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Malaysia: Branchenprofil Automotive

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Malaysia hat sich im 11. Malaysia-Plan zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Status einer Industrienation zu erreichen. Auch die Automobilindustrie soll einen wesentlichen Teil dazu beitragen. Hohe Subventionen und Protektionismus waren die bisherigen Kennzeichnungsmerkmale der malaysischen Automotive-Branche. Zwar halten lokale Unternehmen auch jetzt noch einen erheblichen Marktanteil, doch sind gewisse Liberalisierungstendenzen spürbar. Im Jahr 2012 rangierte Malaysia auf dem 20. Platz der Weltrangliste betreffend der Anzahl verkaufter Fahrzeuge. Im Jahr 2014 wurden 666.465 neue Fahrzeuge registriert, was einem Zuwachs von 1,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gemessen am gesamten Kfz-Produktionsvolumen machen PKWs einen Anteil von 91% aus. Die Verlagerung der Produktionsanteile geht daher eindeutig zu Lasten der Nutzfahrzeuge (-10,8%). 

Konkurrenzsituation

Auf dem malaysischen Automobilmarkt sind sowohl lokale, als auch internationale Unternehmen vertreten. Mit 195.579 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2014 bleibt das lokale Unternehmen Perodua weiterhin Marktführer. An zweiter Stelle befindet sich Proton. Gemeinsam decken die beiden malaysischen Automobilhersteller rund 47% des Marktes ab. Aus dem internationalen Umfeld nehmen vor allem japanische Unternehmen, wie Toyota, Honda und Nissan, eine starke Marktposition ein. Zu den erfolgreichsten europäischen Herstellern gehört Daimler. Daneben sind auch BMW, Volkswagen, Peugeot uvm. am malaysischen Automobilmarkt vertreten. Bei genauerer Betrachtung der lokalen Konkurrenten (Perodua, Proton, Naza) ist festzustellen, dass diesen vor allem die mangelnde Vernetzung zwischen Forschung und Industrie zum Nachteil gereicht. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2006 wurde die National Automotive Policy (NAP) eingeführt, die vor allem nach der Aktualisierung im Jahr 2014 eine weitgehende Liberalisierung des malaysischen Automobilmarktes zum Ziel hat. Dadurch soll vor allem die internationale Konkurrenzfähigkeit der lokalen  Industrie gestärkt werden. Durch die Marktöffnung und den daraus resultierenden Konkurrenzkampf mit ausländischen Firmen wird erwartet, dass die Fahrzeugpreise sinken werden. NAP enthält unter anderem Regelungen, um die Wiederverwertung von älteren Fahrzeugbestandteilen voranzutreiben. Der Einfuhrzoll beträgt im Normalfall 5-30%, in seltenen Fällen maximal 60%. Die genauen Zolltarife können im Zolltarifbuch nachgesehen werden. Zu beachten ist außerdem, dass seit April 2015 die Goods and Service Tax in der Höhe von 6% anfällt. 

Die malaysische Regierung setzte sich das ambitionierte Ziel, dass bis zum Jahr 2020 ein Zehntel aller Fahrzeuge elektrisch betrieben sein soll. Während im Jahr 2013 ein Zuwachs von 23,5% verzeichnet wurde, gingen die Verkaufszahlen bereits in der ersten Jahreshälfte 2014 wieder zurück. Grund hierfür ist die Abschaffung von Steuererleichterungen, was eindeutig mit dem gesetzten Ziel (10%iger Anteil) konterkariert. Es darf allerdings nicht übersehen werden, dass die kontinuierliche Reduktion der Treibstoffsubventionen eine klare Stärkung des Hybrid- und Elektrosektors bedeutet. Schätzungen zur Folge soll auch der Gebrauchtwarenmarkt einen Abwärtstrend erfahren, was vor allem auf die kompetitiven Neuwagenpreise zurückzuführen ist. Um der starken Nachfrage nach Technikern und Mechanikern zu entsprechen und den Servicesektor stärker voranzutreiben, wurde 2004 das „Otomotif College“ gegründet. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Trotz der nur schwer nachvollziehbaren politischen Entscheidung, Steuerbegünstigungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge aufzuheben, bestehen nach wie vor genügend Anreize im Steuerrecht, um in „Green Vehicles“ zu investieren. Für österreichische Unternehmen ergeben sich vor allem für (elektronische) Motoren, Getriebe, Batterien, Autoelektronikbestandteile, Komponenten, Brems- und Lenksysteme uvm. gute Absatzchancen. Überaus wichtig ist es, einen geeigneten lokalen Vertriebspartner zu finden. Gute Möglichkeiten, die eigenen Produkte dem richtigen Publikum zu präsentieren, bieten sich vor allem bei Messen, wie der Automechanika Kuala Lumpur, die im März 2017 stattfindet. 


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