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Neues im französischen Recht und Steuerwesen 2018

Basiswissen für den Frankreichexporteur

Mit Jahresanfang 2018 treten verschiedene Änderungen im französischen Recht und im Steuerwesen in Kraft.

Nachstehend werden auszugweise einige dieser Neuerungen aufgezählt. Bei Interesse zu einzelnen Punkten steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Paris, paris@wko.at, gerne zur Verfügung.

Recht

  • Einführung der einvernehmlichen kollektiven Kündigungsmöglichkeit
  • Die Verpflichtung zur Einführung von Schutzmaßnahmen für „Whistleblower“ (Teil des Gesetzes Loi Sapin II) gilt für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten und in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern.
  • Französische Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten in Frankreich oder mehr als 10.000 weltweit müssen künftig einen Duty of Care-Plan („Plan de vigilance”) veröffentlichen, um wesentlichen Eingriffen in Menschenrechte, grundlegende Freiheitsrechte, Gesundheit, Personensicherheit und Umwelt im Rahmen der Produktions- und Vertriebskette vorzubeugen.
  • Umsetzung der EU-Transparenzrichtlinie 2014/95. Die nach dem 1. August 2017 neu gegründeten Gesellschaften müssen eine beim Handelsregister zu hinterlegende Erklärung darüber abgeben, wer als „letztendlich Begünstigter” („bénéficiaire effectif“) direkt oder indirekt mehr als 25% des Nennkapitals oder der Stimmrechte hält. Die vor dem 1. August 2017 gegründeten Gesellschaften haben bis zum 1. April 2018 Zeit, eine entsprechende Erklärung abzugeben.
  • Mitarbeiterentsendung: Die geplante Gebühr sowie ein zeitliches Limit für jede Entsendungserklärung werden 2018 nicht eingeführt.
  • Die Umsetzung der EU-Datenschutzverordnung muss in den Unternehmen zum 25. Mai 2018 erfolgen.

Steuerrecht

  • Senkung der Körperschaftsteuer. Der Normalsteuersatz von 33,33% wird progressiv innerhalb der nächsten 5 Jahre gesenkt. Mit 1.1.2018 ist die Einführung eines neuen KöSt-Satzes von 28% auf die Tranche EUR 38.100 bis EUR 500.000 des Unternehmensgewinns, gültig für KMUs, erfolgt. 2020 soll der Höchstsatz für alle Unternehmen bei 25% liegen.
  • Wegfall der 2012 eingeführten Dividendenbesteuerung.
  • Modifizierung der Vermögensteuer (ISF), nur noch Immobilien werden der Besteuerung unterworfen. Aus ISF wird IFI („Impôt sur la fortune immobilière“).
  • Sozialversicherungsbeiträge: Der allgemeine Sozialversicherungsbeitrag CSG steigt von 7,5% auf 9,2%.
  • Anhebung des Mindestlohns SMIC um 1,24% auf EUR 9,88 brutto/Stunde, d.s. EUR 1.498,47 brutto pro Monat (Basis 35 Stundenwoche).
  • Senkung des Steuerkredits zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit („CICE“) von 7% auf 6% für Gehälter, die das 2,5-fache des Mindestlohns SMIC nicht übersteigen.
  • Modifizierung der Wohnsteuer („taxe d’habitation“).
  • Kassensysteme: Mit 1. Jänner 2018 hat jeder umsatzsteuerpflichtige Unternehmer, soweit er Bargeschäfte tätigt, ein Kassensystem zu installieren, dessen Software den Anforderungen der Norm NF 525 entspricht.
  • Bei Tochtergesellschaften ist auf Verlangen der Finanzbehörde eine Verrechnungspreisdokumentation zu erstellen und einzureichen, aus der sich ergibt, wie die Preise zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft ermittelt wurden. 

Die Auswahl der Themen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.