaufszentren, Geschäfte und Fitnessstudios müssen die Personenanzahl in ihren Räumlichkeiten entsprechend der Größe begrenzen bzw. kontrollieren. Je Person müssen 10m² zur Verfügung stehen.
  • Eine weitere Begrenzung der maximal erlaubten Besucherzahl in Einkaufszentren, Shoppingmalls und Fitnessstudios ist geplant und soll in Kürze vorgestellt werden, bereits jetzt wird strengstens empfohlen, nicht in Gruppen sondern jeweils nur alleine z.B. Lebensmittel einzukaufen.
  • Die oberste Gesundheitsbehörde rät grundsätzlich zur Vermeidung öffentlicher Verkehrsmittel ohne reservierte Sitzplätze sowie bis auf Weiteres zum Tragen eines CE-zertifizierten Mund-Nasen-Schutzes zu den Hauptverkehrszeiten.
  • Der Unterricht an Gymnasien kann bis einschließlich 01. April 2021 in einer Kombination aus Fern- und Präsenzunterreicht durchgeführt werden, abhängig von regionalen Infektionszahlen.
  • Alle Arbeitnehmer mit der Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten sind angehalten dies bis mindestens 31. Mai 2021 zu tun.
  • Seit dem 27. Dezember 2020 werden in Schweden Covid-Impfungen durchgeführt – zunächst bei Bewohnern und Personal in Pflegeheimen sowie Risikogruppen.
  • Private Treffen und Veranstaltungen dürfen nur mit den eigenen Haushaltsangehörigen, maximal aber mit 8 Personen stattfinden.
  • Für Reisen im Land wird das Auto als Transportmittel empfohlen, bei Fahrten mit Bus und Bahn sind Platzreservierungen vorzunehmen und es ist Abstand zu halten.
  • Die schwedischen Behörden hatten sich im Vergleich zu jenen anderer Länder seit Beginn der Pandemie von einer Politik der Appelle und Empfehlungen leiten lassen. Eigenverantwortung wurde dabei stets betont, auf Verbote zunächst weitestgehend verzichtet.
  • Gegenüber der Wirtschaft wurde dieses Vorgehen damit begründet, dass es sich lange durchhalten ließe, weshalb auch die negativen Effekte geringer ausfallen sollten.
  • Leider hat sich das nur bedingt bewahrheitet und es folgten ein drastischer Konjunktureinbruch sowie ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit, offenbar bedingt durch Schwedens Abhängigkeit vom Export. Zwar fiel der BIP-Rückgang im 1. Quartal 2020 gering aus, mittelfristig sah man aber keinen ökonomischen Vorteil gegenüber Ländern mit härteren Restriktionen.
  • Im 2. Quartal des Jahres war der größte BIP-Rückgang (-8,3%) seit 1980 zu verzeichnen und im 3. Quartal 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit beim vorläufigen Höchststand von rund 9% eingependelt.
  • Laut schwedischem Finanzministerium hat sich die Wirtschaft aber besser erholt als zunächst erwartet für 2021 wird ein Zuwachs von rund 3% prognostiziert.
  • Die Infektions – und Opferzahlen liegen pro Kopf und auch im Vergleich zu den Nachbarstaaten auf hohem Niveau. Der starke Anstieg seit Mitte Juni ist jedoch auch auf die Ausweitung der Covid-19-Tests zurückzuführen. So erhielten alle Bewohner im Großraum Stockholm ab 15. Juni 2020 die Möglichkeit, sich auf eine aktuelle Infektion oder auf Antikörper testen zu lassen. In den ersten vier Kalenderwochen 2021 wurden rund 800.000 Tests durchgeführt. Die Rate der positiv Getesteten lag dabei höher als 15%, was für eine fortgesetzte und deutliche Ausbreitung des Infektionsgeschehens spricht.
  • Für entsandte Mitarbeiter beachten Sie bitte, dass Sie im Falle eines verlängerten Aufenthaltes das A1-Zertifikat als Nachweis einer gültigen Sozialversicherung anpassen lassen.

Einreise und Reisebestimmungen

Schweden

  • Aufgrund verschiedener Virusmutationen müssen seit 06. Februar alle Personen ab 18 Jahren, die nicht schwedische Staatsbürger oder in Schweden gemeldet sind, bei der Einreise nach Schweden einen negativen Covid-Test (PCR, Antigen, LAMP) vorlegen.
  • Bei der Einhaltung der Regelungen wird eine Null-Toleranz-Politik verfolgt, andernfalls wird die Einreise verweigert.
  •  Die Probenabnahme darf bei der Einreise nicht mehr als 48 Stunden zurück liegen. Der Nachweis muss in Schwedisch, Dänisch, Norwegisch oder Englisch ausgestellt sein und folgende Angaben enthalten:
    • Name der getesteten Person
    • Zeitpunkt der Probenentnahme
    • Art des Tests (PCR-, Antigen- oder LAMP-Test)
    • Testergebnis
    • ausführendes Institut
  • Ausnahmen bestehen für Pendler aus den Nachbarländern: deren PCR-Test darf bis zu einer Woche alt sein. Reisenden wird empfohlen, sich zudem in eine 7-tägige Quarantäne zu begeben und 5 Tage nach dem ersten Test einen weiteren zu absolvieren. Weitere Informationen finden sich auf der Website der schwedischen Volksgesundheitsbehörde.
  • Österreicher und schwedische Staatsbürger können weiterhin nach Schweden einreisen. Staatsbürger eines Landes der EU bzw. des EWR sind ebenfalls vom Einreiseverbot ausgenommen, das bis einschließlich 31. März 2021 verlängert worden ist. Die vollständige Liste der Ausnahmen vom Einreiseverbot ist auf der Webseite der schwedischen Regierung einsehbar.
  • Schweden arbeitet an der Bereitstellung der digitalen Infrastruktur für einen Impfpass und dessen internationaler Verifizierbarkeit in Abstimmung mit der EU und der WHO. Zielsetzung ist es, ab 01.06.2021 einen digitalen Impfpass verfügbar zu machen.
  • Mit Beendigung der Übergangsphase im Zusammenhang mit dem Brexit gilt seit Januar 2021 das Einreiseverbot auch für britische Staatsbürger, außer bei vorliegender Aufenthaltsgenehmigung.
  • Aufgrund der Entdeckung einer neuen Mutation des Covid-19-Virus besteht bis einschließlich 31. März 2021 ein Einreisestopp für Personen aus dem Vereinigten Königreich nach Schweden.
  • Auch aus Dänemark und Norwegen ist die Einreise bis zum 31. März  untersagt. Ausgenommen sind schwedische Staatsbürger, Arbeitspendler und Personen im Transportsektor sowie Kinder bis zum 18. Lebensjahr.
  • Ab dem 01. Februar traten Ausnahmeregelungen für die Einreise aus Dänemark und Norwegen in Kraft. Dies betrifft unter anderem Mitarbeiter internationaler Organisationen, Personen mit nicht aufschiebbaren Operationen oder Eltern, die in Schweden ihre Kinder treffen wollen.
  • Schwedische Arbeitspendler haben bei der Einreise nach Dänemark ab dem 17. Februar ein negatives Testergebnis vorzulegen, das maximal 72 Stunden alt sein darf.
  • Von nicht notwendigen Reisen innerhalb Schwedens wird generell abgeraten.
  • An Flughäfen und Fährterminals wird auf die geltenden Abstandsregeln hingewiesen, außerdem finden sich diese Informationen für Reisende gesammelt hier.
  • Von nicht notwendigen Reisen in alle Länder außerhalb der EU/des EWR und außerhalb des Schengenraums wird abgeraten. Diese Reisewarnung gilt bis einschließlich 15. April 2021.
  • Weiterhin unklare und unterschiedliche Verhältnisse im Ausland wie etwa mögliche Quarantänebestimmungen, Ausgangsverbote oder eingestellte Flüge können die Rückkehr nach Schweden beträchtlich erschweren.

Österreich

  • Ab dem 10. Februar bedarf es zusätzlich zur 10-tägigen Quarantäne bereits bei der Einreise aus Schweden und allen Ländern, für die eine Reisewarnung gilt, eines negativen Covid-Tests (PCR oder Antigen) mittels Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses oder eines Testergebnisses aus Österreich, das nicht älter als 72 Stunden sein darf. Kann dieses bei der Einreise nicht vorgelegt werden, ist ein Test spätestens innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise nachzuholen.
  • Seit 15. Jänner 2021 ist vor der Einreise nach Österreich eine elektronische Registrierung verpflichtend (Pre-Travel-Clearance - PTC). Das elektronische PTC-Registrierungsformular finden Sie hier auf der Seite der Österreichischen Botschaft in Schweden in deutscher und englischer Sprache abrufbar. Die Registrierung kann frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen.
  • Pendler müssen sich ab 10. Februar mittels Pre-Travel-Clearance Online-Formular registrieren. Die Registrierung ist für eine Woche gültig, sofern sich die Angaben zu Wohn- oder Aufenthaltsadresse, Abreisestaat, Aufenthalt während der letzten zehn Tage vor der Einreise, Kontaktdaten und Vorliegen eines ärztlichen Zeugnisses nicht ändern.
  • Pendler müssen bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis über einen negativen Test nachweisen können; die Probenahme darf zum Zeitpunkt der Einreise max. 7 Tage alt sein. Andernfalls ist ein Test spätestens innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise nachzuholen, für Pendler besteht in dieser Zeit allerdings keine Quarantänepflicht.  
  • Seit dem 19. Dezember 2020 gilt bei der Rückreise nach Österreich aus Ländern mit einer 14-Tage-Inzidenz von mehr als 100/100.000 Einwohner die Verpflichtung zur 10-tägigen Selbstquarantäne. Bei der Einreise ist die Erklärung zur Quarantäneverpflichtung bereits ausgefüllt und unterschrieben mitzuführen. Nach frühestens 5 Tagen kann ein COVID-Test durchgeführt werden, wobei die Kosten selbst zu tragen sind. Bei einem negativen Testergebnis darf die Quarantäne beendet werden. Das Testergebnis muss bei einer Kontrolle nachweisbar sein, Selbsttests genügen den Anforderungen nicht.
  • Ausgenommen von der Verpflichtung zur Quarantäne sind Einreisen aus beruflichen Gründen, Pendler sowie Personen, die in medizinischen Notfällen als Begleitpersonen mitreisen. Diese Gruppen dürfen unter Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Tests einreisen. Der Test darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 72 Stunden sein (7 Tage bei Pendlern).
  • Formulare für die Einreise nach Österreich aus Schweden sind hier erhältlich und bereits ausgefüllt bei der der Einreise bereit zu halten. Dabei handelt es sich um die Erklärung zur Ein- und Durchreise sowie Gesundheitszeugnisse jeweils in deutscher und englischer Sprache.
  • Eine Durchreise von Schweden über Dänemark und Deutschland nach Österreich ist derzeit nur unter Angabe anerkennungswürdiger Gründe möglich, weitere Informationen (auf Englisch) finden Sie hier.
  • Seit 14. Februar 2021 ist die Einreise nach Deutschland aus Tirol untersagt. Ausnahmen gibt es nur für gewerblichen Güter- und Passagierverkehr.
  • Bei der Durchreise durch Österreich mit Auto, Bus und Bahn ohne Zwischenstopp gibt es keine Beschränkungen sofern bei der Einreise die Ausreise sichergestellt ist. Gleiches gilt für den Transit im Flugverkehr. In diesen Fällen wird keine Pre-Travel-Clearance, kein PCR- oder Antigen-Test, kein Gesundheitszeugnis und keine Selbstquarantäne erforderlich.
  • In Stockholm, Göteborg und Malmö gibt es zahlreiche Labore, die gegen Kostenersatz auch Tests zu Reisezwecken anbieten. 

Regelungen für den Güterverkehr

Der freie Güterverkehr innerhalb der EU ist in der Verordnung des Europaparlaments und Rates (EG) Nr. 561/2006 betreffend Fahr- und Ruhezeiten geregelt. Die Schwedische Verkehrsbehörde Transportstyrelsen hat eine bis 31. Mai geltende Ausnahme von diesen Regelungen nicht verlängert, damit gelten aktuell wieder folgende Vorgaben.

Fahrzeit

Die tägliche Fahrzeit darf maximal 9 Stunden betragen und höchstens zweimal pro Kalenderwoche auf 10 Stunden verlängert werden. Die Wochenfahrzeit darf maximal 56 Stunden und in zwei aufeinander folgenden Wochen höchstens 90 Stunden betragen. Nach einer Fahrzeit von 4 ½ Stunden ist entweder eine 45-minütige oder aufgeteilt je eine 15-minütige und eine 30-minütige Rast einzulegen.

Tagesruhezeit

Während einer 24-Stunden-Zeitspanne soll die Tagesruhezeit aus mindestens 11 zusammenhängenden Stunden oder bei einer zweigeteilten Tagesruhezeit aus insgesamt 12 Stunden bestehen, wobei die erste Ruhezeit mindestens 3 Stunden lang sein muss. Die Tagesruhezeit kann höchstens drei Mal pro Woche auf 9 Stunden reduziert werden. 

Wochenruhezeit

Eine normale Wochenruhezeit besteht aus mindestens einer zusammenhängenden Ruhepause von 45 Stunden, eine verkürzte Wochenruhezeit dagegen darf 24 zusammenhängende Stunden nicht unterschreiten. Innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Wochen sind entweder zwei normale oder eine normale und eine verkürzte Wochenruhezeit zu nehmen. Letztere ist dann mit einer 9-stündigen Ruhepause durchzuführen.

Abweichungen

Ausnahmen von den vorgeschriebenen Zeiten sind möglich bei Eintreffen eines größeren Verkehrsunglücks, bei extremen Wetterverhältnissen sowie bei Unterbrechungen durch Transport mit Zug oder Fähre.

Regelungen für den Verkehr 

Flugverkehr

Der gesamte nationale und internationale Flugverkehr ist noch immer reduziert, viele Fluggesellschaften nehmen aber sukzessive wieder mehr Destinationen in ihr Programm auf. Auf Flughäfen gibt es aktuell keine Gesundheitskontrollen, die Behörde für Volksgesundheit lässt jedoch Informationen für Reisende anzeigen. Fluggesellschaften wie auch Scandinavian Airlines (SAS) und Finnair haben seit dem 18. Mai 2020 eine allgemeine Mundschutzpflicht für Passagiere ab dem 6. Lebensjahr eingeführt. Passagiere sind verpflichtet, einen eigenen Mund-Nasen-Schutz mitzuführen und während der gesamten Flugreise zu tragen. Außerdem ist besonderes Augenmerk auf die Bestimmungen am Zielort zu legen. 

Diese Fähren sind in Betrieb

  • Travemünde-Trelleborg (TT-Line)
  • Rostock-Trelleborg (TT-Line/Stena Line)
  • Świnoujście-Trelleborg (TT-Line)
  • Turku-Stockholm (Viking Line)
  • Kiel–Göteborg (Stena Line)
  • Sassnitz-Ystad (FRS Königslinjen)
  • Helsinki-Stockholm (Viking Line)

Detail-Infos: 

Bahn

Die schwedischen Bahnen haben den Fern- und Nahverkehr seit Beginn der Pandemie stark reduziert. Im Zusammenhang mit Lockerungen für Reisen innerhalb Schwedens seit dem 13. Juni 2020 wurden auch wieder mehr Züge eingesetzt und höhere Buchungskapazitäten, allerdings keine volle Auslastung, zugelassen. Seit dem 14.02. gilt eine Begrenzung der Passagieranzahl in Bussen und Bahnen bei Fernreisen von mehr als 150km und es darf maximal die Hälfte der Sitzplätze besetzt werden.

Öffentlicher Verkehr in der Hauptstadt Stockholm

Der öffentliche Personennahverkehr in Stockholm wurde in der ersten Welle der Pandemie an eine reduzierte Nachfrage angepasst, betroffen waren vor allem Buslinien. Zur Minimierung des Ansteckungsrisikos sind Busse nach wie vor nicht über die vorderen Türen zugänglich. Durch die Bereitstellung ausreichender Transportmittel und durch die Anpassung der Anzahl der Reisenden in einzelnen Fahrzeugen soll Gedränge vermieden werden. Die seit dem 29. Oktober geltenden Vorgaben der obersten Gesundheitsbehörde sind gleichbedeutend mit der dringenden Empfehlung, auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten, vor allem zu den üblichen Hauptverkehrszeiten. Das Verwenden von Mund-Nasen-Schutzmasken im ÖPNV während der Stoßzeiten wird bis auf Weiteres empfohlen, diese sind selbst mitzubringen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Alle Unternehmen und Einrichtungen sind aufgefordert, ihr Personal nach Möglichkeit bis einschließlich 31. Mai 2021 möglichst von zuhause arbeiten zu lassen. Arbeitgeber haben dafür Sorge zu tragen, stets geeignete Mittel zur Handdesinfektion bereit zu stellen und ausreichend Abstand zwischen Mitarbeitern und Kunden zu gewährleisten.
  • Der Unterricht an Gymnasien findet seit 7. Dezember und bis mindestens einschließlich 1. April 2021 wieder als Distanzunterricht oder in einer Mischform aus Fern- und Präsenzlehre statt. Mit Wirkung vom 23.11. war es Gymnasien bereits ermöglicht worden, auf Distanzunterricht umzustellen, um Gedränge zu vermeiden und damit das Infektionsrisiko zu reduzieren. Außerdem soll der Unterricht an Universitäten, Hochschulen und in der Erwachsenenbildung bis auf Weiteres weitestgehend virtuell stattfinden.
  • Allgemeine Veranstaltungen und öffentliche Versammlungen im Sport- und Kulturbereich müssen sich am Richtwert von 10m² pro Person orientieren.
  • Allgemeine öffentliche Zusammenkünfte mit mehr als 8 Personen wurden bereits per Verordnung ab dem 24. November untersagt - dies gilt für Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Demonstrationen. Zwischenzeitlich haben aber kommunale Einrichtungen in diesen Bereichen großflächig geschlossen, Bäder und Museen bleiben bis mindestens 07.03.2021 geschlossen. Die Entscheidungsträger appellieren weiterhin an die Disziplin der Bürger, auf derartige Versammlungen zu verzichten.
  • Der Verkauf von Alkohol in der Gastronomie ist nur noch bis 20.00 Uhr erlaubt. Diese Regelung wird zunächst bis 14. Februar, voraussichtlich aber bis 28. Februar verlängert. Danach soll der Verkauf von Alkohol nur bis 22.00 Uhr möglich sein. 
  • Personen mit Krankheitssymptomen sind nach wie vor dazu aufgefordert zuhause zu bleiben.
  • Besuche in Senioreneinrichtungen sind unter Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen seit dem 1. Oktober wieder erlaubt. Die oberste Gesundheitsbehörde hat seit 3. Dezember die Möglichkeit erhalten, für Seniorenheime erneut Besuchsverbote zu verhängen.
  • Für Personen im Alter 70+ gelten seit dem 1. November dieselben Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen wie für alle anderen Bevölkerungsgruppen auch.
  • Der Handel ist aufgefordert, die Zahl der Kunden zu begrenzen und Abstandsregeln (allgemein 1,5m) vorzugeben. Für die Gastronomie wurden die Regeln verschärft, so dass Gruppen maximal 4 Personen umfassen dürfen, der Abstand zwischen Personen muss dabei mindestens 1 Meter betragen.
  • Die schwedische Regierung hat ein anlassbezogenes Pandemiegesetz ausgearbeitet, das per 10. Januar 2021 zahlreiche der bisherigen Empfehlungen in Auflage umwandelt und die Möglichkeit zu Sanktionen bzw. Schließungen im Bereich von Freizeit, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel gibt.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Sie haben ein Tochterunternehmen in Schweden? Hier die wichtigsten Maßnahmen zur Unterstützung schwedischer Betriebe. 

Das Haushaltsbudget für 2021 sieht Investitionen über mehr als 10 Milliarden Euro vor. Investitionen in den Bereichen Pflege, Bildung, Klimaschutz sowie Steuererleichterungen sollen zu einer langfristigen Erholung der Wirtschaft beitragen.

Die schwedische Regierung hat rund 1 Mrd. Euro zusätzliche Unterstützung zur Deckung erhöhter Kosten im Pflegesektor angekündigt, die Gelder sollen im Rahmen eines Änderungsbudgets abgesegnet werden und den Kommunen und Regionen zugute kommen; zudem beteiligt sich Schweden mit weiteren 300 Mio. Euro an den gemeinsamen Anstrengungen auf EU-Ebene zur Erforschung eines Impfstoffs.

Fixkostenzuschuss für schwedische Unternehmen in Höhe von 3,75 Mrd. Euro (30.4.2020)

  • Die Maßnahme wurde mittlerweile bis Ende April 2021 verlängert.
  • Voraussetzung: Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von mind. 23.000 Euro erreicht. Ein Umsatzverlust von mindestens 30% ist im März und April 2020 eingetreten.
  • Unterstützung kann nach Angaben der Regierung mindestens 22,5% und maximal 75% der Fixkosten des Unternehmens abdecken, davon sind die Lohnkosten im März & April 2020 ausgenommen. Maximalförderung 14 Mio. Euro pro Unternehmen.
  • Mit Wirkung vom 20. Oktober wurde der Fixkostenzuschuss um drei Monate verlängert. 
  • Voraussetzung für die Bewilligung für Mai 2020 ist ein Umsatzverlust von mehr als 40 Prozent, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
  • Voraussetzung für die Bewilligung für Juni und Juli 2020 ist ein Umsatzverlust von mehr als 50 Prozent, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
  • Die Höhe der Unterstützung beträgt 75 Prozent des prozentualen Umsatzverlustes, der sich aus den Fixkosten des Unternehmens für Mai bis Juli 2020 ergibt.
  • Die maximale Unterstützung je Unternehmen liegt für Mai bei 75 Mio. SEK und für Juni und Juli 2020 zunächst bei maximal 8 Mio. SEK.
  • Eine Verlängerung des Fixkostenzuschusses um weitere drei Monate (August–Oktober) wurde von der Regierung bereits vorgeschlagen.
  • Voraussetzung für die Bewilligung für August, September und Oktober wäre demnach ein Umsatzverlust von mehr als 50 Prozent, die maximale Förderung läge pro Unternehmen bei 30 Mio. SEK.
  • Außerdem soll ein Fixkostenzuschuss für Einzelunternehmer eingeführt werden und zunächst für den Zeitraum März – Juli gelten, mit der Option der Verlängerung auf die Monate August – Oktober.

Unterstützungspaket vom 25.3.2020 mit Fokus auf KMU:

  • Unternehmenssteuerstundung für KMU
  • vorübergehende Senkung der Arbeitgeberabgaben für KMU (April–Juni)
  • vorübergehende Mietunterstützung (April–Juni) z.B. für Hotels & Restaurants
  • Bereitstellung staatl. Kreditgarantie für KMU zur Risikobegrenzung für Banken

Schwedens Nationalbank stellt im Wege von Geschäftsbanken rund 45 Mrd. Euro zur Kreditfinanzierung schwedischer Unternehmen zur Verfügung.

Unterstützungspaket vom 20.3.2020: Schwedens Regierung hält ein Unterstützungspaket von rund 27 Mrd. Euro für betroffene Unternehmen bereit. Zu den konkreten Maßnahmen gehören:

  • Krankheitsfall: Der übliche Lohnabzug für den ersten Krankheitstag (Karenztag) entfällt weiterhin. Der Erstattungsbetrag wurde ab 1. Juni von SEK 700 auf SEK 804 erhöht. Zur Entlastung der Arbeitgeber übernimmt die öffentliche Hand die Krankenstandskosten für die Tage 2-14. Zudem erhalten Unternehmen Entschädigungen für erhöhte Krankenstandskosten im Zusammenhang mit der Coronakrise. Krankmeldungen sind erst ab dem 15. Krankheitstag erforderlich. Die Gültigkeit dieser Maßnahmen wurde bis einschließlich 31. Dezember verlängert.
  • Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Anträge können rückwirkend ab 1.1.2020 für maximal 12 Monate gestellt werden. Ab 2. April kann die Rückzahlung von bereits geleisteten Steuerzahlungen beantragt werden. Der Zeitraum für Steuerstundungen kann mittlerweile um maximal 1 weiteres Jahr ausgedehnt werden.
  • Kurzarbeitsregelungen und Zuschüsse für Beschäftigte in Teilzeitmodellen; auch ausländische Unternehmen sind anspruchsberechtigt, wenn Unternehmen und Arbeitnehmer bei der schwedischen Steuerbehörde registriert sind; Kurzarbeitergeld kann seit 7.4.2020 beantragt werden und hatte zunächst Gültigkeit bis Ende 2020. Das Kurzarbeitsprogramm wird um 6 Monate bis Ende Juni 2021 verlängert. Im Januar hat die Regierung eine abermalige Ausdehnung des Kurzarbeitsmodells mit der Möglichkeit zur Reduzierung des Beschäftigungsumfangs um maximal 80% bei 88%iger Lohnfortzahlung bekannt gegeben.
  • Ausweitung des Kurzarbeitsmodells: Arbeitsumfang von Arbeitnehmern konnte von Mai bis Juli auf 20% der Normalarbeitszeit reduziert werden, bei Bezügen bis zu 90%. Kurzarbeit mit einer Reduzierung der Arbeitszeit um 20%, 40% oder 60% war bis Ende 2020 möglich.
  • Darlehen & Darlehensgarantien für KMU

Zusätzlich wurden rund 90 Mio. Euro zur Unterstützung des Kultur- und Sportsektors bereitgestellt. Die Maßnahmen werden fortlaufend justiert. Einen Überblick – auch in englischer Sprache – bietet die Schwedische Agentur für Wirtschafts- und Regionalentwicklung.


Weitere Informationen und Notfallnummern 

  • Kontaktstelle im Fall von Krankheitssymptomen (COVID-19): T 1177
  • Informationen auf Englisch: Behörde für Volksgesundheit sowie Infostelle Corona T 113 13
  • Allgemeiner Notruf (Rettung, Polizei Feuerwehr) T 112

Weitere Hinweise für Reisende gibt es auf der Webseite der Österreichischen Botschaft Stockholm. Im Hinblick auf das Wirtschaftsumfeld stellen wir auf wko.at zusätzliche Informationen zur Lage in Schweden bereit.

Informationen zur Situation in den nordischen Nachbarländern: