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Polen: Branchenprofil Nahrungsmittel und Getränke

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation 

Die polnische Wirtschaft wächst kontinuierlich, und zählt damit seit mehreren Jahren zu den Top-Performern unter den EU-Ländern. Die Lebensmittelindustrie in Polen gehört zu denjenigen Tätigkeitsbereichen, die in der Zeit des sozioökonomischen Wandels und der Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union am erfolgreichsten waren. Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie haben viele Investitionen getätigt, um Anlagen an globale Standards anzupassen und die Technologielücke zu verringern. Aufgrund des hohen technologischen Niveaus der Lebensmittelverarbeitung gilt die polnische Lebensmittelindustrie mittlerweile als eine der modernsten in der Europäischen Union.

Die Investitionen in die Nahrungsmittelindustrie stiegen in den ersten drei Quartalen 2017 laut Hauptstatistikbehörde gegenüber dem Vorjahr um 5,2% auf EUR 1,2 Mrd. Der Produktionswert der polnischen Lebensmittelindustrie (Nahrungsmittel und Getränke) lag 2016 bei EUR 46,7 Mrd. (PLN 205,6 Mrd.), was 11% des BIP entspricht. Das Exportvolumen von Agrarerzeugnissen und Nahrungsmitteln belief sich 2017 auf rund EUR 25 Mrd.

Konkurrenzsituation

Für große Handelsketten ist Polen mit seiner enormen landwirtschaftlichen Produktion und den relativ niedrigen Preisen ein höchst interessanter und wichtiger Handelspartner. Die großformatigen Geschäfte kontrollieren ca. 57% des Einzelhandelsmarktes. Der Anteil der kleinformatigen Geschäfte betrug im Jahr 2017 knapp 43%. Die großen Verkaufsflächen werden meistens von ausländischen Investoren betrieben.

Im Allgemeinen empfiehlt es sich, den polnischen Markt aufgrund seiner Komplexität mit Hilfe einer eigenen Niederlassung oder eines lokalen Partners zu bearbeiten, der sämtliche Funktionen erfüllt. Der Zwischenhandel ist in Polen nach wie vor weit verbreitet.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Was die Zulassung österreichischer Lebensmittel zum polnischen Markt angeht, ist festzuhalten, dass es kaum Probleme gibt. Aufgrund des gemeinsamen Binnenmarktes gilt grundsätzlich, dass Lebensmittel, die in Österreich verkehrsfähig sind, auch in Polen verkauft werden dürfen.

Laut Prognosen werden im Jahr 2018 die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke um 5% im Vergleich zum Vorjahr steigen. Experten prognostizieren auch jährliche Konsumzuwächse von 5 bis 6%. Aufgrund des wachsenden Wohlstandes profitiert die Ernährungswirtschaft in Polen. Kunden suchen höherwertigere Produkte. Ein wichtiger aktueller Trend in Polen ist, dass moderne Einzelhandelsflächen ausgebaut werden - Ende März 2018 befanden sich 550.Tsd. m² in Bau.

Chancen für österreichische Unternehmen

Polen geben aktuell ca. 20% Ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Zusätzlich trägt auch die gesteigerte Auslandsnachfrage zur positiven Entwicklung des Sektors bei. Zum einen können österreichische Nahrungsmittel-Produzenten von der gesteigerten Kaufkraft und dem starken Interesse der Polen an internationalen Produkten (inklusive Delikatessen etc.) profitieren, zum anderen verlangt die Modernisierung der Industrie bzw. der Landwirtschaft nach innovativen Lösungen bei Maschinen und Anlagen (Lebensmittelverarbeitung, Verpackungsindustrie, etc.).

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