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Robuste Lieferketten sicherstellen - Gibt es Alternativen zum Einkauf aus Asien und China?

Branchenreport für Einkäuferinnen und Einkäufer der verarbeitenden Industrie zeigt Trends, Risiken und Alternativen zum Sourcen aus Asien auf

Der englischsprachige Branchenreport “Sourcing from China and Asia. How to Evaluate Risks and Safeguard Resilient Supply Chains”  basiert auf einer Bestandsaufnahme der Beschaffung des österreichischen verarbeitenden Sektors aus China und Asien und einer im Dezember 2020 durchgeführten Umfrage unter 20 österreichischen Einkaufsmanagern von mittelständischen Unternehmen. Eine erste Analyse hat ergeben, dass bei der derzeitigen Beschaffung aus Asien vor allem die Volksrepublik China eine große Bedeutung hat. 90% der befragten österreichischen Einkaufsmanagerinnen und -manager waren im Jahr 2020 mit Störungen in ihrer Lieferkette konfrontiert, sei es mit Problemen beim Lieferanten selbst oder mit der Logistik. Die Auswirkungen der Covid-19 Gesundheitskrise und die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA haben den Druck erhöht, die bestehende Lieferkette aus Asien und China näher zu betrachten und mögliche Alternativen festzustellen („China + 1“), um Risiken zu minimieren und kosteneffizient einzukaufen. Unabhängig von den jüngsten Entwicklungen hat die Häufigkeit und Intensität von Krisen und Störfaktoren, welche die Lieferketten beeinträchtigen können, zugenommen. Einkaufsverantwortliche sind gefordert die bestehenden Lieferketten genauer und tiefergehend zu betrachten, um Risiken exakt zu bewerten und damit robuste Lieferketten sicherzustellen. 

Aufgrund einer gut entwickelten Lieferantenbasis in China, der immer besser werdenden Qualifikation von Arbeitskräften und etablierter Logistiksysteme gibt es für viele Beschaffungsvorgänge kaum kurzfristige Alternativen zu China. Auch innerhalb der Volksrepublik gibt es bei der Lieferantenbasis große Unterschiede, vor allem hinsichtlich der oft im Ökosystem rund um ausländische Investoren reif gewordenen Produktionen an der Ostküste und in Südchina gegenüber dem oft noch weniger entwickelten Westchina. Die Zeiten der verlängerten Werkbank China für die ganze Welt sind jedoch gezählt, und auch aufgrund neuer politischer Ambitionen Pekings nicht mehr unbedingt gewollt. Vor allem arbeitsintensive Produktionen wandern derzeit innerhalb Asiens in billigere Produktionsländer wie nach Vietnam oder in die Philippinen ab und österreichische Einkäufer und Einkäuferinnen von Konsumwaren schauen sich auch in diesen Märkten um. 

Der Branchenreport befasst sich mit den wichtigsten Beschaffungs-Kategorien österreichischer Unternehmen, welche eine große Rolle für die weitere Verarbeitung und Wertschöpfung im industriellen Sektor darstellen. Für Einkäufer und Einkäuferinnen im verarbeitenden Sektor rät die Studie am ehesten bei Eisen und Stahl, Werkzeugen, Plastik und Gummi, Aluminium und bei organischen Chemikalien zumindest mittelfristig die Möglichkeiten zu einer Diversifizierung auf Beschaffungsmärkte außerhalb Chinas zu prüfen, insbesondere bei neuen Beschaffungsvor-gängen. Voraussetzung ist, dass in diesen neuen Märkten qualifizierte Lieferanten mit ausgebildeten Arbeitskräften und ausreichendem Zugang zu Roh- und Vormaterialen gefunden und weiterentwickelt werden können und auch die entsprechende Infrastruktur bei Logistik und Dienstleistungen vor Ort rund um eine Beschaffung wie für Qualitätskontrolle darstellbar ist. Dabei sollten auch die Kosten und der nötige Ressourceneinsatz für die Entwicklung neuer Lieferanten nicht unterschätzt werden. Je nach Beschaffungsvolumen, Einkaufs-Kategorien und Qualitätsanforderungen rücken als mögliche Alternativländer zu China neben etablierten Märkten wie Japan, Taiwan und Südkorea vor allem Indien, Malaysia, Vietnam, Thailand und die Philippinen in den Fokus. Aber auch das Beschaffen aus Österreich selbst und in Länder im Umfeld Österreichs, insbesondere in Ost- und Südosteuropa, werden vor allem bei kleineren Stückzahlen und bei Produkten mit höherer Technologieintensität und höherem Logistikanteil wieder attraktiver („near shoring“), um Logistik- und Zollrisiken zu minimieren und die Abstimmung mit Lieferanten zu vereinfachen. 

Der Branchenreport enthält praktische Tipps für Einkaufsverantwortliche in der Umsetzung von Maßnahmen sowie einen Einblick in Digitalisierungs-Möglichkeiten in der Beschaffung. Der Report wurde von MANGGEI CONSULTING im Auftrag der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA erstellt und aus Mitteln der Internationalisierungsoffensive go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich finanziert. Die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer Österreich unterstützen österreichische Einkäufer und Einkäuferinnen des verarbeitenden Sektors beim Aufbau nach-haltiger Lieferketten.

Im Webinar der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA vom 28.5.2021 zum Thema  „Lieferketten - Risiken erkennen & alternative Lieferanten sicherstellen“ stellt Christian Santner/Manggei Consulting die Studie vor. Franz Rößler vom AußenwirtschaftsCenter Hongkong gibt eine kurze Übersicht über aktuelle Themen beim Sourcing aus China.
Feedback zur Studie und Erfahrungen aus der Praxis geben Andreas Pinzker/Melecs EWS, Cam Luu/Kreisel Electric und Felix Birnstein. 
Moderation: Eric Savoye/AUSSENWIRTSCHAFT Industry.

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Für ein kostenloses Exemplar des Branchenreports kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Hongkong, T +852 2522 2388, hongkong@wko.at

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