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Kenia: Branchenprofil Bau und Infrastruktur

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Derzeit gibt es einen Bauboom in Kenia. Die Regierung investiert stark in den Baubereich, um die Infrastruktur, z. B. das Straßennetz, zu verbessern und gleichzeitig neue Wohnanlagen für die Bevölkerung zu schaffen. Trotz großer Fortschritte in der Infrastrukturentwicklung in den letzten Jahren ist Kenias Verkehrsinfrastruktur jedoch weiterhin unzureichend, um den Bedürfnissen des Landes entsprechen zu können.

Die gut entwickelte kenianische Bauindustrie erbringt 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und ist einer der Schlüsselbereiche, die Investoren anlockt. Aufgrund des schellen Bevölkerungswachstums lohnt es sich, in den Bau von Wohn-, Gewerbe-und Industriebauten, einschließlich vorgefertigter Niedrigkosten-Häuser zu investieren.

Zur Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt plant die kenianische Regierung in den nächsten Jahren die Verbesserung bzw. den Neubau von Straßen, Eisenbahnen, Seehäfen, Flughäfen sowie der Wasser - und Abwasserentsorgung. Kenia ist   bereits heute ein wichtiges regionales Zentrum für Luftverkehr, Eisenbahn und Seetransport. 

Konkurrenzsituation

Der kenianische Bausektor ist stark von einer Vielzahl kleiner Bauunternehmen geprägt. Die meisten davon sind im Straßen-, Wasser-, Haus- und Elektrobau tätig. Ca. 30% der Baufirmen agieren informell, die Qualität der Bauverfahren und die Qualifikation der Mitarbeiter sind nicht geregelt.

Viele der großen Bauprojekte in Kenia werden seit einigen Jahren von chinesischen Baufirmen durchgeführt. Neben günstigen Angeboten der Firmen finanziert der chinesische Staat mittels staatlicher Kredite in großem Stil den Ausbau der Infrastruktur Kenias. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Im Vergleich zu Österreich ist die Bau- und Infrastrukturbranche in Kenia durch viele Behördenwege gekennzeichnet. Die Ministerien werden zur Regulierung des Sektors von Einzelbehörden unterstützt. Die Baubehörden regulieren den Privatbausektor durch Gebührenverordnungen. Seit der Etablierung der 47 politischen Verwaltungseinheiten (Counties) im Jahr 2013 gibt es viele weitere öffentliche Institutionen auf dieser Ebene, die frühere zentrale Regierungsaufgaben, z.B. die Instandhaltung und Planung von Straßen, Gebäuden, Häfen etc., übernommen haben.

Viele Häuser in Kenia wurden bis dato nach britischen Standards gebaut. Erst Anfang 2016 verordnete die Regierung die Anwendung der europäischen Normen, die heute weltweit eingesetzt werden. Laut Kenya Bureau of Standards (Kebs) werden keine Bauprodukte mehr genehmigt, die nicht dem Euro-Code entsprechen. 

Lokale Firmen arbeiten vermehrt mit Konsulenten und Architekten, die über eine Expertise im Fachbereich verfügen.

Viele Bauprojekte werden mittlerweile in Kenia durch Konsortien umgesetzt, die z. B. aus kenianischen Konsulenten und chinesischen Baufirmen bestehen. Durch diese Form der Projektgestaltung wird versucht, die gesetzliche Vorgabe, die besagt, dass ca. 30% des Auftragswertes von kenianischen Firmen erfüllt werden soll, umzusetzen und gleichzeitig die generell hohen Baukosten durch Kooperation mit günstigen Anbietern auszugleichen. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Das Potential für einen Markteinstieg österreichscher Unternehmen in Kenia in unterschiedlichen Bereichen der Baubranche ist zweifelsohne vorhanden. Das riesige Defizit in der Infrastruktur einschließlich Schienenverkehr, Straßen und Häfen ist ein wichtiges Argument für das weitere Wachstum im Bau- und Baugewerbe, welches mehr als 5 Prozent zum kenianischen BIP beiträgt und mindestens eine Million Menschen beschäftigt. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Bau und Infrastruktur? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Nairobi!