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Malaysia: Branchenprofil Wassermarkt

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Mit 3000mm Niederschlag jährlich gehört Malaysia weltweit zu den Ländern mit den höchsten Niederschlagsmengen. Dennoch meinen Experten, dass Malaysia vorsichtiger mit seinen Wasserreserven umgehen sollte. Unangenehme Unterbrechungen in der Wasserversorgung der Bevölkerung bestätigen diese Warnungen. In der Vergangenheit musste der Staat bereits öfter sowohl in den Wasserversorgungs-, als auch Abwasserreinigungssektor eingreifen, sodass dessen Präsenz im malaysischen Wassermarkt deutlich zu spüren ist. Ein großes Problem, mit dem Malaysia zu kämpfen hat, ist der hohe Anteil an Non-Revenue Water (35,5%). Außerdem sieht ein Großteil der Bevölkerung Wasser nicht als wertvolle Ressource an, was sich am vergleichsweise hohen täglichen Durchschnittswasserverbrauch von 209 Liter pro Kopf widerspiegelt. 

Konkurrenzsituation

Im malaysischen Abwassersektor genießt Indah Water Konsortium Sdn. Bhd. (IWK) eine Art Monopolstellung. Es handelt sich dabei um eine Gesellschaft im 100%igen Besitz des malaysischen Finanzministeriums. Deren Abwasseraufbereitungsdienste umfassen mehr als 70% der Bevölkerung. Bei der Verwirklichung von Abwasserprojekten werden zudem Subunternehmen, wie z.B. Veolia Water und EnviroSource beauftragt. 
Die Wasserversorgung erfolgt nach dem „asset-light“-Prinzip: Versorgungsunternehmen verfügen selbst nicht über die Wasserleitungen und andere Einrichtungen, sondern leasen diese lediglich und nutzen sie für ihren Betrieb. Zu den wichtigsten Wasserversorgern gehören unter anderem SAJ Holding, Air Kelantan, Laku Management und Syarikat Bekalan Air Selangor. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Das Wasser- und Abwassermanagement Malaysias wurde im Wesentlichen mit Hilfe von zwei Gesetzesakten zentralisiert und unter die Kontrolle der Regierung gebracht. Der Water Service Industry Act (WSIA) 2006 normierte das grundlegende Verbot, eine Anlage, die der Wasserversorgung oder der Abwasseraufbereitung dient, zu besitzen oder zu betreiben, ohne eine Lizenz hierfür zu verfügen. Die Befugnis jene Lizenzen auszustellen, kam dabei der Wasserkommission SPAN (Suruhanjaya Perkhidmatan Air Negara) zu, die durch den sog. SPAN Act 2006 ins Leben gerufen wurde. Regelungen für öffentliche Ausschreibungen erschweren es ausländischen Unternehmern im Rahmen von Joint Ventures tätig zu werden, weil dies lediglich für den Fall vorgesehen ist, dass lokalen Unternehmen die nötige Expertise fehlt. Zu beachten ist außerdem, dass seit April 2015 die Goods and Service Tax in der Höhe von 6% anfällt. 

Malaysia wird sich in Zukunft nicht mehr auf seine üppigen Wasserressourcen verlassen können. Grund hierfür ist vor allem das Wetterphänomen El Nino, eine natürliche Anomalie der Meeresströmungen im Pazifik, die Trockenperioden in Südostasien nach sich zieht. Unter diesem Druck ist Malaysia daher zum Handeln gezwungen. In diesem Sinne wurde im „Budget 2017“ ein Posten von 500 Mio. RM für die Verbesserung der Wasserversorgung veranschlagt. Ein beachtlicher Teil hiervon wird für den Austausch schadhafter Leitungen verwendet werden, um das ehrgeizige Ziel von 25% NRW zu erreichen. Zahlreiche Projekte sind bereits in der Planungs- und Entstehungsphase. Eines der größten Projekte im Abwassersektor stellt das „Langat Sewerage Project“ dar, welches im März 2018 beendet werden sollte. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Malaysia steht beim Ausbau und Rehabilitation der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystems vor großen Herausforderungen, für dessen Bewältigung technische Expertise notwendig ist. Da viele malaysische Firmen zum Teil nicht über das Know-How verfügen, wird dieses aus dem Ausland „importiert“. Für österreichische Unternehmer ergeben sich daher nicht nur ausgesprochen gute Möglichkeiten, Ingenieure und Fachkräfte für technisch anspruchsvolle Projekte zur Verfügung zu stellen, sondern auch um Module und Geräte für Abwasserrecyclingsysteme, Klärschlammtrocknungsanlagen und Wasseraufbereitungsanlagen erfolgreich am Markt zu platzieren. Gute Möglichkeiten, die eigenen Produkte dem richtigen Publikum zu präsentieren, bieten sich vor allem bei Messen, wie der „Asia Water“, die im April 2018 stattfindet.

 

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