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Recht und Steuern in Chile

Das AußenwirtschaftsCenter Santiago weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.

Das AußenwirtschaftsCenter Santiago hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Chile weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Arbeitsgenehmigung für ausländische Arbeitskräfte  

Ausländische Arbeitskräfte, die in Chile Montagearbeiten durchführen wollen, müssen vor Aufnahme der Tätigkeit eine spezielle Arbeitsgenehmigung beantragen. Die zuständige Behörde dafür ist die Einwanderungsabteilung des chilenischen Innenministeriums. Dazu sind folgende Dokumente vorzulegen: 

  • Reisepass im Original
  • Einreisezertifikat im Original (wird von der Grenzpolizei am Flughafen ausgestellt)
  • Brief der gesetzlichen Vertretung der chilenischen Firma, bei der die Tätigkeit ausgeübt wird
  • Das chilenische Partnerunternehmen muss vor einer lokalen Notarin oder einem lokalen Notar einen Arbeitsvertrag unterschreiben und einige andere Vorbedingungen erfüllen

Grundsätzlich kann die Arbeitsgenehmigung auch vorab beim chilenischen Konsulat in Wien besorgt werden. Dies ist aber ein zeitaufwändiger Prozess und lohnt sich nur dann, wenn die Montagearbeiten in Chile länger als drei Monate in Anspruch nehmen. Eine Reisezusatzkrankenversicherung bei längerem Aufenthalt ist zu empfehlen.

Nachdem die Arbeitskräfte nur temporär entsandt werden, gelten die österreichischen Bedingungen hinsichtlich Entlohnung. Die Besteuerung von Ingenieurs- und Montagedienstleistungen eines österreichischen Unternehmens in Chile erfolgt seit Inkrafttreten des Doppelbesteuerungsabkommens Österreich-Chile ausschließlich in Österreich. In Chile wird das Carnet ATA verwendet, welches die Einfuhr von Montagewerkzeugen (also von Berufsausrüstung) ermöglicht. Die Arbeitszeit in Chile beträgt 45 Stunden pro Woche (Mittagspause: mindestens eine halbe Stunde). Die tägliche Normalarbeitszeit darf zehn Stunden nicht überschreiten. Überstunden am Sonntag, an Feiertagen und in der Nacht müssen mit einem Zuschlag von 50 % bezahlt werden. 

Das AußenwirtschaftsCenter Santiago steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Doppelbesteuerungsabkommen Österreich-Chile 

Zwischen Österreich und Chile ist mit 1.1.2016 ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) in Kraft getreten. Mit dem DBA soll die doppelte Steuerbelastung bei Einkommen und Vermögen vermieden werden und so die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Chile erleichtern. Das Abkommen folgt im Wesentlichen dem OECD-Musterabkommen, mit nur geringfügigen Modifikationen. Genannt seien die Immobilienklausel in Art. 13 Abs. 4 und die Frist zur Begründung einer Betriebstätte in Art. 5. 

Das DBA enthält unter anderem Regelungen zu den Bereichen selbstständige und unselbständige Arbeit, Lizenzgebühren, Zinsen, Dividenden, Veräußerung von Gesellschaftsanteilen und Vermögensbesteuerung. So erfolgt die Besteuerung von Vermögen durch dasjenige Land, in dem sich das unbewegliche Vermögen befindet beziehungsweise sich die Betriebstätte befindet, wenn es sich um bewegliches Betriebsvermögen handelt. 

Bei Dividenden hat sich Chile ungeachtet des Abkommens die Einhebung der chilenischen Zusatzsteuer („impuesto adicional“) vorbehalten, welche derzeit 35% beträgt und auf alle Auszahlungen von Unternehmensgewinnen an ausländische Gesellschafterinnen und Gesellschafter erhoben wird. Darauf wird der sogenannte „impuesto de primera categoría“ in Höhe von 17% angerechnet, die auf alle Unternehmensgewinne bei deren Entstehung erhoben wird, also auch auf jene, die an inländische Gesellschafterinnen und Gesellschafter ausgezahlt wird. Österreich rechnet den Betrag, der aufgrund des chilenischen Rechts entrichtet werden muss, auf die 25-prozentige KESt an. 

Das AußenwirtschaftsCenter Santiago steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Handelsabkommen  

Die Handelsbeziehungen der EU mit Chile basieren auf dem Assoziierungsabkommen, das seit 1. März 2005 vollständig in Kraft ist. 

Seit 16. November 2017 verhandelt die EU mit Chile über die Modernisierung des bestehenden Abkommens.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Chile problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Santiago de Chile anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Chile

Das AußenwirtschaftsCenter Santiago de Chile berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Chile haben.