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Coronavirus: Situation in Myanmar

Update zur Situation in Myanmar

Stand: 04.01.2021

Update zu der Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) in Myanmar:


Aktuell & Wichtig

  • Ausbreitung des Coronavirus in erster Jahreshälfte 2020 auf geringem Niveau, seit August 2020 starker Anstieg bei Infektionen und Todesfällen
  • Derzeit (fast) keine Einreisemöglichkeit für österreichische Staatsangehörige: Landeverbot für ausländische Flugzeuge und Grenzschließungen bis zumindestens Ende Jäner 2021; Einreise nur mittels gelegentlicher Repatriierungsflüge möglich
  • Seit September 2020 neuerlicher Lockdown im Großteil des Landes bis zumindestens Ende Jänner 2021

Einreise- und Reisebestimmungen

Zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus hat Myanmar rigide Beschränkungen für Reisende aus anderen Ländern eingeführt. Seit dem 30. März bis zumindest 31. Jänner 2021 erhalten internationale kommerzielle Passagierflüge keine Landeerlaubnis mehr in Myanmar. Die Ausstellung von Visa an ausländische Staatsangehörige ist seit 29. März bis zumindest 31. Jänner 2021 zur Gänze eingestellt, auch der Erwerb von Visa on Arrival ist für österreichische Staatsbürger damit ausgesetzt. Informationen sind auf der Website des burmesischen Ministry of Hotels & Tourism abrufbar.

Eine Einreise nach Myanmar zu touristischen Zwecken ist somit derzeit faktisch weder per Flugzeug noch am Landweg möglich. Ab wann diese für österreichische Staatsangehörige wieder möglich sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Gerüchte zu einer Grenzöffnung Anfang des Jahres 2021 haben sich bisher nicht bestätigt. Eine Ausnahme gilt unter Umständen für Geschäftstreibende. Es gibt gelegentlich Repatriierungsflüge, wobei die Vergabe der Plätze für Repatriierungsflüge sowie die Vergabe von Einreise-Visa über die Botschaft der Republik der Union von Myanmar erfolgt. Interessierte Geschäftsreisende mögen sich bitte direkt an die Botschaft der Union Myanmar in Wien sowie an das AußenwirtschaftsCenter Bangkok wenden.

Für Personen, die derzeit doch nach Myanmar einreisen (vorrangig über burmesische Repatriierungsflüge), gilt eine 28-tägige verpflichtende Quarantäne (21 Tage in staatlicher Quarantäne, 7 Tage in einer Privatunterkunft). Für ausländische Einreisende gibt es jedoch die Möglichkeit diesen Zeitraum zu verkürzen, indem man bereits vor der Abreise 7 Tage in Heimquarantäne verbringt. Nach Vorlage eines negativen COVID-Tests (durchgeführt vor der Abreise) kann die staatliche Quarantäne auf 7 Tage verkürzt werden. Ist ein nach diesen 7 Tagen durchgeführter COVID-Test negativ, kann man die darauffolgenden 7 Tage in Heimquarantäne verbringen. Bei positiver Testung erfolgt ab dem positiven Test eine Quarantinierung von 28 Tagen in einem Spital. Für gewisse Länder (derzeit u.a. UK) gelten unter Umständen längere Quarantäneverpflichtungen.

Wenn Sie sich bereits in Myanmar aufhalten, empfehlen wir die Hygienehinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Regierung genau zu beachten und die aktuellen Entwicklungen via Medien und der Webpage des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) laufend zu verfolgen. Der nationale Flugverkehr innerhalb von Myanmar ist seit 16. Dezember 2020 wieder aufgenommen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Reisewarnung des BMEIA die meisten Reisekrankenversicherungen keine Leistungen mehr übernehmen. Bitte überprüfen Sie die diesbezüglichen Regelungen Ihrer Reisekrankenversicherung.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das Österreichische Außenministerium unter +43 1 9011 54411 und registrieren Sie sich unter www.auslandsregistrierung.at. Die Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) finden Sie auf der Homepage des BMEIA beim Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“.


Regelungen für den Güterverkehr

Durch die Coronakrise ist auch der Warenverkehr mit Myanmar beeinflusst. Der Transport von General Cargo und anderen Gütern per Luftfracht oder am Landweg ist grundsätzlich noch möglich, es muss aber mit zeitlichen Verzögerungen gerechnet werden.

Im Bereich der Luftfracht gibt es zwar kein Landeverbot in Myanmar, aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage und der weltweiten Beschränkungen im Flugverkehr haben jedoch fast alle Fluglinien, die Mynamar mit Linienflügen bedienen, ihren Betrieb temporär eingestellt. Obwohl Cargoflüge weiterhin durchgeführt werden können, hat der Wegfall der Beiladungsmöglichkeiten auf kommerziellen Flüge zu einer großen Reduktion der Kapazitäten geführt. Zwar ist es prinzipiell möglich, Lieferungen nach oder von Laos via Luftfracht zu tätigen, die Kosten liegen aber ein Vielfaches über den üblichen Preisen.

Am Landweg läuft der Import nach Myanmar ungestört weiter, jedoch kommt es zum Teil zu Verzögerungen beim Importprozess. Zusätzlich besteht am Weltmarkt eine Knappheit bei Containern, so dass auch beim Güterverkehr am Landweg mit Verzögerungen gerechnet werden.

Beim innerstaatlichen Gütertransport bestehen nach unseren Informationen keine Einschränkungen.

Sie haben Fragen zum Warenverkehr mit Myanmar? Ihre Waren hängen im Zoll? Sie finden keinen passenden Spediteur? Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at.


Rechtliche Auswirkungen auf Vertragsverhältnisse

Auch zahlreiche Vertragsverhältnisse mit österreichischen Geschäftspartnern sind von der Coronakrise betroffen. Im burmesischen Recht wird der Themenkomplex „Force Majeure“ nicht definiert. Sind vertraglich keine Regelungen zu „Force Majeure“ vorgesehen, so muss jeder Vertrag individuell betrachtet werden.

Sie haben Fragen zu Ihren Verträgen mit burmesischen Firmen? Ihr burmesischer Partner kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach? Gerne überprüfen wir in Zusammenarbeit mit unseren Vertrauensanwälten Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Nachdem Myanmar in der ersten Jahreshälfte 2020 dank strenger Maßnahmen gut durch die Coronakrise gekommen ist, steigen seit Ende August die Neuinfektionen und Todesfälle kontinuierlich an. Es gilt für ganz Myanmar ein Versammlungsverbot für mehr als 30 Personen.

Als Reaktion auf einen starken Anstieg der lokalen COVID-19-Infektionsfälle gibt es seit Ende August 2020 regelmäßig Lockdowns für große Landesteile. Derzeit ist zum Beispiel der Großteil von Yangon immer noch unter Lockdown. Es gilt eine allgemeine Maskentragepflicht. Bei Reisen innerhalb des Landes sollte unbedingt kontrolliert werden, ob freie Reisebewegungen möglich sind. Für konkrete Fragen zu den lokalen Einschränkungen, die sich oft auch kurzfristig ändern, sind wir gerne unter bangkok@wko.at erreichbar. Einen guten Übersicht (englischsprachig) gibt es auf der COVID-19 Themenseite der Myanmar Times.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die burmesische Regierung hat diverse Unterstützungsmaßnahmen für die burmesische Wirtschaft bekanntgegeben. Darunter ist auch die Einrichtung eines zentralen COVID-19-Fonds, der gemeinsam mit dadurch finanzierten Soft Loans mit einprozentiger Verzinsung eine Dotierung von MMK 100 Billionen (rund USD 72 Mio.) aufweist. Der Hilfsfonds wurde zwischenzeitlich auf USD 140-350 Mio. aufgestockt. Der Hilfsfonds richtet sich vor allem an die am schwersten betroffenen Sektoren wie die Tourismusbranche und KMUs im Generellen. Die Zentralbank von Burma hat ihre Zinssätze gesenkt. Weiters wurden Steuerstundungen für Körperschafts- und Einkommenssteuern bis 30. September bekanntgegeben. Das Arbeitsministerium stundet außerdem die Entrichtung der Sozialversicherungsabgaben für drei Monate. Für konkrete Fragen zu Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft in Myanmar sind wir gerne unter bangkok@wko.at erreichbar.


Weitere Informationen

Die Österreichische Botschaft Bangkok unterstützt alle österreichischen Staatsangehörigen in Myanmar.

Für konkrete Fragen zur Situation in Myanmar unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne alle Wirtschaftstreibenden. Sie erreichen uns telefonisch via +66 2 0385 885 oder per E-Mail via bangkok@wko.at.