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Japan: Ab 1.6.2020 gelten neue Regelungen zu Lebensmittelverpackungen

 Positivlistensystem mit Übergangsfrist von fünf Jahren für schon vor Juni exportierte Produkte 

Japan hat mit 1. Juni 2020 mit fünfjähriger Übergangsfrist neue Regeln zu Lebensmittelverpackungen inkl. Gegenstände und Utensilien im Lebensmittelbereich (Food Contact Materials) eingeführt.  

Kern der neuen Regelungen ist ein Positivlistensystem für erlaubte chemische Substanzen in den Verpackungsmaterialien – Stoffe, die nicht auf der Positivliste aufgeführt sind, sind im Lebensmittelverpackungsbereich damit verboten, es sei denn sie bleiben unter dem Schwellenwert von 0,01 (!) ppm.  

Das zuständige japanische Gesundheitsministerium hat diese Verlautbarung nun auch auf Englisch veröffentlicht (https://www.mhlw.go.jp/stf/seisakunitsuite/bunya/kenkou_iryou/shokuhin/kigu/index_00003.html), einen englischen Überblick zu den Änderungen gibt es unter: https://www.mhlw.go.jp/content/11130500/000537821.pdf 

Allen nach Japan exportierenden Betrieben im Lebensmittelbereich raten wir die obigen Informationen mit ihren Verpackungsherstellern durchzusehen. 

Übergangsregelungen:

In der Übergangsfrist von 5 Jahren laufend ab 1. Juni 2020 dürfen Verpackungsmaterialien etc., welche bereits vor dem 1. Juni 2020 für Exporte nach Japan erlaubterweise verwendet wurden, weiterhin verwendet werden. 

Zur Information, die jeweiligen (japanischen) Importeure von Lebensmitteln und Getränken können von der Sanitätsbehörde des Einfuhrzollamts aufgefordert werden, nachzuweisen, dass diese Produkte bereits importiert wurden – dies zum Beispiel über die Registrierungsnummer vorausgegangener Importe.  

Kommentarmöglichkeit für nicht gelistete Stoffe

Das japanische Gesundheitsministerium hat zugesagt, in den nächsten Monaten neuerlich eine kurzfristige Möglichkeit zur Stellungnahme in Bezug auf „fehlende“ Substanzen in der Positivliste einzuräumen. Wann und wie lange diese Frist sein wird ist derzeit unklar.

Verpackungshersteller sollten daher die obigen Substanzlisten auf Substanzen prüfen, die in den von Ihnen für Japanexporte verwendeten Verpackungen vorkommen.

Für weitere Informationen oder Rückfragen steht das österreichische AußenwirtschaftsCenter Tokio tokio@wko.at, Wirtschaftsdelegierter Dr. Ingomar Lochschmidt, gerne zur Verfügung. 

Stand: