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Coronavirus: Situation im Iran

Aktuelle Lage und laufende Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Teheran informiert über die aktuellen Lage zum Corona Virus / Covid-19 im Iran.

 

Reisewarnung Iran:

Wegen des Ausbruchs des Corona-Virus gibt es eine Reisewarnung des Bundesministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten für den gesamten Iran. Wir empfehlen dringend, dem zu folgen. 

Reisenden wird empfohlen das Land – zumindest vorübergehend – möglichst rasch zu verlassen. Bis zur Ausreise wird angeraten, größere Menschenansammlungen zu vermeiden, den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten und die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen strikt einzuhalten.

Am Khomeini International AirPort findet nunmehr ein verpflichtender Gesundheitscheck mit Temperaturmessungen, ärztliche Interviews und Sichtkontrolle für alle Reisenden statt.

Österreichern in einer konsularischen Notlage wird empfohlen, sich an die Österreichische Botschaft Teheran zu wenden.

FAQ

Die Situation bleibt weiterhin unübersichtlich und volatil. Die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle steigt weiterhin stark an. Gelegenheiten zum Verlassen des Iran können sich kurzfristig ändern bzw. unmöglich werden.

Seit dem 27.3. gibt es Beschränkungen des Reiseverkehrs innerhalb des Landes: Reisen zwischen den Provinzen sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, verboten. Die Schließung von allen Geschäften, außer solchen, die Produkte des unmittelbaren Bedarfs anbieten, wurde angeordnet.

1. Was bedeutet das Coronavirus für die iranische Wirtschaft?

Das Auftreten des Coronavirus im Iran erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Rezession im Iran auch ein drittes Jahr in Folge anhalten wird. Besonders betroffen ist in erster Linie der Tourismussektor, da gerade jetzt mit dem iranischen Neujahr die Hauptreisezeit des Jahres stattfindet (rund zwei Wochen um den 21. März 2020). Zusätzlich sind weitere Probleme für die durch die Sanktionen ohnehin schon angespannten Lieferketten zu erwarten. Die am 27.3. verfügten Reisebeschränkungen im Inlandsverkehr und die Schließungen im Einzelhandel werden die Inlandsnachfrage weiter reduzieren. Der iranische Außenhandel, und besonders der Nichtölexport in die Nachbarländer ist durch die Grenzschließungen bzw. erschwerten Güterabfertigungen sehr getroffen.

2. Ist die Entsendung von Mitarbeitern zwecks Geschäftsreisen und Montageeinsätze in den Iran derzeit möglich? 

Theoretisch ja, wir empfehlen dennoch dringend, dies nicht zu tun. Sollte eine Reise in den Iran unumgänglich sein, sind die einschlägigen arbeitsrechtlichen Vorschriften, die sich aus der Reisewarnung des Außenministeriums ergeben, zu beachten. Iran Air fliegt sporadisch zu europäischen Destinationen, unter anderem Frankfurt, nicht aber Wien, an. Ein täglicher Flug verbindet den Iran mit Katar. Die Situation kann sich aber kurzfristig ändern, so dass eine Einreise und vor allem Ausreise nicht als gesichert angesehen werden kann. Das Verlassen des Iran über die Land- und Seegrenzen ist weiterhin nicht möglich.

3. Welche Auswirkungen hat die Situation auf Warenlieferungen in den oder aus dem Iran? 

Bei Lieferungen in den Iran ist mit deutlichen Verzögerungen zu rechnen, Lieferungen aus dem Iran sind wegen der Grenzübertrittsbeschränkungen für Frachtführer noch stärker betroffen. Hier empfiehlt es sich, nach Möglichkeit eine Verbesserung der Lage abzuwarten.

4. Werden Fachveranstaltungen und Messen im Iran abgehalten oder abgesagt? 

Die meisten Veranstaltungen im Zeitraum Februar bis April 2020 wurden abgesagt oder verschoben. Dies betrifft auch zahlreiche Veranstaltungen des AußenwirtschaftsCenters (z.B. Wirtschaftsmissionen).

Das AußenwirtschaftsCenter Teheran wird in diesem Fall mit den Teilnehmern bzw. Interessenten individuell die beste Vorgangsweise besprechen.

Situation im Land

Der Iran gehört zu den Ländern die am meisten vom Ausbruch der Coronavirus Pandemie betroffen sind. Die Lage ist weiterhin sehr unübersichtlich und volatil. Die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle steigt weiterhin stark an. Ab 27.3. gelten verschärfte Regeln für Reisen innerhalb des Iran und für die Öffnung von Geschäften

Es besteht eine Reisewarnung des Bundesministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten für den gesamten Iran. Wir empfehlen dringend, den Empfehlungen des BmeiA zu folgen. Diese finden Sie bei den Links. 

Nahezu alle internationalen Flugverbindungen sind ausgesetzt. Iran Air fliegt sporadisch europäische Destinationen, darunter Frankfurt, an, es gibt einen täglichen Flug nach Katar. Die meisten Nachbarländer des Iran haben die Grenzen für Bürger des Iran und von Drittstaaten geschlossen, beziehungsweise verpflichten diese zu Quarantäneaufenthalten, bevor sie ihre Reise fortsetzen können. Dies gilt auch für Reisende im Transit. Die Situation ist zur Zeit sehr unübersichtlich und kann sich auch jederzeit und kurzfristig ändern. Österreichische Staatsbürger im Iran sollen jedenfalls Kontakt mit der österreichischen Botschaft oder gegebenenfalls dem AussenwirtschaftsCenter Teheran aufnehmen. 

In Teheran und den großen Städten des Landes sind wirtschaftliche und soziale Aktivitäten weitgehend zum Erliegen gekommen. Erstmals seit der islamischen Revolution 1979 wurde das Freitagsgebet abgesagt, wie auch alle Sport- und Kulturveranstaltungen. Schulen, Universitäten und auch das Parlament sind geschlossen. Die medizinische Situation ist, auch wegen sanktionsbedingter Versorgungsengpässe, äußerst angespannt. 

Die Größe des Schadens für die iranische Wirtschaft ist noch nicht abzusehen. Der Ausbruch des Corona-Virus trifft das Land in einer durch die amerikanischen Sanktionen ohnehin schon angespannten wirtschaftlichen Situation, in der zahlreiche Unternehmen vor großen Problemen stehen. Durch die Schließung der Grenzen sind auch die iranischen Exporte in die Nachbarländer, die zuletzt einer der wenigen Lichtblicke der Wirtschaftslage waren, stark beeinträchtigt, auch Importe sind dadurch wesentlich erschwert. Mit teilweise langen Verzögerungen bei der Durchführung von internationalen Geschäften ist jedenfalls zu rechnen. 

Am 21.3. begann „Nowruz“, das iranische Neujahr. Bis zum 4.4. sind Unternehmen und Behörden geschlossen oder auf einen Journaldienst beschränkt. Iranische Familien machen Urlaub und Familienbesuche. Obwohl die iranischen Behörden die Bevölkerung aufforderten, von den üblichen Reisen wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr abzusehen, haben Berichten zufolge allein 1,5 Mio. Einwohner Teherans dies nicht befolgt. 

Seit 27.3. hat die iranische Regierung nun Zwangsmaßnahmen verfügt. Reisen zwischen den einzelnen Provinzen sind nunmehr verboten (mit beschränkten Ausnahmen für Pendler), neben Geldstrafen kann die Beschlagnahme des Fahrzeugs erfolgen. Alle Geschäfte, die nicht Waren des unmittelbar notwendigen Bedarfs anbieten, sind geschlossen zu halten. Alle Veranstaltungen sportlicher oder kultureller Natur sind untersagt. Diese Beschränkungen gelten zumindest bis Mitte April. 

Zugleich droht der nahezu komplette Ausfall der touristischen Hochsaison und der Haupteinkaufszeit. In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Bedeutung von „Nowruz“ durchaus mit dem Weihnachtsgeschäft in Österreich vergleichbar.

Für die Auswirkungen auf die Aktivitäten österreichischer Firmen können keine allgemeinen Aussagen getroffen werden. Das AussenwirtschaftsCenter Teheran bemüht sich, Ihre Anfragen individuell und zeitnah zu beantworten. 

Veranstaltungen des AC Teheran mit Beteiligung aus Österreich sind bis zumindest Mitte Juni ausgesetzt, und werden nach Maßgabe der Entwicklung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch der Bulletin Iran.

Stand: