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Myanmar: Informationen zu Wirtschaft, Recht und Steuern sowie Reisen

Sie wollen in Myanmar erfolgreich sein? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Ansprechpersonen

Die Wirtschaft in Myanmar

Wirtschaftslage

Laut IMF belegt Myanmar mit einem nominalen BIP/Kopf von USD 1.244 derzeit den 156. Rang im weltweiten Vergleich und zählt damit global zu den wirtschaftlich ärmsten Ländern.

Gleichzeitig hat die Wirtschaft seit der politischen Öffnung 2011 durchgehend zwischen 6% und 7% zugelegt, getrieben vor allem von Auslandsinvestitionen hauptsächlich aus den asiatischen Nachbarländern, inzwischen aber auch von heimischen Großunternehmerfamilien.

Im Jahr 2019 wuchs die burmesische Wirtschaft zwar um 6,6%, blieb damit aber unter den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IMF).

Die Corona-Krise hat inzwischen leider auch Myanmar voll erfasst. Obwohl erst vor Kurzem offiziell erste Infektionsfälle berichtet wurden, ist der Tourismus schon seit längerem stark betroffen. Auch der Außenhandel, v.a. der wichtige grenzüberschreitende Handel mit China, ist eingebrochen. Inzwischen wurde ein komplettes Einreiseverbot verhängt, es gibt auch keine internationalen Flüge mehr. Aufgrund der schlechten medizinischen Grundversorgung bestehen massive Befürchtungen betreffend die weitere Ausbreitung des Corona-Virus und dessen Auswirkungen auf die Bevölkerung und letztlich auch auf die Wirtschaft. Seriöse Prognosen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung im heurigen Jahr sind derzeit schlicht nicht möglich, da sich Myanmar erst im Anfangsstadium der Epidemie befindet.

Trotz eines zunehmend schwierigen globalen Umfelds, den politischen Turbulenzen, mit denen das Land fortwährend zu kämpfen hat, und nun auch der Corona-Krise sollten die Wachstumsraten auch in den kommenden Jahren zwischen 6% und 7% liegen.

Positive Wachstumseffekte sollten sich durch die fortschreitende Verbesserung der Bedingungen für ausländische Investoren, steigenden Privatkonsum, den verbesserten Zugang zum Kapitalmarkt, Investitionen in Großinfrastrukturprojekte sowie steigende Einkünfte aus dem Bergbau und der Erdöl- und Erdgasförderung ergeben.

Besondere Entwicklungen

Nach 50 Jahren Militärregierung und Isolation wurde die „Öffnung“ 2011/12 Myanmars unter dem Präsidenten Thein Sein (Union Solidarity and Development Party; USDP) vollzogen.

Im November 2015 siegte die Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (ASSK) bei den Parlamentswahlen mit der National League for Democracy (NLD). Nach der Regierungsbildung 2016 wurden die bestehenden internationalen Sanktionen aufgehoben (jedoch bestehen seit April 2019 wieder EU-Personensanktionen gegen führende Militärs). Die Regierung unter ASSK ist immer noch stark vom Militär abhängig und die seit Jahren bestehenden Konflikte mit den ethnischen Minderheiten im Norden des Landes beeinträchtigen massiv die Regierungsarbeit.

Die für November 2020 geplanten nächsten Parlamentswahlen werden richtungsentscheidend dafür sein, ob der begonnene Reformkurs weitergeführt wird. Bedingt durch die 2017 eskalierte Rohingya-Krise, in deren Folge mehr als 700.000 muslimische Rohingyas ins benachbarte Bangladesch geflüchtet sind, hat das Land und speziell auch die Regierung unter ASSK international schweren Imageschaden erlitten. Auch innenpolitisch mehrt sich die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Regierung, welche ihre Wahlversprechen in vielen Bereichen nicht einhalten konnte. Es ist dennoch davon aus zu gehen, dass die aktuelle Regierungspartei NLD die Wahlen gewinnen wird, wahrscheinlich allerdings mit einem geringeren Vorsprung als bei den letzten Wahlen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die österreichischen Exporte haben im vergangenen Jahr stark zugelegt, und zwar um beachtliche 260% (von 10 Mio. Euro im Jahr 2018 auf 34,7 Mio. Euro). Die Exportzahlen fluktuieren allerdings von Jahr zu Jahr sehr stark, da sich große Einzellieferungen und öffentliche Aufträge (z.B. Turbinen für Wasserkraftwerke oder Stahlbrücken) gleich massiv auf die Gesamtjahresstatistiken auswirken. So sanken die Exporte von 2017 auf 2018 um 37% bevor sie nun 2019 wieder rasant angestiegen sind.

Ausschlaggebend für das starke Exportplus im letzten Jahr waren vor allem Lieferungen von Luftfahrzeugen und Zubehör (rund 16,5 Mio. Euro) sowie Komponenten für eine Stahlbrücke im Rahmen der Abwicklung des ersten österreichischen Soft Loan Projekts in Myanmar (rund 4,5 Mio. Euro).

Sie haben Fragen zur Wirtschaftsentwicklung in Myanmar? Sie suchen Geschäftspartner in Myanmar? Kontaktieren Sie uns gerne unter bangkok@wko.at.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Myanmar.

Statistik: Länderprofil 

Einen Überblick über die wichtigsten Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Myanmar der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie im Länderreport Myanmar

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bangkok für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Recht und Steuern in Myanmar

Das Team des AußenwirtschaftsCenter Bangkok hat ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, das Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung steht. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Beachten Sie bitte den aktuellen Stand der Sanktionen gegen Myanmar.

Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Nach Myanmar reisen

Wussten Sie, dass die Ein- und Ausfuhr der myanmarischen Währung Kyat verboten ist? Tipps und Ratschläge zu den wichtigsten Einreisebestimmungen, Hotels, Restaurants und Dos und Don’ts stellt Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne bereit. In unserem Länderreport können sie des Weiteren Sicherheitsinformationen sowie nützliche Hinweise zum täglichen Geschäftsleben in Myanmar finden.

Lesen Sie mehr über Reisen nach Myanmar.

 

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