th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Präsident Biden setzt stärker auf „Buy American“

U.S. Bundesbehörden sollen im Beschaffungsprozess stärker auf „Made-In-America“ setzen

Wie auch schon viele seiner Vorgänger, setzt  U.S. Präsident Joe Biden darauf, die U.S. Wirtschaft durch einen Fokus auf „Buy American“ und „Made-in-America“ zu stärken. Bereits 1954 wurde von Präsident Eisenhower eine Direktive unterzeichnet, die Bundesbehörden dazu anhält U.S. Erzeuger bei Ausschreibungen zu bevorzugen. Allerdings hat diese „Buy America“ Regelung zahlreiche Schlupflöcher und Ausnahmen, die es großen Behörden wie etwa dem Department of Defense oder dem Department for Homeland Security leichter machen, auch bei ausländischen Anbietern (wie etwa österreichiscen Exporteuren) einzukaufen.  

Mit der neuen Executive Order möchte Joe Biden jetzt einige dieser Schlupflöcher stopfen und Bundesbehörden verstärkt dazu auffordern vor allem Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, die „Made in America“ sind. 

Die wesentlichen Eckpunkte dieser Executive Order sind:   

  1. Der Grenzwert, der festlegt ab wann ein Produkt als "Made in America" gilt und problemlos von Bundesbehörden gekauft werden kann, soll erhöht werden. Momentan ist es zu leicht als "Made in USA" klassifiziert zu werden, dieser Grenzwert soll nachgeschärft werden. Produkte sollen zu einem geringeren Grad im Ausland vor- und in den USA endgefertigt werden. Ein größerer Anteil der Gesamtproduktion soll auf U.S. Boden geschehen. Im Detail wird hier das Bewertungsverfahren geändert. Statt dem „Component Test“ (Made in USA gilt wenn in den USA eine Komponente zum Endprodukt ergänzt wird) soll jetzt das „Value Added“ Prinzip zum Einsatz kommen. Nur wenn das Produkt durch die Endfertigung in den USA den höchten „Wertzuwachs“ erhält, soll es das Prädikat „Made in America“ tragen dürfen.  
  2. Bis dato können Bundesbehörden auf ausländische Erzeuger zurückgreifen, wenn sich dadurch erhebliche Ersparnisse ergeben. Die erlaubte erlaubte Preisdifferenz soll erhöht werden - damit teurere U.S. Anbieter für den Bundesbeschaffungsprozess kompetitiv bleiben.  
  3. Ein eigener "Senior Leader" wird bestellt, der künftig die Implementierung des "Made-in-America"-Prozess überwacht. Außerdem wird ein eigenes Amt gegründet, das sämtliche Ausnahmen und Sonderregelungen der "Buy American" Direktive prüft. Eine Webseite soll geschaffen werden, die alle Ausnahmen transparent darstellt und auch ausländischen Firmen eine bessere Übersicht bietet.  
  4. Damit Produzenten und die jeweiligen Bundesbehörden besser zueinander finden, werden Bundesbehörden verpflichtet am "Manufacturing Extension Partnership" teilzunehmen - eine Art Match-Making Plattform, die Produzenten und Behörden in allen U.S. Staaten und Territorien verknüpft.  
  5. Sonstiges: Frachtschiffe die ausschließlich zwischen U.S. Häfen verkehren müssen die U.S. Flagge tragen & Bundesbehörden müssen regelmäßig (alle 2 Jahre) ein Statusupdate zur Implementierung der Buy-America / Made-in-Amrica Regeln geben.  

Welche langfristigen Auswirkungen die Executive Order hat, wird sich erst im Verlauf der Implementierung zeigen. Österreichische Exporteure die in den USA bereits über Produktionskapazitäten verfügen, dürften allerdings im Vorteil sein. Abschließend sollte noch betont werden, dass es sich bei der „Buy American“ Direktive ausschließlich um eine Handlungsanweisung für U.S. Bundesbehörden handelt. Private U.S. Unternehmen können weiterhin, innerhalb der üblichen Rahmenbedingungen (Zoll, Zertifizierung etc.), Geschäfte mit österreichischen Erzeugern abwickeln.  

Bei Fragen steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter New York gerne zur Verfügung!

Stand: