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Spanien: Europäischer Wiederaufbaufonds – Infos zu nationalen Projekten

Zweite Tranche in Höhe von 12 Milliarden Euro wurde in Brüssel beantragt.

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid informiert Sie gerne über Projekte und Geschäftschancen (EU-Recovery in Spanien).

Auf der offiziellen Webseite zum spanischen Wiederaufbauplan finden Sie alle laufenden Ausschreibungen und Förderungen im Detail; ebenso eine Vorschau auf Spanisch zu den im 1. Halbjahr 2022 geplanten, wichtigsten Ausschreibungen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 24,6 Milliarden Euro.

Folgende Schwerpunkte sind für das 1. Halbjahr 2022 hervorzuheben:

  • Digitalisierungsbeihilfen für Klein- und Kleinstunternehmen sowie Selbständige (Programm Kit Digital);
  • Förderungen für die Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff, insbesondere auch Pilotprojekte;
  • Neubauförderprogramm für energieeffiziente Sozialmietwohnungen;
  • Beihilfen für energieeffiziente Gebäudesanierung;
  • Pläne für nachhaltigen Tourismus, um den Wandel der spanischen Reiseziele in Richtung Nachhaltigkeit voranzutreiben;

Nunmehr können KMUs, Selbständige und Privatpersonen in Spanien auch über die öffentliche Kurzrufnummer 060 Informationen und Hilfe bei Förderansuchen und Ausschreibungsbeteiligungen im Rahmen des spanischen Wiederaufbaufonds beziehen.

Allgemeines zum spanischen Wiederaufbauplan

Spanien hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Umsetzung seines Aufbau- und Resilienzplans („Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia“) bekommen. Damit erhält das Land nicht rückzahlbare Zuschüsse in Höhe von 69,5 Milliarden Euro im Zeitraum 2021 – 2023. Nach Ausbezahlung von 19 Milliarden Euro im Jahr 2021 hat Spanien nun Ende April die zweite Tranche über 12 Milliarden Euro beantragt. Aktionsschwerpunkte werden die Reformen des Arbeitsmarkt- und Pensionssystems sein, die Roadmap für Offshore-Windenergie und andere Meeresenergien, die neue Strategie für sichere, nachhaltige und vernetzte Mobilität, die Digitalcharta sowie steuerliche Maßnahmen für den raschen Ausbau des 5G-Netzes.  

Der spanische Plan beruht auf vier Pfeilern: Grüner Wandel, digitale Transformation, soziale und territoriale Kohäsion sowie Gleichstellung der Geschlechter. Diese vier Pfeiler werden in 10 Politik- oder Investitionsbereichen konkretisiert, die über 200 Maßnahmen umfassen.

Die Investitionsschwerpunkte 

1) Städtische und ländliche Agenda: 14,393 Milliarden Euro

  • Nachhaltige, sichere und vernetzte Mobilität in den Städten – 6.530 Mio Euro:
    • Förderung des öffentlichen Verkehrs;
    • batterie- bzw. wasserstoffgetriebene Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur;
    • Modernisierung der Regionalbahnen;

Nationale Fahrradstrategie sieht Investitionen in Höhe von 600 Mio Euro vor.

Neues Königliches Dekret über die Bereitstellung von Ladediensten für Elektrofahrzeuge wurde verabschiedet. 2023 soll es laut Plan 100.000 öffentliche Ladestellen geben.

Der Plan MOVES III mit einer Dotation von 400 Mio Euro – erweiterbar auf 800 Mio Euro - subventioniert den Ankauf von Elektrofahrzeugen sowie Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Einreichfrist für Anträge: 31.12.2023.

Das spanische Ministerium für Mobilität und städtische Agenda hat soeben Fördergelder im Ausmaß von knapp 1 Milliarde Euro an 170 Stadtverwaltungen für die Schaffung von Niedrigemissionszonen und die Digitalisierung und Entkarbonisierung des städtischen Verkehrs zugewiesen.

  • Wohnungssanierung und Stadterneuerung – 6.814 Mio Euro:
    • Erhöhung der Energieeffizienz im Wohnbau;
    • Sanierung öffentlicher Gebäude;

Es wurden Geldmittel in Höhe von 500 Mio Euro an die Autonomen Regionen zur Errichtung von 10.000 Sozialbauwohnungen umgeschichtet.

Das IDAE gewährt im Rahmen des Programms PREE 5000 Subventionen für energieeffiziente Gebäudesanierung in Gemeinden < 5.000 EW; Anträge können bis 31.12.2023 eingereicht werden.

  • Umweltschutz und Digitaler Wandel in Landwirtschaft und Fischerei – 1.049 Mio Euro.

Investitionen in Modernisierung der Bewässerungssysteme:

  • Mallorca und Formentera: 8,5 Mio Euro
  • Kastilien-La Mancha: 36,3 Mio Euro
  • Kanarische Inseln: 62,3 Mio Euro
  • La Rioja: 24,5 Mio Euro
  • Aragonien: 35,5 Mio Euro

Kreditlinie AgroInnpulso zur Kofinanzierung von innovativen Digitalisierungsprojekten für KMU am Landwirtschaftssektor wurde eröffnet.

Eine weitere Förderschiene in Höhe von 115 Mio läuft am Landwirtschaftssektor für Projekte mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft.

2) Resiliente Ökosysteme und Infrastruktur: 10,429 Milliarden Euro

  • Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen/Biodiversität – 1.646 Mio Euro:

Im Rahmen des Plans zum Schutz der Feuchtgebiete 2022 – 2030 werden 120 Mio Euro für die Autonomen Regionen umgeschichtet.

Das Umweltministerium genehmigt 26 Mio Euro für die Wiederherstellung der Meereslebensräume.

  • Schutz der Küstengebiete und Wasserressourcen – 2.097 Mio Euro:
    • Wasseraufbereitung und –wiederverwendung; Einsparung und effiziente Nutzung der Ressourcen;

In einem ersten Paket wurden regional 100 Mio Euro zur Finanzierung von Kläranlagen in städtischen Siedlungen < 5.000 Einwohnern verteilt.

  • Wiederherstellung von Fluss-Ökosystemen / Hochwasserschutz;
  • Nachhaltige, sichere und vernetzte Mobilität – 6.686 Mio Euro:
  • Ausbau der transeuropäischen Schienennetze und –korridore;
  • Förderung von Intermodalität und Logistik;

Das Infrastrukturministerium veröffentlicht Ausschreibung für Beihilfen in Höhe von 460 Mio Euro für Initiativen zur Digitalisierung und Entkarbonisierung des Warentransports. Einreichfrist: 28.06.2022.

Daneben Vergabe von je 60 Mio Euro für die Programme Öko-Anreize für den Bahnsektor

 (1. Ausschreibung) und Öko-Anreize für den Schifffahrtsektor (1. Ausschreibung), wodurch der Güterverkehr verstärkt auf Schiene und Schiff verlagert werden soll. 

3) Energiewende: 6,397 Milliarden Euro

  • Bereitstellung und Integration erneuerbarer Energien (EE) – 3.165 Mio Euro:
    • Einsatz von EE im Bau und in der Warenproduktion;

Förderprogramm DUS 5000 mit einem Budget von 325 Mio Euro für Projekte mit sauberen Energien in dünn besiedelten Gebieten (städtische Gemeinden < 5.000 EW oder nicht-städtische Gemeinden < 20.000 EW): Einreichfrist für Anträge beim IDAE: 05.11.2022

Das spanische Energiesparinstitut IDAE verwaltet ein Subventionsprogramm mit einer Dotation von anfänglich 660 Mio Euro - erweiterbar auf 1.320 Mio Euro - für die Förderung von EE für den Eigenverbrauch und Energiespeicher sowie für Klima und Heizung am Wohnbausektor. Damit sollen 1.850 MW aus EE einschließlich Heizung und Kühlung in mehr als 40.000 Wohnungen installiert werden.

Plan für Energiewende auf den Balearen mit Investitionen von 233 Mio Euro wurde genehmigt.

Strategie für erneuerbare Energien auf den Kanarischen Inseln mit Dotation von 467 Mio Euro wurde verabschiedet. Damit soll in den nächsten 4 Jahren die Energiewende vorangetrieben werden. 

  • Elektrizitätsinfrastruktur/intelligente Netze – 1.365 Mio Euro:
    • Ausbau der Energiespeicherkapazitäten;
    • Digitalisierung der Netze;
  • Roadmap für grünen Wasserstoff und seine sektorielle Integration – 1.555 Mio Euro;
  • Strategie für den gerechten Energiewandel – 300 Mio Euro;

Die Biogas-Roadmap wurde verabschiedet. Bis 2030 soll die Produktion um das knapp Vierfache auf über 10,4 TWh erhöht werden.

4) Eine Verwaltung für das 21. Jahrundert: 4,311 Milliarden Euro

  • Modernisierung der öffentlichen Verwaltung:
    • Leuchtturmprojekte im Bereich Digitalisierung;
    • Einsatz von EE und Steigerung der Energieeffizienz;

Startschuß für Bau von nationalem Cybersecurity-Zentrum mit Investitionen von 38,35 Mio Euro.

Das Justizministerium vergibt an Autonome Regionen 470 Mio Euro zur Umsetzung des Plans Justiz 2030 mit Schwerpunkt Digitalisierungsmaßnahmen und energieeffiziente Gebäudesanierung.

5) Stärkung von Industrie, KMU und Tourismus: 16,061 Milliarden Euro

  • Industriepolitik „Spanien 2030“ – 3.778 Mio Euro:
    • Förderung der industriellen Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit über Stärkung der Wertschöpfung und Entwicklung junger Industrien;
    • Strategie für Kreislaufwirtschaft;

Förderprogramm mit Investitionsrahmen von 150 Mio Euro für innovative und nachhaltige Initiativen in der Fertigungsindustrie wurde ins Leben gerufen; darunter die Themenschwerpunkte Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz, erneuerbare Energiequellen, neue Materialien, Produkte und Dienstleistungen, etc.. Einreichfrist für Anträge: 31.05.2022

Förderprogramm ACTIVA Financiación stellt 140 Mio Euro für Forschung und Entwicklung für den digitalen Wandel in der Industrie (Industrie 4.0) zur Verfügung; davon 100 Mio Euro an Darlehen und 40 Mio Euro an Subventionen. Einreichfrist für Anträge: 17.05.2022.

  • Unterstützung der KMU – 4.890 Mio Euro:
    • „Next Tech“-Fonds für innovative Startups und disruptive Technologien;
    • Internationalisierung;

Vergabe von 100 Mio Euro an die Autonomen Regionen für die Modernisierung des Handels (Fondo Tecnológico) im Zeitraum 2022/2023.

Programa Kit Digital in Höhe von 3 Mrd. EUR zur Förderung der Digitalisierung von KMU und Selbständigen: Ab 15.03. 2022 stehen die ersten Gelder über 500 Mio EUR für Direktbeihilfen in Höhe von 12.000 Euro pro Firma  zur Verfügung, die über Red.es beantragt werden können. Ebenso wurde ein öffentliches Register der Digitalisierungsdienstleister eingerichtet.  

Förderungsvergabe des Industrieministeriums von 20 Mio Euro für innovative Projekte über das spanische Cluster-Netzwerk (87 Cluster mit mehr als 8.200 Unternehmen).

  • Modernisierung des Tourismus – 3.398 Mio Euro:
    • Ausbau des Geschäftsmodells in Richtung Umweltschutz und sozioökonomische Nachhaltigkeit;

Umverteilung von 170 Mio Euro an die Autonomen Regionen zur Förderung von Projekten mit Schwerpunkt Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft in Tourismusbetrieben. Frist für Projektabwicklung: 31.12.2024.

Die spanische Regierung leitet zweite Phase des Plans für nachhaltigen Tourismus mit Investitionen von 720 Mio Euro ein; darunter den nationalen Plan für Gastro-Tourismus mit einer Dotation von 65 Mio Euro. Nachhaltige Tourismuspläne können von den Gemeinden bis 17.05.2022 eingereicht werden.

  • Digitale Konnektivität, Cybersicherheit, Einsatz von 5G – 3.995 Mio Euro:
    • Breitband (30 Mbps) für die gesamte Bevölkerung;
    • Erneuerung der Kommunikationsinfrastruktur mit Fokus auf Nachhaltigkeit;
    • Cybersicherheit;

Neues Gesetz 5G Cybersicherheit und Nationaler Cybersicherheitsplan mit Dotation von 1 Mrd. Euro und 150 Maßnahmen für die nächsten 3 Jahre wurden verabschiedet.

Umverteilung von 155 Mio Euro an die Autonomen Regionen für das Programm ÚNICO zum Ausbau des ultraschnellen Breitband-Internets für 2022/2023. 

Die spanische Regierung vergibt neue Frequenzzuteilungen im Bereich 3,5 GHz an Telefonanbieter und schafft damit Impuls für 5G-Technologie.

6) Wissenschaft und Innovation; nationales Gesundheitssystem: 4,936 Milliarden Euro

  • Nationale Strategie „Künstliche Intelligenz“ – 498 Mio Euro;
  • Institutionelle Reform und Stärkung des nationalen Wissenschafts-, Technologie- und Innovationssystems – 3.371 Mio Euro:
    • Internationale Kooperationen; Erneuerung technischer Forschungsausrüstung;
    • „Personalized Health“-Projekte;
    • F&E in den Bereichen Umweltschutz, Klimawandel und Energie;
    • nachhaltige KFZ-Mobilität;
    • Niedrig-/Nullemissions-Luftfahrt;

Das Wissenschaftsministerium präsentiert komplementären Quantenkommunikationsplan mit Dotation von 73 Mio Euro zur  Förderung digitaler Quantentechnologien und Stärkung der Cybersicherheit in Spanien.

  • Modernisierung und Stärkung des nationalen Gesundheitssystems – 1.067 Mio Euro:
    • High-Tech-Ausrüstung;

Im Rahmen des Plans INVEAT (Plan de Inversión en Alta Tecnología) sollen 2021/2022 insgesamt knapp 800 Mio Euro in die Erneuerung und Erweiterung der High-Tech-Ausrüstung der öffentlichen Spitäler investiert werden.

7) Ausbildung und Wissen, lebenslanges Lernen und Capacity Building: 7,3 Milliarden Euro

  • Nationaler Plan für digitale Kompetenzen (DS) – 3.585 Mio Euro;
    • Transversale DS – Ausbildung, Inklusion, Kulturvermittlung;
    • Digitale Transformation des Bildungswesens;
  • Strategischer Plan zur Förderung der Berufsausbildung – 2.072 Mio Euro:
    • Reskilling / Upskilling;
    • Digitale Transformation;

Schaffung eines Netzes von vorbildlichen Berufsausbildungszentren mit dem Ziel, Innovationen in strategischen Sektoren zu fördern; Ausschreibung zur Auswahl der ersten 20 Zentren wurde soeben angekündigt.

  • Modernisierung/Digitalisierung des Bildungssystems – 1.644 Mio Euro:
    • Schaffung von Krippenplätzen;

8) Neue Pflegewirtschaft und Beschäftigungspolitiken – 4,867 Milliarden Euro

  • Pflegewirtschaft und Inklusion – 2.491 Mio Euro:
    • Langzeitpflege;
    • Modernisierung sozialer Dienstleistungen;
  • Neue Maßnahmen für einen dynamischen, resilienten und inklusiven Arbeitsmarkt – 2.370 Mio Euro;

9) Impuls für Kulturwirtschaft und Sport – 0,834 Milliarden Euro

  • Aufwertung der Kulturwirtschaft – 328 Mio Euro;
  • Spanien als audiovisueller Hub in Europa – 203 Mio Euro;

Projekt „Spain Audivisual Hub”mit Gesamtinvestitionen von 1,6 Milliarden Euro bis 2025 wurde vorgestellt.  

  • Sportförderung – 303 Mio Euro;
    • Ökologisierung von Sportstätten, Förderung des Sporttourismus;

Die spanische Regierung hat die Umverteilung von 49 Mio Euro an die Autonomen Regionen zur Modernisierung von Hochleistungssportzentren und Zentren für die Sportforschung genehmigt. Konkret sind mindestens 54 Zentren betroffen, die energetisch saniert und mit modernsten Infrastrukturen ausgerüstet werden sollen.

10) Modernisierung des Fiskalsystems – ohne Budget:

  • Prävention und Kampf gegen Steuerbetrug;
  • Anpassung des Steuersystems an die Realität des 21. Jahrhunderts;
  • Bessere Wirksamkeit der öffentlichen Ausgaben, 

Strategische Großprojekte

Zur Umsetzung der strategischen Investitionsvorhaben wurde eine neue Form der Public-Private Partnerships geschaffen („Proyectos Estratégicos para la Recuperación y Transformación Económica“ – PERTE). Damit können Großprojekte, die mit staatlichen Zuschüssen aus dem EU-Fonds finanziert werden, rascher und unbürokratischer abgewickelt werden.

Alle öffentlichen und privaten Organismen und Unternehmen, etc., die Interesse an einer Beteiligung an einem PERTE haben, müssen eine Aufnahme in einem eigens dafür geschaffenen staatlichen Register beantragen, welches öffentlich zugängig ist.

Die Aufnahme ins Register (Registro Estatal PERTE) erfolgt in zwei Schritten:

  • Das jeweils zuständige Ministerium überprüft den Antrag auf Akkreditierung.
  • Nach erfolgter positiver Evaluierung übernimmt das Kontrollorgan der öffentlichen Verwaltung (IGAE) die Eintragung ins Register.

Strategisches Projekt für vernetzte Elektrofahrzeuge (Am 17.07. im Spanischen Staatsanzeiger veröffentlicht). 

Ziel:

  • Schaffung eines kompletten Ökosystems für die Erzeugung von vernetzten elektrischen Fahrzeugen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.
  • Ausbau der Automobilindustrie auf 15 % des BIP im Jahr 2030.

Investitionen:

Mehr als 24 Mrd. Euro im Zeitraum 2021 – 2023, davon 4,3 Mrd. Euro seitens der öffentlichen Hand und 19,7 Mrd. Euro an privaten Investitionen.

Projektumfang:

Bau neuer Modelle von Elektro- und Hybridfahrzeugen, Herstellung von Batterien,

Wasserstoffausrüstung und anderen Fahrzeugkomponenten; Konnektivität,

Mikroprozessoren, Aufladesysteme, Digitalisierung, Ausbildung der Arbeitnehmer.

Teilnehmer:

Mindestens fünf Unternehmen, davon 40 % KMU mit eigener Forschungsabteilung; Implikation von mehr als 2 Autonomen Regionen. 

Für den Bereich der Fahrzeugbatterien hat die Regierung ein öffentlich-privates Konsortium mit SEAT-Volkswagen und Iberdrola gegründet, um die erste Fabrik für Lithium-Batterien mit einem Investitionsvolumen von 1 Mrd. Euro zu errichten.

Ausschreibungen:

  • 1. Ausschreibung über die Vergabe von 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2022 (davon 1,4 Milliarden in Form von Darlehen und 1,5 Milliarden über Subventionen) ist im Anlaufen: Einreichfrist für Anträge wurde auf  17.05.2022 verlängert.

Im Rahmen dieses strategischen Großprojekts wird SEAT-Volkswagen aller Voraussicht nach in Sagunto 7 Milliarden Euro in die Errichtung einer Fahrzeugbatterienfabrik investieren, die 2026 in Betrieb gehen soll. 

Strategisches Projekt für ein Gesundheitssystem der Zukunft

(Am 30. November 2021 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Positionierung Spaniens als Vorreiter bei Innovation und Entwicklung neuartiger Therapien.
  • Vorantreiben personalisierter Präzisionsmedizin und Förderung von Unternehmen, die sich auf diesen Bereich spezialisieren.
  • Digitalisierung des nationalen Gesundheitssystems inkl. einer integralen Datenbank für die Erfassung und Analyse von Daten aus verschiedenen Quellen zur Verbesserung von Prävention, Diagnose, Behandlung, Rehabilitation und Forschung.
  • Digitale Transformation der primären Gesundheitsversorgung. 

Investitionen:

  • Vorgesehen ist im Zeitraum 2021-23 ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 1,5 Mrd. Euro, davon 982,4 Mio. Euro von der öffentlichen Hand und 486,9 Mio. Euro erste private Investitionen.  

Projektablaufplan:

  • Seit dem I. Quartal 2021 laufen Ausschreibungen zu den genannten Zielschwerpunkten (personalisierte Präzisionsmedizin, Entwicklung von innovativen Therapien und Medikamenten, digitale Transformation der Primärversorgung, Projekte zum innovativen Umbau des Gesundheitssystems unter Einbeziehung von Maßnahmen für die Forschungs- und Industriestruktur, sowie die territoriale Kohäsion) 

Mit Stand April 2022 sind 13 Projekte im Wert von 286 Mio Euro in Umsetzung, d.s. 26 % der vorgesehenen öffentlichen Gesamtinvestitionen. 

Aktionen:

  • Ergänzender Aktionsplan für Biotechnologie mit Dotation von 32 Mio Euro wurde verabschiedet. Im Rahmen dieses Programms, das zu 50 % von der Regierung und zu 50 % von den Autonomen Regionen Katalonien, Baskenland, Galizien, Kastilien-La Mancha und Extremadura getragen wird, sollen F&E und Innovationen im Bereich neuartige Therapien und Präzisionsmedizin vorangetrieben werden.
  • Strategie der digitalen Gesundheit („Estrategia de Salud Digital“) wurde veröffentlicht. Big Data, KI, IoT und mobile Endgeräte sollen als Schlüsseltechnologien für den Aufbau eines robusten, nachhaltigen und effizienten nationalen Gesundheitssystems eingesetzt werden. 

Strategisches Projekt für erneuerbare Energien, grünen Wasserstoff und Speichersysteme

(Am 14. Dezember 2021 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Stärkung der spanischen Wertschöpfungskette im Bereich der erneuerbaren Energien für eine Energiewende „designed & made in Spain”.
  • Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten und Schaffung von bis zu 280.000 neuen, nachhaltigen Arbeitsplätzen. 

Investitionen:

  • Man rechnet mit Gesamtinvestitionen von 16,3 Mrd. Euro, wobei die öffentliche Hand Gelder in Höhe von 6,9 Mrd. Euro beisteuern will, die zum Großteil bereits 2022 – 2023 fließen sollen. Der Zeitrahmen für die Abwicklung der Projekte liegt bei 2026. 

    5 Investitionslinien:
    • innovative erneuerbare Energiequellen: 765 Mio. Euro;
    • Speichersysteme, Flexibilität und neue Geschäftsmodelle: 620 Mio. Euro;
    • grüner Wasserstoff: 1,55 Mrd. Euro;
    • gerechter Wandel: 30 Mio. Euro;
    • Nationales Wissenschafts-, Technologie- und Innovationssystem: 588 Mio. Euro;

Projektablaufplan:

  • Schaffung eines Überwachungsrahmens unter dem Begriff “Energía NextGen” zur Nachverfolgung von integralen Projekten in Richtung Energiewende, die verschiedene Instrumente des Wiederaufbauplans nutzen;
  • Umsetzung von 17 transversalen Begleitmaßnahmen über folgenden 4 Aktionslinien:
    • Energiewende: 2,24 Mrd. Euro;
    • Ausbildung, Berufsbildung und Beschäftigung: 496 Mio. Euro;
    • Mobilität mittels erneuerbarer Gase: 80 Mio. Euro;
    • technologischer und digitaler Bereich: 541 Mio. Euro; 

Ausschreibungen:

  • 1. Ausschreibung für Förderprogramm H2 PIONEROS mit einer Dotation von 150 Mio Euro für bahnbrechende Pilotprojekte für den Einsatz von grünem Wasserstoff in der Industrie und im Schwertransport; Einreichfrist für Projekte beim IDAE: 05.05.2022
  • 4 weitere Ausschreibungen zur Stärkung der Wertschöpfungskette im Bereich des grünen Wasserstoffs im Wert von insgesamt 250 Mio Euro sind im Laufen: Einreichfrist für Projekte: 07.06.2022.
  • 1. Ausschreibung mit Dotation von 50 Mio Euro für innovative F&E-Projekte im Bereich  Energiespeichersysteme: Einreichfrist für Projekte beim IDAE: 10.05.2022

Strategisches Projekt für den Agrar- und Lebensmittelsektor

(Am 08. Februar 2022 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Der Agrar- und Lebensmittelsektor, der von strategischer Bedeutung für die spanische Wirtschaft ist, soll  für die ökologischen, digitalen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Dekade gerüstet werden.

Investitionen:

Bis 2023 sind öffentliche Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Euro vorgesehen, wobei die Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt mit 3 Milliarden Euro beziffert werden. Man erhofft sich die Schaffung neuer Geschäftsmodelle, Arbeitsplätze und Einsparungen im Produktionsgefüge, in den Haushalten und in den öffentlichen Budgets.

  • 3 Investitionsschwerpunkte:
    • Verbesserung der Produktionsprozesse für eine konkurrenzfähige, nachhaltige, rückverfolgbare und sichere Lebensmittelerzeugung: 400 Mio Euro;
    • Digitalisierungsschritte über die ganze Wertschöpfungskette hinweg (von Landwirten und Viehzüchtern über kleine und mittelgroßen Produktionsbetriebe bis hin zu Verarbeitung und Vertrieb): 454,35 Mio Euro;
    • Spezifische Maßnahmen zur Förderung von Forschung, Innovation und Technologietransfer in allen Bereichen des Sektors: 148,56 Mio Euro; 

Strategisches Projekt für eine neue Sprachökonomie

(Am 01. März 2022 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Die spanische Sprache soll als Faktor für Wirtschaftswachstum und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze im Bereich der künstlichen Intelligenz,  im Übersetzungs- und Unterrichtswesen, in der Kultur, der audivisuellen Produktion und in Forschung und Wissenschaft gefördert werden; dies in enger Zusammenarbeit zwischen KMU, Startups, der öffentlichen Verwaltung, Universitäten und Forschungszentren.

Investitionen:

  • 1,1 Milliarden Euro der öffentlichen Hand und 1 Milliarde Euro an privaten Investitionen.

Strategisches Projekt für die Kreislaufwirtschaft

(Am 08. März 2022 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Im Rahmen dieses Projekts soll der Übergang zu einem neuen Wirtschaftsmodell, das die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks durch Recycling und Wiederverwertung zum Ziel hat, vorangetrieben werden. In der Folge soll auch die Exportabhängigkeit der spanischen Wirtschaft – insbesondere bei Rohstoffen – verringert werden. Betroffen ist die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über den Konsum bis hin zur Abfallverwertung.

Investitionen:

  • Neben Beihilfen in Höhe von 492 Mio Euro sollen Geldmittel von über 1,2 Milliarden Euro bis 2026 mobilisiert werden.

Projektablaufplan:

  • Im Zentrum stehen 18 Instrumente, die sich auf zwei Aktionsschwerpunkte konzentrieren:
    • Massnahmen in den strategischen Sektoren Textil, Kunststoff und Investitionsgüter für die Erneuerbare-Energie-Branche.
    • Transversale Massnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Unternehmen jeglicher Industriesektoren, u.a. zur Reduzierung des Rohstoffverbrauchs, zur Abfallwiederverwertung, Digitalisierung und Ökodesign-Entwicklung. Dadurch sollen auch Nischen für neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle in der Recycling- und Reparaturbranche entstehen.

Strategisches Projekt für die Schiffbauindustrie

(Am 15. März 2022 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Stärkung eines Wirtschaftssektors, der für die industrielle Autonomie Spaniens und Europas von strategischer Bedeutung ist.
  • Transformation der Wertschöpfungskette in Richtung erneuerbare Meeresenergie, Niedrigemissionsschiffe, Digitalisierung, Energieeffizienz sowie eine technologische und nachhaltige Entwicklung des Sektors mit hochwertigen Arbeitsplätzen.

Investitionen:

  • Insgesamt 1,46 Milliarden Euro; davon 310 Mio Euro der öffentlichen Hand und 1,15 Mrd. Euro an privaten Investitionen. 

Strategisches Projekt für die Luft- und Raumfahrtindustrie

(Am 22. März 2022 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Die Luft- und Raumfahrtindustrie soll zu einem Schlüsselsektor der spanischen Wirtschaft ausgebaut werden. Im Schwerpunkt stehen die Dekarbonisierung des Luftverkehrs, die Entwicklung von Demonstratoren für multifunktionale und nicht bemannte Flugzeuge (UAV), Digitalisierung, Innovationen und umweltfreundliche Maßnahmen in den Fabrikzentren, F&E für neue Technologien und Dienstleistungen und Ausbau des Innovationsökosystems. Es ist in diesem strategischen Projekt eine enge Zusammenarbeit mit Portugal angedacht; u.a. die Lancierung von 8 spanischen und 8 portugiesischen Satelliten.

Investitionen:

  • Es sollen 2021 – 2025 rund 4,5 Milliarden Euro mobilisiert werden. 

Strategisches Projekt für die Digitalisierung der Wasserwirtschaft

(Am 22. März 2022 im Ministerrat verabschiedet)

Ziel:

  • Anwendung modernster Informationstechnologien über den gesamten Wasserzyklus hinweg für eine effiziente Nutzung und Überwachung der Wasserressourcen, zur Reduzierung der Wasserverluste im Versorgungsnetz und zur Erfüllung der internationalen Normen und hydrologischen Planungsziele und Umweltvorgaben am Wassersektor. 

Investitionen und Projektablaufplan:

  • In den nächsten Jahren sollen mehr als 3 Milliarden Euro an privaten und öffentlichen Geldern in die Digitalisierung der städtischen Wasserver- und -entsorgung, des Bewässerungssektors in der Landwirtschaft bzw. der Industrie fließen. 
  • 2022/2023 sollen zwei Subventionsprogramme mit einer Dotation von 1,7 Milliarden Euro ausgeschrieben werden, womit in Städten und Gemeinden >20.000 EW die Installation von intelligenten Wasserzählern, Kommunikationssystemen und Big Data-Plattformen gefördert werden soll. 


Stand: