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Kolumbien: Branchenprofil Umwelttechnologie

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation 

Kolumbiens Umweltsektor hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt. So wurde die Wasserversorgung der Bevölkerung deutlich verbessert und der Abfall findet heute seinen Weg größtenteils auf Mülldeponien. Was die Abwasserreinigung angeht, hat das Land jedoch noch erhebliche Rückstände. Gleiches gilt für die moderne Abfallverwertung, in diesen Bereichen stoßen österreichische Firmen auf interessante Geschäftsmöglichkeiten. 

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen 

Seit 1. August 2013 ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien in Kraft. Durch das Abkommen werden europäische Investitionen, grenzüberschreitende Dienstleistungen, sowie Exporte in den kolumbianischen Markt erheblich erleichtert. Der Fokus liegt vor allem auf dem Abbau von Barrieren im Handel mit Waren. Weitere neue Regelungen betreffen Dienstleistungen, Niederlassungen, E-Commerce, Kapital-Verkehr, öffentliches Auftragswesen, geistiges Eigentum und Wettbewerb. Sowohl Einfuhrzölle als auch nicht-tarifäre Handelshemmnisse wurden bereits und werden weiterhin über die nächsten Jahre signifikant abgebaut.

Sämtliche Ausschreibungen von öffentlichen Institutionen werden im „Sistema Electrónico de Contratación Pública“ (www.contratos.gov.co) veröffentlicht. Voraussetzung für eine Bewerbung für öffentliche Projekte ist eine lokale Präsenz in Kolumbien, mindestens in Form eines Kontaktbüros. 

Die volkswirtschaftlichen Daten sprechen für sich und Kolumbien erfüllt sämtliche Voraussetzungen, um zu einer regionalen Wirtschaftsmacht zu werden. Die strategische Lage des Landes bietet sich als Produktionshub und Drehscheibe zwischen Nord- und Südamerika an. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – auch für ausländische Investitionen - verbessern sich laufend, wobei die Freihandelsabkommen mit den USA, der EU und die Pazifikallianz eine perfekte Basis bilden. Weiter läuft derzeit eines der größten Infrastrukturausbauprogramme der Region. Der zweitgrößte Markt Südamerikas hat in vielen Bereichen Nachholbedarf und bietet einen enormen Markt für ausgereifte Technologien. 

Nach Angaben der OECD waren 2011 nur 23% der kolumbianischen Bevölkerung an ein System zur Abwasserbehandlung angeschlossen. Ein Großteil des Abwassers fließt somit ungeklärt in die Flüsse oder in den Küstenregionen ins offene Meer und verschmutzt so die natürlichen Wasservorkommen. Da Kolumbien OECD-Mitglied werden möchte, muss das Land in diesem Bereich noch einiges tun. Erst im März 2015 zum internationalen Tag des Wassers, wurde ein neues Regelwerk zum Thema Abwassermanagement erlassen. Das überarbeitete Dekret 3930 schreibt Standards für die Abwasserbehandlung vor. Unter anderem wurde ein Höchstlimit für das Dumping von Abwässern festgelegt, um die Flüsse und Gewässer sauberer zu halten. Das Limit richtet sich nach der wirtschaftlichen Aktivität der jeweiligen Produktionsstätte. 

Parallel zum Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sind auch die Abfallmengen in Kolumbien in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. In der Entsorgung wurden Fortschritte erzielt. So landet heute fast der gesamte gesammelte Müll auf genehmigten Deponien. Die Rechtslage im Abfallsektor verändert sich ab dem 01.04.2016 mit Inkrafttreten der Resolution 720 der Regulierungsbehörde CRA (Comisión de Regulación de Agua Potable y Saneamiento Básico). Diese legt den neuen tariflichen Rahmen für Anbieter von Entsorgungsdienstleistungen fest, welche Gemeinden mit über 5.000 Einwohnern bedienen. Nach Einschätzung von Experten wird der freie Wettbewerb dadurch gestärkt. Mittelfristig dürften daher die Investitionen in moderne Abfalltechnologien steigen, wodurch sich Geschäftschancen für österreichische Anbieter von Ausrüstungen und Anlagen sowie Beratungsleistungen ergeben können. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Im Bereich Umwelttechnik besteht in Kolumbien großer Nachholbedarf, vor allem bei Kläranlagen, Kanalisation und Wasseranschlüssen. Noch immer haben rund 30% der Bevölkerung keinen Anschluss an fließendes Wasser oder Kanalisation. Sogar 58% müssen mit Wasser ohne Trinkwasserqualität leben. Diese Probleme betreffen vor allem ländliche Gebiete aber auch in den Städten werden immer noch viele Abwässer ungeklärt in Flüsse geleitet. Österreichische Unternehmen hätten hier exzellente Chancen, ihr Know-how einzubringen, wenn sie sich rechtzeitig positionieren. 

Auch Müllverwertung und Recycling sind Themen, die dringend gelöst werden müssen. Für österreichische Betriebe gibt es zahlreiche Marktchancen. Know-how im Bereich Müllmanagement, Verbrennung, Recycling und Verwertung wird dringend benötigt. Außerdem herrscht großer Bedarf an Maschinen wie Müllwägen oder Anlagen zur Müllverwertung.  

Konkrete Geschäftschancen für österreichische Unternehmen:

  • Wasseraufbereitung und Kläranlagen
  • Kanalisation und Abwassermanagement
  • Abfallmanagement
  • Müllverbrennungstechnologie
  • Recyclingtechnik und -anlagen
  • Consulting 

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