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Malaysia: Eigentum und Forderungen

Überarbeiteter Fachreport liegt am AC Kuala Lumpur auf

Die Absicherung von Forderungen ist eine Schlüsselfrage bei jedem Geschäftsabschluss. Im Falle des Exportgeschäftes ist der Verkäufer grundsätzlich einem höheren Risiko ausgesetzt als beim Binnenhandel.

Der Risikovorbeugung kommt in jedem Fall zentrale Bedeutung zu. Daher ist auch bei Exportgeschäften mit malaysischen Kunden einer gesicherten Zahlungsbedingung in Form eines unwiderruflichen, bestätigten Akkreditivs oder einer Bankgarantie einer namhaften lokalen bzw. internationalen Bank der Vorzug zu geben. Für diese beiden Instrumente gelten auch in Malaysia die international üblichen, einheitlichen Richtlinien für Akkreditive bzw. Inkassi (veröffentlicht von der International Chamber of Commerce, ICC).

Die Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts wird in Malaysia zwar anerkannt und ist auch gerichtlich durchsetzbar, jedoch ist dieses Instrument nicht so gebräuchlich wie in Österreich. Die gesetzliche Grundlage stellt Section 19 (1) des Sale of Goods Act 1957 dar. Malaysia gehört dem Commonwealth an, und das malaysische Recht orientiert sich stark am angelsächsischen Rechtssystem.

Für Zivilstreitigkeiten bis zu einem Streitwert von RM 1.000.000 (1 Euro = dzt. ca. 4,65 Malaysische Ringgit = RM) sind die Subordinate Courts zuständig, mit Berufungsmöglichkeit an den High Court. Dieser ist auch als erste Instanz bei Streitigkeiten über RM 1.000.000 anzurufen, und sein Urteil kann wiederum beim Court of Appeal angefochten werden.

Kann das Zahlungsrisiko nicht mittels o.a. Instrumente (Akkreditiv, Bankgarantie) ausgeschaltet bzw. reduziert werden, ist es umso wichtiger, die Bonität des Abnehmers vor Geschäftsabschluss gründlich zu prüfen.Das AußenwirtschaftsCenter Kuala Lumpur kann Ihnen gegen Kostenersatz gerne bei der Besorgung von Firmenbuchauszügen sowie Bonitätsauskünften behilflich sein.

In Malaysia fallen Insolvenzen in die Zuständigkeit des High Court. Ein Unternehmen gilt lt. Companies Act 2016 als insolvent, wenn es innerhalb von drei Wochen nach schriftlicher Zahlungsaufforderung nicht in der Lage ist, Schulden zu begleichen oder wenn vergeblich Exekution geführt wurde. Es muss also keine Überschuldung vorliegen, Zahlungsunfähigkeit genügt als Voraussetzung für ein Insolvenzverfahren. Jeder Gläubiger kann bei Gericht einen Antrag auf Auflösung des insolventen Unternehmens stellen.

Die Publikation „Malaysia: Eigentum und Forderungen“ informiert Sie über folgende Themen:

  • Geschäfts- und Bonitätsauskünfte, Eigentumssicherung, Wechsel- und Scheckrecht, Forderungseintreibung sowie Insolvenzrecht;
  • zudem beinhaltet der Report Kontakte zu diversen Rechtsberatern.

Sollten Sie Interesse am vorliegenden Fachreport haben, kann Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kuala Lumpur die Publikation gerne übersenden. 

Bitte setzen Sie sich hierfür direkt mit den Kolleginnen und Kollegen in Kuala Lumpur per E-Mail oder telefonisch (+60 3 2032 2830) während den Geschäftszeiten in Kontakt.