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Vertikale Landwirtschaft in Singapur

Vorzeigemodell Sky Greens erhält biologische Zertifizierung

Mit einer Fläche von nur 719km2 und einer Bevölkerungsdichte von 7799 Einwohnern pro km2 zeigt sich das Platzproblem in Singapur immer deutlicher. Dementsprechend beträgt der Anteil der heimisch angebauten Lebensmittel lediglich 10 %, rund 90 % werden aus über 30 verschiedenen Staaten importiert. Durch diese Abhängigkeit ist das Land besonders von Preis- und Angebotsschwankungen gefährdet. Das singapurische Unternehmen Sky Greens reagiert mit der Idee des „Vertical Farming“ aus diesen Gründen seit Jahren auf die zunehmende Ressourcenknappheit. Mit der Gründung 2011 und dem Start des kommerziellen Betriebes im darauffolgenden Jahr setzt sich die Firma folgende nachhaltige Ziele vor Augen:

  • Minimierter Land-, Wasser- sowie Energieverbrauch in der Landwirtschaft
  • Sicherstellung der Lebensmittelversorgung
  • Integration einer Landwirtschaftsmethode mit niedriger CO2 Bilanz in die städtische Umgebung

Skygreens, mittlerweile erfolgreich im Markt integriert, stellt die weltweit erste rotierende Farm weltweit dar. Auf ca. 38 übereinander gelagerten Ebenen werden in den bis zu neun Meter hohen Gerüsten platzsparend verschiedenste Gemüsesorten angebaut. Um eine gleichmäßige Versorgung mit Sonnenlicht und Wasser zu gewähren, rotiert das Gerüst mithilfe eines patentierten hydraulischen Systems. So kann ein minimaler Energieverbrauch gewährleistet werden, welcher sich auf lediglich 60-Watt pro Gerüst und Tag beschränkt – vergleichbar also nicht mehr als eine gewöhnliche Glühbirne. Bis zu einer Tonne Gemüse kann das Unternehmen auf diese Weise täglich herstellen und beweist sich somit als fünf bis zehn Mal produktiver als eine reguläre Farm.

Erneute Medienpräsenz erreichte das Unternehmen durch die erst kürzlich erhaltene biologische Zertifizierung „Singapore Standard 632 (SS 632)“, verliehen von Control Unions Certifications. Konsumenten wird damit offiziell ein Anbau ohne Kunstdünger versichert. Um überhaupt erst biologische Produkte anbieten zu können, wird seit 2017 „Mini-Gemüse“ angebaut. Durch die frühere Abernte nach bereits 21-24 Tagen (im Vergleich zu rund 40 Tagen bei Gemüse in bekannter, normaler Größe) kann der Einsatz von Pestiziden und Düngern vermieden werden.

Der Vorsitzende des Food Standards Commitees Allan Lim betonte ein höheres Maß an Anerkennung und Vertrauen in lokale Produkte, die mit der Zertifizierung einhergehen. Wenngleich die Versorgung des lokalen Marktes Priorität hat, erwähnt Lim zudem, dass derartige Auszeichnungen zu einer gesteigerten internationalen Wettbewerbsfähigkeit beitragen können. Umweltminister Masagos Zulkifli sieht darüber hinaus ein bedeutendes Wachstumspotential in lokalen Farmen, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Nachfrage für biologische Lebensmittel.

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