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Coronavirus: Situation in Schweden

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Wirtschaft und Geschäftstätigkeit in Schweden.

Stand: 14.10.2021


Aktuell & Wichtig

  • Für entsandte Mitarbeiter beachten Sie bitte, dass Sie im Falle eines verlängerten Aufenthaltes das A1-Zertifikat als Nachweis einer gültigen Sozialversicherung anpassen lassen.
  • Personen mit Krankheitssymptomen sind nach wie vor dazu aufgefordert zuhause zu bleiben.
  • Ab 01. November entfällt bei Luftwegsymptomen die Testpflicht für vollständig Geimpfte, Kinder unter 6 Jahren und alle, die in den vorangegangen 6 Monaten eine Infektion durchliefen.  
  • Die Wirtschaft hat sich wesentlich besser erholt als erwartet und für 2021 wird insgesamt ein Zuwachs von rund 4,6 % prognostiziert. Die Arbeitslosigkeit ist zuletzt zurückgegangen, liegt aktuell bei 8,8% Prozent und soll im kommenden Jahr auf 7,8 Prozent sinken. Die akute Krise ist im ökonomischen Sinne vorbei und die Wirtschaft erlebt einen deutlichen Aufschwung. Das Budget 2022 macht allerdings erhebliche Investitionen notwendig und steht auch im Lichte der anstehenden Wahlen.

  • Die Regierung folgt bei weiterhin rückgängigen Infektionszahlen diesen 5 Öffnungsschritten:
    1. Seit 1. Juni: Ausweitung der Öffnungszeiten für die Gastronomie bis 22:30 (Alkoholausschank bis 22:00); Gruppengröße von 4 Personen darf in Restaurants weiterhin nicht überschritten werden, Abstand ist zu halten. Gastronomiebetriebe ohne eigenen Eingang in Malls und Einkaufszentren dürfen wieder mehr als nur eine Person pro Tisch bedienen; weiterhin bestehen nur begrenzte Möglichkeiten zur Vermietung von Lokalen für private Events;
    2. Seit 1. Juli: Grenze für allg. Zusammenkünfte im Rahmen von Innenraumveranstaltungen wird auf 50 (300 mit Sitzplätzen) angehoben, für Freiluftevents gilt die Grenze 600 (3.000 mit Sitzplätzen); Personenbegrenzung für Ladenlokale wird reduziert, Öffnungszeiten und Alkoholausschank für Gastronomie sind nicht mehr begrenzt, in Gastronomie-Innenräumen sind maximal 8 Personen pro Tisch erlaubt, zwischen verschiedenen Gruppen ist aber weiterhin mindestens ein Meter Abstand zu halten; bei Demonstrationen im Freien sind maximal 1.800 Teilnehmer erlaubt. 
    3. Seit 15. Juli: Busse und Züge können wieder voll besetzt werden, MNS-Empfehlung im ÖPNV entfällt, ebenso die Personenbegrenzung für Ladenlokale. Aktuell gilt aber weiterhin: Für Reisen im Land wird das Auto als Transportmittel empfohlen, bei Fahrten mit Bus und Bahn sind Platzreservierungen vorzunehmen und es ist weiterhin Abstand zu halten.
    4. Seit 29. September: Begrenzungen für allg. Zusammenkünfte werden komplett zurückgenommen, ebenso die Empfehlung, von zuhause aus zu arbeiten. Bisherige Einschränkung der Teilnehmerzahlen bei Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen, in Gastronomiebetrieben und bei privaten Zusammenkünften fallen weg. Es wird auch künftig keine 3-G-Regel eingeführt, d.h. ein Impfzertifikat bei Veranstaltungen wird nicht verlangt.
    5. Datum offen: allgemeine Empfehlungen zur Handhygiene etc. bleiben bestehen, außerdem wird empfohlen, bei auftretenden Symptomen zuhause zu bleiben. 

Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaJa

Erleichterungen bei der Einreise wenn seit der 1. Impfung mindestens 2 Wochen vergangen sind. Die Impfung muss mit einem von der EMA oder der WHO zugelassenen Wirkstoff durchgeführt worden sein. Über den digitalen Briefkasten KIVRA kann seit 1. Juli ein Impfzertifikat abgerufen werden, das mittelfristig auch negative Testergebnisse oder durchlaufene Infektionen sammeln soll. Zertifikat darf frühestens 11 Tage nach positiver Testung ausgestellt sein und hat eine maximale Gültigkeit von 180 Tagen.Negativer COVID-19-Test (Antigen-, PCR- oder LAMP-Test), nicht älter als 72 Stunden (innerhalb von EU/EES, 48 Stunden für Reisende von außerhalb)
Zertifikate müssen grundsätzlich in schwedischer, dänischer, norwegischer, englischer oder französischer Sprache ausgestellt sein und dieselben Informationen beinhalten wie die Zertifikate der EU.

Schweden

  • Seit 30. Juni 2021 ist für die Einreise nach Schweden ein COVID-19 Zertifikat erforderlich, das die Impfung, Genesung oder Testung bestätigt. Andernfalls ist für die Einreise nach Schweden der Nachweis eines negativen Covid-Tests (PCR, Antigen, LAMP) notwendig. Diese Regelung ist zunächst bis 31. Oktober gültig.
  • Das COVID-19 Zertifikat in digitaler Form oder in Papierform mit QR-Code und muss in der Sprache des Ausreiselandes sowie in Englisch ausgestellt sein.
  • COVID-19 Impfzertifikate sind ausschließlich für die Einreise aus EU/EWR Ländern gültig und müssen die Identität des Geimpften, den Impfstoff und das Datum der Impfung angeben. Es werden nur von der EMA oder WHO zugelassene Impfstoffe akzeptiert und die Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen.
  • COVID-19 Genesungszertifikate sind ausschließlich für die Einreise aus EU/EWR Ländern und frühestens ab dem 11. Tag nach dem positiven Test bis zum 180. Tag gültig.
  • Gleichwertige Nachweise, die alle erforderlichen Informationen über Impfung oder Genesung enthalten, berechtigen ebenfalls zur Einreise aus EU/EWR Staaten.
  • Kann kein COVID-19 Zertifikat oder gleichwertiger Nachweis über Impfung oder Genesung vorgelegt werden, besteht die Verpflichtung zur Vorlage eines negativen Testergebnisses. Die Probenabnahme darf bei der Einreise nicht mehr als 72 Stunden zurück liegen. Der Nachweis muss in Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Englisch oder Französisch ausgestellt sein und folgende Angaben enthalten:
    • Name der getesteten Person
    • Zeitpunkt der Probenentnahme
    • Art des Tests (PCR-, Antigen- oder LAMP-Test)
    • Testergebnis
    • ausführendes Institut
  • Von der Testpflicht ausgenommen sind schwedische Staatsangehörige sowie Personen, die aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Island einreisen, außerdem Personen mit Wohnsitz in Schweden, Beschäftigte im Güterverkehr und Personen unter 18 Jahren. Für Pendler gilt, dass bei der Einreise ein Nachweis über einen negativen Test, der nicht älter als 7 Tage sein darf, nachgewiesen werden muss.
  • Für Personen mit Krankheitssymptomen empfiehlt die Volksgesundheitsbehörde nach der Einreise, sich für mindestens 7 Tage in Selbstquarantäne zu begeben und den Kontakt zu anderen zu meiden. Außerdem wird unmittelbar nach der Einreise ein COVID-19 Test nahegelegt, sowie ein weiterer Test 5 Tage nach der Einreise. 
  • Für alle Länder außerhalb von EU/EES/Schengen wird die Einreiserestriktion bis 31. Oktober verlängert. Es gilt auch ein Einreiseverbot für britische Staatsbürger, außer bei vorliegender Aufenthaltsgenehmigung und nachgewiesenem negativem Testresultat, das maximal 72 Stunden alt sein darf.
  • Die vollständige Liste der Ausnahmen vom Einreiseverbot ist auf der Webseite der schwedischen Regierung einsehbar. 
  • Mit Wirkung ab 01. Oktober wurde die globale Reisewarnung, welche am 14. März 2020 verhängt wurde, aufgehoben.

Österreich 

  • Seit 1. Juli 2021 ist für die Einreise nach Österreich aus Schweden ein COVID-19 Zertifikat erforderlich, das die Impfung, Genesung oder Testung bestätigt. Personen mit COVID-19 Zertifikat benötigen keine Pre-Travel-Clearance und keine Selbstquarantäne nach der Einreise. 
  • Wird die Möglichkeit einer Testung innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise nach Österreich in Anspruch genommen, ist vor der Einreise eine Pre-Travel-Clearance erforderlich. Eine Selbstquarantäne ist auch in diesem Fall nicht vorgesehen. 
  • Die Einreise nach Österreich ist derzeit wie folgt möglich:

1. für Geimpfte (Einreise ohne Test nur mit 2. Dosis), wenn

  • die Impfung(en) mit einem Impfstoff durchgeführt wurde(n), der von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassen wurde (BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson/Janssen, Sinopharm und Sinovac), wobei zwischen Zweitimpfung und Erstimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen;
  • das Impfzertifikat oder das Gesundheitszeugnis in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist
  • die 2. Teilimpfung (mit einem Impfstoff, der zwei Teilimpfungen erfordert) durchgeführt wurde und maximal 360 Tage zurückliegt ODER
  • die 3. Teilimpfung maximal 360 Tage zurückliegt (und zwischen dieser und einer vorhergehenden Impfung mindestens 120 Tage verstrichen sind)
  • die Impfung mit einem Einfach-Impfstoff mindestens 22 Tage und maximal 270 Tage zurückliegt

2. für Genesene, wenn sie

  • eine ärztliche oder behördliche Bestätigung (siehe Abschnitt Formulare) vorlegen können, die eine überstandene COVID-19-Infektion innerhalb der letzten 6 Monate vor der Einreise bescheinigt und in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist ODER
  • einen ärztlichen Testnachweis (siehe Abschnitt Formulare) über ausreichende Antikörper gegen COVID-19 vorlegen können, der nicht älter als 3 Monate ist und in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt wurde.

3. für Getestete, wenn sie

  • den Nachweis eines negativen PCR-Tests vorzeigen können, dessen Probenentnahme zum Zeitpunkt der Einreisekontrolle nicht mehr als 72 Stunden zurückliegt und der in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist (Gesundheitszeugnis) ODER
  • den Nachweis eines negativen Antigen-Tests vorzeigen können, dessen Probenentnahme zum Zeitpunkt der Einreisekontrolle nicht mehr als 48 Stunden zurückliegt und der in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt ist.

  • Kann keiner der oben genannten Nachweise erbracht werden, ist ein PCR- oder Antigentest binnen 24 Stunden nach der Einreise nachzuholen. In der Zwischenzeit wird keine Quarantäne vorgeschrieben. Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres benötigen keinen COVID-19 Testnachweis für die Einreise. Für Pendler aus Schweden darf der Test ab April 2021 maximal 72 Stunden zurückliegen.
  • Für die Durchreise durch Österreich mit Auto, Bus und Bahn ohne Zwischenstopp gibt es keine Beschränkungen sofern bei der Einreise die Ausreise ins Zielland sichergestellt ist und alle Einreisevoraussetzungen für das Zielland bzw. weitere Transitländer erfüllt sind. Unbedingt notwendige, kurzzeitige Unterbrechungen der Durchreise zum Auftanken des Fahrzeugs oder für die Benützung einer Toilette sind erlaubt. Gleiches gilt für den Transit im Flugverkehr. In diesen Fällen wird keine Pre-Travel-Clearance, kein PCR- oder Antigen-Test, kein Gesundheitszeugnis und kein Gesundheitszeugnis über Impfungen oder Genesung erforderlich und es besteht keine Verpflichtung zur Selbstquarantäne.
  • In Stockholm, Göteborg und Malmö gibt es zahlreiche Labore, die gegen Kostenersatz auch Tests zu Reisezwecken anbieten.
  • Weitere Informationen zur Einreise nach Österreich finden Sie auf der Seite des Gesundheitsministeriums und auf der Seite der österreichischen Botschaft in Stockholm

Regelungen für den Güterverkehr

Der freie Güterverkehr innerhalb der EU ist in der Verordnung des Europaparlaments und Rates (EG) Nr. 561/2006 betreffend Fahr- und Ruhezeiten geregelt.

Fahrzeit

Die tägliche Fahrzeit darf maximal 9 Stunden betragen und höchstens zweimal pro Kalenderwoche auf 10 Stunden verlängert werden. Die Wochenfahrzeit darf maximal 56 Stunden und in zwei aufeinander folgenden Wochen höchstens 90 Stunden betragen. Nach einer Fahrzeit von 4 ½ Stunden ist entweder eine 45-minütige oder aufgeteilt je eine 15-minütige und eine 30-minütige Rast einzulegen.

Tagesruhezeit

Während einer 24-Stunden-Zeitspanne soll die Tagesruhezeit aus mindestens 11 zusammenhängenden Stunden oder bei einer zweigeteilten Tagesruhezeit aus insgesamt 12 Stunden bestehen, wobei die erste Ruhezeit mindestens 3 Stunden lang sein muss. Die Tagesruhezeit kann höchstens drei Mal pro Woche auf 9 Stunden reduziert werden. 

Wochenruhezeit

Eine normale Wochenruhezeit besteht aus mindestens einer zusammenhängenden Ruhepause von 45 Stunden, eine verkürzte Wochenruhezeit dagegen darf 24 zusammenhängende Stunden nicht unterschreiten. Innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Wochen sind entweder zwei normale oder eine normale und eine verkürzte Wochenruhezeit zu nehmen. Letztere ist dann mit einer 9-stündigen Ruhepause durchzuführen.

Abweichungen

Ausnahmen von den vorgeschriebenen Zeiten sind möglich bei Eintreffen eines größeren Verkehrsunglücks, bei extremen Wetterverhältnissen sowie bei Unterbrechungen durch Transport mit Zug oder Fähre.

Flugverkehr

  • Ab Ende Oktober sind am internationalen Stockholmer Flughafen Arlanda aufgrund steigenden Verkehrs- und Reiseaufkommens auch wieder mehrere Terminals Betrieb.

Diese Fähren sind in Betrieb

  • Travemünde-Trelleborg (TT-Line)
  • Rostock-Trelleborg (TT-Line/Stena Line)
  • Świnoujście-Trelleborg (TT-Line)
  • Turku-Stockholm (Viking Line)
  • Kiel–Göteborg (Stena Line)
  • Sassnitz-Ystad (FRS Königslinjen)
  • Helsinki-Stockholm (Viking Line)

Detail-Infos: 


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Die schwedische Regierung hat ein anlassbezogenes Pandemiegesetz ausgearbeitet, das seit 10. Januar 2021 zahlreiche der bisherigen Empfehlungen in Auflagen umwandelt und die Möglichkeit zu Sanktionen bzw. Schließungen im Bereich von Freizeit, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel gibt. Das Gesetz hat Gültigkeit bis Ende September und soll bis Ende Januar 2022 verlängert werden.
  • Alle Unternehmen und Einrichtungen sind aufgefordert, ihr Personal nach Möglichkeit bis einschließlich 29. September 2021 möglichst von zuhause arbeiten zu lassen. Arbeitgeber haben dafür Sorge zu tragen, stets geeignete Mittel zur Handdesinfektion bereit zu stellen und ausreichend Abstand zwischen Mitarbeitern und Kunden zu gewährleisten. 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Sie haben ein Tochterunternehmen in Schweden? Hier die wichtigsten Maßnahmen zur Unterstützung schwedischer Betriebe. 

Das Haushaltsbudget für 2021 sieht Investitionen über mehr als 10 Milliarden Euro vor. Investitionen in den Bereichen Pflege, Bildung, Klimaschutz sowie Steuererleichterungen sollen zu einer langfristigen Erholung der Wirtschaft beitragen. Auch das Frühjahrsbudget der Regierung ist von Maßnahmenpaketen im Lichte der Pandemie geprägt – insgesamt sollen rund 4,5 Mrd. Euro für Kurzzeitarbeit, Impfungen, Gesundheitswesen investiert werden.

Die Regierung beschließt einen Erholungsbonus für Pflegepersonal in Höhe von rund 30 Mio. Euro, der an Gemeinden und Regionen ausbezahlt wird.

Die schwedische Regierung hat rund 1 Mrd. Euro zusätzliche Unterstützung zur Deckung erhöhter Kosten im Pflegesektor angekündigt, die Gelder sollen im Rahmen eines Änderungsbudgets fließen und den Kommunen und Regionen zugute kommen; zudem beteiligt sich Schweden mit weiteren 300 Mio. Euro an den gemeinsamen Anstrengungen auf EU-Ebene zur Erforschung eines Impfstoffs. Weitere 700 Mio. Euro zur Bekämpfung der Pandemie und für die Impfkampagne wurden im April 2021 in Aussicht gestellt.

Zentrale Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen wie das Kurzarbeitsgeld werden Ende September auslaufen.

Fixkostenzuschuss für schwedische Unternehmen in Höhe von 3,75 Mrd. Euro (30.4.2020)

  • Die Maßnahme wurde mittlerweile bis Ende April 2021 verlängert.
  • Voraussetzung: Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von mind. 23.000 Euro erreicht und ein Umsatzverlust von mindestens 30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist eingetreten.
  • Unterstützung kann nach Angaben der Regierung mindestens 22,5 % und maximal 75 % der Fixkosten des Unternehmens abdecken.
  • Außerdem soll ein Fixkostenzuschuss für Einzelunternehmer eingeführt werden und zunächst für den Zeitraum März – Juli gelten, mit der Option der Verlängerung auf die Monate August – Oktober. 

Unterstützungspaket vom 25.3.2020 mit Fokus auf KMU:

  • Unternehmenssteuerstundung für KMU
  • vorübergehende Senkung der Arbeitgeberabgaben für KMU (April-Juni)
  • vorübergehende Mietunterstützung z.B. für Hotels & Restaurants soll bis Juni 2021 verlängert werden
  • Bereitstellung staatl. Kreditgarantie für KMU zur Risikobegrenzung für Banken

Schwedens Nationalbank stellt im Wege von Geschäftsbanken rund 45 Mrd. Euro zur Kreditfinanzierung schwedischer Unternehmen zur Verfügung.

Unterstützungspaket vom 20.3.2020: Schwedens Regierung hält ein Unterstützungspaket von rund 27 Mrd. Euro für betroffene Unternehmen bereit. Zu den konkreten Maßnahmen gehören:

  • Krankheitsfall: Der übliche Lohnabzug für den ersten Krankheitstag (Karenztag) entfällt weiterhin. Der Erstattungsbetrag wurde ab 1. Juni von SEK 700 auf SEK 804 erhöht. Zur Entlastung der Arbeitgeber übernimmt die öffentliche Hand die Krankenstandskosten für die Tage 2-14. Zudem erhalten Unternehmen Entschädigungen für erhöhte Krankenstandskosten im Zusammenhang mit der Coronakrise. Krankmeldungen sind erst ab dem 15. Krankheitstag erforderlich. Die Maßnahme wurde mittlerweile bis einschließlich 30. Juni 2021 verlängert. Zudem wurde der Erstattungsbetrag auf SEK 810 angepasst, diesen erhalten auch Selbständige für die ersten 14 Krankheitstage. Schwangere, die nicht von zuhause aus arbeiten können bzw. am Arbeitsplatz einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, können künftig SEK 700/Tag beanspruchen.
  • Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Anträge können rückwirkend ab 1. Januar 2020 für maximal 12 Monate gestellt werden. Ab 2. April kann die Rückzahlung von bereits geleisteten Steuerzahlungen beantragt werden. Der Zeitraum für Steuerstundungen kann mittlerweile um maximal 1 weiteres Jahr ausgedehnt werden.
  • Kurzarbeitsregelungen und Zuschüsse für Beschäftigte in Teilzeitmodellen; auch ausländische Unternehmen sind anspruchsberechtigt, wenn Unternehmen und Arbeitnehmer bei der schwedischen Steuerbehörde registriert sind; Kurzarbeitergeld kann seit 7.4.2020 beantragt werden und hatte zunächst Gültigkeit bis Ende 2020. Das Kurzarbeitsprogramm wird um 6 Monate bis Ende Juni 2021 verlängert. Im Januar hat die Regierung eine abermalige Ausdehnung des Kurzarbeitsmodells mit der Möglichkeit zur Reduzierung des Beschäftigungsumfangs um maximal 80 % bei 88-prozentiger Lohnfortzahlung bekannt gegeben.
  • Ausweitung des Kurzarbeitsmodells: Arbeitsumfang von Arbeitnehmern konnte von Mai bis Juli auf 20 % der Normalarbeitszeit reduziert werden, bei Bezügen bis zu 90 %. Kurzarbeit mit einer Reduzierung der Arbeitszeit um 20 %, 40 % oder 60 % ist bis Ende September 2021 möglich.
  • Darlehen & Darlehensgarantien für KMU

Zusätzlich wurden rund 90 Mio. Euro zur Unterstützung des Kultur- und Sportsektors bereitgestellt. Die Maßnahmen werden fortlaufend justiert. Einen Überblick – auch in englischer Sprache – bietet die Schwedische Agentur für Wirtschafts- und Regionalentwicklung.


Weitere Informationen und Notfallnummern 

  • Kontaktstelle im Fall von Krankheitssymptomen (COVID-19): T 1177
  • Informationen auf Englisch: Behörde für Volksgesundheit sowie Infostelle Corona T 113 13
  • Allgemeiner Notruf (Rettung, Polizei Feuerwehr) T 112

Weitere Hinweise für Reisende gibt es auf der Webseite der Österreichischen Botschaft Stockholm. Im Hinblick auf das Wirtschaftsumfeld stellen wir auf wko.at zusätzliche Informationen zur Lage in Schweden bereit.

Informationen zur Situation in den nordischen Nachbarländern: