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Marokko: Branchenprofil Erneuerbare Energien

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Der Strom- und Energieverbrauch in Marokko steigt jährlich um ca. 6%.  Strom wird vor allem mit Hilfe von fossilen Energieträgern erzeugt. Da das Land nur über sehr wenig fossile Energieträger verfügt, muss ein großer Teil (rund 95%) des steigenden Energieverbrauchs durch Stromimporten bzw. Importe von fossilen Energieträgern gedeckt werden. Dies stellt das Land vor immer größere Herausforderungen. Fossile Energieträger sollen von erneuerbaren Energiequellen mit Fokus auf Windkraft und Solarenergie ersetzt werden.  

Konkurrenzsituation

Das Office National d’Electricité et d’Eau Potable (ONEE) ist als staatlicher marokkanischer Stromversorger das marktbeherrschende Unternehmen am Elektrizitätsmarkt und verfügt praktisch über einen Monopolstatus. Die ONEE beliefert derzeit den Großteil der in Marokko verbrauchten Elektrizität direkt an den Endkunden. Der Rest wird vor allem von privaten lokalen Stromanbietern, wie z.B. LYDEC in Casablanca, vertrieben, wobei diese privaten Versorgungsunternehmen den Strom wiederum von der ONEE zukaufen. Juristische und gesetzliche Anpassungen der Rahmenbedingungen haben jedoch in den letzten Jahren dazu geführt, dass die ONEE im Jahr 2015 nur noch für 34% der Stromproduktion direkt verantwortlich war. SIE und IRESEN sind weitere Keyplayer, MASEN ist die treibende Kraft in der Umsetzung des marokkanischen Solarplans. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

2010 trat das Gesetz 13-09 über die Förderung der Erneuerbaren Energien in Kraft. Es soll den Zugang erneuerbarer Energien zum Netz auf breitere Basis stellen, und grundsätzliche Systemprobleme der privaten Stromerzeuger im Verhältnis zum nationalen Marktführer ONEE lösen. Durch das Inkrafttreten des Gesetzes 13-09 wurde mehr Rechtssicherheit geschaffen, was von großer Bedeutung für internationale Unternehmen ist. 

Nach knapp dreijähriger Bauphase wurde im Februar 2016 Noor I, das erste Kraftwerk der weltgrößten Solarenergieanlage in der Wüste bei Ouarzazate, vom marokkanischen König Mohammed VI. feierlich eröffnet. In zwei Jahren sollen auch die Kraftwerke Noor II und Noor III fertiggestellt werden. Die gigantische Anlage wird sich über 3000 Hektar Fläche erstrecken und mit einer Kapazität von über 580 Megawatt Strom für 1,3 Millionen Menschen erzeugen. Die Inbetriebnahme des Solarthermie-Komplexes ist ein wichtiger Schritt, um die Energieabhängigkeit Marokkos zu reduzieren. Bis 2020 sollen die erneuerbaren Energien 42 Prozent des landesweiten Energiebedarfs decken, davon 14 Prozent aus Solarkraft, 14 Prozent aus Windkraft und 14 Prozent aus Wasserkraft.  

Chancen für österreichische Unternehmen

Marokko plant erneuerbare Energien zunehmend im industriellen Sektor zu verankern. Ziel ist es, in Marokko einen eigenständigen Wirtschaftszweig für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu entwickeln. Speziell im Zuge dieser industriellen Integration eröffnen sich für österreichische Unternehmen Marktchancen in folgenden Bereichen: Im Bereich der Windenergie sind alle Komponenten gefragt, die dem Bau von Windmühlen dienen, wie Flügel, Türme etc. In der Solarenergiebranche, besteht Nachfrage nach: Photovoltaik-Technologie (Photovoltaikzellen, Solarpanele) als auch nach Komponenten der Solarthermie (Spiegel, Kontrollsysteme, Kondensatoren etc.). Auf dem Gebiet der Energieeffizienz bieten sich Marktchancen für Hersteller von: Energiesparlampen, LED Birnen und Solarthermischen Wasserboilern. Marokko steht als Vorbild für Afrika und ist bereits in vielen Bereichen das Trampolin für Afrika.

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