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Reisewarnung: andauernder Generalstreik und Massenproteste in Kolumbien

Angespannte Sicherheitslage aufgrund von Ausschreitungen 

Am 28. April 2021 fand in Kolumbien ein groß angelegter Generalstreik statt, der von verschiedenen Sektoren und Gruppen unterstützt wurde. Hauptgrund war der Protest gegen die von Präsident Duque und Finanzminister Carrasquilla vorgeschlagene Steuerreform, aber auch andere Themen wie der Einsatz von Glyphosat aus der Luft gegen illegalen Drogenanbau, die Ermordung von sozialen Aktivisten und die soziale Ungleichheit waren Grund der Demonstrationen. 

Die Massenproteste setzten sich über mehrere Tage in allen großen und mittleren Städten des Landes fort, großteils friedlich aber es kam leider auch zu gewalttätigen Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Plünderungen sowie Zusammenstößen mit der Polizei und der Sondereinheit ESMAD mit Verletzten und Toten. Am 1. Mai ordnete Präsident Duque die Militarisierung einiger Städte an, was auf Ablehnung der Bürgermeister und Bevölkerung stieß. Schließlich musste Präsident Duque am 2. Mai die geplante Steuerreform zurücknehmen und kündigte eine Neufassung des Textes an. Daraufhin gab Finanzminister Carrasquilla auch seinen Rücktritt bekannt. 

Die Proteste finden jedoch weiterhin statt und es ist nach einer Woche noch kein Ende in Sicht. Mittlerweile haben sich auch die Gründe für die Demonstrationen vermehrt, dazu gehören u.a. die geplante Gesundheitsreform und Pensionsreform, die Forderung nach einer Polizeireform sowie gegen Polizeigewalt und Verletzung der Menschenrechte, die Forderung nach mehr Umweltschutz (Fracking, Glyphosat), die Einforderung des Friedensabkommens von 2016 und die allgemeine Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung. Außerdem haben sich inzwischen weitere Gruppierungen dem Generalstreik angeschlossen, darunter die Taxifahrer und Transporteure, das Lehrpersonal und indigene Gruppen. Es werden auch für die komenden Tage weiterhin Demonstrationen erwartet und es wurden bereits für den 12. Mai erneut große Protestmärsche angekündigt.

Die Proteste finden im ganzen Land statt, in allen großen und mittleren Städten und es kommt zunehmend zu Gewalteskalationen. Besonders betroffen sind Cali und Bogota, wo es bisher zu den schlimmsten Ausschreitungen und Zusammenstößen kam. Die Lage ist sehr unübersichtlich und angespannt, es kann weiterhin in allen Städten zu Ausschreitungen und Straßenblockaden kommen. Teilweise sind auch die Lieferketten unterbrochen und Flughäfen sowie der öffentliche Transport sind teilweise beeinträchtigt.

Wir raten derzeit von allen nicht zwingend notwendigen Reisen nach Kolumbien ab bzw. diese zu verschieben. Sollten Sie demnächst eine Reise nach Kolumbien planen, kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Bogota.

Für weitere Informationen verweisen wir auch auf die Reiseinformationen des BMEIA.