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Polen: Aktuelle Wirtschaftssituation

Mai 2020

Mittlerweile steht fest: 2020 wird das schlechteste Jahr der jüngeren polnischen Wirtschaftsgeschichte sein.

Allerdings ist der Ausblick durchaus positiv! Gründe hierfür ist der starke Binnenmarkt mit einem stetigen Konsum. Zudem ist der schwächere Zloty für Exportprodukte ein Anschub.

BIP ENTWICKLUNG

2020: - 4 %

2021: + 3 %

Zu Beginn des Jahres 2020 wurde in Polen noch ein Wirtschaftswachstum von ca. 4 % erwartet. Derzeit gehen Experten für 2020 von einer Rezession in Höhe von 4 % aus. Dies ist die erste Rezession der polnischen Wirtschaft seit 1990/91.

Für 2020 ist Polen trotz -4 % noch immer das Land mit der besten BIP-Entwicklung in Zentral- und Osteuropa, bzw. mit dem geringsten Rückgang. Für 2021 wird wieder ein Wachstum von 3 % erwartet. 

LEITZINS 0,1 %

Am 17. März wurde der Leitzins von 1,5 % auf 1 % gesenkt und am 8. April wiederum auf 0,5 %. Mit 28.05. wurde der Leitzins um weitere 0,4 % - auf 0,1 % - gesenkt. 

INFLATION

2020: 3,8 %

2021: 2 %

Für 2020 wurde in Polen eine hohe Inflation von bis zu 4 % erwartet. Derzeit ist diese Entwicklung etwas gemindert, da vor allem die Petroleum Preise stark gesunken sind. Im Gesamtjahr 2020 wird eine Inflation von 3,8 % erwartet, die sich 2021 wieder auf 2 % stabilisieren soll. Die hohe Inflation wird vor allem auf die steigenden Lebensmittelpreise zurückgeführt. Durch weniger Regen wird eine geringere Ernte erwartet.

ZLOTY

2020: Ø 4,45 PLN / 1 EUR

2021: Ø 4,35 PLN / 1 EUR

Der Zloty hatte seit März 2020 gegenüber dem Euro etwas an Wert verloren. Zwischendurch lag der Wechselkurs bei 4,60 Zloty je 1 Euro (23. März). Derzeit liegt der Kurs wieder bei 4,42 (Bloomberg, 28.05.2020, 14.17 Uhr). Im Jahresdurchschnitt wird von einer Stabilisierung des Wechselkurses ausgegangen (Durchschnitt von 4,45).

ARBEITSLOSENRATE

2020: 7 %

2021: 7 %

In 2019 lag die Arbeitslosenrate in Polen laut Berechnungen des WIIW bei 3,3 %. Für 2020 wird diese Zahl auf 7 % ansteigen und sich auch in 2021 kaum verändern.

Ukrainische Arbeitskräfte sind zudem während der Epidemie in ihr Heimatland zurückgekehrt und fehlen nun auf dem Arbeitsmarkt. Die steigende Arbeitslosenrate bietet auch eine gewisse Entspannung für den Arbeitsmarkt in Polen. 

INDUSTRIEPRODUKTION

  • Reduktion in manchen Industrien
  • Wachstum bei Pharma, Chemikalien

Bereits im März zeigten 16 von 34 Industrien einen geringeren Verkauf als im Jahresvergleich. Im Mai 2020 sank der industrielle Output um 24,6 % im Jahresvergleich. Dieser drastische Rückgang ist doppelt so hoch wie von Analysten erwartet.

Offensichtliche Gründe für die geringere Produktion sind die, teilweise noch andauernden, Schließungen der Unternehmen, fehlende Arbeitskräfte auf Grund von Krankenständen, ausgefallenen Zulieferungen und auch die geringere Nachfrage. Der Hauptgrund für die geringe Produktion sind auch die fehlenden neuen Aufträge. Dies ist speziell bei Metallen, Gummiprodukten, Koks und Erdölprodukten sowie Kraftfahrzeugen und Möbeln der Fall. Für Juni wird eine Besserung erwartet.

GROSSE CHANCE: NEXT GENERATION EU

Die Europäische Kommission hat das Projekt „Next Generation EU“ vorgestellt in dem gesamt EUR 750 Mrd. für den Wiederaufbau nach der Covid-19 Krise bereitgestellt werden sollen.

Polen soll von dieser Summe EUR 63 Mrd. erhalten. Dies ist die dritthöchste Fördersumme der EU, nach Italien und Spanien. EUR 37,69 Mrd. werden an Beihilfen zur Verfügung gestellt und EUR 25,1 Mrd. an Krediten in der Periode von 2021-2024.

Die Gelder sollen für Projekte verwendet werden, die die Entwicklung zu einer ökologischen und digitalen Wirtschaft fördern und die Resilienz des Marktes entwickeln sollen. Die Förderungen sollen den Mitgliedsstaaten helfen, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen nach der Covid-19 Krise zu überwinden. Bereiche sind Soziales, Beschäftigung, neue Fähigkeiten, Ausbildung, Forschung und Innovation sowie Gesundheit. Ebenso gefördert werden sollen die Bereiche des Wirtschaftsumfeldes, inklusive der Administration und des Finanzsektors. 

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