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Myanmar: Informationen zu Wirtschaft, Recht und Steuern sowie Reisen

Sie wollen in Myanmar erfolgreich sein? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Ansprechpersonen

Die Wirtschaft in Myanmar

Wirtschaftslage

Laut IMF belegt Myanmar mit einem nominalen BIP/Kopf von USD 1.244 derzeit den 156. Rang im weltweiten Vergleich und zählt damit global zu den wirtschaftlich ärmsten Ländern. Gleichzeitig hat die Wirtschaft seit der politischen Öffnung 2011 durchgehend jährlich zwischen 6% und 7% zugelegt, getrieben vor allem von Auslandsinvestitionen, hauptsächlich aus den asiatischen Nachbarländern, inzwischen aber auch von heimischen Großunternehmerfamilien.  

Im Jahr 2019 wuchs die burmesische Wirtschaft zwar um 6,6%, blieb damit aber unter den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IMF). Die Corona-Krise hat auch Myanmar seit März 2020 voll erfasst. Myanmar ist dabei im ersten Halbjahr durch einen harten Kurs mit landesweiten Lockdowns und Sicherheitsmaßnahmen gut durch die erste Welle gekommen. Ende August 2020 kam es aber zu einer zweiten, weitaus größeren Welle mit über 1.000 Infektionsfällen täglich. Es ist davon auszugehen, dass es auch in den kommenden Monaten anlassbezogen zu lokalen Lockdowns kommen wird. 

Die Corona-Krise trifft die burmesische Wirtschaft hart. Der Außenhandel, v.a. der wichtige grenzüberschreitende Handel mit China, brach zwischendurch komplett ein. Laut einer Weltbankstudie sind 75% aller Betriebe von der Corona-Pandemie betroffen, am meisten der Servicesektor, gefolgt vom Produktionssektor. Am wenigsten war die landwirtschaftliche Erzeugung betroffen. Häufigste Problemfelder waren Cashflow-Engpässe und Logistikprobleme.   

Besondere Entwicklungen 

Nach 50 Jahren Militärregierung und Isolation wurde die „Öffnung“ Myanmars 2011/12 unter dem Präsidenten Thein Sein (Union Solidarity and Development Party; USDP) vollzogen.  

Im November 2015 siegte die Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (ASSK) bei den Parlamentswahlen mit der National League for Democracy (NLD). Die im November 2020 abgehaltenen Parlamentswahlen brachten einen Erdrutschsieg der regierenden NLD, die ihre bisherige Mehrheit deutlich auf über 70% der Parlamentssitze ausbauen konnte. 

Am Morgen der geplanten konstituierenden Sitzung des neuen Parlaments am 1. Februar 2021 hat das Militär die Macht übernommen und alle in der Hauptstadt Naypyitaw versammelten gewählten Parlamentsmitglieder verhaftet. Die offizielle Begründung dafür war eine angebliche großflächige Wahlfälschung durch die NLD (was allerdings von internationalen Wahlbeobachten nicht bestätigt wurde). 

Es wurde eine Übergangsregierung unter Vorsitz des oberbefehlshabenden Generals Min Aung Hlaing ausgerufen, Seitdem regiert das sog. „State Administration Council“ das Land, die einberufenen Minister sind überwiegend aktive oder ehemalige Militärangehörige.

Es wurde ein einjähriger Ausnahmezustand ausgerufen, der bis zur Durchführung von Neuwahlen andauern soll. Die Neuwahlen wurden ursprünglich für nächstes Jahr in Aussicht gestellt, inzwischen wird aber schon von einer zweijährigen Frist gesprochen. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Die österreichischen Exporte haben 2019 stark zugelegt, und zwar um beachtliche 260% (von EUR 10 Mio. im Jahr 2018 auf EUR 34,7 Mio.). Die Exportzahlen fluktuieren allerdings von Jahr zu Jahr sehr stark, da sich große Einzellieferungen und öffentliche Aufträge gleich massiv auf die Gesamtjahresstatistiken auswirken. So sanken die Exporte von 2017 auf 2018 um 37% bevor sie 2019 wieder rasant angestiegen sind.  

2020 sind die österreichischen Warenlieferungen stark eingebrochen, und zwar um 47,7% auf EUR 18,1 Mio.). Zu begründen ist dies v.a. mit dem Ausbleiben von einigen größeren Aufträgen im Vergleich zum Vorjahr. Wichtigste Exportkategorien waren Luftfahrzeuge, Maschinen und Bekleidungszubehör.   

Sie haben Fragen zur Wirtschaftsentwicklung in Myanmar? Sie suchen Geschäftspartner in Myanmar? Kontaktieren Sie uns gerne unter bangkok@wko.at

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Myanmar.

Statistik: Länderprofil 

Einen Überblick über die wichtigsten Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Myanmar der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie im Länderreport Myanmar

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bangkok für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Recht und Steuern in Myanmar

Das Team des AußenwirtschaftsCenter Bangkok hat ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, das Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung steht. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Beachten Sie bitte den aktuellen Stand der Sanktionen gegen Myanmar.

Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Nach Myanmar reisen

Wussten Sie, dass die Ein- und Ausfuhr der myanmarischen Währung Kyat verboten ist? Tipps und Ratschläge zu den wichtigsten Einreisebestimmungen, Hotels, Restaurants und Dos und Don’ts stellt Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne bereit. In unserem Länderreport können sie des Weiteren Sicherheitsinformationen sowie nützliche Hinweise zum täglichen Geschäftsleben in Myanmar finden.

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