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Oman Verschiebt Einführung der gesetzlichen Mehrwertsteuer

Omanische Institutionen und Unternehmen benötigen mehr Zeit bei Vorbereitung zur Umsetzung

Das Finanzministerium des Sultanats Oman kündigte Ende Dezember an, die Einführung der geplanten Mehrwertsteuer erst Anfang des Jahres, per Jänner 2019, umzusetzen. Somit verschiebt der Oman das Inkrafttreten dieser im Rahmen des Golfkooperationsrates (GCC – Gulf Cooperation Council) beschlossene Vereinbarung um ein gesamtes Jahr. 

Die Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrates haben sich nach jahrelangen Debatten auf eine Einführung einer 5%igen Mehrwertsteuer verständigt. Jedoch wurde eine Reihe von Ausnahmen zur Steuerbefreiung oder Herabsetzung vereinbart. In manchen Bereichen, wie etwa der Finanzdienstleistungsbranche, obliegt es jedem Mitgliedsstaat individuell, in welchem Ausmaß und in welcher Höhe die neue Mehrwertsteuerregelung greift. 

Nach der erfolgreichen Ratifizierung der Vereinbarung wird jeder der Golfstaaten im nächsten Schritt nun diese Mehrwertsteuer in ihren lokalen Gesetzen verankern.

Dennoch liegt das Sultanat Oman bei den Vorbereitungen zur Einführung der Mehrwertsteuer aktuell noch hinter den restlichen GCC Mitgliedsstaaten. Dies begründet sich hauptsächlich durch lokale omanische Wirtschaftsprüfungsgesellschafen, welche die lokalen Unternehmen noch durch Informationskampagnen und anderen Services optimal auf die Einführung der Steuer vorbereiten wollen. Dieser Schritt benötigt mehr Zeit als geplant. 

Eine weitere Verzögerung ist allerdings, aufgrund der Haushaltssituation des Omans, nicht zu erwarten; wird doch vorausgesehen, dass die Steuer nach Einführung - trotz der zahlreichen Ausnahmeregelungen - zusätzliche Steuereinnahmen von umgerechnet bis zu einer Milliarde US-Dollar bringen soll.

Auch haben sich die GCC-Staaten dazu verpflichtet, dass, sobald die Mehrwertsteuer in mindestens zwei Mitgliedsstaaten einführt wurde, dies auch innerhalb von 12 Monaten in den restlichen Golfstaaten zu geschehen hat. Geschieht dies durch den bestimmten Mitgliedsstaat nicht, ist mit internen Fiskalkonsequenzen, wie etwa Handelsbeschränkungen zwischen den Staaten zu rechnen. Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich schon Anfang 2018 bereit zur Einführung der Mehrwertsteuer gezeigt. Im Falle des Oman würde dies zu unerwünschten Einbußen bei Exporteinnahmen führen.
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