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Boomender Radtourismus in Italien: +41 % in fünf Jahren

Ausbau der Infrastruktur bietet neue Chancen für österreichische Firmen

Der Tourismus leistet traditionell einen bedeutsamen Beitrag zur italienischen Wirtschaft und zeigt in den letzten Jahren nicht nur Steigerungsraten, sondern auch interessante Entwicklungen: Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel, um touristische Erlebnisse zu „erfahren“, erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Urlaubern aus dem In- und Ausland. Seit dem Jahr 2013 ist der Radtourismus in Italien um rund 41 % gewachsen, im Jahr 2018 entfielen ca. 77,6 Mio. Nächtigungen auf diesen Bereich, das entspricht einem Anteil von rund 8,4 %.

Der Urlaub auf dem Fahrrad sorgt jährlich für Einnahmen von ca. 7,6 Mrd. Euro, mit der Herstellung von Fahrrädern generiert der italienischen Wirtschaft weiters einen Jahresumsatz von 1,3 Mrd. Euro, der Exportanteil beträgt 15,2 %. Der Umsatz der Fahrradwirtschaft (Einnahmen aus Tourismus und Herstellung von Fahrrädern inkl. Zubehör) wird auf ca. 12 Mrd. Euro jährlich geschätzt. Eine besondere Bedeutung hat der Radtourismus als Bindeglied zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Kultur und Klimaschutz.

Der Bericht des italienischen ISNART, Istituto Italiano per le Ricerche Turistiche (Ital. Institut für Touristische Recherchen), und Legambiente, welcher anlässlich des Bike Summits am 26. März präsentiert wurde, erzählt die Erfolgsgeschichte des Sektors. Jährlich unternehmen ca. 1,85 Mio. Personen in ihrem Urlaub eine Radtour in Italien. Weitere 4,2 Mio. Urlauber verwenden ein Fahrrad an ihrem Urlaubsort für kleinere Ausflüge (mitgenommen oder vor Ort geliehen). Darüber hinaus nutzen jeden Tag ca. 700.000 Touristen ihr Fahrrad für kürzere Strecken im städtischen Bereich.

Die für Radfahrer besonders attraktiven Regionen in Italien sind Trient, Venetien, die Emilia Romagna und die Toskana. Wichtige Herkunftsländer sind Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien.

Laut der Studie sind der Ausbau des Radwegnetzes und die Verbesserung der Sicherheitsstandards Voraussetzung für das weitere Wachstum des Sektors. Derzeit werden von der italienischen Regierung rund 362 Mio. Euro für die Entwicklung von touristischen Radwegen zur Verfügung gestellt. Ziel dieser Maßnahme ist nicht nur die Finanzierung von neuen Infrastrukturen, sondern auch eine bessere Vernetzung der bestehenden Wege, um ein national integriertes Radwegesystem zu realisieren.

Mit diesem prognostizierten weiteren starken Wachstum des Radtourismus in Italien bieten sich für österreichische Unternehmen (innovative Angebote rund um das Fahrrad, Apps und IT-Lösungen, Tour Operators, Fahrradhersteller, Werbeagenturen etc.) interessante Geschäftsmöglichkeiten. Das AußenwirtschaftsCenter Mailand bietet dazu eine maßgeschneiderte Unterstützung an.