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Schienenverkehr: Struktur, Zukunft und Trends der Branche

Innovationen, Internationalisierung und der weltweite Trend zu globalen, intermodalen, grünen Verkehrslösungen machen den Schienenverkehr immer wichtiger

Struktur des Bereiches Schienenverkehr

Durch die Impulse der europäischen Osterweiterung veränderte sich Mobilität und Transport grundlegend. Auf Langstrecken ab 300 Kilometern, vor allem im Güterverkehr, ist die Bahn in vielen Bereichen die erste Wahl unter den Verkehrsmitteln. Verstärkt wird diese Entwicklung durch die anhaltenden hohen Investitionen in die Bahninfrastruktur, die flächendeckende Vernetzung von Regionen innerhalb und außerhalb Europas und die stetige Qualitätssteigerung im Kundenservice.

Weltweite Bedeutung genießt Österreich nicht zuletzt aufgrund seiner geografischen Lage als zentraler Knotenpunkt Europa querender Verkehrsströme. Derzeit führen vier von neun Kernnetzkorridoren des Transeuropäischen Netzes durch Österreich, alleine drei durch Wien. Verkehrsachsen ziehen oft weitere positive Effekte wie soziale Integration und die Entstehung von Wohlstand mit sich.

Bahnsysteme und ihre Schienennetze befinden sich weltweit gesehen mehrheitlich in staatlichem Eigentum. Hierzu zählen Züge, Regional- und S-Bahnen, aber auch Straßenbahnen und U-Bahnen. Privatbahnen existieren je nach nationaler Gesetzesgrundlage und erwerben und verfügen Nutzungsrechte am Schienennetz.

Das Leistungsspektrum der Bahn veränderte sich in den letzten Jahrzehnten vom national abgeschotteten Güter- und Personentransport hin zu einem international vernetzten Mobilitätsanbieter. Heute umfasst das Portfolio des Schienenverkehrs teilweise vollkommen neue Bereiche und ist hoch innovativ. Neben den traditionellen Bereichen wie Personen- und Güterverkehr, Nah- und Fernverkehr, Bahninfrastruktur, Immobilien und Bahnbetrieb bedienen meist operative Tochtergesellschaften neue Segmente wie Cargo, Logistik, Projektierung, Umweltverträglichkeit und internationale Kooperationen.

Zukunft der Schienenverkehrsindustrie

Die Bahn gewinnt zunehmend auf interkontinentalen Langstrecken und als umweltfreundlicher, emissionsarmer Verkehrsträger immer mehr an Bedeutung. Entsprechend dem verkehrspolitischen Ziel der EU-Kommission wurde ein Verlagerungsziel von 30 % des Straßengüterverkehrs über 300 km bis 2030 angenommen. Der Schienenverkehr wird auch im Rahmen des modal-split immer wichtiger.

Leistungsfähige, funktionierende Netze sind entscheidende Faktoren für die Entwicklung von Wirtschaftsstandorten. Handlungsbedarf besteht derzeit vor allem bei der Harmonisierung der unterschiedlichen regulatorischen Rahmen, technischen Normen (z.B. unterschiedliche Spurweiten im Schienenverkehr, Einhaken der Waggons) sowie hinsichtlich der grenzüberschreitenden Kooperation, z.B. bei der Bereitstellung telemetrischer oder logistischer Daten.

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Im europäischen Schienenpersonenverkehr wird die Erweiterung der bestehenden Netze, die bessere Anbindung ländlicher Regionen und die Verbesserung des Kundenservice durch benutzerfreundliche Applikationen vorangetrieben. Bei der Internationalisierung werden Kooperationen mit fremdstaatlichen Bahngesellschaften immer wichtiger, ebenso der Bau von Terminals und (Transit)Hubs. Sie stellen wesentliche Lager- und Umschlagplätze dar, wodurch modal-split und die Optimierung von Verkehrs- und Warenströmen erst möglich wird. Im Technologiebereich werden Umbrüche durch den Einsatz von e-Lokomotiven und Logistik-IT erwartet.

Die Umsetzung eines interoperablen europäischen Eisenbahnverkehrs entlang der transeuropäischen Achsen zählt zu den wichtigsten Zielsetzungen im europäischen Kontext. Derzeit werden vor allem Planungen auf den Achsen Europa-Asien ("neue Seidenstraße") sowie "Baltic-Adria-Schwarzes Meer, Kaspisches Meer" vorangetrieben.

Viel Bewegung gab und gibt es in den Bereichen Digitalisierung, kombinierter Verkehr, Internationalisierung und Kundenservice. Folgende Trends zeichnen sich ab:

  • Vernetzung interkontinentaler Regionen, durchgängiger Anschluss von Verkehrskorridoren, Reduktion von bottle-necks, Ausbau von Ausweichstrecken und Anschlussstrecken; Intensivierung der Strecke Asien (vor allem China) und Europa
  • Ausbau der Vollelektrifizierung und der Breitspurschiene sowie Hochkapazitäts- und Hochgeschwindigkeitsstrecken
  • Internationale Kooperation und Zusammenarbeit, Vereinheitlichung technischer und rechtlicher Rahmenbedingungen
  • Intermodaler Verkehr, kombinierte Transporte
  • Umweltverträglichkeitsprüfung
  • Rollende Landstraße
  • Einzelwagenverkehr
  • autonom fahrende Lokomotiven
  • First und Last-Mile-Problem (Kostenvorteile gegenüber der Straße)
  • Erhöhung der Transportkapazität pro Zug oder pro Container
  • Ausbau von Logistikzentren, Cargo Zentren, Hubs, Terminals für die Lager-und Umschlagslogistik
  • Reduktion der Treibhausgase um 60% im Verkehrssektor, z.B. durch modal-split
  • Digitalisierung 4.0: Prozessoptimierung von Verkehrsströmen, Nutzung von Cloud-Technologie für Verkehrstelemetriedaten und Prognosedaten
  • Verbesserung des Kundenservice im Personenverkehr, Einsatz von benutzerfreundlichen Web-Applikationen

Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unterstützt österreichische Unternehmen, die die damit verbundenen globalen Chancen nützen und die Bahn mit hoher Wertschöpfung in das internationale Bewusstsein bringen wollen.

Internationalisierungsoffensive go-international

Wer Kräfte bündelt, erreicht mehr und kommt schneller ans Ziel. Wer sich im Auslandsgeschäft viel vornimmt, nützt daher am besten die „All-inclusive-Angebote“ von mehr als 160 Branchenfokusprogrammen.

Zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Markt und oft regional gebündelt unterstützt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in 45 Schlüsselbranchen den Markteintritt oder die Expansion österreichischer Exporteurinnen und Exporteure und Investorinnen und Investoren mit maßgeschneiderten Leistungspaketen:

Von Fachleuten vor Ort erstellte Studien versorgen Unternehmen mit wertvollem Markt- und Branchenwissen. Expertenforen informieren über Geschäftschancen und Rahmenbedingungen. Auslandsveranstaltungen mit starkem B2B-Fokus unterstützen bei der Geschäftsanbahnung im Zielmarkt. Branchen-Managerinnen und -Manager betreuen Firmen in Österreich, und Expertinnen und Experten in den AußenwirtschaftsCentern unterstützen vor Ort.

Dazu gibt es Startgeld für Mutige! - Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen den Sprung über die Grenze und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich.