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Innovation aus Schweden: Arzneimitteldosierung leicht gemacht

Ondosis ermöglicht individuelle und bedarfsorientierte Medikamentengabe  

Das Göteborger Arzneimittel-Start-Up Ondosis steht für Innovationen zur individuellen Dosierung von Arzneien. Das Unternehmen hat ein Konzept entwickelt, mit dem Medikamente auf den einzelnen Patienten und seinen Bedarf abgestimmt dosiert werden können.

Das Konzept

Großes Interesse zieht derzeit ein handliches Gerät (Ondosis One) auf sich, das mit kleinen Körnern der aktiven Substanz eines Arzneimittels befüllt werden kann. Ärzte stellen ein, wieviele Einheiten des Medikaments der Patient benötigt und mittels Knopfdruck wird eine auf den Patienten abgestimmte Tablette hergestellt, die dann vorne aus dem Gerät fällt.

Da das Medikament so nicht in Form einer vorgenerierten Tablette besteht sondern individuell angepasst wird, kann es viel präziser und individueller dosiert werden. Das ist besonders für Kinder, ältere Menschen aber auch für Frauen von Bedeutung. Schließlich sind fast alle herkömmlichen Medikamente in Ihrer Wirksamkeit auf einen durchschnittlichen, mittelalten Mann ausgerichtet. Auf diese Weise wird eine exaktere Medikamentengabe ermöglicht und Fehlmedikationen können verhindert werden. Das Gerät ist mittels Pincode gesichert, was insbesondere dem Schutz von Kindern dienen soll.

Die Vision

Ondosis versteht sich selbst als Wegbereiter des digitalen Zeitalters im Bereich der Arzneimitteldosierung. So sollen positive Aspekte der Digitalisierung genutzt werden, um den Menschen das Leben mit Krankheiten zu erleichtern. Während sich die Pharmazeutik in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt hat, kann in der Verabreichung von Medikamenten eine Art Stillstand beobachtet werden. Das möchte OnDosis ändern, indem die Vorteile moderner Medizin der Arzneimitteldosierung zugute kommen. Ziel des ambitionierten Start-Ups ist es, das Gesundheitswesen durch diese flexiblere Art der Arzneimitteldosierung zu entlasten. Besonders bei Krankheiten, die mit Tabletten oder Kapseln behandelt werden, dürfte die Innovation künftig zum Einsatz kommen.

Über eine App können Behandlungsfortschritte überwacht werden, herkömmliche Aufzeichnungen zur Einnahme von Medikamenten werden überflüssig. Krankheitsverlauf und Verträglichkeit werden so für medizinisches Fachpersonal leichter nachvollziehbar. Außerdem kann die Dosierung von Wirkstoffen jederzeit an veränderte Umstände angepasst werden, z.B. wenn ein Patient auf einen Inhaltstoff reagiert. Ein Umstieg auf ein anderes Medikament kann so zum Beispiel durch Anpassung eines Inhaltsstoffes vermieden werden.

Die künftige Weiterentwicklung

Das Unternehmen konzentriert sich im Moment auf chronische Erkrankungen sowie Krankheitsbilder, die eine enorme Belastung für die Patienten darstellen. So kann das Gerät künftig insbesondere bei der Behandlung von ADHS, Epilepsie, Schmerztherapie und bei Organtransplantationen zum Einsatz kommen.

Ondosis ist hervorgegangen aus einer Kooperation von Astra Zeneca und GU Ventures und hat sich im September mit der Tiefenbacher Group zusammengeschlossen, um das Medikament am Pharmamarkt zu etablieren. In einem nächsten Schritt ist eine Etablierung auf dem amerikanischen Markt und die dortige Börsennotierung vorgesehen.

Zusammenarbeit

Diese medizintechnische Innovation bietet gleichermaßen Inspiration und Geschäftschancen für österreichische Unternehmen aus der Branche. Das Start-Up ist Teil des starken E-Health-Sektors in Skandinavien und möchte auf der Grundlage von Co-Development- und Lizenzvereinbarungen mit Pharmaunternehmen zusammenarbeiten. Weitere Informationen dazu finden sich auch auf der Homepage des Start-Ups.

OnDosis One
© : OnDosis AB OnDosis One

Bei Fragen wenden Sie sich jederzeit gerne an das Team des AußenwirtschaftsCenters Stockholm unter stockholm@wko.at.