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Coronavirus: Situation in Südkorea

Aktuelle Lage und Info-Updates

Stand: 09.11.2020

Aktuell & Wichtig 

Für Südkorea gilt seit dem 29. April 2020 derzeit Reisewarnstufe 4 (Hohes Sicherheitsrisiko) im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus. Nicht unbedingt notwendige Reisen sollten derzeit noch verschoben werden. 

Seit 13. April besteht bei Einreise in die Republik Korea Visumspflicht. Das bilaterale Abkommen über die Befreiung von der Visapflicht bei Einreise und einem Aufenthalt von nicht mehr als 90 Tagen aus dem Jahr 1979 wurde aufgrund der COVID-Krise temporär ausgesetzt. Bei dringenden unaufschiebbaren Reisen muss bei der lokal zuständigen koreanischen Vertretungsbehörde ein Visumsantrag gestellt werden. Vor dem 5. April 2020 ausgestellte Visa verlieren ihre Gültigkeit. 

Seit 28. September 2020 steht die Republik Korea auf der A1-Länder: Koreanern wird dadurch die uneingeschränkte Einreise nach Österreich ermöglicht (d.h. ohne ärztliches Zeugnis/Covid-PCR-Test bzw. Quarantäne, soweit die anderen Voraussetzungen [Wohnsitz/gewöhnl. Aufenthalt in A1-Staat oder Ö UND in den letzten 10 Tagen kein Aufenthalt in anderen Staaten als A1-Ländern] kumulativ erfüllt sind).

Die aktuelle Zahl der Infizierten (Stand: 09.11.2020, 0:00 Uhr) seit 20. Jänner 2020 liegt bei 27.533, es sind bisher 480 Todesfälle zu beklagen. Die Zahl der Genesenen liegt bei 25.029 Personen. 

Seit dem 12. Oktober befindet sich das Social Distancing Level auf Stufe 1. Mit Level 1 bestehen keine Einschränkung hinsichtlich der Besucherzahl bei Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen, solange alle BesucherInnen eine Maske tragen und weitere COVID-Präventionsmaßnahmen durch die Veranstalter ergriffen werden.

Seit Ausbruch der Krankheit wurden in Korea insgesamt 2.709.199 Personen auf das Virus getestet. 

Einreise und Reisebestimmungen 

Besuche in Korea sollten erst wieder für Anfang November eingeplant werden, sofern sich die Lage entspannt. Bei vielen Fluglinien ist das kostenlose Stornieren von Flügen nach Korea möglich.

» Weitere Informationen 

Bitte treten Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt. 

Viele koreanische Unternehmen stimmen der Durchführung von Meetings per Video- oder Telefonkonferenz zu. 

Einreisende (unabhängig ihrer Nationalität) werden bei Ankunft in Korea in zwei Gruppen unterteilt: 

  1. Personen, die potentielle Symptome von COVID-19 aufweisen,
  2. Personen ohne Symptome. 

Personen mit Symptomen (a) werden umgehend in Quarantäne-Einrichtungen verwiesen und müssen sich dort einem diagnostischen COVID-19 Test unterziehen. Verläuft der Test positiv, werden diese direkt in Spitäler oder ausgewiesene Behandlungszonen gebracht. Personen, die keine Symptome aufweisen (b) müssen sich ebenfalls einem COVID-19 Test unterziehen und sich dann für 14 Tage in Selbstquarantäne begeben.

Ebenso muss eine App auf ein Telefon heruntergeladen werden, mit der über 14 Tage der Gesundheitszustand des Reisenden an die Behörden mitgeteilt wird. In Selbstquarantäne befindliche Personen werden zudem einmal täglich durch die Gesundheitsbehörden telefonisch kontaktiert, um den aktuellen Gesundheitszustand zu besprechen. Den Anweisungen der koreanischen Gesundheitsbehörden ist dringend Folge zu leisten! Nichtbefolgung dieser Weisungen führt zu hohen Strafen oder gar zur sofortigen Abschiebung!

In bestimmten Fällen ist die umgehende Anwesenheit eines Technikers, Monteurs etc. in Korea erforderlich, um ein Projekt zu vollenden, oder dringend erforderliche Wartungen vorzunehmen usw. In solchen Fällen kann durch die koreanische Botschaft Wien ein Isolation Exemption Certificate für den betroffenen Arbeiter aus Österreich ausgestellt werden. Sollten Sie ein derartiges Zertifikat benötigen, erhalten Sie weitere Informationen beim AußenwirtschaftsCenter Seoul (seoul@wko.at)! 

Bitte klären Sie im Fall einer Weiterreise dringend mit der Botschaft des Landes Ihrer jeweiligen Enddestination ab, ob eine Einreise nach einem Besuch in Korea möglich ist bzw. ob demnächst mit Einschränkungen zu rechnen ist! Die in diesen Ländern befindlichen AußenwirtschaftsCenter sind Ihnen bei der Einholung der Informationen gerne behilflich. Eine exemplarische Liste der Einreise- und Quarantänebestimmungen für Reisende aus Korea bietet Ihnen Korean Air.

Regelungen für den Güterverkehr

Derzeit sind dem AußenwirtschaftsCenter Seoul keine Exportverbote oä. bekannt.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben 

Trotz hoher Neuansteckungszahlen im Februar 2020 ist es in Korea nie zu Lock- oder Shut-Downs gekommen. Viele koreanische Unternehmen haben Home-Office eingeführt. Im Infektionsfall haben einzelne Unternehmen Werke oder betroffene Abteilungen vorübergehend geschlossen. Teilweise wurden Angestellte vorübergehend beurlaubt. 

Viele koreanische Unternehmen gestatten ausländischen Geschäftsleuten derzeit noch nicht den Zutritt zum Firmengelände. Bitte klären Sie mit Ihren Geschäftspartnern ab, ob ein persönliches Treffen überhaupt möglich ist, oder eine Videokonferenz bevorzugt wird. 

In der Öffentlichkeit tragen viele Koreanerinnen und Koreaner freiwillig eine Maske. In manchen Gebäuden ist der Zutritt nur mit einer Maske gestattet. Geschäfte, Restaurants, Bars etc. sind geöffnet. Der Schulbetrieb wird seit Mitte Mai wieder langsam hochgefahren. Seit Ende April ist bereits der Besuch von Gottesdiensten, Paukschulen (Hakwons) etc. möglich, sofern die hierfür vorgesehenen Hygienevorschriften eingehalten werden. 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Die koreanische Regierung hat eine Reihe wichtiger Maßnahmenpakete zur Überwindung der wirtschaftlichen Folgen der CoVid-19 Krise erlassen. Diese werden von den den einzelnen Ministerien und staatlichen Institutionen, aber auch dem staatlichen und privaten Finanzsektor umgesetzt.

Das Außenwirtschaftscenter Seoul hat versucht einen Überblick über diese Maßnahmen zusammenzustellen, der aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit besitzt. Sollten Sie Interesse an zusätzlichen Informationen haben, bitten wir Sie um eine kurze Email an seoul@wko.at. 

Weitere Information und Notfallnummern

Bereits mehrfach haben sich österreichische Unternehmen erkundigt, ob die aktuelle COVID-Situation in Korea und weltweit als „Force Majeur“ gewertet werden kann. Laut Vertrauensanwalt des AußenwirtschaftsCenter Seoul stellt die derzeitige Situation und damit zusammenhängende Reisewarnungen des BMEIA für Korea keine zivilrechtliche „Force Majeur“ dar. Eine interessante Zusammenfassung der bisherigen Force Majeur-Rechtsprechung in Südkorea zusammengefasst von der Kanzlei Yulchon finden Sie in unserem Downloadbereich. Normalerweise lassen sich Erfüllungsverzögerungen oder Nichterfüllungen aufgrund der derzeitigen Situation sicherlich einvernehmlich mit Ihren Vertragspartnern klären. Das AußenwirtschaftsCenter Seoul ist Ihnen bei der Vermittlung gerne behilflich. 

Sollten Sie sich im Zuge Ihrer Geschäftsreise nach Korea unwohl fühlen und sicherheitshalber einen COVID-19 Test durchführen wollen, kann das Gesundheitstelefon 1339 angerufen werden. Normalerweise ist eine Kommunikation auf Englisch möglich. Sollte dies gerade nicht der Fall sein, werden Sie von einem englisch-sprechenden Beamten zurückgerufen. Das Gesundheitstelefon wird Ihnen weitere Informationen darüber geben, welche Krankenhäuser sich in Ihrem Umfeld befinden und wo Sie in diesen einen Test durchführen lassen können.