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Schweiz: Branchenprofil Bau und Infrastruktur

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Im Bauhauptgewerbe stehen nach dem schwierigen Baujahr 2015 im ersten Halbjahr des laufenden Jahres die Zeichen auf Erholung. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsätze um 5,4 % auf CHF 9 Mrd. Auch die Sparten Tiefbau (+4,2 %) und Hochbau (+6,7 %) entwickeln sich gut.  

Konkurrenzsituation

Der Wettbewerbsdruck im Baugewerbe ist weiterhin stark. Die tiefen Markteintrittsbarrieren führen dazu, dass ständig neue Unternehmen gegründet werden. Im Baugewerbe wurden 1568 Neugründungen gezählt, was ein Plus von 13 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Viele davon sind Kleinstunternehmer, welche mit tiefen und nicht zwingend kostendeckenden Preisen in den Markt eintreten, was den Preisdruck verschärft.

Der mittlerweile dekadenlange Boom der Bauwirtschaft hat aufgrund der niedrigen Eintrittsschwelle Überkapazitäten geschaffen. Eine strukturelle Bereinigung steht der Schweizer Baubranche in naher Zukunft bevor.  

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Unternehmen aus dem EU/EFTA Raum sind berechtigt für 90 Arbeitstage pro Jahr Dienstleistungen in der Schweiz zu erbringen. Voraussetzung ist eine Meldung über ein Online-System des Staatssekretariats für Wirtschaft. In gewissen Bereichen muss die Anmeldung 8 Tage vor Arbeitsbeginn erfolgen. Für Tätigkeiten, die länger als 90 Tage andauern, muss um eine Spezialbewilligung beim zuständigen Amt für Wirtschaft und Arbeit des betroffenen Kantons angesucht werden. Bei der Entsendung von Mitarbeitern sind die flankierenden Maßnahmen zu beachten. Diese beinhalten, dass Mitarbeiter orts- und branchenübliche Löhne erhalten und die Sicherheit- und Ruhebestimmungen eingehalten werden müssen.

Baugewerbliche Ausrüstungen für den Hoch- und Tiefbau müssen in jedem Fall mit ZAVV importiert werden.  

Subunternehmerhaftung – Der Erstunternehmer haftet für sämtliche Subunternehmern, wenn diese die üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht einhalten. Der Erstunternehmer kann sich von dieser Haftung befreien, wenn er nachweist, dass er die nach den Umständen gebotene Sorgfaltspflicht bzgl. Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen angewendet hat.

Scheinselbstständigkeit – Selbstständige Dienstleistungserbringer unterliegen nicht dem Entsendegesetz und sind daher nicht den minimalen Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz unterworfen. Können selbstständige Dienstleistungserbringer den Nachweis Ihrer Selbstständigkeit nicht erbringen, gelten sie als „Scheinselbstständige“.

Kautionspflicht – Betroffen sind Unternehmen des Baunebengewerbes. Die Kautionspflicht gilt nicht für jeden Kanton! 

Chancen für österreichische Unternehmen

Die Schweiz liegt konstant an dritter Stelle der wichtigsten österreichischen Handelspartner nach Deutschland und Italien. Besonders im Dienstleistungsbereich, wo Österreich im Nischen- und Spezialbereich (Fertigung und Montage von Produktionsanlagen, Spezialtiefbau, etc.) gut unterwegs ist, ist noch viel zu holen. Gute Chancen bestehen außerdem im Ausbaugewerbe, vor allem in der Haustechnik- und dem Ausstattungsbereich. Österreich hat sich in den letzten Jahren zu einem starken Wirtschaftspartner entwickelt, der mit innovativen Qualitätsprodukten und –services punkten kann.

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