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Hongkong und Südchina rücken zusammen

Innovationen aus einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt

Hongkong

Als liberalste Volkswirtschaft der Welt, mit geringen Importbestimmungen und –Zöllen, Englisch als Geschäftssprache und einem funktionierenden Rechtssystem, stellt Hongkong ein Tor für österreichische Firmen in Richtung China und Asien dar.  Die Sonderverwaltungszone präsentiert sich heute als führendes Dienstleistungszentrum (Handel, Finanzen, Logistik, Fremdenverkehr) mit Ausstrahlung auf den gesamten asiatischen Raum. 92% des BIP werden durch Dienstleistungen erwirtschaftet. Die Region verfügt jedoch über keinerlei Rohstoffvorkommen und weist folglich einen hohen Abhängigkeitsgrad vom Außenhandel auf. Dabei ist die Volksrepublik China für Hongkong der mit Abstand bedeutendste Handelspartner, als Lieferant, aber auch als Bestimmungsland für Wiederausfuhren. Die Industrie (vorwiegend Textilien und Bekleidung, Spielzeug, Kunststoffverarbeitung, Elektronik, Nahrungsmittel) hat in den letzten Jahren vor allem arbeitsintensive Fertigungen nach Festlandchina (und dabei vor allem in die Provinz Guangdong) und nach Südostasien ausgelagert. Hongkong zeigt den Ehrgeiz, sich auch als führender Technologiestandort der gesamten Region zu profilieren. Seine zwei staatlichen Wissenschaftsparks Hong Kong Science and Technology Park und Cyberport bieten Forschungseinrichtungen und Inkubationsprogramme, welche auch für internationale Unternehmen nutzbar sind. Besondere Schwerpunkte stellen die Bereiche FinTech, Aritificial Intelligence (AI), HealthTech und Smart City Lösungen dar. 

Shenzhen

Nur durch einen Fluss von Hongkong getrennt, verkörpert Shenzhen, wie keine andere Stadt, den Traum vom chinesischen Wirtschaftswunder. Hier wurde im Jahre 1980 die erste Sonderwirtschaftszone Chinas etabliert. Die Stadt entwickelte sich vom kleinen Fischerdorf in den 1970-er Jahren, zu einer Produktionsmetropole und in weiterer Folge zu einem 12 Millionen Einwohner beherbergenden High-Tech Hub und einem der modernsten und am besten entwickelten Städte Chinas. Shenzhen nimmt mit einer Wirtschaftsleistung von 338 Milliarden US-Dollar den vierten Platz hinter Shanghai, Peking und Guangzhou ein. Über 40 Prozent des Outputs stammen aus den Branchen Internet, Biotechnology und Telekommunikation. Shenzhen beherbergt einige der erfolgreichsten chinesischen High-Tech Unternehmen, wie Smartphonehersteller Huawei, Internetgigant Tencent mit seiner Social Media Plattform WeChat, Drohnenhersteller DJI, oder ZTE, sowie Niederlassung des weltgrößten Elektronikherstellers Foxconn, der mit mehr als 300.000 Mitarbeitern als Original Equipment Manufacturer für Apple, Sony, Nintendo und Hewlett-Packard produziert. Shenzhen wird nicht ohne Grund auch „Hardware Capital of the World“ genannt. 

Greater Bay Area

Im 13. Fünfjahresplan der Volksrepublik China wird auf die Entwicklung von Megaregionen ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Sonderverwaltungsregion Hongkong soll sich dazu noch näher mit der südchinesischen Provinz Guangdong und Macau abstimmen und eine vernetzte Wirtschaft der „Greater Bay Area“ (67 Mio. Einwohner auf 56.000 km2) entstehen. Die Zeiten, in welchen die Region als billiger Produktionsstandort für Hongkonger Investoren oder „Werkbank der Welt“ genutzt werden konnten, neigen sich aufgrund der stark gestiegenen Arbeitskosten dem Ende zu. Stattdessen will sich die Region nun auf technologisch anspruchsvolle Produktionen und Dienstleistungen konzentrieren und das „Silicon Valley Asiens“ werden. Das Zusammenwachsen der Städte wird durch gewaltige Infrastrukturprojekte in Grenznähe, wie die Schnellzugverbindung von Hongkong nach Shenzhen (14 Minuten Fahrtzeit) und die im Oktober 2018 eröffnete Hongkong-Macau-Zhuhai Brücke, beschleunigt.  

Neue Seidenstraße

Mit der „Belt and Road“ Initiative will Peking nicht nur die Transportwege zu Land und Meer entlang der ehemaligen Seidenstraße wiederbeleben, sondern auch global zu einem wichtigeren wirtschaftlichen und politischen Player werden. Aus den Investitionen und Finanzierungen aus China in die ASEAN-Länder, den Mittleren Osten und in Zentral- und Osteuropa eröffnen sich auch Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Dienstleister. Mehr Infos dazu sehen Sie in unserem kurzen Videobeitrag.