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Mexiko: Branchenprofil Automotive

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas verspricht aufgrund der strategisch günstigen Position des Landes zahlreiche gute Geschäftschancen. Mexiko gilt als einer der wichtigsten Industriezulieferpartner der USA und Südamerikas. Da die Automobilbranche eine der wichtigsten Industriezweige der mexikanischen Gesamtwirtschaft darstellt, gilt das hier gleichermaßen.

In den vergangenen Jahren hat sich ein etabliertes Netzwerk an OEMs und Zulieferbetrieben in Mexiko angesiedelt. Vor allem seit der Ankunft der deutschen Automobilbauer (Audi/VW, BMW, Mercedes) hielt eine gewisse „Europäisierung“ ein. Seitdem stiegen vor allem die Produktionszahlen nach Premiumfahrzeugen.

Aktuell steht die Automobilindustrie (wohl weltweit) vor dem Scheideweg: Nach starkem Wachstum der Branche gab es zuletzt Stagnation bzw. leichte Rückgänge. Der globale Paradigmenwechsel hinsichtlich alternativer Antriebssysteme und globaler Handelskriege sorgen aktuell für Unsicherheit. Das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA, vulgo: NAFTA 2.0-Abkommen, bietet indes neue Hindernisse für österreichische Unternehmen aber auch Chancen.

Konkurrenzsituation

„Heiß umfehdet, wild umstritten“ gilt auch für die mexikanische Automotive-Industrie. Der Markt umfasst zahlreiche Marktteilnehmer entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die besten Marktchancen haben Unternehmen mit absoluten Innovationen oder falls schon Geschäftsbeziehungen mit den hier ansässigen OEMs in anderen Ländern/Regionen bestehen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Grundsätzlich herrscht in Mexiko ein freier Wettbewerb. Das „Gesetz für ausländische Investitionen“ regelt alle Auslandsinvestitionen und ausländische Beteiligungen jeglichen Ausmaßes am Gesellschaftskapital mexikanischer Firmen. Das neue USMCA-Abkommen (umgangssprachlich NAFTA2.0) ist ein erneuertes Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, Mexiko und Kanada, das auf dem Abkommen von 1994 aufbaut. Seit 2018 gibt es jedoch Neuverhandlungen. Mexiko hat dieses neue Abkommen bereits ratifiziert, Kanada und die USA noch nicht. Wesentliche Änderungen werden im gegebenen Fall die Steigerung des lokalen Produktionsanteils in Nordamerika betreffen („local content“).

Mexiko will seine Abhängigkeit von Importen senken und vermehrt Know-How in das Land holen, somit die Ansiedlung von F&E-Investitionen ankurbeln. Seit der Ansiedlung der deutschen Automobilproduzenten steigt die Nachfrage nach (deutschen) Premiumfabrikaten stark. Auch die Elektromobilität ist mittlerweile mitten in Mexiko angekommen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Es gibt in Mexiko de facto keine große Maschinen- und Anlagenproduktionen. Diese werden fast ausschließlich importiert, ebenso wie Automatisierungs- und Robotiklösungen sowie Präzisionsgeräte und Sensoren. Auch die schlechte Verfügbarkeit von Dienstleistern im Bereich Instandhaltung und Wartung wird lokal beklagt. Allesamt Stärkefelder der österreichischen Industrie.

Zukunftsprognose: Fazit des Wirtschaftsdelegierten

Mexiko wird den angestrebten Platz des fünftgrößten Automobilherstellers der Welt im Jahr 2020 wohl nicht erreichen, weil die geschätzten 5 Millionen Produktionseinheiten aufgrund der Abkühlung der Wirtschaftslage, wegen des Rückgangs der Nachfrage sowie aufgrund der Verlegung der Produktion einiger Modelle ins Ausland nicht erreicht werden können. Aufgrund der niedrigen Löhne ist Mexiko jedoch trotzdem ein besonders geeigneter Standort für die Kleinwagenproduktion, weil bei diesen Fahrzeugen der Lohnkostenanteil an den gesamten Produktionskosten höher ist, als bei größeren Fahrzeugen.

Weitere Punkte, die neben den wettbewerbsfähigen Produktionskosten für den Standort Mexiko sprechen, sind die strategisch günstige Lage (Grenze zu den Vereinigten Staaten: größter Abnehmer von Mexiko) sowie die lange Branchenerfahrung. Mexiko verfügt über gute technische Hochschulen.

Unsicherheit für ausländische Investoren besteht angesichts der Verhandlungen über USMCA, dem designierten NAFTA-Nachfolgeabkommen, der einen höheren Warenursprungsanteil im NAFTA-Raum vorsieht. Wohl auch deshalb kann mit einigen Neuansiedlungen von ausländischen Zulieferbetrieben gerechnet werden.

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