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Israel: Branchenprofil Nahrungsmittel und Getränke

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Wenn man an Israel und Nahrungsmittel denkt, so denkt man unwillkürlich zuerst an die Jaffa-Orangen. Israel verfügt über eine leistungsfähige Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie. So ist Israel abseits der bekannten Exporte von Zitrusfrüchten, Datteln und Ähnlichem insgesamt jedoch Lebensmittelimporteur. Der israelische Import von Agrarprodukten und Lebensmitteln betrug im Jahr 2020 USD 7,09 Mrd. also bedeutend mehr als im Vorjahr (6,8 Mrd. USD im Jahr 2019.). Besonders Getreide, Fleisch, Fisch, Zucker, Kakao sowie eine breite Palette an zubereiteten Lebensmitteln werden eingeführt.

Konkurrenzsituation

Der Lebensmittelmarkt im Einzelhandel ist einem begrenzten Wettbewerb und hohen Preisen ausgesetzt. Die israelischen Lebensmittelpreise liegen 19 Prozent über dem OECD-Durchschnitt, und die israelischen Bürger geben mehr als 16 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel und Getränke aus. Infolgedessen strebt die israelische Regierung niedrigere Zollgebühren an, erhöht die Einfuhrquoten für bestimmte Lebensmittel und führt neue Vorschriften ein, um den Wettbewerb in diesem Sektor zu fördern und die hohen Lebenshaltungskosten zu senken. Im Allgemeinen entscheiden sich 64 % der Verbraucher aufgrund von wettbewerbsfähigeren Preisen und längeren Betriebszeiten dafür, in Supermärkten statt auf traditionellen Märkten einzukaufen. In Israel sind die bekannten großen europäischen und auch viele amerikanische Markenprodukte erhältlich.

Noch vor einigen Jahren waren Private Label Produkte in Israel nahezu unbekannt. Zwischenzeitlich hat sich dies geändert. Die beiden großen Ketten Shufersal und Mega haben mittlerweile einen starken Eigenmarkenanteil. Shufersal z.B. bietet über 1.400 Private Label Produkte an, insgesamt schon knapp 15 % des gesamten Angebots.

Bio-Lebensmittel und gesündere Lebensmittel sind auf dem Vormarsch. Israelische Verbraucher sind zunehmend bereit, mehr für Bio-Lebensmittel zu zahlen. Als Reaktion auf die Nachfrage der Verbraucher bieten Supermarktketten wie Shufersal, AM:PM, Eden Teva, Super-Sol und Tiv Ta’am, gesunde, frische und biologische Lebensmittel an.

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen

Für den Import von bestimmten Nahrungs- und Genussmitteln verlangt das israelische Gesundheitsministerium die Ausstellung eines Gutachtens über die Verkehrsfähigkeit oder eines so genannten Free Sale Certificates des Herkunftslandes (zuständig in Österreich: Bundesministerium für Sicherheit im Gesundheitswesen, BASG).

Für den Import von Lebensmitteln muss durch den israelischen bzw. palästinensischen Importeur beim israelischen Gesundheitsministerium/Abteilung Lebensmittelregistrierung ein Antrag für die Ausstellung einer Importlizenz eingereicht werden.

Die Erbringung eines Koscherzertifikats für importierte Nahrungs- und Genussmittel ist nur in Ausnahmefällen zwingend vorgeschrieben, wie etwa bei der Einfuhr von tiefgefrorenem Fleisch und Fleischprodukten. Dies ist gleichzusetzen mit einem Importverbot von nicht-koscherem Fleisch und Fleischprodukten. Der israelische Bedarf an nicht-koscherem Fleisch, z.B. Schweinefleisch, wird durch einheimische Produktion gedeckt.

Chancen für österreichische Unternehmen

Chancen ergeben sich in fast allen Bereichen, mit Ausnahme von nicht-koscheren Fleischprodukten. Einige Warengruppen, wie z.B. Molkereiprodukte, sind immer noch mit teilweise recht hohen Zollsätzen belegt, was den Endverbraucherpreis in die Höhe treibt. Der Trend zu gesunden Lebensmitteln ist in Israel noch nicht so stark ausgeprägt wie in Westeuropa, das Bewusstsein dafür ist aber, besonders in der Mittelschicht, im Steigen begriffen. Leichter wird es natürlich, wenn ein Koscher-Zertifikat erbracht werden kann.

Seit 2015 versucht das Wirtschaftsministerium Quoten für den Import von Lebensmitteln  an mehr und neue Importeure zu vergeben. Ziel ist, dass die Quoten effizienter ausgenutzt werden und mehr Waren zu einem günstigen Zolltarif importiert werden können. Hier ergeben sich unter anderem für Hartkäseproduzenten gute Geschäftschancen.  

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