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Kenia: Branchenprofil Gesundheit und Medizintechnik

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Derzeit herrscht in Kenia ein Mangel an wesentlichen medizinischen Geräten, (nicht-) medizinischer Versorgung in Gesundheitseinrichtungen und ausgebildetem Personal. Die Verteilung des Gesundheitspersonals ist noch sehr städtelastig, welches einen hohen Bedarf an der gesundheitlichen Versorgung in ruralen Gebieten Kenias mit sich bringt. Zudem sind zurzeit nur ca. ein Viertel aller KenianerInnen gesundheitsversichert, wobei in den letzten Jahren die Anzahl der registrierten Mitglieder einer nationalen Krankenversicherung rasant und konstant steigt. Zur Verbesserung des Gesundheitssektors in Kenia hat das zuständige Gesundheitsministerium die Zusage zur Umsetzung über die Haushaltserhöhung, Instandsetzung heruntergekommener öffentlicher Gesundheitseinrichtungen und Fortbildungsprogramme zugestimmt.

Konkurrenzsituation

Der kenianische Gesundheitssektor wird zurzeit von den USA, Indien, China und einigen wenigen europäischen Ländern dominiert. Vor allem die USA haben Ende 2015 durch ihre Organisation USAID ca. 600 Mio. USD an Kenyan Medical Suppliers Authority verfügbar gemacht, um die Verteilung und Anlieferung von Medikamenten und medizinischen Geräten zu öffentlichen Krankenhäusern zu ermöglichen und zu verbessern.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die gesetzlichen Regelungen in Kenia ähneln dem britischen „Common Law“. Im Jahr 2016 wurde außerdem ein Finanzgesetz beschlossen, das eine Mehrwertsteuerbefreiung für den Bau von spezialisierten Krankenhäusern und medizinischen Geräte vorschreibt, um den Gesundheitssektor für Investoren attraktiver zu machen.

Des Weiteren haben staatliche Organe und öffentliche Beamte die Verpflichtung, die Bestimmung eines relevanten internationalen Vertrages und Übereinkommens, welches Kenia ratifiziert hat, zu respektieren. Der Staat hat zudem eine weitere verfassungsrechtliche Verpflichtung zum Schutz der Verbraucherrechte, einschließlich des Schutzes der Gesundheit, der Sicherheit und der wirtschaftlichen Interessen vereinbart.

Um der kenianischen Verfassung 2010, welche unter anderem das Recht jedes Menschen auf den höchst zu erreichbaren Gesundheitsstandard und das Verbot der Verweigerung einer medizinischen Notfallbehandlung vorschreibt, gerecht zu werden, wurde das Managed Equipment Services Projekt ins Leben gerufen. Hierbei plant die nationale Regierung den Bau weiterer städtisch und ländlich lokalisierter Krankenhäuser inklusiver spezifischer medizinischer Geräte. Dies soll eine landesweite, ununterbrochene Gesundheitsversorgung gewährleisten. Da die benötigten Ressourcen allerdings fehlen, dauert die Umsetzung dieses Vorhabens bis heute an.

Da Kenia Vorreiter innovativer und sicherer ICT-Lösungen ist, wird auch das hier landesweit bekannte mobile Geldzahlungsmittel, welches einen Umsatz von mehreren Milliarden USD aufweist, immer fortschreitender in die eHealth-Strategie eingebunden. Des Weiteren gewinnen Telemedizin, Gesundheitsmanagement, Informationssysteme, Krankenhausinformationssysteme und eLearning zunehmend an Bedeutung.

Chancen für österreichische Unternehmen

Viele Verwaltungsbezirke bauen neue Krankenhäuser und auch vom privaten Sektor ist eine erhöhte Investitionsbereitschaft ersichtlich. Zur gleichen Zeit fehlen etwa 35 Mio. Kenianern jede Form der Grundversicherung und sie werden in schlecht ausgerüsteten und besetzten Einrichtungen behandelt.

In den öffentlichen, privaten und FBO-Sektoren gibt es eine Nachfrage nach qualitativ wertvollen und leistbaren westlichen standard-therapeutischen und diagnostischen Geräten.

Weiters stellt der Mangel an Gesundheitspersonal große Chancen für Lösungen dar, die zu einem effektiven Kapazitätsaufbau beitragen.  

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