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Malaysia: Branchenprofil Kunststoffe

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Die Kunststoffverarbeitung gehört zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektoren und ist der fünftgrößte Industriezweig Malaysias. Exporteinnahmen in Höhe von 14,62 Mrd. RM (Stand 2013) sind nicht nur tragender Bestandteil des malaysischen BIP, sondern stellen das Land auch im internationalen Vergleich an die Spitze der Exporteure von Kautschukprodukten. Wichtigste Exportgüter sind Gummihandschuhe, Katheter, Kondome und Gummifäden. Der Anteil des Latexsektors an der gesamten Exportmenge beträgt 80%. Trotz des immensen Produktionsvolumens ist Malaysia auch auf Importe angewiesen: Hauptlieferanten von Kautschuk sind Thailand (48,7%) und Vietnam (25,4%). 

Konkurrenzsituation

Mehr als 1.550 Unternehmer gehen am malaysischen Kunststoffmarkt einer wirtschaftlichen Tätigkeit nach; davon sind ca. 900 Klein- und Mittelunternehmer (KMU). Gemäß der Zielsetzung der Regierung „Vision 2020“ soll die Branche noch weiter modernisiert und beflügelt werden, um Produktionszahlen zu erhöhen und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies gilt vor allem für malaysische Unternehmen, die mit deutlicher Mehrheit (60%) am malaysischen Markt vertreten sind. Trotz der hohen Präsenz malaysischer Unternehmer und umsatzstarker Gesellschaften, wie der Titan Group, der Petronas Group und der Idemitsu Group, bestehen nach wie vor gute Möglichkeiten mit innovativen Ideen in den malaysischen Kunststoffmarkt einzusteigen. Als Konkurrenten für den Wirtschaftsstandort Malaysia werden in zunehmendem Maße China und Vietnam gesehen, die aufgrund niedriger Personalausgaben preisgünstiger produzieren können. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Malaysias Importregelungen sind – bis auf wenige Ausnahmen – äußerst liberal. Kunststoffprodukte, sowie Maschinen und Zubehör für dessen Produktion und Verarbeitung können ohne Handelshemmnisse nach Malaysia importiert werden. Der Einfuhrzoll beträgt maximal 30%, wobei dieser nur selten in dieser Höhe verhängt wird. Die genauen Zolltarife können im Zolltarifbuch nachgesehen werden. Seit 01.01.2010 besteht zwischen Brunei, Indonesien, Thailand, Philippinen, Singapur und Malaysia ein Handelsabkommen, welches einen zollfreien Warenverkehr innerhalb dieser Länder ermöglicht. Zu beachten ist außerdem, dass seit April 2015 die Goods and Service Tax in der Höhe von 6% anfällt. Diese kann allerdings beim Verkauf an einen lokalen Händler mittels Vorsteuerabzugsberechtigung wieder zurückverlangt werden. 

Die Kunststoffindustrie hängt stark von den Veränderungen des Rohölpreises ab. Da dieser in den letzten Jahren äußerst hoch war und sich in weiterer Folge im erhöhten Preis von Kunststoffprodukten widerspiegelte, schrumpften die Absatzzahlen wegen der sinkenden Nachfrage. Dank der Stabilisierung des Rohölpreises auf einem niedrigen Niveau werden – nach einem schlechten Wirtschaftsjahr 2014 – für die kommenden Jahre wieder positive Entwicklungen prognostiziert. Aufgrund zunehmenden Wettbewerbs mit Billiglohnländern und steigenden Umweltbewusstseins wird ein Exportrückgang von Kunststoffverpackungsmaterial erwartet. Dafür sollte die Produktion von Kraftfahrzeugteilen aus Kunststoff einen Anstieg erfahren, weil in der Automotive-Branche vermehrt auf leichte Elemente gesetzt wird. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Für österreichische Unternehmen ergeben sich verschiedenste Exportchancen: Bedarf besteht unter anderem an Präzisionsmaschinen, Geräten, Werkzeugen, sonstigem Zubehör und Chemikalien für Kunststoffverarbeitung. Der zu beobachtende Automatisierungstrend lässt vor allem die Nachfrage nach programmierbaren Maschinen stetig wachsen. Dem umweltfreundlichen Trend folgend, sollten auch innovative und „grüne“ Ideen in der Verpackungsbranche gute Einstiegsmöglichkeiten in den malaysischen Markt eröffnen. Malaysia eignet sich zudem auch hervorragend als Produktions- und Investitionsstandort. Überaus wichtig ist es, einen geeigneten lokalen Vertriebspartner zu finden. Chancen bieten sich hierfür vor allem beim Besuch von Messen, bei denen die eigenen Produkte dem richtigen Publikum vorgestellt werden können.

 

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