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Greater Bay Area: Peking propagiert Zusammenwachsen der Wirtschaft in Südchina

Kräftige Investitionen in Infrastruktur, aber weiters noch verschiedene Wirtschaftssysteme und derzeit sogar geschlossene Grenzen

Mit der Greater Bay Area (GBA)- Initiative propagiert Peking die Schaffung eines Wirtschafts-  Clusters von elf Großstädten in der Provinz Guangdong (mit Shenzhen und Guangzhou als Schlüsselstädten) und den Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau der VR China mit einer Fläche von gesamt 56.000 km2 (= 2/3 von Österreich) und einer Bevölkerung von 86,2 Mio. Menschen (= 2/3 von Japan). Bei der GBA handelt es sich um eine Megalopolis; es wird ein weitausgreifendes Ballungsgebiet geschaffen, in welchen einzelne Städte zusammenwachsen sollen und aus den Stärken der einzelnen Synergien für die gesamte Region geschaffen werden sollen. Die Region ist schon jetzt wirtschaftlich bedeutend: Der Anteil der GBA an der gesamten Wirtschaftsleistung Chinas beträgt rund 10%, über 40% alle Exporte Chinas gehen über die GBA, 20% der in China tätigen Ausländer/Talente sind dort tätig.

Hongkong

Die Sonderverwaltungsregion Hongkong ist die Stadt in der GBA mit der größten Kompetenz und Erfahrung für eine internationale Marktbearbeitung, einer der liberalsten Wirtschaftssysteme der Welt, englischsprachig. Die Stadt ist eines der weltweiten Zentren für den Finanz- und professionellen Dienstleistungssektor (92% Dienstleistungsanteil am BIP), ein Börsenplatz mit Notierungen von Firmen mit China-Hintergrund. Hongkonger Familien und Firmen haben bei der Öffnung Südchinas für internationale Aktivitäten mit Investitionen vor Ort mitgewirkt und einige von ihnen betrachten das „Pearl River Delta“ noch immer als deren „Hinterland“. Hongkong hat einige der besten Universitäten der Welt, Forschungs- und Entwicklungsquote nur 1 Prozent.

Shenzhen

Shenzhen hat Hongkong bei gesamter Wirtschaftsleistung bereits überholt, über 17.000 High-Tech Unternehmen, 5% F&E Quote am BIP. Schon jetzt gibt es bei Innovation in der GBA, und da vor allem in Shenzhen, ein spannendes Netzwerk im Umfeld von fortschrittlichen Unternehmen, Forschungsinstituten und einige der besten Universitäten der Welt. Als Teil der GBA Initiative sollen in Shenzhen weiterhin Reformen und eine Öffnung der chinesischen Wirtschaft Richtung Ausland getestet werden.  Tech-Sektoren, die im derzeitigen 14. Fünf-Jahres-Plan gefördert werden und bei welchen besonders auch aus der Innovationshauptstadt Shenzhen Impulse zu erwarten sind: New Generation Artificial Intelligence, Quantum Information, Integrated Circuits/Semiconductors, NeuroScience/Brain-Inspired Research, Genetics & Biotech, Clinical Medicine, Deep Sea/Deep Space/Polar Expedition. In der Presse werden Hongkong und Shenzhen nun öfter als „Twin Cities“ vermarktet.

Provinz Guangdong

Guangdong ist eine der offensten und wirtschaftlich dynamischsten Regionen Chinas, neben der Shanghai Region Pionier bei der Ansiedlung internationaler Investoren (vor allem auch von Überseechinesen inklusive von solchen aus Hongkong), vor allem an der Küste/ Perlfluss-Delta. Keine „Werkbank der Welt“ mehr, Billigproduktion wandert innerhalb Chinas oder in andere asiatische Billiglohnländer ab.

Die GBA soll durch mehr Abstimmung untereinander stärker werden und Schwächen sollen sich ausgleichen, Rollen:

  • Hongkong: international Business und Finanz-Hub, vor allem Tor Chinas ins Ausland
  • Shenzhen: IT&T hub/High Tech Metropole
  • Guangzhou: fortschrittlicher Produktionssektor, Handelsstadt

In der GBA wurde in den letzten Jahren bereits kräftig in den Ausbau der lokalen und grenzüberschreitenden Infrastruktur investiert. Drei verschiedene Wirtschafts-, Zoll- und Währungssysteme und keine zentrale Steuerung der Angleichung sowie die anhaltende Covid-19 Pandemie in Asien bewirken allerdings, dass es weiterhin Grenzen bei der Mobilität von Personen und beim Austausch von Waren und Dienstleistungen und im Kapitalverkehr gibt und die GBA eine geteilte Region bleibt. Lediglich bei Finanzdienstleistungen gibt es pilotweise die Möglichkeiten für ein grenzüberschreitendes Anbieten.

Die steigende Kaufkraft in der GBA, einer der reichsten Teile Asiens, weitere Investitionen in Infrastruktur, in die Modernisierung und in den Ausbau von Produktionsstätten und die Förderung des Innovationssektors machen die gesamte Region weiterhin einen interessanten Absatz- und Investitionsstandort, wenngleich auch die chinesische und asiatische Konkurrenz in österreichischen Anbietersegmenten steigend ist.

Für österreichische Firmen mit einer Niederlassung vor Ort gibt es vor allem bei der Kundenbetreuung und im Marketing aus der regionalen Annäherung mehr Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Abdeckung. Eine Ausübung von wirtschaftlichen Aktivitäten selbst wie von Verkauf und Wartung erfordert aber weiterhin parallele Strukturen. 

Das AußenwirtschaftsCenter Hongkong hat ein Branchenprofil mit detaillierten Infos und Kontakten für die GBA-Initiative veröffentlicht. Für ein kostenloses Exemplar und für weitere Informationen bitte um Kontakt mit:

AußenwirtschaftsCenter Hongkong
T +852 2522 2388
hongkong@wko.at

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