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Russland: Strengere Kennzeichnungspflicht für Milch

Gültig ab Jänner 2019

Milchprodukte, in denen die meiste Milch nur im Namen enthalten ist, Milch-„Fälschungen“, Kundenbetrug: Verbraucherschützer und Experten in Russland hatten seit Beginn des Lebensmittelembargos gewarnt, dass nicht alles, was als Milchprodukt auf den Tellern der Russinnen und Russen landet, diesen Namen auch wirklich verdient. Eine neue Kennzeichnungspflicht soll jetzt Abhilfe schaffen und die Konsumentinnen und Konsumenten über die tatsächlichen Inhaltsstoffe informieren und helfen, zwischen echten Milchprodukten und „Fake“ zu unterscheiden.

Vor allem geht es dabei um pflanzliche Speisefette, die in der russischen Lebensmittelindustrie anstelle der teureren Milchfette bisher breite Verwendung fanden. Den Behörden war insbesondere die Palmöl-Anomalie ein Dorn im Auge: Seitdem es gilt, den riesigen Markt mit den „eigenen“ Milchprodukten zu versorgen, stieg Jahr um Jahr gemeinsam mit der Käseproduktion nämlich weniger die Menge an in Russland produzierter Rohmilch, sondern der Import von - Palmöl.

Ab jetzt müssen Hersteller Farbe bekennen, wenn ihr Produkt Pflanzenfette statt Milchfett enthält. Derartige Produkte dürfen nicht mehr unter der Bezeichnung „Milch“ oder „Milchprodukt“ verkauft werden, sondern heißen stattdessen beispielsweise „Milchhaltige Creme mit Milchfett-Ersatz, hergestellt nach den Technologien für die Rahmherstellung“. Auch Bezeichnungen, die Milch suggerieren, wo keine drin ist (sahnig, milchig,…) sind laut dem technischen Reglement Nummer 102 nicht zulässig. Der Hinweis, dass Milchfett-Ersatz enthalten ist, muss sich darüber hinaus von der restlichen Verpackung deutlich farblich abheben.

Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind Margarine und Speiseeis.

Für einige Produzenten von milchhaltigen Produkten bedeutet die Kennzeichnungspflicht neue Verpackungsangaben für die Märkte der Eurasischen Wirtschaftsunion.

Das Technische Reglement Nr. 102 „Über die Sicherheit von Milchprodukten in russischer Sprache) der Eurasischen Wirtschatsunion war bereits am 10. November 2017 verabschiedet worden und ist im Juli 2018 in Kraft getreten. Bis 16. Januar 2019 galt jedoch noch eine Übergangsfrist, während der Produkte nach den alten Verpackungsvorschriften verkauft werden durften.