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Recht und Steuern in Liechtenstein

Das AußenwirtschaftsCenter Bern weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.  

Das AußenwirtschaftsCenter Bern hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Liechtenstein weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Mehrwertsteuer in Liechtenstein 

Die liechtensteinische Mehrwertsteuer entspricht der schweizerischen, wird aber in Vaduz eingehoben und abgerechnet. Das Liechtensteinische Mehrwertsteuergesetz kennt drei Steuersätze: 

  • Normalsteuersatz von 7,7 %,
  • Sondersatz von 3,7 % bei Hotelübernachtungen inkl. Frühstück
  • reduzierter Steuersatz von 2,5% (beispielsweise auf Ess- und Trinkwaren).  

Grundsätzlich ist jedes Unternehmen ab einem Umsatz von über 100.000 Schweizer Franken mehrwertsteuerpflichtig, wobei etwaige Umsätze in der Schweiz mit zu berücksichtigen sind. Das ausländische Unternehmen muss sich dann mittels Antrag bei der liechtensteinischen Steuerverwaltung ins Mehrwertsteuerregister eintragen und erhält eine Mehrwertsteuernummer, welche übrigens auch für Leistungserbringungen in der Schweiz verwendet werden kann. Die liechtensteinische Mehrwertsteuer ist (in der Regel) quartalsweise abzurechnen und abzuliefern. 

Das Reverse Charge System kommt vornehmlich bei grenzüberschreitender Erbringung von bestimmten Dienstleistungen nach Liechtenstein als sogenannte „Bezugssteuer“ zur Anwendung, sofern der ausländische leistungserbringende Betrieb nicht über eine liechtensteiner oder schweizer Mehrwertsteuernummer verfügt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Begriff „Dienstleistung“ im liechtensteinischen Mehrwertsteuerrecht weit enger ausgelegt wird als in Österreich. So werden etwa Arbeiten an Gegenständen generell als Werklieferung/Werkleistung eingestuft, auch wenn der Gegenstand dabei nicht verändert wird. 

Das AußenwirtschaftsCenter Bern steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Eigentum und Forderung in Liechtenstein 

Im Zahlungsverkehr mit Liechtenstein bestehen keinerlei Devisenrestriktionen. Bei den Lieferbedingungen wird von der liechtensteinischen Kundschaft in der Regel franko liechtensteinische Grenze oder frei Haus sowie Preiserstellung in Schweizer Franken, immer mehr aber auch in Euro akzeptiert. Üblich als Zahlungsbedingungen sind bei Lieferungen gegen Kassa zwei bis drei Prozent Skonto; 30 Tage netto Kassa; 90 Tage netto Kassa (nur bei größeren Lieferungen). Wechsel, Akkreditive und Dokumenteninkassi sind bei Lieferungen nach Liechtenstein unüblich. 

Jährlich werden in der Schweiz beziehungsweise Liechtenstein circa 1,85 Millionen Zahlungsbefehle in einer Gesamthöhe von über 2 Milliarden Schweizer Franken ausgestellt. Es empfiehlt sich daher, zur bestmöglichen Absicherung der eigenen Position folgende Punkte zu beachten:             

  • Vorab Einholung einer Bonitätsauskunft über die Partnerfirma (via AußenwirtschaftsCenter Bern oder Zürich)
  • Schriftliche, von der Kundschaft rechtsgültig unterzeichnete (nach aktuellem Handelsregisterauszug), richtig und vollständig ausgefüllte und datierte Bestell- und Lieferscheine mit genauen Preisangaben
  • Rechnung mit klarer, schriftlicher Beschreibung des Lieferumfanges und des Preises (inklusive genauer Daten bei Zahlungszielen)
  • Übersenden einer Auftragsbestätigung und unbedingter Gegenzeichnung mittels rechtsgültiger Unterschrift der Kundschaft (nach aktuellem Handelsregisterauszug)
  • Rechtzeitige Mahnung
  • Kleingedruckte Vermerke auf der Rechnung wie „Ziel 30 Tage“ sind nach liechtensteinischem Recht bedeutungslos
  • Eine „Eigentumsvorbehaltsklausel“ auf Rechnung, Lieferschein etc. ist nach liechtensteinischem Recht nichtig  

Das AußenwirtschaftsCenter Bern steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Handelsabkommen  

Basis der Handelsbeziehungen der EU mit der Schweiz ist das Freihandelsabkommen von 1972, gefolgt von den bilateralen Abkommen I und II sowie auf technischer Ebene circa 100 bilateralen Abkommen, die durch eine Struktur von mehr als 15 gemeinsamen Ausschüssen verwaltet werden.  

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.  

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Liechtenstein

Das AußenwirtschaftsCenter Bern berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Liechtenstein haben.