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Coronavirus: Situation in Kambodscha

Aktueller Überblick und Info-Updates

Stand: 28.12.2020

Update zu der Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) in Kambodscha:


Aktuell & Wichtig

  • Nachgewiesene COVID-19 Infektionsfälle in Kambodscha auf geringem Niveau
  • Einreisemöglichkeit für österreichische Staatsangehörige stark eingeschränkt
  • Kurzfristige Möglichkeit der quarantänefreien Einreise für ausländische Geschäftsreisende ist seit Anfang Dezember 2020 wieder aufgehoben: Verpflichtende 14-tägige Quarantäne für alle Ankommenden
  • Wirtschaftsleben nur geringfügig eingeschränkt

Einreise- und Reisebestimmungen

Seit dem 31. März 2020 sind sämtliche Visabefreiungen Kambodschas suspendiert (e-Visa and Visa on Arrival für Touristen). Für Reisen nach Kambodscha benötigen ausländische Staatsangehörige derzeit ein Vorab-Visum, das von den kambodschanischen Auslandsvertretungen ausgestellt wird. Nach unseren Informationen ist es derzeit lediglich für Geschäftsreisende möglich ein Visum zu erhalten. Nähere Informationen finden sich auf der Webpage des kambodschanischen Außenministeriums.

Die zuständige Auslandsvertretung für Österreich ist die Botschaft des Königreichs Kambodscha in Brüssel. Für die Visumvergabe wird grundlegend eine Reiseversicherung mit Deckung in Höhe von zumindestens EUR 50.000 sowie ein höchstens 72 Stunden altes Gesundheitszertifikat (Bestätigung COVID-19 frei zu sein) in englischer oder französischer Sprache benötigt.

Seit 15. Juni sind zusätzlich spezielle Regelungen für ankommende Passagiere in Kraft: Alle ankommende Personen müssen sich sofort in einem medizinischen Zentrum einem COVID-19 Labortest unterziehen und werden anschließend in einem designierten Hotel untergebracht, bis das Testzergebnis vorliegt und bestätigt wird, was ca. einen Tag dauert. Zur Abdeckung sämtlicher Kosten und möglicher Folgemaßnahmen (wie Quarantäne, medizinische Behandlung, etc.) ist sofort bei Ankunft ein Depot in Höhe von USD 2.000 zu hinterlegen. Falls der COVID-19 Test negativ ausfällt, werden für die Behandlungskosten sowie die Unterbringungskosten in Höhe von insges. rund USD 165 vom Depot abgezogen und der Restbetrag rückerstattet. Falls alle Reisenden eines Flugzeuges negativ getestet werden, können die Passagiere eine 14-tägige Heimquarantäne antreten. Sollte jedoch ein Passagier positiv auf COVID-19 getestet werden, müssen sämtliche Reisenden in eine 14-tägige Quarantäne.

Zwischenzeitlich gab es kurz besondere Regelungen für Investoren, Mitarbeiter kambodschanischer Unternehmen, ausländische Experten, Fachkräfte und Techniker sowie deren Angehörige, wo zum Teil 14-tägige Quarantäne notwendig war, wenn ein Sponsor sich zur Kostenübernahme verpflichtete. Diese Regelung ist seit Anfang Dezember 2020 aber wieder aufgehoben (nähere Informationen dazu finden sich im folgenden Erlass des Gesundheitsministeriums und auf der Webpage des kambodschanischen Außenministeriums ganz unten bzw. im Dokument in der Download-Sektion). Somit gelten für sämtliche Ankommenden die obenstehenden Ausführungen.

Die Flughäfen in Kambodscha sind weiterhin geöffnet, es gibt auch keine Flug- oder Landeverbote. Aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage und der weltweiten Beschränkungen im Flugverkehr haben jedoch fast alle Fluglinien, die Kambodscha mit Linienflügen bedienen, ihren Betrieb temporär eingestellt. Momentan ist nach unserer Information lediglich eine Anreise über Südkorea/Incheon mit Korean Air und Asiana möglich.

Eine Einreise nach Kambodscha ist somit derzeit faktisch immer noch nur schwer möglich. Wenn Sie sich bereits in Kambodscha aufhalten, empfehlen wir, die Hygienehinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Regierung genau zu beachten und die aktuellen Entwicklungen via Medien und der Webpage des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) laufend zu verfolgen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Reisewarnung des BMEIA die meisten Reisekrankenversicherungen keine Leistungen mehr übernehmen. Bitte überprüfen Sie die diesbezüglichen Regelungen Ihrer Reisekrankenversicherung.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das Österreichische Außenministerium unter +43 1 9011 54411 und registrieren Sie sich unter www.auslandsregistrierung.at. Die Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) finden Sie auf der Homepage des BMEIA beim Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“.


Regelungen für den Güterverkehr

Durch die Coronakrise ist auch der Warenverkehr mit Kambodscha beeinflusst. Der Transport von General Cargo und anderen Gütern per Luft- oder Seefracht ist grundsätzlich noch möglich, es muss aber mit zeitlichen Verzögerungen gerechnet werden.

Im Bereich der Luftfracht gibt es zwar kein Landeverbot, aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage und der weltweiten Beschränkungen im Flugverkehr haben jedoch fast alle Fluglinien, die Kambodscha mit Linienflügen bedienen, ihren Betrieb temporär eingestellt. Obwohl Cargoflüge weiterhin durchgeführt werden können, hat der Wegfall der Beiladungsmöglichkeiten auf kommerziellen Flüge zu einer großen Reduktion der Kapazitäten geführt. Zwar ist es prinzipiell möglich, Lieferungen nach oder von Kambodscha via Luftfracht zu tätigen, die Kosten liegen aber ein Vielfaches über den üblichen Preisen.

Im Bereich der Seefracht läuft der Import nach Kambodscha ungestört weiter, jedoch kommt es zum Teil zu Verzögerungen beim Importprozess. Zusätzlich besteht am Weltmarkt eine Knappheit bei Containern, so dass auch beim Export via Seefracht mit Verzögerungen gerechnet werden muss.

Beim innerstaatlichen Gütertransporten bestehen nach unseren Informationen keine Einschränkungen.

Sie haben Fragen zum Warenverkehr mit Kambodscha? Ihre Waren hängen im Zoll fest? Sie finden keinen passenden Spediteur? Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at.


Rechtliche Auswirkungen auf Vertragsverhältnisse

Auch zahlreiche Vertragsverhältnisse mit österreichischen Geschäftspartnern sind von der Coronakrise betroffen. Im kambodschanischen Recht wird der Themenkomplex „Force Majeure“, überhaupt nicht definiert. Sind vertraglich keine Regelungen zu „Force Majeure“ vorgesehen, so muss jeder Vertrag individuell betrachtet werden.

Sie haben Fragen zu Ihren Verträgen mit kambodschanischen Firmen? Ihr kambodschanischer Partner kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach? Gerne überprüfen wir in Zusammenarbeit mit unseren Vertrauensanwälten Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Kambodscha ist mit Ausnahme einzelner kleinerer Infektionsgeschehen sehr gut durch die Coronapandemie gekommen. Daher waren die Einschränkungen des Soziallebens in Kambodscha auch vergleichsweise gering. Schließungen von Schulen, Universitäten, Vergnügungs- und Veranstaltungsbetriebe (z.B. Bars, Pubs, Kinos, Theater, Konzertsäle etc.), Wellnessbetriebe (Spas, Massagesalons etc.) sowie Sportstätten und Fitnessstudios erfolgten nur temporär. Weiterhin sind aber größere Zusammenkünfte verboten.

Betroffen durch die COVID-19 Krise ist neben dem Tourismus vor allem der für die kambodschanische Wirtschaft essentielle Bekleidungssektor: Zwischenzeitlich wurde in mehr als 130 Textil- und Schuhfabriken der Betrieb eingestellt, wodurch mehr als 100.000 Beschäftigte betroffen waren. Obwohl einige der Firmen wieder geöffnet haben, ist die weitere Entwicklung sehr unsicher. Aufgrund der Unterbrechungen der Lieferketten sowie der weltweit sinkenden Nachfrage wird voraussichtlich ein großer Teil dieser Beschäftigten ihre Jobs verlieren.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die kambodschanische Regierung hat diverse Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft bekanntgegeben, unter anderem einen Hilfsfonds von bis zu USD 2 Mrd., um die wirtschaftlichen Folgen insbesondere in den wichtigen Sektoren wie der Textilindustrie, im Tourismus, sowie in der Bau- und Immobilienwirtschaft abfedern zu können. Bestandteile des Hilfsprogramms sind zinsbegünstigte Darlehen zur Unterstützung von KMUs in prioritären Industriezweigen. Des Weiteren sollen vor allem landwirtschaftliche Produzenten mit günstigen Krediten versorgt werden. Für freigestellte Mitarbeiter im Bereich der Textil- und Tourismuswirtschaft wurden staatlich subventionierte Kredite zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es Steuererleichterungen und –Stundungen für prioritäre Industriezweige.


Exportverbot für Masken und Desinfektionsmittel

Bitte beachten Sie, dass seit 30. März 2020 für den Export von allen Arten von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln (Alkohol, Alkoholmischungen, Infektionsgels, antibakterielle Feuchttücher usw.) eine Ausfuhrgenehmigung des kambodschanischen Gesundheitsministeriums nötig ist.


Weitere Informationen

Die Österreichische Botschaft Bangkok unterstützt alle österreichischen Staatsangehörigen in Kambodscha.

Für konkrete Fragen zur Situation in Kambodscha unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne alle Wirtschaftstreibenden. Sie erreichen uns telefonisch via +66 2 0385 885 oder per E-Mail via bangkok@wko.at.

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