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Israel: Nach der Krise ist vor der Krise

Israelische Wirtschaft zeigt große Widerstandskraft

Israelische Unternehmen haben nach Schätzungen des Industrieellenverbands während der elf Tage andauernden Kämpfe zwischen Israel und der Hamas insgesamt ca. 368 Millionen US-Dollar verloren. Die Verluste seien vor allem durch den Ausfall eines Drittels der Arbeitskräfte im Süden und ca. 10% der Arbeitnehmer im Zentrum des Landes entstanden, die aufgrund des andauernden Raketenbeschusses zuhause blieben. Dies führte zu Rückgängen in der industriellen Produktion und den Umsätzen, wobei in der Schätzung der Verluste indirekte Schäden wie stornierte Bestellungen nicht mit eingerechnet wurden. Fünfzig israelische Fabriken erlitten nach Angaben der Israel Manufacturers´ Association durch Raketensplitter Schäden in Millionenhöhe.

Der israelischen Tageszeitung „Yedioth Aharonot“ zufolge entsprachen die Ausgaben für den 11tägigen bewaffneten Konflikt im Mai 2021 den Ausgaben der letzten massiven militärischen Auseinandersetzung mit der Hamas im Jahr 2014, die 51 Tage andauerte. Die Zeitung schätzt den durch die Kämpfe verursachten direkten wirtschaftlichen Verlust auf US-Dollar 37 Mio. pro Tag.

Der Einsatz des Iron-Dome-Raketen-Abfangsystems zum Schutz der Zivilbevölkerung ist mit erheblichen Ausgaben verbunden. Es wurden tausende Abwehr-Raketen eingesetzt. Jede einzelne Iron-Dome-Rakete, die auf ankommende Hamas-Raketen abgefeuert wird, kostet zwischen US-Dollar 50.000 und 80.000. Die Einberufung von 7.000 Reservesoldaten, deren Gehälter vom Nationalen Versicherungsinstitut bezahlt werden müssen, sowie die massiven Einsätze der Luftwaffe trieben die Kosten weiter in die Höhe.

Nach Einschätzung der Rating-Agentur Fitch könnten die jüngsten Zusammenstöße die Wirtschaftsleistung Israels dämpfen, dürften jedoch die allgemeine Erholung, die nach dem erfolgreichen Impfprogramm des Landes gegen die Covid-19-Pandemie im Gange ist, nicht beeinträchtigen.

Israels Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2020 um 2,6% und übertraf damit die meisten OECD-Länder, in denen der durchschnittliche Rückgang bei 5,5% lag. Für 2021 prognostiziert die Bank of Israel derzeit einen Anstieg des BIP um 6,3 %.

Wenn Sie mehr über die Hintergründe der israelischen Widerstandskraft in Krisensituationen erfahren möchten, laden wir Sie herzlich zur Teilnahme an unserem Webinar „Resilienz in der Krise“ ein, das am 8. Juni 2021 um 13.00 Uhr MEZ stattfindet. Mehr Infos dazu finden Sie hier

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