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Mexiko: Das neue Freihandelsabkommen USMCA

Das nordamerikanisches Freihandelsabkommen NAFTA wird abgelöst

1994 trat das aktuelle NAFTA-Freihandelsabkommen zwischen Kanada, Mexiko und den USA in Kraft und definierte gemeinsame Handelsregeln für die nordamerikanische Freihandelszone. Mit Fortlauf der Zeit wurde es Teil vieler politischen Debatten, bis im vergangenen Jahr schließlich Neuverhandlungen vorläufig abgeschlossen wurden. Am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires wurde das Ergebnis dieser von den Regierungschefs unterzeichnet. Für das Inkrafttreten ist jedoch auch die Ratifizierung der jeweiligen Gesetzgeber notwendig. Nun, knapp anderthalb Jahre nach den begonnenen Verhandlungen, hat man sich auf ein neues Abkommen samt Zusatzvereinbarungen geeinigt. Grund der Verzögerung waren in erster Linie Forderungen der US-Demokraten, die eine Mehrheit im Repräsentantenhaus des US-Kongresses innehaben, u.a. hinsichtlich strengerer Rahmenbedingungen zugunsten der Arbeitnehmer und zugunsten des Umweltschutzes. Die Ratifizierung des Abkommens gilt nun als Formsache. 

USMCA mit Folgen für die österreichische Wirtschaft – das Rad wird jedoch nicht neu erfunden!

Das neue Abkommen, voll ausgeschrieben United States Mexico Canada Agreement (USMCA) wurde von allen Beteiligten als „Verbesserung“ zum bisherigen NAFTA-Abkommen präsentiert.

Doch was bedeutet dies für die österreichische Wirtschaft?

Da noch nicht alle Details der bisherigen Vereinbarung samt Zusätze bekannt sind, wird es noch etwas dauern, bis alle theoretischen Implikationen in praktische Formen gegossen werden können. Bereits heute ist jedoch absehbar, dass der neue Handelsvertrag im Wesentlichen auf seinem Vorgänger (NAFTA) aufbauen wird.

Die stärksten Auswirkungen wird die Automobilindustrie zu spüren bekommen, was gleichzeitig auch am meisten Relevanz für österreichische Unternehmen hat. Das USMCA definiert nun neue Ursprungsregeln für die Fahrzeugindustrie. Auch zukünftig wird festgelegt, zu welchem Prozentsatz ein Fahrzeug in der Region gefertigt werden muss, damit es innerhalb der USMCA-Länder zollbefreit exportiert werden kann (sog. „local content“-Regelung). Dieser Prozentsatz wird in der Automobilindustrie von bisher 62,5% auf 75% steigen - für Schlüsselkomponenten, je nach Relevanz 60%-70%. Darüber hinaus wird in Zukunft festgelegt sein, dass 40-45% der Wertschöpfung in einem Hochlohnland mit einem Mindeststundenlohn von 16 US-Dollar pro Stunde erfolgen muss. Also de facto in Kanada oder in den USA. Die Berechnungsgrundlagen und –methoden sind aber noch weitgehend unklar.

Fahrzeughersteller in der Region - allen voran europäische und asiatische OEMs - werden ihre Lieferantenstrategie daher zukünftig neu bewerten (müssen). Dies kann eine große Chance für heimische Betriebe sein, vor allem für jene, die bereits in Nordamerika angesiedelt sind oder beabsichtigen, dies in naher Zukunft zu tun. Marktchancen anlässlich der neuen Rahmenbedingungen können österreichische Zulieferfirmen bei einer der kommenden Automotive-Schwerpunktveranstaltungen abwägen:

·         März 2020: Wirtschaftsmission Automotive Mexiko 2020

·         März 2020: Automotive Tech Days USA 2020

·         April 2020: SAE World Congress 2020 (WCX), USA

·         Oktober 2020: ITS World Congress 2020, USA

Alle weiteren Veranstaltungen der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zum Thema Automotive finden Sie unter: https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/automotive-veranstaltungen-zur-branche.html

Nach Ratifizierung der jeweiligen Gesetzgeber in Kanada und den USA ist eine Übergangsfrist von drei bis fünf Jahren vorgesehen, somit tritt das Abkommen frühestens mit 1. Januar 2023 in Kraft. Auf PKW, welche die Anforderungen nicht erfüllen, wird ein Zoll von 2,5 Prozent erhoben. 

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen die AußenwirtschaftsCenter der Region in alphabetischer Reihenfolge gerne zur Verfügung:

AußenwirtschaftsCenter Mexiko
Telefon +52 55 5254 - 4418 /- 4428/ -4438
mexiko@wko.at

AußenwirtschaftsCenter New York
+1 212 42 15 250
newyork@wko.at

AußenwirtschaftsCenter Toronto
+1 416 96 73 348
toronto@wko.at 

AußenwirtschaftsCenter Washington
+1 202 656 00 60
washington@wko.at
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