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Portugal: Branchenprofil Automotive

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Die Automobilindustrie ist eine der dynamischsten und innovativsten Branchen der portugiesischen Wirtschaft. Mit einem Anteil von rund 4 % am Bruttoinlandsprodukt, 11,1 % an den Gesamtexporten und einem Gesamtumsatz von rund 7,2 Mrd. EUR im Jahr 2016 trägt dieser Industriezweig erheblich zum Wirtschaftswachstum Portugals bei. Portugal stellt PKWs, leichte und schwere Nutzfahrzeuge, Busse, Elektro- und Hybridfahrzeuge her. 2016 wurden über 143.096 neu Fahrzeuge (inklusive Lkw) produziert.

Dieser Sektor wird von multinationalen Unternehmen dominiert. Zwei Konzerne montieren in Portugal PKWs (VW-SEAT und PSA Peugeot Citroën), zwei weitere Nutzfahrzeuge (Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation und Toyota Caetano Portugal S.A.). Der mit Abstand größte PKW-Hersteller und wichtigste Exporteur in Portugal ist Volkswagen Autoeuropa, in dessen Werk die VW-Modelle Sharan, Scirocco, SEAT Alhambra und seit 2017 der neue T-Roc (SUV Modell) gefertigt werden. Der einzige portugiesische Hersteller, Salvador Caetano, ist weltweit Marktführer bei Bussen für Flughäfen (Marke COBUS).

Konkurrenzsituation

Neben den Montagewerken Volkswagen Autoeuropa, PSA Peugeot Citroën Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation und Toyota Caetano Portugal S.A, gehört die Komponentenindustrie zu den wichtigsten Sektoren der Automobilbranche. Sie umfasst rund 220 Unternehmen, stellt für mehr als 46.500 Personen einen Arbeitsplatz bereit, erwirtschaftet mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Automobilbranche und trägt wesentlich zu Innovation und technischer Entwicklung bei. 2016 belief sich der Umsatz der Zulieferbranche auf 9 Mrd. EUR, die Exportquote lag bei 85%.  Über die Hälfte der Komponentenhersteller sind internationale Konzerne, allen voran die deutsche Bosch-Gruppe, der größte Automobilzulieferer weltweit, sowie die großen spanischen Konzerne Antolin, Gestamp und auch die österreichischen Firmen ASPÖCK Sytems und Frauenthal Automotive, u.a.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Als Mitglied der Europäischen Union steht der portugiesische Markt österreichischen Unternehmen uneingeschränkt offen, es gelten die einschlägigen Verordnungen und Richtlinien der EU. 

Auf dem Arbeitsmarkt laufen Maßnahmen zur Förderung einer dualen Berufsausbildung, die sowohl vom Staat als auch von Verbänden (insbesondere der Deutsch-Portugiesischen Handelskammer) massiv unterstützt werden. Erwähnenswert ist dabei insbesondere das Ausbildungszentrum ATEC (www.atec.pt/en), das von deutschen Industriebetrieben in Portugal aufgebaut wurde und das heute in engster Kooperation mit der Kfz-Industrie jedes Jahr rund 700 Lehrlinge in verschiedenen Berufen der metallverarbeitenden Industrie ausbildet.

Die Kfz-Industrie wird auch in Zukunft von großer Bedeutung für die portugiesische Wirtschaft sein. Dank der hohen Exportquote und der flexiblen arbeitsrechtlichen Regelungen (insbesondere im Bereich der Betriebsvereinbarungen zu Kurzarbeit) bleibt die Markttendenz steigend. Die führenden ausländischen Unternehmen haben durch Millioneninvestitionen ihre Standorte in Portugal gefestigt.

Chancen für österreichische Unternehmen

Portugals Kfz-Industrie bietet einige Vorteile für neue Markteintritte. Am interessantesten ist die intensive Kooperation zwischen den verschiedenen Zulieferfirmen, aber auch zwischen Firmen, Universitäten, Innovations- und Entwicklungsinstituten. Darüber hinaus sind die günstige geografische Lage sowie die daraus resultierenden logistischen Möglichkeiten für Exportbeziehungen außerhalb Europas zu beachten. Die Arbeitskräfte in Portugal sind gut ausgebildet, die Lohnkosten vergleichsweise niedrig. Bestehende Unternehmen sind oftmals Teil internationaler Zuliefernetzwerke und verfügen daher über wertvolle Erfahrungen sowie Informationen. Aufgrund der steigenden Wachstumstendenz in der Automobil- und Zulieferindustrie, bieten sich für österreichische Firmen gute Absatzchancen, darunter fallen insbesondere die Sektoren Formen-, Maschinenbau und Metallverarbeitung.

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