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Coronavirus: Situation in Myanmar

Update zur Situation in Myanmar

Stand: 3.6.2022

Update zu der Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) in Myanmar:


Aktuell & Wichtig

  • Seit 1. April 2022 Beantragung e-Visa für Geschäftsreisende wieder möglich
  • Ab 20. Mai 2022 Beantragung e-Visa auch für touristische Zwecke wieder möglich
  • Vollimmunisierte Personen müssen einen negativen PCR-Test vorweisen und bei Ankunft einen Schnelltest durchführen
  • Ungeimpfte Personen müssen sich weiterhin in Quarantäne begeben
  • Es wird nun auch eine Covid-19 Versicherung der Myanmar Insurance verlangt (Details)
  • Der Internationale Flugverkehr wird mit 20. Mai 2022 wieder aufgenommen. 
  • Seit Militärputsch im Februar 2021 keine verlässlichen Corona-Daten verfügbar

Einreise- und Reisebestimmungen

Geschäftsreisende können seit 1. April 2022 wieder online ein e-Visa beantragen.

Es muss beachtet werden, dass eine Einladung einer lokal eingetragenen Gesellschaft in Myanmar oder eines bestätigten Mitgliedes des Wirtschaftsverbands voliegt.

Die Einreiseregelungen nach Myanmar wurden deutlich gelockert. Vollimunsierte Personen müssen aber sowohl einen negativen PCR-Test vorweisen (nicht älter als 72 Stunden vor Abreise) als auch bei Ankunft das Ergebnis eines vorort durchgeführten Antigen Tests abwarten. 

Nicht Geimpfte bzw. nicht vollständig Geimpfte müssen weiterhin für 7 Tage in Hotelquarantäne. Hier wird am 1. und am 6. Tag ein Covid-19 PCR-Test gemacht. Die Kosten dafür müssen selbst getragen werden und bei einem positiven Ergebnis ist mit einer Zwangsunterbringung in einem Krankenhaus und dementsprechend hohen Kosten zu rechnen.

Weiters muss nun eine Health Declaration Form bei der Ankunft in Myanmar vorgezeigt werden sowie ein Nachweis einer Covid-19 Versicherung der Myanmar Insurance.

Der internationale Flugverkehr wurde mit 20. Mai 2022 wieder regulär aufgenommen. Myanmar Airways International und MNA International Flights fliegen beispielsweise Bangkok, Phnom Penh oder Singapur wieder mehrmals täglich an. Außerdem nehmen folgende Fluglinien den Flugverkehr nach Myanmar wieder auf: Thai Smile ab dem 01. Juni 2022, Air Asia ab dem 03. Juni 2022, Nok Air ab dem 01. Juli 2022 und Korean Air ab dem 06. Juli 2022.

Flüge aus Myanmar müssen mindesten 6 Arbeitstage vor dem Abflug gebucht werden.

Wenn Sie sich bereits in Myanmar aufhalten, empfehlen wir die Hygienehinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Regierung genau zu beachten und die aktuellen Entwicklungen via Medien und der Webpage des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) laufend zu verfolgen. Der nationale Flugverkehr innerhalb von Myanmar ist seit 16. Dezember 2020 wieder aufgenommen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Reisewarnung des BMEIA die meisten Reisekrankenversicherungen keine Leistungen mehr übernehmen. Bitte überprüfen Sie die diesbezüglichen Regelungen Ihrer Reisekrankenversicherung.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das Österreichische Außenministerium unter +43 1 9011 54411 und registrieren Sie sich unter www.auslandsregistrierung.at. Die Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) finden Sie auf der Homepage des BMEIA beim Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“.


Regelungen für den Güterverkehr

Durch die Coronakrise und den Militärputsch ist der Warenverkehr mit Myanmar beeinflusst. Der Transport von General Cargo und anderen Gütern per See- oder Luftfracht oder am Landweg ist grundsätzlich noch möglich, es muss aber mit zeitlichen Verzögerungen gerechnet werden.

Im Bereich der Luftfracht gibt es zwar kein Landeverbot in Myanmar, aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage und der weltweiten Beschränkungen im Flugverkehr haben jedoch fast alle Fluglinien, die Myanmar mit Linienflügen bedienen, ihren Betrieb temporär eingestellt. Obwohl Cargoflüge weiterhin durchgeführt werden können, hat der Wegfall der Beiladungsmöglichkeiten auf kommerziellen Flüge zu einer großen Reduktion der Kapazitäten geführt. Zwar ist es prinzipiell möglich, Lieferungen nach oder von Myanmar via Luftfracht zu tätigen, die Kosten liegen aber ein Vielfaches über den üblichen Preisen.

Als Folge des Militärputsches kommt es bei der Zollabwicklung zu erhöhten Wartezeiten, da zahlreiche Mitarbeitende des Zolls ihre Arbeit niedergelegt haben und sich dem Civil Disobedience Movement angeschlossen haben. Zum Teil wurden auch neue Importverbote verhängt. Auch der internationale Zahlungsverkehr ist aufgrund der eingeschränkten Funktionalität des Bankenapparats stark beeinträchtigt.

Sie haben Fragen zum Warenverkehr mit Myanmar? Ihre Waren hängen im Zoll? Sie finden keinen passenden Spediteur? Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at.


Rechtliche Auswirkungen auf Vertragsverhältnisse

Auch zahlreiche Vertragsverhältnisse mit österreichischen Geschäftspartnern sind von der Coronakrise betroffen. Im burmesischen Recht wird der Themenkomplex „Force Majeure“ nicht definiert. Sind vertraglich keine Regelungen zu „Force Majeure“ vorgesehen, so muss jeder Vertrag individuell betrachtet werden.

Sie haben Fragen zu Ihren Verträgen mit burmesischen Firmen? Ihr burmesischer Partner kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach? Gerne überprüfen wir in Zusammenarbeit mit unseren Vertrauensanwälten Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Nachdem Myanmar 2020 dank strenger Maßnahmen gut durch die Coronakrise gekommen ist, sind Ende August 2021 die Neuinfektionen und Todesfälle kontinuierlich angestiegen. Derzeit befindet sich Myanmar in einer vierten COVID-Welle, wobei die Zahlen seit Anfang März 2022 wieder zurückgehen. Seit 16. März 2022 dürfen genehmigte Versammlungen mit bis zu 400 Teilnehmer stattfinden. Bisher verzeichnet Myanmar über 600,000 bestätigte Corona Fälle und rund 19,500 Tote (Stand 20. Mai 2022). Es gilt für ganz Myanmar ein Versammlungsverbot für mehr als 30 Personen. Ein aktueller Überblick zur Corona-Entwicklung ist auf der Website des Gesundheitsministeriums einsehbar.

Es gilt eine allgemeine Maskentragepflicht. Geschäfte sind grundsätzlich geöffnet; man kann auch wieder in den Restaurants essen. In Yangon, Mandalay und Nay Pyi Taw wurde die nächtliche Ausgangssperre von 20:00 – 4:00 Uhr auf 0:00 – 4:00 Uhr reduziert.

In vielen Regionen des Landes fordert die Regierung die Leute nach wie vor auf, sich wenn möglich zu Hause aufzuhalten. Diese sogenannte „Stay at Home“ Regelung wurde jedoch in den meisten Bezirken Yangons und in manchen Teilen im Norden Myanmars wieder aufgehoben.

Bei Reisen innerhalb des Landes sollte unbedingt vorab überprüft werden, ob freie Reisebewegungen möglich sind. Für konkrete Fragen zu den lokalen Einschränkungen, die sich oft auch kurzfristig ändern, sind wir gerne unter bangkok@wko.at erreichbar.

Myanmar hat bereits Ende Jänner 2021 mit COVID-Impfungen begonnen (vor allem im Bereich des medizinischen Personals). Myanmar erwartet bei der derzeitigen Impfrate, dass 70% der Bevölkerung bis zum September 2022 vollständig geimpft sein werden.

Am 1. Februar 2021 kam es in Myanmar zu einem Militärputsch, der für Unruhen und Proteste im ganzen Land sorgt. Weitere Informationen finden sich auf unserer WKO Newsseite.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die burmesische Regierung hat diverse Unterstützungdmsßnahmen für die burmesische Wirtschaft bekanntgegeben (siehe u.a. Notification No. 1/2020 vom 18. März 2020). Darunter ist auch die Einrichtung eines zentralen COVID-19-Fonds, der gemeinsam mit dadurch finanzierten Soft Loans mit einprozentiger Verzinsung eine Dotierung von MMK 100 Billionen (rund USD 72 Mio.) aufweist. Der Hilfsfonds wurde zwischenzeitlich auf USD 140-350 Mio. aufgestockt. Der Hilfsfonds richtet sich vor allem an die am schwersten betroffenen Sektoren wie die Tourismusbranche und KMUs im Generellen. Die Zentralbank von Burma hat ihre Zinssätze gesenkt. Weiters wurden Steuerstundungen für Körperschafts- und Einkommenssteuern und die Stundung von der Entrichtung der Sozialversicherungsabgaben beschlossen. Für konkrete Fragen zu Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft in Myanmar sind wir gerne unter bangkok@wko.at erreichbar.


Weitere Informationen

Die Österreichische Botschaft Bangkok unterstützt alle österreichischen Staatsangehörigen in Myanmar.

Für konkrete Fragen zur Situation in Myanmar unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne alle Wirtschaftstreibenden. Sie erreichen uns telefonisch via +66 2 0385 885 oder per E-Mail via bangkok@wko.at.