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The Future of Food – Was essen wir in 30 Jahren?

Zukunftsthemen zu Ernährung, Entwicklung der Lebensmittelindustrie und Food-Start-ups am 30.9.2019

Am 30. September 2019 drehte sich alles rund um Ernährung, Foodtrends und innovative Ansätze im Retail Bereich oder der Gastronomie.Ein buntes Publikum aus Unternehmensvertreter aus dem Lebensmittelsektor, der Landwirtschaft, Cateringfirmen, Start-ups, Chefs de cuisine und Foodies fand sich in der Wirtschaftskammer Österreich ein, um in die Zukunft des Essens einzutauchen.

Der gemeinsam mit der Firma 1030 Innovation kuratierte Abend begann mit der Keynote der Trendforscherin Cécile Kremer, die den derzeitigen Status Quo kurz aufzeigte und neue Ansätze für die Ernährung von morgen vorstellte.

Wohin soll die Reise also gehen? Welche Themen sind in Zukunft relevant?

Der Mensch lebt länger und der Wunsch, ein hohes Alter in guter Gesundheit zu erreichen, schärft bei vielen das Bewusstsein, sich extrem gesund zu ernähren. Neue Produkte wie Wasserstoff-Wasser drängen auf den Markt. Für viele wird es immer wichtiger zu wissen was wir essen: Wir sind, was wir essen.

Ein weiteres großes Thema ist die auf wissenschaftlichen Tests oder Analysen basierte Ernährung, die auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten wird. Das meist kommentierte Beispiel dieser wissenschaftsbasierten Ernährung ist ein in Japan geplantes Sushi-Restaurant, das vorab von seinen Gästen Urin-, Stuhl- oder Speichelproben verlangt, um das Sushi auf den Nährstoffbedarf zuzuschneiden.

Es folgte eine Diskussion zum Thema Proteine und hier v.a. zu Proteinquellen als Alternative zu Fleisch. Insekten und Algen wurden als ressourcenschonende Top Alternativen genannt. Philipp Stangl von der Firma Rebel Meat, stellte Burgerfleisch bestehend aus hochwertigem Rindfleisch und Pilzen vor, das jene Konsumenten ansprechen soll, die in ihrem Burger Fleisch nicht ganz missen möchten die aber auch auf gesunde Zutaten und Nachhaltigkeit achten.

Auch die vertikale Landwirtschaft – vertical farming – innerhalb von Ballungsgebieten als ressourcenfreundliche Alternative für den Anbau von Obst oder Gemüse, war ein Thema und stellt die Zukunft der urbanen Landwirtschaft dar. Daniel Podmirseg vom Vertical Farm Institute präsentierte die Vorteile, die der Einsatz im urbanen Raum bietet. Interessant war hier der Aspekt des Anbaus innerhalb von Gebäuden, das den Vorteil des ganzjährigen Anbaus bietet und v.a. die Maximierung der natürlichen Ressourcen ermöglicht. Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben.

Ein weiteres Highlight war die Präsentation von Katharina Unger von der Firma Livin Farms Hive, welche ein System zur Mehlwurmzucht vorstellte, das nicht nur den Biomüll drastisch reduziert, sondern durch die gezüchteten Würmer auch eine kontrollierte alternative Proteinquelle darstellt.

Dr. Veselkov, Forscher am Imperial College London, stellte ein Forschungsprojekt vor, im Rahmen dessen mithilfe künstlicher Intelligenz und maschineller Lernverfahren, jene Moleküle in Nahrungsmitteln identifiziert werden sollen, die Krankheiten wie Krebs verhindern oder bekämpfen können.

Ferner wurde ein 3D-Foodprinter vorgestellt, welcher bereits in diversen Restaurants zur Anwendung kommt. Hierbei werden pürierte Zutaten in Zylinder gefüllt, die dann über Düsen in allen möglichen Formen gedruckt werden.

Die (inter)kulturellen Aspekte wurden von Susan Choi, einer Entrepreneurin im Foodbereich und Inhaberin der bekannten Bar Mr. Susan in Berlin, beleuchtet. Sie hob die Wichtigkeit von Ernährung als Bindeglied einer Gesellschaft hervor, aber auch die in hohem Maße zunehmende Besinnung auf die Auswirkungen unserer Entscheidungen beim Konsumieren von Nahrungsmitteln. Gemeint sind bspw. der Klimawandel, die Vermeidung von unnötigem Abfall oder ob das produzierende Unternehmen soziale Verantwortung übernimmt.

Den Abschluss bildete der gemeinsame Vortrag des Wissenschaftlers Charles Spence und Jozef Youssef, einem Chef de cuisine, welche den Teilnehmern neue kulinarische Erlebnisse durch multisensorielle Geschmackswahrnehmung präsentierten. Wer hätte gedacht, dass Musik die Geschmackswahrnehmung eines Desserts beeinflusst?

Im Anschluss an die Vorträge erhielten die Anwesenden die Möglichkeit Insektensnacks der Firma Entis (Finland), algenbasierte Getränke der Firma Helga (Österreich) sowie das erwähnte Burgerfleisch aus Biorindfleisch gemischt mit Pilzen der Firma Rebel Meat (Österreich), zu kosten.

Wer sich für weitere Themen rund um Trends im Bereich der Ernährung interessiert, findet Antworten auf unserer Innovate Austria Webseite!