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Malaysia: Branchenprofil Grüne Technologien

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Dass Malaysia reich an fossilen Energieträgern ist, beweisen die Exportzahlen von Öl und Gas. Etwa 20% des jährlichen BIP verdankt Malaysia diesem Sektor. Da allerdings die Erdgas- bzw. Erdölvorkommen Schätzungen zur Folge in rund 34 bzw. 28 Jahren erschöpft sein werden, investiert Malaysia bereits vermehrt in „Grüne Technologien“. Malaysia hat zwar großen Aufholbedarf, doch stehen dem ressourcenreichen Land zugleich auch die notwendigen Mittel zur Verfügung. So begünstigt beispielsweise die geographische Lage den Ausbau von Solaranlagen. Weiters produziert die lokale Palmölindustrie jährlich 90 Mio. Tonnen Biomasse, die bei Einsatz geeigneter Technologie vielseitig wiederverwertbar ist. Äußerst begrüßenswert ist auch das Wachstum des „Green Building“-Sektors, sowie die Integration von investitionswilligen Banken bei der Realisierung von „Green Technology“-Projekten. 

Konkurrenzsituation

Da sich der Markt für Grüne Technologien noch im Anfangsstadium befindet, ist die Konkurrenzsituation überschaubar. Es finden sich kaum etablierte lokale Produzenten von Maschinen und Ausrüstungen; diese werden vielmehr hauptsächlich von lokalen Handelsfirmen aus Europa, Japan, Südkorea und USA importiert. Zwar haben malaysische Unternehmen im Bereich der Abfall- und Recyclingtechnik sowie Wasserversorgung und Abwasserentsorgung bereits Erfahrung mit der Durchführung von Projekten, es fehlt aber an gut ausgebildeten Fachkräften. Zu beachten ist jedoch, dass malaiische Unternehmen erfahrungsgemäß bei Ausschreibungen bevorzugt werden (Stichwort „Bumiputra-Politik“). 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die 2009 veröffentlichte National Green Technology Policy bildet als politische Vorgabe das Fundament für zukünftige Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Energiegewinnung. Ein ebenfalls maßgebliches politisches Instrument stellen die Fünf-Jahres-Pläne der Regierung dar. Hervorzuheben sind zudem der Environmental Quality Act 1974, der auf die Begrenzung des Ausstoßes von Schad- und Abfallstoffen abzielt, und der Renewable Energy Act 2011, mit dem die Einspeisetarife für erneuerbare Energie eingeführt wurden (seit 01.11.2016 kommt im Bereich der Solarenergie-Produktion das System des Net-Energy Metering zur Anwendung). Für die Berechnung der Zölle auf Ausrüstung und Maschinen, die in der Regel 5-10% betragen, ist das malaysische Zolltarifbuch maßgeblich. 

Im Rahmen des „11. Malaysia Plan“ sind große Investitionen im Energie- und Umweltsektor geplant. Die Regierung hat sich unter anderem das ehrgeizige Ziel gesetzt, Malaysia zu einem Global Player im Bereich grüner Technologien zu machen. Bis 2020 soll die Recyclingrate von Hausmüll von 10% auf 22% angehoben werden. Weiters soll der Anteil von Palmöl in Biodiesel und Bioethanol von 7% auf zunächst 10% und in weiterer Folge auf 20% erhöht werden. Anreize wie Subventionen und Steuererleichterungen für zertifizierte „Green Buildings“ sollen den Markt auch weiterhin beflügeln. Windkraft wiederum wird jedoch weiterhin eine eher untergeordnete Rolle spielen. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Während die Subventionen im „Green Building“-Sektor steigen, wird eine Reduktion für Haushalts- und Industriestrom erwartet. Daraus ergeben sich Chancen für Anbieter energieeffizienter Anlagen und Ausrüstungen. Am Bau von Wasserkraftwerken beteiligen sich österreichische Unternehmen bereits seit mehreren Jahren erfolgreich mit der Lieferung von Turbinen, Stahlsegmenten u.v.m. Da lokale Unternehmen nicht über die Technik und das Personal verfügen, um die Abfälle aus der Palmölindustrie in Biomasseenergie umzuwandeln, bieten sich auch hier profitable Chancen für österreichische Fachleute. Auch im Hinblick auf die zunehmenden „Green Building“-Projekte eröffnen sich Absatzmöglichkeiten für qualitativ hochwertige Produkte (fassadenintegrierte Kollektoren, energiesparende Leuchtsysteme, u.v.m.). 

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