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Niederlande: Branchenprofil Bau und Infrastruktur

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Konkurrenzsituation

Die niederländische Baubranche wurde durch die internationale Finanzkrise 2008 in Mitleidenschaft gezogen. Der sechs Jahre andauernde Abwärtstrend hatte jedoch 2013 seinen Tiefpunkt erreicht und die Bauwirtschaft befindet sich inzwischen auf einem stabilen Weg der Besserung. Wichtigstes Ballungsgebiet für den Bausektor ist Randstad. Zu dem Gebiet im Westen des Landes gehören unter anderem die Großstädte Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht.Im Jahr 2016 hat sich der Umsatz um 6,5% im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Branchenkenner gehen von einer weiteren Steigerung in den folgenden Jahren aus.

Marktführer in der Branche ist die Koninklijke BAM Groep (www.bam.nl). Hauptkonkurrenten sind VolkerWessels (www.volkerwessels.com), Heijmans (www.heijmans.nl), TBI-Holding (www.tbi.nl) und Ballast Nedam (www.ballast-nedam.com). Über 6.000 Architekten sind in den Niederlanden registriert, wovon rund drei Viertel keine Angestellten haben.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

In den Niederlanden unterliegen die Ausschreibungskriterien der öffentlichen Hand wie in allen EU-Staaten europäischen Gesetzmäßigkeiten. Die EU hat dazu folgende Richtlinien in Kraft gesetzt:

  • Richtlinie 2014/23 vom 26. Februar 2014 über die Konzessionsvergabe
  • Richtlinie 2014/24 vom 26. Februar 2014 über die öffentliche Auftragsvergabe
  • Richtlinie 2014/25 vom 26. Februar 2014 über die Vergabe von Aufträgen durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste

Das Vergabeverfahren der öffentlichen Hand hat sich an folgenden Grundsätzen zu orientieren und ist daran zu messen. Der Objektivität, Gleichberechtigung, Transparenz und der Verhältnismäßigkeit, sowie der Effektivitätsgrundsatz und der Grundsatz des Wettbewerbs. Durch europäische Vorgaben wird auch in den Niederlanden ähnlich wie in Österreich das Bestbieterprinzip Zug um Zug in den öffentlichen Ausschreibungsverfahren angewandt.

Ein großes Thema ist Smart Building und Energie sparen. Ungefähr die Hälfte der niederländischen Wohnungen und Häuser sind vor 1976 gebaut worden. Ein nachträglicher Einbau einer Dämmung ist oft notwendig. Es geht konkret darum bestehende Gebäude umzurüsten, um die vorhandene Energie optimal zu nutzen. Das bietet großes Marktpotenzial für österreichische Unternehmen.

Laut Daten von Statistik Niederlande betrug 2015 der Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiekonsum 5,8%, im Jahr 2016 waren es bereits 6%. Das ist der größte Anstieg in den vergangenen Jahren und mit einer weiteren Entwicklung in diese Richtung ist zu rechen: Bis 2020 hat die Regierung als Ziel den Anteil Erneuerbarer Energien auf 14% festgelegt. Die niederländische Regierung fördert zum Beispiel Elektrizitätsgewinnung über erneuerbare Ressourcen, darunter fallen Photovoltaikanlagen und Windräder. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Die Absatzchancen für Unternehmen mit innovativen und kostensparenden Produkten sind in den Niederlanden sehr gut. Vor allem der Bereich Isolation sowie erneuerbare Energie spielen eine große Rolle. Das gilt sowohl für den Neubau als auch für Renovierungs- und Revitalisierungsaufträge. Besonders am Renovierungsmarkt sind die Bauunternehmen momentan optimistisch gestimmt. Viele Firmen rechnen mit konstanten oder steigenden Auftragseingängen. Der Bedarf an energetischen Sanierungen dürfte den Betrieben in diesem Segment in den kommenden Jahren eine gute Auftragslage bescheren. Österreichische Unternehmen gelten als Vorreiter im Bereich der Energieeffizienz, ihre Erfahrung erhöht die Absatzchancen stark.

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