th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Norwegen: Branchenprofil Nahrungsmittel und Getränke

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Aufgrund der topographischen und klimatischen Bedingungen können nur ca. 3% - 4% der Gesamtfläche Norwegens landwirtschaftlich genutzt werden. In Summe wies Norwegen nach letzten Erhebungen einen Selbstversorgungsgrad von 48% auf. Daraus folgt, dass das Land bei manchen Produktklassen - etwa Obst und Gemüse - saisonal völlig von Importen abhängig ist. Eine Ausnahme stellen Molkereiprodukte und Erzeugnisse der Fischindustrie dar.  

Konkurrenzsituation im Lebensmitteleinzelhandel

Der Nahrungsmitteleinzelhandel hat in den letzten Jahren große Veränderungen erlebt. Es gibt kaum noch unabhängige Läden, sondern fast der gesamte Markt (98%) wird von vier großen Ketten kontrolliert. Der Warenimport erfolgt oftmals über eigene Agenturen bzw. Importeure. Die Nahrungs-, Getränke- und Genussmittelindustrie beschäftigt über 48.000 Mitarbeiter. Größtenteils konzentriert sich diese Industrie auf norwegische Rohwaren. Eine Besonderheit am norwegischen Konsummarkt ist das staatliche Monopol für den Einzelhandel mit alkoholischen Getränken.  

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Wie in der EU ist auch in Norwegen der Markt für landwirtschaftliche Waren stark reguliert. Diese Regulierung erfolgt in Norwegen u.a. um die Produktion und Versorgung mit einheimischen landwirtschaftlichen Produkten zu stimulieren, um einen gleichmäßigen und sicheren Zugang zu landwirtschaftlichen Produkten in allen Teilen des Landes zu sichern und um die Nahrungsmittelsicherheit zu erhöhen.  

Sozio-demographische Trends, wie die Zunahme von Ein-Personen-Haushalten und Wohlstandsindikatoren wie die hohe Anzahl an Personen mit Ferienhäusern lassen weiterhin neue Marktchancen erwarten, ebenso der Trend zu bewusster Ernährung sowie die Zunahme des Konsums von Fertigprodukten. Das ausgeprägte Gesundheitsbewusstsein der Norweger trägt wesentlich dazu bei, dass immer mehr biologische Nahrungsmittel auch in Geschäften der führenden Lebensmittelketten zu finden sind und nicht, wie bisher, hauptsächlich in Spezialgeschäften. Neueste Untersuchungen der Konsumgewohnheiten zeigen erstmals wieder einen Trend weg von gesunder, hin zu wohlschmeckender Ernährung. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass einheimische Produkte generell als „ökologisch“ wahrgenommen werden. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich und seine Produkte genießen einen guten Ruf in Norwegen. Vor allem auch hochqualitative bzw. Nischenprodukte, die man speziell mit den positiven Klischees von Österreich in Verbindung bringt, sind interessant und haben Chancen auf erfolgreiche Markteinführung. Der Weinkonsum in Norwegen steigt seit Jahren, trotz der vergleichsweise sehr hohen Preise und der Begrenzungen durch das staatliche Verkaufsmonopol.  

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Nahrungsmittel und Getränke?

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Stockholm!